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  • Vom Trump-Fan zum Trump-Frust (30.5.2025)

 

Vom Trump-Fan zum Trump-Frust
Warum ich mich im US-Präsidenten so sehr getäuscht habe
Es ist eine allgemein menschliche Schwäche: Irrtümer einzugestehen fällt schwer. Doch in Berufen, in denen das Ego Teil des Werkzeugs ist – bei Politikern wie bei Journalisten – scheint es besonders schwer zu sein. Denn wer von sich selbst erwartet – oder von wem erwartet wird – immer den Durchblick zu haben, tut sich doppelt schwer, öffentlich einen Irrtum einzugestehen. Auch ich bin davon nicht frei. Aber gerade deshalb halte ich es für notwendig, heute genau das zu tun: einen fundamentalen Irrtum einzugestehen.
Als Donald Trump im Jahr 2016 zum Präsidenten gewählt wurde, war ich fassungslos. Ich hielt ihn für einen Egomanen, einen Wichtigtuer, einen gefährlichen Dampfplauderer. Doch unter Joe Biden begann ich umzudenken. Nicht weil ich mich auf einmal in Trump verliebte – sondern weil sich das politische Umfeld so dramatisch veränderte. Die Linke radikalisierte sich, der Woke-Wahn griff um sich, kulturelle Selbstverleugnung wurde zur neuen Staatsdoktrin. Und so kam es, dass ich 2024 – ganz anders als 2016 – wirklich hoffte, Trump würde noch einmal gewählt. Ich schrieb das auch öffentlich – voller Überzeugung. Weil ich glaubte, nur sein Sieg gegen Kamala Harris könne den kulturellen und politischen Linksruck in den USA, aber auch weltweit, noch stoppen.
Heute muss ich sagen: Ich habe mich offensichtlich geirrt.

Ich hatte gehofft, dass Trump als Präsident klarer, klüger, strategischer wird. Dass er aus seinen Fehlern gelernt hat. Doch nichts davon ist zu erkennen. Im Gegenteil: Er wirkt fahriger, narzisstischer, manipulierbarer denn je. Nein, ich mache mir nicht das Zerrbild zu eigen, dass unsere Medien von ihm zeichnen. Er ist kein grenzdebiler Idiot, wie ihn ARD, ZDF, „Spiegel“, „Zeit“ & Co. darstellen. Er hat durchaus Charme und Schläue; er ist ein begnadeter Rhetoriker.
Aber vielleicht ist es der Zahn der Zeit, der an ihm nagt. Er ändert seine Ansichten so schnell wie ein Wetterhahn auf dem Kirchturm seine Richtung bei Sturm. Selbst Vertraute beklagen, er habe immer die Meinung desjenigen seiner Berater oder Kollegen, mit dem er zuletzt gesprochen hat. Das ist eine Katastrophe.
… Alles vom 30.5.2025 bitte lesen auf
https://reitschuster.de/post/vom-trump-fan-zum-trump-frust/
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Einige Kommentare
Lieber Boris, ich schätze Ihre Beiträge sehr. Gerade weil Sie sich nicht verbiegen lassen. Deshalb überweise ich Ihnen auch Monat für Monat meine „Abo-Gebühren“. Aber ich bin überzeugt davon, dass Sie hier irren. Als Donald Trump im Januar zum zweiten Mal ins WH einzog, hatte er perspektivisch zwei Jahre die Macht in beiden Kammern des Kongresses. Und einen freundlich gesinnten Supreme Court. In zwei Jahren sind Midterms, die Zwischenwahlen mit der Gefahr, die Mehrheit in einer, oder in beiden Kammern des Parlaments zu verlieren.
Also zwei Jahre, um das woke, das linke Amerika, wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. Zwei Jahre, um Justiz, Medien, Universitäten, Ministerien und Behörden wieder von Selbstbedienungsläden des linken Establishments zu Dienern des Volkes zu machen. Den öffentlichen Dienst gilt es gesund zu schrumpfen und aus den Klauen der Linksradikalen zu reißen. Nicht umsonst hat Potus einen Kavaliersstart hingelegt und vom ersten Tag an viele Projekte gleichzeitig angefasst.
Einer der wesentlichen Pfeiler seiner Agenda ist es, der amerikanischen Wirtschaft Vorteile im Kampf mit Konkurrenten in China, in Europa… zu verschaffen. Logisch, dass das bei den Betroffenen nicht auf Gegenliebe stößt. Also verwirrt er sie mit einer vermeintlich chaotischen Zollpolitik, erzeugt Angst und Panik. Wenn die groß genug ist, wird er vernünftige Deals abschließen, mit der letztlich alle leben können. Das war immer die (erfolgreiche) Art von Donald Trump, Geschäfte zu machen. Und nein, Aktionäre und Rentner wurden nicht um ihre Altersversorgung gebracht, sofern sie nicht panikartig alles verkauft haben.
Ich selbst habe auch einiges Geld auf dem Papier „verloren“. Mehr als die Hälfte davon habe ich schon wieder zurück. Und da ich günstig zugekauft habe, werde ich noch Gewinn dabei machen. Man muss nur warten können. Donald Trump kümmert sich weltweit um die Wiederherstellung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Gerade in Deutschland, wo die Regierung immer totalitärer wird. Er hat alle „Aufreger“ an den Beginn seiner Präsidentschaft gelegt. Wenn sie wirken, kann er sich zurücklehnen, die Früchte seiner Arbeit genießen und die Präsidentschaft an seinen Nachfolger J. D. Vance weitergeben. Ich bin glücklich, dass Donald Trump im Weißen Haus sitzt. Uwe Plass
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Ich bin der Ansicht, daß die Trump-Administration sehr, sehr wichtig ist in dieser Chaos-Zeit des Umbruchs – und zwar als „Shiva“ („Zerstörer“) von alten, destruktiven Strukturen. Ich möchte das differenzieren – ich halte diese Menschen nicht für Heilsbringer, aber für Wegbereiter von neuen Möglichkeiten. Denn nur wenn diese alten, gruseligen Strukturen eingerissen werden, kann in Zukunft etwas Anderes entstehen. Siehe WHO, Pharma, USAID, DOGE, Geheimdienste etc etc.
Die Geschichte mit den Zöllen kann auch von verschiedenen Seiten betrachtet werden, da hab ich auch schon andere, etwas positivere Einschätzungen gehört, und eine Annäherung an Russland kann nur gut sein, denn was sich der Westen in bezug auf die Russland-Berichterstattung und Kriegstreiberei erlaubt, ist in höchstem Maß bösartig und nicht entschuldbar.
Man wird sehen, wie die Details in den nächsten Jahren aussehen – aber unterm Strich begrüße ich diesen Umbruch, egal wieviel anderen Blödsinn die Trump-Administration aufführt. Wie gesagt, ich glorifiziere da niemanden 😉 Maat
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