Im Wald am Rosskopf bei Freiburg wurden vier 133 m hohe Windkraftanlagen (WKA) durch zwei 239 m hohe „Enercon 175“ ersetzt und nun kommen noch drei weitere hinzu. Am 27.3.2026 war über die Badische Zeitung zu erfahren, daß im Wald südlich des 737 m hohen Rosskopfs drei Flächen gerodet worden sind für die drei neuen Windräder auf den 570 m und 584 m hohen, südlich und nördlich der St.Wendelinskapelle gelegenen Bergkuppen sowie auf Höhe 632 m südwestlich des Roßkopfsattels.
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Die Verwüstungen sind so beeindruckend wie traurig. Großflächiges Abholzen von Bergkuppen mitsamt Zufahrten. In den Pfützen steht ölgefärbtes Wasser. Schneisen durch die Rodungen in alle Richtungen.
Dabei ist alles nur der Anfang. Die noch größeren Eingriffe in den Wald durch die Erdbewegungen für die drei tiefen Fundamente werden folgen.

(1) Blick nach Süden St.Wendelinskapelle mit Rodung Höhe 570 hinten

(3) Blick nach Norden – Blick nach Süden Höhe 584 m

(5) Ölspuren – Bergkuppe 584 m – Blick nach Norden
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(7) Blick nach Norden zu den Rosskopf-Windrädern

(9) Höhe 632 m – Blick nach Südwesten am 6.4.2026
(2) Blick nach Süden zur St.Wendelinskapelle: Hinten die für das 1. Windrad bereits abgeholzte Bergkuppe 570 m, die früher komplett bewaldet war.
(3) Blick nach Norden: Rechts von der Kapelle ca 100 m oberhalb die Bergkuppe 584 m, die ebenfalls bereits gerodet ist für das 2. Windrad.
(4) Blick nach Süden zur Höhe 584 m mit dem zukünftigen 2. Windrad.
(5) Überall Pfützen, in denen sich abgelaufenes Öl sammelt.
(9) Die Zufahrtsstrasse zum 3. Windrad auf Höhe 632 m.
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Man könnte diese Zerstörungen im Rosskopfwald ja hinnehmen, wenn der Nutzen der Stromerzeugung mit WKA stimmig wäre. Das ist er aber leider nicht. Für die drei Windräder gibt es noch nicht einmal eine – für einen Privatunternehmer als selbstverständlich vorauszusetzende – Investitionsrechnung bzw. Kosten-Ertragsrechnung ex-ante. Auch für die vier alten noch zu demontierenden WKA wurde ex-post immer noch keine Rechnung vorgelegt. Der Grund: Die WKA rechnen sich im windarmen Schwarzwald einfach nicht. Weder einschließlich der massiven staatlichen Subventionen noch erst recht nicht, wenn man diese Transferzahlungen herausrechnet.

Gebiet Ottilienwald und Rosskopfwald: Landkarte (11) – Bikerkarte (12)
Zufahrt mit dem Fahrrad von der Jugendherberge aus hoch über den Oberen Abfuhrweg oder den Rosskophaldenweg.
Die Borderline ist durch die Rodungsarbeiten bei Hohe 884 m (2. Windrad) für Biker gesperrt.
Wir brauchen einen Energiemix, bei dem anstelle einer Ideologie der Markt über die jeweils effizienten Energieträger entscheidet. Zudem muß über diesen diesen Energiemix der Wahlbürger befinden können: Ohne den skandalösen Wahlbetrug von Friedrich Merz bei der Bundestagswahl am 23.2.2025 (Merz hatte die AfD-Positionen zu Schuldenbremse, Migration, Bürgergeld und Energiewende in das CDU-Wahlprogramm übernommen und diese Positionen in seinen Wahlreden versprochen. Nach der Wahl folgte der Bruch der Zusagen) wäre „Rosskopf Süd“ nicht gebaut worden und das Klimaschutzprogramm 2026 am 26.3.2026 nicht beschlossen worden.
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Im Jahr 2007 wurde die Borderline als erste offizielle Downhill-Mountainbike-Trial von Freiburg im Wald um den Rosskopf eröffnet. Damals war lange erbittert über jeden neuen Weg, gefällten Baum und aufgeschütteten Erdhügel gestritten und gerungen worden. Es gab Protestwanderungen im Wald.
Dies alles ist Peanuts im Vergleich zum Um- und Abbau des Waldes, der sich heute fast 20 Jahre bzw. eine Generation später vollzieht. Weitgehend ohne Proteste und Einwände. Und wer – auch mit Fakten unterlegte – Kritik äußert, wird wegen abweichender Meinung als … ausgegrenzt.
„Wie konnte das geschehen?“ wird man in zehn, vielleicht zwanzig Jahren fragen?
7.4.2026