Krippen geschichts- gesichtslos?

Immer häufiger werden Weihnachtskrippen umgestaltet, manipuliert, entfremdet, zerstört und gar ausgesondert. Unabhängig davon, wie kunstvoll und alt sie sind. Cancel Culture zu Merry Christmas. Aus Gründen des Zeitgeistes. Und da der Zeitgeist sich immerzu ändert, werden die heute gecancelten Krippenfiguren morgen erneut gecancelt werden.
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Dahinter steht die größenwahnsinnige Denkweise, daß der heutige Zeitgeist der endgültige sei – entsprechend dem „Ende der Geschichte“ von Francis Fukuyama, dem Sieg des Kapitalismus über den Sowjet-Kommunismus in den 1990er Jahren nach dem Mauerfall.
Aus diesem Grunde dürfen der schwarze Melchior der Drei Könige nicht mehr schwarz (wie in Ulm (1)), das Jesuskind nicht mehr weiß (wie in Rom) und überhaupt die Gesichter nicht mehr erkennbar sein, d.h. gesichtslos (wie in Brüssel (4)). Macht die Islamisierung – Muslime vermeiden die bildhafte Darstellung von Gott und Gottesgläubigen – also auch vor dem Stall zu Bethlehem nicht Halt?
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Der Kunsthistoriker Stephan Hoppe (Uni München) bringt es auf den Punkt:
„Man kann die Geschichte ergänzen und kommentieren.
Aber man kann sich die Geschichte nicht hinbiegen, wie man sie gerne hätte.“

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Advent ist die Zeit der Besinnung und Erwartung auf Weihnachten. Eine wetterbedingt eher graue und trübe Zeit, in der man selbst herausfinden muß, was einem gut tut. Das Singen von Adventsliedern zum Beispiel, das Erzählen der Weihnachtsgeschichte oder der Besuch einer Kirche mit Weihnachtskrippe – besonders mit Kindern, die dann neugierig die vielen Figuren entdecken können: Maria und Josef mit dem Jesuskind, die Tiere mit den Hirten und die mit Geschenken beladenen Heiligen Drei Könige, die der Herkunft nach die damals bekannten Kontinente symbolisieren: Caspar aus Indien, Melchior aus Afrika und Balthasar aus Arabien.

Derzeit ist leider angesagt, alles dem Zeitgeist anzupassen. Hirten frei herumlaufen zu lassen stellt seit Erfindung des Elektrozauns eine Beleidigung des Berufsstandes dar. Hühner so eng beieinander widerspricht der EU-Norm und die schwarze Hautfarbe des Königs Melchior mit seinen roten dicken Lippen ist Rassismus pur (2). Überhaupt sollte man Gesichter weglassen bzw. ohne Augen, Nase und Mund zu leerer Mimik reduzieren. Dass Kinder wie in Brüssel über derartiges Zero-Facing erschrecken, spielt keine Rolle – es gibt ja eh immer weniger Kinder. Und in Rüsselsheim (dort in Anlage (6) ganz unten) machte man es besonders gründlich, indem man allem Figuren der Krippe – sogar dem Esel – einfach die Köpfe abschlug.
Nach Weihnachten und Neujahr werden die Sternsinger zu Hl. Dreikönig hoffentlich wieder unbedrängt von Haus zu Haus ziehen.
6.12.2025
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Beginn von Anlagen (1) – (4)


   Weihnachtskrippe im Ulmer Münster mit Melchior als „Brezelkönig“

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(1) Wie rassistisch sind die Heiligen Drei Könige? „Unsinn in Perfektion“ – Debatte schwappt auch auf Sternsinger über

Debatte um Heilige Drei Könige: Ulm will Krippenfiguren verbannen – Ist Figur rassistisch dargestellt?
Seit eine evangelische Kirchengemeinde aus Ulm die Heiligen Drei Könige wegen rassistischer Merkmale vorsorglich aus ihrer Weihnachtskrippe verbannen will, ist eine Debatte darüber entbrannt, wie man die Weisen aus dem Morgenland heutzutage darstellen darf. „Die Holzfigur des Melchior ist etwa mit seinen dicken Lippen und der unförmigen Statur aus heutiger Sicht eindeutig als rassistisch anzusehen“, begründet der Dekan der evangelischen Münstergemeinde, Ernst-Wilhelm Gohl, die Entscheidung.

Rassismus-Debatte um Krippenfiguren: „Man kann sich die Geschichte nicht hinbiegen, wie man sie gerne hätte“
Kunsthistoriker Stephan Hoppe von der Ludwig-Maximilians-Universität München sieht Eingriffe in Kunst grundsätzlich kritisch: „Man kann die Geschichte ergänzen und kommentieren. Aber man kann sich die Geschichte nicht hinbiegen, wie man sie gerne hätte.“
Für den Ratsvorsitzenden der evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, sind die Heiligen Drei Könige vor allem „Teil der Faszination der Weihnachtsgeschichte.“ Für ihn sei entscheidend, „ob mit der Darstellung unterschiedlicher Hautfarben implizit oder explizit unterschiedliche Wertigkeiten zugeschrieben werden“, sagt der bayerische Landesbischof. „Bei den Heiligen Drei Königen geht es um hochstehende Persönlichkeiten, die zusammen mit den armen Hirten zur Krippe kommen. Unterschiedliche Wertigkeiten werden hier gerade nicht zugeschrieben. Im Gegenteil.“

Nach Rassismus-Debatte um Heilige Drei Könige: Debatte schwappt auf Sternsinger über
Doch die Debatte geht noch weiter: „Es gibt eine vergleichbare Diskussion auch im Blick auf das Sternsingen“, sagt Bärsch. „Ist es angemessen, dass einer der Sternsinger schwarz angemalt wird?“ In Deutschland ziehen rund um den Dreikönigstag am 6. Januar jedes Jahr etwa 300.000 Sternsinger von Haus zu Haus, um Spenden zu sammeln. Die Träger der Aktion Dreikönigssingen – Kindermissionswerk und Bund der Deutschen Katholischen Jugend – empfehlen, kein Kind mehr schwarz zu schminken.
Der Brauch habe nichts mit rassistischem „Blackfacing“ zu tun, heißt es auf der Homepage des Missionswerks. Er gehe darauf zurück, dass Caspar, Melchior und Balthasar die drei früher bekannten Erdteile Asien, Afrika und Europa repräsentierten. Der schwarze König steht dabei für Afrika. „Gleichwohl geht die Gleichsetzung von Hautfarbe und Herkunft heute nicht mehr auf. Wir glauben, dass der ursprüngliche Sinn der Tradition besser deutlich wird, wenn Kinder als Sternsinger so gehen, wie sie eben sind: vielfältig in ihrem Aussehen.“
…. Alles vom 1.10.2020 bitte lesen auf
https://www.merkur.de/bayern/ulm-kirche-weihnachten-heilige-drei-koenige-melchior-rassismus-sternsingen-bayern-zr-90064468.html
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(2) Weihnachtskrippe im Ulmer Münster: Wenn politische Korrektheit die Tradition verdrängt
Das Ulmer Münster, architektonisches Wahrzeichen mit dem höchsten Kirchturm Deutschlands, wird zum Schauplatz eines besonders absurden Kapitels deutscher Selbstzerfleischung. Nach über 30 Jahren treuer Dienste musste die traditionelle Weihnachtskrippe des Bildhauers Martin Scheible weichen – der Grund: Die Darstellung des schwarzen Königs Melchior sei angeblich „rassistisch“. Ein Holzfigürchen aus den 1920er Jahren, liebevoll „Brezelkönig“ genannt, fiel dem Wahn politischer Korrektheit zum Opfer.

Der neue Bildersturm der Moderne
Was sich im protestantischen Ulmer Münster abspielt, erinnert fatal an die Bilderstürme des 16. Jahrhunderts. Damals zerstörten religiöse Eiferer Kunstwerke im Namen der Reformation – heute vernichten wir unser kulturelles Erbe im Namen einer fehlgeleiteten „Antirassismus“-Ideologie. Die Parallelen sind frappierend: Wieder einmal entscheiden selbsternannte Moralapostel, was die Gläubigen zu sehen bekommen und was nicht.

Der ehemalige Dekan und heutige Bischof Ernst-Wilhelm Gohl rechtfertigte die Entfernung mit den „dicken Lippen und der unförmigen Statur“ der Figur. Man fragt sich unwillkürlich: Seit wann ist körperliche Fülle ein Zeichen von Rassismus? In Zeiten von „Body Positivity“ müsste doch gerade eine wohlgenährte Darstellung als fortschrittlich gelten. Doch die Widersprüche der woken Ideologie kennen keine Grenzen.

Die wahre Botschaft der Heiligen Drei Könige
Die Ironie dieser Säuberungsaktion könnte größer nicht sein. Die Legende der Heiligen Drei Könige symbolisiert seit Jahrhunderten die universelle Botschaft des Christentums: Menschen aus allen Kontinenten – Europa, Asien und Afrika – kommen zusammen, um dem Christuskind zu huldigen. Der schwarze König Melchior steht dabei stellvertretend für den afrikanischen Kontinent. Seine Entfernung aus der Krippe ist somit nicht die Bekämpfung von Rassismus, sondern dessen Manifestation – man tilgt die Repräsentation Afrikas aus der christlichen Heilsgeschichte.
„Für uns war es eine Freude und ein besonderes Geschenk, jedes Jahr am 1. Advent ‚unsere Krippe‘ im Ulmer Münster sehen zu können und uns dann zu einem Familientreffen zusammenzufinden.“
So äußerte sich Albrecht Widmann als Vertreter der Stifterfamilie Mössner. Eine fast hundertjährige Familientradition wurde auf dem Altar politischer Korrektheit geopfert. Die Erbengemeinschaft musste ihre Krippe zurücknehmen – ein Akt, der an Kulturbarbarei grenzt.
Es überrascht kaum, dass ausgerechnet die evangelische Kirche wieder einmal vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem Zeitgeist leistet. Während die Kirchenaustritte Rekordwerte erreichen – allein 2024 kehrten 666.000 Menschen den Kirchen den Rücken –, beschäftigt man sich lieber mit der vermeintlichen Rassismus-Bekämpfung bei Holzfiguren als mit der eigentlichen christlichen Botschaft.
Die evangelische Kirche in Deutschland hat sich längst von ihren Wurzeln entfernt. Statt Seelsorge betreibt man Politik, statt Gottesdienst Gesellschaftsklempnerei. Die Quittung folgt auf dem Fuß: Immer mehr Gläubige wenden sich ab, die Kirchenbänke leeren sich, die Gemeinden überaltern. Wer braucht noch eine Kirche, die ihre eigenen Traditionen auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt?
… Alles vom 2.12.2025 bitte lesen auf
https://www.kettner-edelmetalle.de/news/weihnachtskrippe-im-ulmer-munster-wenn-politische-korrektheit-die-tradition-verdrangt-02-12-2025
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(3) Ausgestoßene der Woche: Brezelkönig, Bürgermeister, Bankkonto
… Die Heiligen Drei Könige, von denen nur der Evangelist Matthäus als Sterndeuter berichtet, gehören zu jeder Krippe. Am Tag der Erscheinung des Herrn tauchen sie an der Krippe auf. Die Tradition hat ihnen die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar gegeben. Sie stehen symbolisch für Vertreter aller drei damals bekannten Erdteile. So verwundert es wenig, wenn einer der drei, Melchior, mit dunkler Hautfarbe und oft mit bestimmten Merkmalen afrikanischer Menschen dargestellt wird. Dazu gehören krause Haare, ein Turban, dickere Lippen als man sie bei Europäern kennt. Allein die Aufzählung zeigt schon eine Inkonsistenz, die nur künstlerisch aufzulösen ist. Melchior steht mit seinen teils gar nicht zusammen passenden äußeren Merkmalen für einen ganzen Kontinent, nämlich Afrika.
Im Ulmer Münster wurde eine solche Figur nun als rassistisch gecancelt. Die recht bekannte Ulmer Figur trug eine Federkrone und einen Ring am Unterschenkel sowie Ohrringe. Im Volksmund nannte man Melchior liebevoll den „Brezelkönig“, da er eine Brezel in der Hand hielt, die von manchen als Geschenk für das Christkind gedeutet wurde. Man erkennt daran, den denkbar dummen und ahistorischen Hintergrund jeglicher Cancel Culture. Das Ulmer Münster hat seine über hundert Jahre alte Krippe nun durch eine neue ersetzt. Der Kirchengemeinderat der Münstergemeinde hatte bereits 2023 entschieden, die Krippe an die Stifterfamilie zurückzugeben. Der Ersatz ist eine klassische Krippe des Dornstadter Künstlers Helmut Reischl aus dem Jahr 1995.
… Alles vom 5.12.2025 bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/ausgestossene_der_woche_brezelkoenig_buergermeister_bankkonto

    Brüssel 2025: Krippe leer, Figuren gesichtslos
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(4) Maria, Josef und Jesus ohne Gesicht – Brüssels inklusive Weihnachtskrippe
Mitten auf der Grand-Place von Brüssel steht nun eine neue Weihnachtskrippe, die sicher nicht für Festtagsstimmung sorgt: Statt traditioneller Holzfiguren zeigt die Installation „Les Étoffes de la Nativité“ lebensgroße, aus recycelten Stoffen gefertigte Silhouetten ohne erkennbare Gesichter. Die Designerin und Innenarchitektin Victoria-Maria Geyer setzte dieses Experiment um; Auftraggeber waren die Organisatoren der städtischen Winterveranstaltung „Plaisirs d’Hiver“ in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kulturprogramm. Die Stadtregierung und die lokale katholische Kirche gaben dem Entwurf ihre Zustimmung. 65.000 Euro kostete die Umsetzung, …

Auf X kommentiert der bekannte Wiener Sozialwissenschaftler und Meinungsforscher Bernhard Heinzlmaier die „gesichtslose Krippe“ so:

Bernhard Heinzlmaier @Erzbischof2023
„Wer inklusive Weihnachtskrippen aufstellt, der hat die Kontrolle über seinen Geist und seine Kultur verloren. Warum muss die christliche Tradition alle integrieren? Kann man unterschiedliche Traditionen nicht einfach nebeneinander stehen lassen? Muss alles vermischt und miteinander verrührt werden? Können nicht Muslime ihre Kultur haben und Christen eine andere? Sollen sich dann alle vor einer ausgewogenen interreligiösen oder ,transreligiösen‘ Krippe versammeln? Darf es auch etwas geben, in das man sich nicht integrieren muss?“
Und: „In der Schule war ich immer in der Gruppe der gruppenlosen. Gibt es keine Leute mehr, die unabhängig sein wollen? Gibt es keine Nonkonformisten mehr? Und vor allem, gibt es keine Leute mehr, denen eine Kultur, so wie sie gewachsen ist, genügt. Oder ist der Wunsch danach schon verboten und man bekommt eine Hausdurchsuchung, wenn man ihn äußert? Verdammt noch mal, ich will nirgendwo integriert werden und will auch niemanden integrieren. Und ich will in keiner Welt leben, wo alle alles sind.“

3.12.2025, https://x.com/Erzbischof2023/status/1996335821910372460

… Alles vom 4.12.2025 von Richard Schmitt bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/maria-josef-und-jesus-ohne-gesicht-bruessels-inklusive-weihnachtskrippe/
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Einige Kommentare:
Patchwork-Gesichter passend zur Patchwork-Kultur in der Patchwork-Gesellschaft. Wenn die Nähte nicht halten, zerfällt alles zu Flicken.
Dass die christliche Kirche solchen Umgang mit ihren Symbolen erlaubt fällt unter Meinungsfreiheit, dass sie sie selbst inszeniert unter Selbstaufgabe. Intolerant ist die Kirche nur gegenüber der Partei jenseits der Brandmauer und damit assoziierten politischen Ansichten. Yeqger
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„Jeder soll sich in den Figuren wiederfinden können“. Wenn JEDER sich wiederfinden soll, findet sich letztlich KEINER wieder. Alles ist dann beliebig und austauschbar. Es ist ein ENTKERNEN der christlichen Tradition.
Und eine erneute UNTERWERFUNG ggü den Moslems, in deren Konzept keine Personen und Gesichter dargestellt werden dürfen (Beispiel Mohammed-Karikaturen). maru
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„Jeder soll sich in den Figuren wiederfinden können“. Ah, die Figuren zeigen also nicht die Geburt Jesu Christi im Sinne christlichen Glaubens und christlicher Tradition, sondern alles und nichts. Und die lokale katholische Kirche findet das ok. Na dann ist es ja auch ok, wenn die Leute reihenweise dort austreten.
„Verdammt noch mal, ich will nirgendwo integriert werden und will auch niemanden integrieren.“ Genau! Denn ich bin schon integriert, in unsere hiesige Kultur, Tradition und Geschichte. Und Fremde sollen, wenn sie hierher kommen, mit unserer Kultur, Tradition, Geschichte und Lebensart leben. So, wie das jeder tun muß der als Fremder nach Arabien oder Zentral-Asien kommt. Dort wird, im Unterschied zu hier, gar nicht darüber diskutiert, es gilt als selbstverständlich. Rainer Schweitzer
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