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Blick vom Feldberg nach Süden über die Schwarzwald-Berge im Januar 2019

Blick vom Feldberg nach Süden über die Schwarzwald-Berge im Januar 2019

 

 

 

Windräder in St. Peter und in St. Märgen
St. Peter und St. Märgen verbindet eine jahrhundertelange, gemeinsame Geschichte / In Sachen Windkraft aber gehen die beiden Schwarzwaldgemeinden getrennte Wege.
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St. Peter und St. Märgen sind wie Zwillinge. Beide Schwarzwaldgemeinden wurden im Mittelalter gegründet, ihre Klöster prägen das jeweilige Ortsbild und schlagen sich auch im Namen nieder. Beide Dörfer, die nur fünf Kilometer Luftlinie trennt, liegen zudem am Rand des Hochschwarzwaldes – und für beide ist der Tourismus mit jeweils 100 000 Übernachtungen im Jahr ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Konkurrenzdenken ist da programmiert. Es gibt Einheimische, die sagen sogar, dass die beiden Dörfer „eine eingefleischte Rivalität“ pflegten: Der eine schaut, was der andere hat. Gut belegen lässt sich dies schon für die Anfänge im 12. Jahrhundert. Da stand St. Peter im Investiturstreit auf Seiten des Papstes, St. Märgen auf der des Kaisers.

Nach dieser Sichtweise könnte man zum Schluss kommen, dass St. Peter in einigen Fällen die Nase vorn hat. Für Kunstliebhaber trifft das vor allem auf den vom bekannten Rokoko-Baumeister Peter Thumb im 18. Jahrhundert entworfenen Bibliothekssaal und die Klosterkirche in St. Peter zu, die das fünfmal abgebrannte Kloster in der Nachbargemeinde nicht nur durch ihre Größe ein klein wenig überstrahlen.

Seit 2010 verfügt St. Peter über ein weiteres Gewinnerthema, das einer kleinen Delegation aus dem Schwarzwalddorf sogar einen Empfang in Japan beschert hat: St. Peter ist Bioenergiedorf. Die 2700 Einwohner-Gemeinde erzeugt dreimal so viel Energie wie sie selbst verbraucht. Die Photovoltaikanlagen auf den Dächern liefern jährlich 1,2 Millionen Kilowattstunden, das Blockheizkraftwerk 1,5 Millionen Kilowattstunden und die sechs Windkrafträder 18 Millionen Kilowattstunden. Dem steht ein Verbrauch von 7 Millionen Kilowattstunden gegenüber. In St. Peter hat die Energiewende schon stattgefunden.

Noch vor 15 Jahren wurden in dem Schwarzwalddorf Unmengen Öl verheizt. Einen Anschluss an ein Gasnetz gab es nicht, und weil etliche der historischen Gebäude aus Denkmalschutzgründen zur energetischen Sanierung nicht in Frage kamen, suchte man nach anderen Lösungen – und wurde so in Rekordzeit Energiewendepionier. Weil es sich nur für ein paar Häuser nicht rechnete, brachte die 2007 gegründete Bürgerenergie-Genossenschaft mit Hilfe eines Ingenieurbüros ein Fernwärmenetz für die gesamte Gemeinde auf den Weg. Das hat es zuvor in Baden-Württemberg nicht gegeben.

Ein Blockheizkraftwerk, das mit Sägeresten gefüttert wird, versorgt seitdem immer mehr Häuser mit Wärme und speist nebenbei Strom ins Netz ein. Mussten anfangs die Bewohner vom Mitmachen überzeugt werden, stehen Interessenten heute Schlange, sagt Markus Bohnert, der eine 80-Prozent-Stelle als Förster hat und die restlichen 20 Prozent als technischer Leiter der Bürgerenergie-Genossenschaft arbeitet. Lukrativ wird der Umstieg allerdings auch durch die üppige staatliche Förderung und den steigenden CO2-Preis. Heute hängen 275 Haushalte am Wärmenetz – das ist eine Abdeckung von 85 Prozent. Nur für den Notfall steht eine Ölheizung in Reserve.

Noch früher ging es mit der Windkraft los. Den Anfang machte Bio-Hof-Betreiber Matthäus Weber mit einer Anlage auf seinem Anwesen in rund 1000 Meter Höhe im Jahr 2001. Anstoß daran nahm damals niemand. Im Gegenteil: Die Anlage avancierte zur Attraktion von Webers Feriengästen und ist auch heute noch in Betrieb. Im Lauf der Jahre kamen fünf weitere, allerdings leistungsfähigere Anlagen hinzu. Und seit diesem Dezember plant die Kommune drei weitere Windkrafträder. „Wir müssen etwas tun gegen den Klimawandel“, sagt Bürgermeister Rudolf Schuler, der, bevor er 2009 das erste Mal gewählt wurde, noch einen kritischeren Blick auf Windkraft hatte. Die alarmierenden Nachrichten vom Klimawandel hätten ihn umdenken lassen, sagt er.

War es vielleicht auch die Aura in St. Peter? Wer meint, dass Windkraft im Schwarzwald automatisch zu Konflikten führt, kann sich in St. Peter eines Besseren belehren lassen. „Selbstverständlich gab es auch bei uns kritische Stimmen“, sagt Schuler. Verhindern wollte die Windkrafträder aber niemand. So hat auch der Gemeinderat einstimmig für die jüngste Windkraftplanung gestimmt. Nur ein Besucher verfolgte die Sitzung. Protestiert hat auch er nicht.

„Wenn mal einer über die Windräder bei uns schimpft, ist es ein St. Märgener“, sagt Markus Bohnert und lacht. Alleine mit dem Blockheizkraftwerk und der Photovoltaik hätte es für St. Peter nicht zum Bioenergiedorf gereicht, rechnet Bohnert vor. Deshalb findet er es richtig, dass nun weitere Standorte für Windkraft ins Visier genommen werden.

Zusammen mit St. Märgen und Glottertal bildet St. Peter einen Verwaltungsverbund, der auch gemeinsam Standorte für Windkraft ausweist. Der letzte Flächennutzungsplan stammt allerdings noch aus den 1990er-Jahren, und der weist nur einen Platz für Windkraft aus: in St. Peter.

Es sei schon zu spüren gewesen als er 2013 ins Amt kam, dass man im Gemeinderat „sehr kritisch und prüfend“ mit Windkraft umgehe, sagt der St. Märgener Bürgermeister Manfred Kreutz. Warum das so ist, dafür nennt Kreutz viele Gründe: Nirgends sei der Abstand zur Wohnbebauung groß genug, geeignete Stellen seien – anders als in St. Peter – so exponiert, dass Windräder als störend empfunden würden, in der Umgebung gebe es schon viele Windräder. Kreutz macht auch grundsätzliche Bedenken wie mangelnde Effizienz und fehlende Netzstabilität geltend. „Wenn wir keine Windkraft haben, heißt das nicht, dass wir generell gegen Windkraft sind“, betont er aber.

In St. Märgen hat allerdings auch die Landschafts- und Naturschutzinitiative Schwarzwald (Lana) ihren Sitz, die sich durch ihre Klagen gegen Windräder einen einschlägigen Ruf erarbeitet hat. Kritiker glauben sogar, dass die Klagen der einzige Zweck der Initiative seien. „Wir werden gerne als ewig Gestrige mit Kniebundhosen bezeichnet“, sagt Josef Saier, der Mitglied in der Lana und im St. Märgener Gemeinderat ist. Saier verweist auf die Ursprünge der Initiative und ihren Gründer Elmar Klein. Der frühere Forstdirektor habe in den 1980er-Jahren als einer der Ersten vor dem Waldsterben gewarnt und sei dafür ungläubig belächelt worden. Bis sich der schlechte Zustand des Waldes bewahrheitete. Aus dieser Erfahrung entstand die Vorläuferorganisation Bürgerinitiative zum Schutz des Hochschwarzwaldes. Wer die Windkraftskeptiker im Schwarzwald verstehen wolle, müsse diese Geschichte kennen, sagt Saier.

Saier bezeichnet sich bewusst als Windkraftskeptiker und nicht als -gegner. Der Unterschied ist ihm wichtig. Windkraft solle es da geben, wo es sich lohne. Den Schwarzwald zählt er nicht dazu. Er macht allerdings eine weitere Einschränkung. Wäre es technisch möglich, aus Wind gewonnenen Strom effektiv zu speichern, ließe er mit sich über Windkraft an bestimmten Orten im Schwarzwald reden. „Doch das ist noch Lichtjahre entfernt“, zeigt er sich sicher.

Bei allen Differenzen gibt es auch ein gutes Miteinander der beiden Schwarzwaldgemeinden. Schon kurz nachdem die Fernwärmeleitung in St. Peter in Betrieb war, gründete sich auch in St. Märgen eine Bürgerenergie-Genossenschaft und ließ sich von den Nachbar-Genossen dabei beraten. Josef Saier ist bis heute im Vorstand der Genossenschaft. Wie in St. Peter wurde auch das St. Märgener Fernwärmenetz zum Erfolg. 200 Haushalte seien angeschlossen, sagt Bürgermeister Kreutz. Gäbe es nicht das Neubaugebiet aus den 1990er-Jahren mit noch intakten alten Heizungen, hätte man in der knapp 2000 Einwohner zählenden Gemeinde eine Quote von 95 Prozent. Auch St. Märgen ist auf dem Weg der Energiewende weit vorangekommen.

Bleibt die Frage, wie sich die St. Märgener die Zustimmung zur Windkraft im Nachbardorf erklären. Das könnte am Geld liegen, das sich damit verdienen lasse, spekuliert Saier. Ein Gemeinderat könne da schon mal schwach werden. Tatsächlich spielt Geld für Bürgermeister Schuler eine Schlüsselrolle bei der Akzeptanz der Technik. So sorgt ein ausgeklügeltes Finanzierungssystem des Freiburger Windkraftunternehmers Andreas Markowsky dafür, dass möglichst viele Grundstücksanlieger von der Miete der Anlagen profitieren – und nicht nur der Eigentümer, auf dessen Land mehr oder weniger zufällig das Fundament steht. Zudem sollen auch die neuen Anlagen einer Genossenschaft und keinem anonymen Investor gehören. Bevor die Anteile auf dem Markt angeboten werden, haben die St. Petermer ein Erstzugriffsrecht. Teilen statt Neid, lautet die Erfolgsformel.
… Alles vom 1.2.2022 von Klaus Riexinger bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/hueben-dreht-sich-was-drueben-nicht–208847278.html

Kommentare:
„Ortsbild-Beeinträchtigung“ durch Windräder liegt vollständig St. Märgen
Es wird kurz gestreift, dass in beiden Orten die Klosterkirchen das Ortsbild prägen.
Leider erfährt der ortsunkundige Leser fast nichts dazu, warum „Ortsbild-Beeinträchtigung“ für das eine Dorf überhaupt kein Thema ist, für das andere dagegen doch. Und warum das überhaupt nichts mit Mentalität zu tun hat, dagegen sehr viel mit Topographie und Optik.
Man sieht zwar aus beiden Dörfern heraus kein Windrad, aber wer z.B. vom Breitnau (Oberer Fahrenberg) das herrliche Panorama der beiden Kloster-Dörfer zwischen Kandel und Thurner betrachtet, bekommt den Eindruck, die Ansammlung von Windrädern gehöre nicht zu St. Peter, sondern zu St. Märgen – denn nur über diesem Dorf „schweben“ die Windräder.
Wanderer können beide Klosterkirchen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven sehen und tolle Fotos machen – es wird ihnen nirgendwo ein Foto gelingen, auf dem die Windräder des Gewanns „Platte“ hinter den Kirchtürmen von St. Peter aufragen. Dagegen gibt es viele Aussichtspunkte, von denen aus die Kirchtürme von St. Märgen zusammen mit den Windrädern bewundert werden können – den Windrädern von St. Peter, versteht sich.
In St. Märgen gönnt man den Nachbarn in St. Peter natürlich den auch ökologisch sinnvollen Ertrag aus den Windrädern. Die sogenannten „negativen externen Kosten“, von denen man in der Volkswirtschaftslehre spricht, trägt hinsichtlich der Position „Ortsbild-Beeinträchtigung“ jedoch vollständig St. Märgen, nicht St. Peter.
Nicht in irgendwelchen Animositäten oder etwa in Neid, sondern in diesen Fakten liegt der tiefere Hintergrund von Markus Bohnerts humoristischer Anmerkung „Wenn mal einer über die Windräder bei uns schimpft, ist es ein St. Märgener“.
1.2.2022, Bernhard Kirner
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Windkraftgegner und HTG hören Herrenknecht hinter verschlossener Tür
Nicht mal die Presse darf rein: Im Schwarzwald hören Windkraftgegner hinter verschlossener Tür einen einschlägigen Vortrag des Unternehmers Martin Herrenknecht – und der Tourismusverband HTG sitzt mit im Boot.

Insofern erstaunte es nicht, dass nun offenbar HTG und Lana gemeinsam zu einer Anti-Windkraft-Veranstaltung einluden – so jedenfalls steht es auf dem Schreiben, das in den sozialen Netzwerken für so viel Aufsehen sorgte. Doch nach Darstellung der HTG soll es sich dabei um ein Versehen gehandelt haben. Die HTG stelle nur die Räumlichkeit zur Verfügung. Eingeladen habe nur die Lana, die aus früheren Bürgerinitiativen zum Schutz des Hochschwarzwaldes hervorgegangen ist,

Im Saal sind am Freitagnachmittag etwa so viele Menschen wie davor, schätzt ein Teilnehmer. Zu Beginn habe Rudolph eine „flammende Rede gegen Windkraft“ gehalten und sich beklagt, dass dies nur unter Polizeischutz möglich sei, sagt der Zuhörer. Herrenknecht soll in seinem Vortrag den Ausstieg aus der Atomkraft als großen Fehler und den Schwarzwald als die windärmste Region Europas bezeichnet haben. Über die E-Mobilität soll er gesagt haben, dass sie nichts bringe. Windkraft im Norden Deutschlands mit unterirdischen Stromtrassen in den Süden soll er hingegen begrüßt haben, wie zwei Teilnehmer berichten. Zum Schluss seines Vortrags überraschte der Lahrer Unternehmer zumindest diese beiden Zuhörer dann mit der Aussage, dass er „die Windrädchen“ auf der Hornisgrinde im Nordschwarzwald gut finde. Denn dort gebe es keinen Wald mehr.
Update, 30. Oktober 2021, 13:15 Uhr: HTG-Geschäftsführer Thorsten Rudolph widerspricht der Behauptung, er habe eine flammende Rede gegen die Windkraft gehalten. Er habe sich auch nicht über die Polizeipräsenz beschwert. Stattdessen habe er sachlich die Notwendigkeit von Nachhaltigkeit und regenerativer Energie betont – auch von Windkraft. Allerdings stehe er dieser an touristisch sensiblen Orten kritisch gegenüber.
… Alles vom 29.10.2021 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/windkraftgegner-und-tourismusverband-hoeren-herrenknecht-hinter-verschlossener-tuer

Einige Kommentare:
Wenn die Windkraft eine ernsthafte Alternative darstellen sollte,
müssen die Anlagen dort gestellt werden, wo die erforderlichen Grundlagen vorhanden sind. Direkt auf den Feldberggipfel ist dieses im Übermaß der Fall. Außerdem ist er im Besitz des Landes und laut Wetterstation ist die langjährige Wind-Durchschnittgeschwindigkeit 7,7 m/s (Meßhöhe 10 m). Damit würde auf dem Feldberg-gipfel jeder Küsten- oder Offshore Standort geschlagen.
Eine Starkwindanlage Siemens SWT 7,0/154 mit 105 m Nabenhöhe wird hier pro Jahr rd. 35 Mio. kWh/Jahr produzieren. Das entspricht einer Windleistungsdichte von 956 W/qm und 5.177 Volllaststunden. Die Systemqualität wäre dabei etwas geringer als eines Hochrhein – Wasserkraftwerkes mit ca. 6.500 Volllaststunden
Die selbe Anlage in Häusern, im Windschatten des Feldberges gestellt, mit einer realen Durchschnitts Windgeschwindigkeit von 5,4 m/s würde etwa 9 Mio. kWh pro Jahr, eine Windleistungsdichte von 168 W/qm und 1.400 Volllaststunden erreichen. Somit müssen nahezu etwa 4 Anlagen erstellt werden, um den Ertrag einer Feldberganlage zu erreichen.
Die entscheidende Anzahl der Volllaststunden bleibt aber immer noch bei 1.400 Stunden, solche Anlagen haben Symbolwert – aber nicht den geringsten Anspruch einen stabilen Versorgungsbetrieb herzustellen. Eine vollwertige stabile Versorgung verlangt 8.760 Jahresstunden.
Im neuen Windatlas Baden-Württemberg ist ein Minimalwert von mindestens 215 Watt/qm gefordert. Unterhalb dieser Ertragsmarke soll der Natur Vorrang vor der Windkraft eingeräumt werden. Auch hier wird die erforderliche Marke mit den 168 W/qm nicht erreicht. Bevor man lautstark Windkraft fordert, sollte man sich mit den realen Zahlen auseinandersetzten.
29.10.2021, W.A.
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Landschafts- und Naturschutzinitiative Schwarzwald – LANA
Unter dem Namen „Bürgerinitiative zum Schutz des Hochschwarzwaldes“ wurde der Verein im Februar 2002 in Oberried bei Freiburg von heimat- und naturverbundenen Bürgern verschiedener Schwarzwaldgemeinden gegründet.
Der Anfang der Satzung, der Vereinszweck, lautet bis heute, die herausragende Landschaft und Natur des Schwarzwaldes in ihrer Eigenart und Schönheit zu erhalten, die hier lebenden Pflanzen- und Tierarten zu schützen und den Wohn- und Erholungswert zu bewahren.
Die Mitgliederversammlung vom Juni 2018 hat einen neuen Name für den Vereins beschlossen: „Landschafts- und Naturschutzinitiative Schwarzwald e.V.“ abgekürzt zu LANA. Seit Mai 2019 ist die LANA eine von der Landesregierung Baden Württemberg anerkannte Umweltvereinigung. LANA als Umwelt- und Naturschutzvereinigung stehen besondere Rechtsschutzmöglichkeiten zu. Mit einer Verbandsklage können wir bestimmte Verwaltungsentscheidungen gerichtlich überprüfen lassen, ob diese rechtmäßig ergangen sind.
https://www.lana-schwarzwald.de/

 

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Windkraft kann Kernkraft nicht ausgleichen
Die künstlich erzeugte Angst vor der Fünf-Grad-Erwärmung
von Fritz Vahrenholt
Der Weltklimarat IPCC behandelt in seinen Berichten auch völlig irreale Szenarien der extremen Erwärmung. Sie dienen ihm womöglich dazu, Angst zu erzeugen. Wie stark Deutschland bereits jetzt seine CO2-Emissionen reduziert hat, geht in der allgemeinen Angstrhetorik ebenso unter wie die Frage nach der Kernenergie. …

Überraschenderweise wird im Wahlkampf das Thema „Moratorium der Stilllegung von Kernkraftwerken“ nicht thematisiert, obwohl in den nächsten 15 Monaten sechs Kernkraftwerke stillgelegt werden, die bislang zur Versorgungssicherheit der Stromversorgung beigetragen haben. Um die von ihnen erzeugte Strommenge von 64 Terawattstunden (11 % der deutschen Stromerzeugung) zu ersetzen, müsste die Hälfte der deutschen Windenergieerzeugung noch einmal hinzugebaut werden. Da die Windenergie aber nicht immer dann erzeugt wird, wenn der Strom gebraucht wird, muss mit mindestens 50 % Verlust (die Kette Wind-Wasserstoff-Gasturbine hat einen Verlust von 75 %) durch Speicherung gerechnet werden. Das wäre dann also die heutige deutsche Windkraftstromerzeugung (130 TWh, 60.000 MW) noch einmal zusätzlich. Selbst wenn man durch Verfahrensbeschleunigung noch nie erreichte 10.000 MW pro Jahr (Zubau in 2020: 1400 MW) bauen würde, benötigt man sechs Jahre, um die Kernkraftstromerzeugung auszugleichen. Und dann ist noch keine neue Stromkapazität für ein einziges E–Auto oder eine einzige Wärmepumpe errichtet worden.
… Alles vom 8.9.2021 von Fritz Vahrenholt bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/klima-durchblick/die-kuenstlich-erzeugte-angst-vor-der-fuenf-grad-erwaermung/
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Einige Kommentare
Solange die Chinesen u.a. für jedes geschlossene deutsche Kohlekraftwerk
10 plus x neue Kohlekraftwerke eröffnen, kann man sich jede weitere Diskussion sparen. Sie ist komplett sinnfrei.
4.9.2021, Han

Ich habe vor vielen Jahrzehnten als Schüler gelesen, dass Fritz Vahrenholt einer der Sieger von „Jugend forscht“ war. Ich glaube sogar mich zu erinnern, dass es in seiner Arbeit um die „Atmosphären von Mars und Venus“ ging. Dr. Vahrenholt ist also schon lange ein „sehr helles Kerlchen“ (das ist anerkennend und nicht despektierlich gemeint). Ich vertraue ihm mehr als so manchem Klimatologen. Für mich als Diplom-Geograph ist das „mittelalterliche Wärmeoptimum“ ein nicht zu widerlegendes Faktum. Und damals gab es keinen vom Menschen verursachten übermäßigen CO2-Aussstoß, der dafür verantwortlich gewesen sein könnte.
4.9.2021, J.R.

8 Milliarden Menschen erzeugen jährlich ca. 8 Millarden Tonnen CO2, das einer dauerhaften Kohlenstoffspeicherung entzogen wird. Zum Vergleich, Deutschland emittiert ca. 0,8 Milliarden Tonnen CO2 im Wirtschaftsbetrieb.
4.9.2021, Edd

Die Junge Freiheit hat gerade den ersten Teil einer Dokumentation gestartet. Dort wird u.a. die Hockeyschläger Theorie aufgearbeitet, aber auch mit welchen Tricks Harald Lesch, Wikpedia und andere Klima Apologeten arbeiten, um die Kinder aufzuhetzen bzw. die Jünger in Panik zu halten. Momentan lässt sich die Doku noch auf YT abrufen, mal schauen wie lange.
https://www.youtube.com/watch?v=OTxRZTKXIT8&ab_channel=JungeFreiheit
4.9.021, J.F.

Man muss immer nur die richtige Zeitgeist-Sau durchs Dorf treiben
In den 70ern war es der saure Regen, der Waldsterben verursachte. Dieser hat sich spontan selbst regeneriert und fürchtet nur den Borkenkäfer.
Mitte der 80er, als ich eingeschult wurde, lernten wir schon was über das Ozonloch, was durch FCKW in Kühlschränken und Spraydosen entstanden sein soll. Es schloss sich von alleine. Wäre keiner drauf gekommen.
Mitte/Ende der 90er waren dann die Ozonwerte im Sommer eine dämonisierte Maßeinheit. Es gab Fahrverbote und man sollte körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden. Das galt aber nur für Sport, die Maloche auf dem Bau und im sonst Freien ging ungebremst weiter. Das Thema verlief im Sande, gefühlt mit Beginn der Meldung von Radarfallen verschwand im Radio das Ozonwerte-Alarm-Getue.
Ja, dann kam der Feinstaub, den der Individualverkehr angeblich hochtrieb. Stuttgart und andere Städte verhängten Fahrverbote, doch es änderte sich nichts. In Niedersachsen maß man sogar Rekordwerte – in einer wegen einer (Achtung: Schenkelklopfer) Laufveranstaltung das ganze Wochenende für Autos gesperrten Gegend, weit ab von Bundes- und Fernstraßen.
Tja, und dann kam das CO2-Monster. Diesmal hat man aus allen davor gescheiterten und letztlich als Fake entlarvten Szenarien gelernt und setzt jetzt mit völlig sinnlosen Phantastereien wie der durch den Menschen beeinflusstes Klima und Erderwärmung die Krone auf. Und diesmal ziehen alle mit. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Diesmal bin ich nur nicht so euphorisch, dass es einfach so im Sand verläuft…
4.9.2021 O.W.
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Grüne Windkraft contra Natur-, Arten-, und Gesundheitsschutz sowie EU-Recht
Mit dem größten Klimapaket aller Zeiten sollen nicht nur zentrale Verfassungsartikel beiseitegeschoben werden, sondern auch Gesetze. Denn die stehen beispielsweise dem von den Grünen in ihrem 10-Punkte-Plan vorgesehenen exzessiven Windkraftausbau entgegen. Um die Planvorgabe eines rechnerischen Anteils von Wind-, Solar- und Pflanzengas an der Stromerzeugung von 65 Prozent bis 2030 zu erreichen (bisher 40 Prozent), wollen Habeck und Baerbock einen Zubau von Windkraft an Land von 6000 Megawatt pro Jahr durchsetzen.
Zum Vergleich: der Windkraftzubau 2020 betrug 1431 Megawatt installierter Leistung, verteilt auf 420 Anlagen. Um die grüne Plankennziffer zu verwirklichen, müssten gut 1700 neue Anlagen der 3,4-Megawatt-Kategorie mit einer Höhe von 196 Metern entstehen – pro Jahr.
Mit den jetzigen Abstandsregeln und dem geltenden Naturschutz wäre das nicht zu vereinbaren. Deshalb sieht der Grünen-Plan vor, „artenschutzrechtliche Vorgaben“ zu „vereinfachen“, also Naturschutz zu schleifen. Der Artenschutz basiert allerdings auf EU-Recht. Und die Planungshoheit liegt bei Ländern, Landkreisen und Gemeinden. Um ihre Windkraftquoten zu erzwingen, müsste der Bund also nicht nur den Natur- und Gesundheitsschutz, sondern auch den Föderalismus und die kommunale Entscheidungsgewalt teilweise beseitigen.

Fazit: Das „Klima-Sofortprogramm“ der Grünen ist verfassungswidrig – und Baerbocks Behauptung eines angeblich durch das Paris-Abkommen vorgegebenen „1,5-Grad-Pfades“ („paris-kompatible Gesetze“) sachlich falsch.
… Alles vom 6.8.2021 von Alexander Wendt bitte lesen auf
https://www.publicomag.com/2021/08/fake-nuss-spezial-was-baerbock-fuer-paris-kompatibel-haelt-und-was-tatsaechlich-in-dem-abkommen-steht/

 

 

Wind-Atlas BW: Investor mit Planer identisch (Eon, EnBW)
Der neue „Wind-Atlas“ in Baden-Württemberg überschätzt systematisch, wie stark der Wind wirklich weht. Damit werden Wind-Monster in Gegenden gebaut, die nie genügend Strom liefern werden und Investoren wie Anwohner in die Irre führt.
Dieser Atlas soll die Grundlage für die Planung von vielen Windparks im Ländle bilden. Es sind grobe Modellrechnungen garniert mit vielen Annahmen – und fertig ist das Windparadies. Doch der Atlas erntete unter anderem von Prof. Dr. Michael Thorwart heftige Kritik. Der Universitätsprofessor für Theoretische Physik schrieb in seiner »Stellungnahme im Rahmen des Beteiligungsverfahrens Teilregionalplan Windkraft des Regionalverbandes Neckar-Alb«:
»Dieser (Wind-Atlas, d.Red.) überschätzt die Windgeschwindigkeiten systematisch. Die Hauptursache dafür sind methodisch-fachliche Fehler in der Bestimmung der Windatlas-Daten. Der wichtigste Fehler ist die Vernachlässigung der Erdoberflächentemperatur, was zu einer Überschätzung führt. Des weiteren werden die Daten lediglich aus theoretischen Berechnungen bestimmt, die viel zu ungenau sind. Zusammen mit der für den Planungsbereich im Windatlas genannten Ungenauigkeit von plus-minus 0,5 m/s und einer systematischen Überschätzung von 20% (vgl. unten), liegt die zu erwartende realistische Windhöffigkeit bei 4,75 bis 5,25 m/s, was keinen wirtschaftlichen Betrieb der WKA erlaubt. Damit entfällt die Zuverlässigkeit der Daten und somit der Planungsgrundlage für den Regionalplanentwurf. Es ist demzufolge fehlerhaft und zurückzuweisen.« Er führt unter anderem zwei Beispiele auf, über die in Baden-Württemberg viel diskutiert wird:
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Brandenkopf im Nordschwarzwald, eine Vorzeigewindkraftanlage Baden-Württembergs:
Gemessene Windgeschwindigkeit in 70 m Höhe: 5,9 m/s.
Im Windatlas berechnete Windgeschwindigkeit: > 7,0 m/s
Überschätzung im Windatlas > 1,1 m/s = um 19% überschätzt
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Titisee, Südschwarzwald
Enercon Gutachten: 5,5 m/s
Windatlas (100 m Nabenhöhe): 6,5 m/s
Überschätzung im Windatlas 1,0 m/s = um 18% überschätzt.«
Seine Schlußfolgerung: »Eine realistische Einschätzung der Windhöffigkeit muss also am Ende eine systematische Abwertung von 20 Prozent berücksichtigen.«
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Genüsslich weist Thorwart schließlich noch darauf hin, wer den Windatlas Baden-Württemberg erstellt hat:
»Der Windatlas wurde federführend von der Firma »TÜV Süd“ Industrie Service erstellt. Dabei handelt es sich um eine Aktiengesellschaft mit einem Jahresumsatz 2016 von 2,2 Mrd. Euro. 74,9% der Aktien sind im Besitz des eingetragenen Vereins »TÜV Süd«, dessen Mitglieder unter anderem die Firmen Eon und EnBW sind. Diese beiden Firmen sind die größten Nutznießer der Windkraftplanung und haben gleichzeitig über diese Verbindung massiven Einfluss auf die Planung von Vorranggebieten. Damit ist eine unabhängige Bewertung von Windgeschwindigkeiten nicht mehr gegeben.«
»Des weiteren fehlen zur Gänze wissenschaftliche und unabhängige Experten aus den Disziplinen Geographie, Geophysik und Landschaftsplanung im Fachbeirat. Stattdessen ist noch ein Vertreter des Bundesverbandes Windenergie (BWE) Mitglied im Fachbeirat. Hier ist der künftige Investor und der Planer der Vorranggebiete effektiv ein und dieselbe Institution. Dieses Vorgehen ist nicht akzeptabel
… Alles vom 24.5.2019 von Holger Douglas bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/wind-atlas-wie-anwohner-und-investoren-beschwindelt-werden-sollen/
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Fake?
Der Windatlas ist „fake“. Offensichtlich sollen politische Tatsachen geschaffen werden, die später nicht mehr zu ändern sind. Wie bei Atomausstieg und Migration wird einfach politische gewünschtes festgezurrt, egal der Kosten und Auswirkungen.
24.5.2019, TH, TO
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Widerstand der Bürger angesagt
Man kann nur hoffen, dass die Bürger in den betroffenen Gemeinden Widerstand leisten. Ich hege jedoch Zweifel angesichts der Situation wie sie hier in Norddeutschland herrscht. Es haben einige damit richtig gut Geld verdient und die hatten die Lobby, wieder andere haben es einfach verharmlost, schließlich braucht man ja die alternativen Energien. Das Problem ist nur: Steht erst einmal ein Windrad sind es bald viele. Wie das dann aussieht kann man sich in Sch-H., Niedersachsen, Meck-Pomm ansehen.
24.5.2019, H.H. TO
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nur auf Grund theoretischer Berechnungen?
Verstehe ich das richtig? Dieser ganze Unsinn wird eingestielt nur auf Grund theoretischer Berechnungen? Wenn „man“ seit 2014 mit der Idee schwanger geht, BW mit WKA zu überziehen: Warum stehen an den in Frage kommenden Standorten nicht seit 5 Jahren Windgeschwindigkeitsmeßgeräte? Die über einen Zeitraum von 5 Jahren jegliche Berechnung entweder bestätigen oder auch widerlegen könnten? Sind die Investoren von Milliardenbeträgen wirklich so blauäugig, ihre Rieseninvestitionen nur unter Berücksichtigung rechnerisch ermittelter Zahlen zu verbuddeln?
Vor etlichen Jahren lebte ich in einem ziemlich abseits gelegenen alten Bauernhaus. Aufgrund der prädestinierten Lage, dazu nur 3 km von der Ostseeküste entfernt, spielte ich mit dem Gedanken, ein 10kw-Windrad aufzustellen, welches von der Bauhöhe her noch gerade nicht der Genehmigungspflicht unterfallen wäre. Auch für Schleswig-Holstein gibt es einen „Windatlas“. Trotzdem empfahl mir der Verkäufer der Anlage ein, von ihm leihweise zu bekommendes, Windgeschwindigkeitsmeßgerät für die Dauer von mindestens 3 Monaten aufzustellen um meine Investition auf reale Daten stützen zu können. Und bei Milliarden-Investitionen soll dieses Vorgehen ausgeschaltet sein? Grundsätzlich halte ich ja Alles für möglich – aber dazu fehlt mir doch der rechte Glaube.
24.5.2019, B.F
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Um ihren Artikel um die politischen Ambitionen zu ergänzen, lesen Sie mal das Papier „Die Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Klimaschutzgesetzes in BW“. Da kann ich nur sagen: Die Ökodiktatur setzt an zum Sprung! In der Einleitung bekommen Sie ein schönes Beispiel für den Orwell’schen permanenten Krieg, hier in Form von Ökoterror, der die Menschen gefügig macht. Ich zitiere mal: „Ein unzureichendes Ambitionsniveau beim Klimaschutz führt zu unwiederbringlichen Veränderungen in den Ökosystemen, die durch das Überschreiten so genannter Kipppunkte noch beschleunigt werden können. Es sind daher jetzt unmittelbar ganz erhebliche Kraftanstrengungen auf allen politischen Ebenen und in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen erforderlich, ….“ Es ist von volkswirtschaftlich erheblich zunehmenden Schäden, Vertragsverletzungsverfahren und von Verpflichtungen vor zukünftigen Generationen die Rede. Angst machen, Emotionen schüren und Drohungen formulieren. Kennen Sie noch den „Plötzlichen Waldtot“? Das war auch so ein Kipppunkt. Aber die totale Versteppung kam nie und hat auch nie gedroht. Das 20. Jh. war vielmehr das Jahrhundert eines fantastischen Waldwachstums! Deutschland emittiert 2 % der weltweiten Emissionen: Aber wir müssen jetzt sofort handeln! Dabei ist zwischen 1998 und 2018 die Globaltemperatur laut HadCRUT4.6 um sage und schreibe 0,06K gestiegen. Wir leben im Wärmeoptimum! Leute freut euch darüber, denn der volkswirtschaftliche Schaden in der Kälte der Kleinen Eiszeit war unfassbar viel größer (wenn es überhaupt heute einen Schaden gibt: global greening, Fortschritt, Anbaueffizienz, Rechtssicherheit, noch Freiheit!!).
24.5.2019, K-O
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Die Klima-Stillständler, mögen die Natur nicht. Sie ist Ihnen fremd, sie können nichts mit ihr anfangen. Es sind die gleichen, die für gleiche Lebensverhältnisse in Stadt und Land votieren. Die Landbevölkerung will aber gar nicht die Lebensverhältnisse der Städte haben. Das Land, die Provinz soll entvölkert werden. Wenn autofahren unbezahlbar wird, ist man gezwungen in die Stadt zu ziehen, eben zum Arbeitsplatz. Wenn die Provinz verspargelt ist, werden viele freiwillig wegziehen, denn mit dem wechselnden Schlagschatten werden viele nicht leben können. Erst wenn die Provinz fast Menschenleer ist werden diese „Naturliebhaber“ Ruhe geben.
24.5.2019, W.D., TO
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Mir tun die Mitarbeiter leid, die an diesem (Sch)WIND(el)-ATLAS mitgewirkt haben, denn sie haben ihre Energie in der mildesten Variante an den Papierkorb abgeliefert. In der schärfsten Variante wären sie offensichtliche Betrüger. Das Ganze erinnert an die Gesundrechnung der Wirtschaft, wie sie in der DDR üblich und wie bekannt erfolgreich war.
24.5.2019, TEU
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Wir sollten von China lernen
Windenergieanlagen sollen dort nur noch genehmigt werden, wenn sie ohne Subventionen auskommen und der erzeugte Strom mindestens Netzpreisparität zum regionalen Kohlestrom erreicht. Siehe hier:
https://www.reuters.com/article/us-china-renewables-subsidy/china-to-give-priority-to-subsidy-free-renewable-projects-in-new-plan-idUSKCN1RO1HG
Und hier (Übersetzer verwenden):
https://chinaenergyportal.org/notice-on-improving-the-wind-power-feed-in-tariff-policy/
Im ersten Quartal 2019 stieg die Stromproduktion in China im Vergleich zum ersten Quartal 2018 um 67,5 TWh, darunter die aus Solar um 1,9 TWh, aus Wind um 6 TWh und aus fossilen Energieträgern um 24,8 TWh.
https://chinaenergyportal.org/en/2019-q1-electricity-other-energy-statistics/
Noch Fragen, Kienzle?
24.5.2019, R.L. TO
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Grundlast ade
Tja, der Strom aus erneuerbaren Energien ist mal da und mal nicht und wenn er mal da ist, ist er mal weniger stark und mal mehr stark vorhanden. Diese Erkenntnis hat auch der in EEG-Sachen federführende Staatsekretär im BMU verinnerlicht und äußert sich deshalb zu Versorgung wie folgt: https://twitter.com/bmu/status/1112681771165011969?ref_src=twsrc%5Etfw
„Grundlast wird es im klassischen Sinne nicht mehr geben. Wir werden ein System von Erneuerbaren, Speichern, intelligenten Netzen und Lastmanagement haben.“
„Lastmanagement“ meint wohl „Versorgungsmanagement“. Der Twitterer „Sapere Aude“ kommentiert dazu: „„Intelligente Netze und Lastmanagement“ ist wohl der politisch korrekte Euphemismus für „gesteuerter Stromausfall“.
Ja, der gesteuerte Stromausfall wird wohl das Einzige sein, dass in diesem System zuverlässig funktioniert. Nebst der Waldlandschaft, die in eine Teilmondlandschaft umgewandelt wird. Alles ganz im Sinne des Klima- und Naturschutzes – versteht sich…
24.5.2019, B. T
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Ein Schmankerl aus Husum, damit alle wissen woher der Sturm bläst
Herr Douglas, sie kommen hier mit einem lauen Lüftchen an Fakten. Wollen Sie etwa, dass der Sturm zu dem unser hoffnungsvoller, allerdings etwas ängstlicher, Nachwuchs bläst, endlos weiter streikt? „Wir streiken weiter bis Ihr handelt. Kämpfen Sie weiter für die sogenannte Verspargelung der Landschaft.“ Das sagte Leevke Puls gestern auf dem Windbranchentreffen des BWE. Sie ist eine der Organisatoren von Friday for Panik, Klimaaktivistin und Grüne usw. in Schleswig-Holstein. Und die da handeln dann eben auf allen Ebenen bis hin zu solchen standortvorbereitenden Maßnahmen wie in Baden-Württemberg. Am Ende des Beitrags
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Husum-Windbranche-fuehlt-sich-ausgebremst,shmag63112.html
24.5.2019, A.G.T., TO
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Windräder: »Wahnsinn« oder Zukunft? – Zum Herrenknecht-Brief
Martin Herrenknecht hat an den vergangenen beiden Wochenenden in der Mittelbadischen Presse gegen den »Windrad-Wahnsinn« inseriert.
https://www.bo.de/sites/default/files/downloads/offenerbrief_herrenknecht.pdf

Dass Windkraft polarisiert, legt zudem das Ergebnis einer Umfrage auf Baden Online, der Nachrichtenplattform der Mittelbadischen Presse, vom Juni dieses Jahres nahe. Eine Mehrheit von 55 Prozent der 845 Teilnehmer sprach sich für mehr Windkraft im Kreis aus, 42 Prozent waren dagegen.
Im Ortenaukreis drehen sich aktuell 39 Windräder von bis zu 200 Metern Höhe. Alle Anlagen zusammen haben nach Angaben des Landratsamts eine Leistung von 91 Megawatt. Zusammen könnten sie theoretisch den durchschnittlichen jährlichen Strombedarf von 60 000 Drei-Personen-Haushalten abdecken. Zuletzt gingen die vier Anlagen am Standort Rauhkasten/Steinfirst bei Gengenbach in Betrieb. Demnächst soll der Bau von zwei Anlagen auf dem Nillkopf bei Fischerbach beginnen, nachdem das Landratsamt einem Antrag auf Sofortvollzug stattgegeben hat. Vier Parteien hatten die Windräder verhindern wollen und deshalb Widerspruch gegen die Erteilung der Betriebsgenehmigung eingelegt. Für 13 weitere Windräder an sieben Standorten liegen Bauanträge beim Landratsamt vor.

Gibt es eine Obergrenze für die Zahl an Windrädern in der Ortenau? Mit dieser Frage konfrontierte die Mittelbadische Presse bereits im Juni den Ersten Landesbeamten des Landkreises, Nikolas Stoermer. Er sagte damals, dass es keine rechtliche Obergrenze für den Ausbau gebe. Aber: »Wir haben 2012 ausgerechnet, dass in der Ortenau rund 50 weitere Windräder laufen müssten, damit wir unseren Anteil zur Energiewende leisten.« Davon wurden zwischenzeitlich 24 realisiert. Und der Ausbau geht weiter.
… Alles vom 10.8.2017 bitte lesen auf
https://www.bo.de/lokales/ortenau/windraeder-wahnsinn-oder-zukunft#
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Zwei Kommentare:
Die Anzeige von Herrn Dr. Herrenknecht ist absolut berechtigt
(…) Baden-Württemberg ist mit großem Abstand das windärmste Bundesland. Um hier das Ziel der damaligen und heutigen Landesregierung, zehn Prozent vom Gesamtbedarf, zu erreichen, sind 2100 Einzelanlagen mit einer Leistungsklasse von 3000 Kilowatt notwendig. Wo sollen diese WK-Anlagen hin? 2015 wurden in Baden-Württemberg von 447 WK-Anlagen 831 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Der Gesamtbedarf in Baden-Württemberg betrug 2015 76,6 Milliarden Kilowattstunden. Wetterbedingt war im Januar 2017 (16. bis 26. Januar) der Anteil Solar und Wind zirka 0,95 Milliarden Kilowattstunden. Der Strombedarf in Deutschland war in dieser Zeit bei 16 Milliarden Kilowattstunden. Dadurch mussten alle noch verfügbaren Kraftwerke mit einem riesigen Kostenaufwand wieder hochgefahren werden.
Gerhard Spangenberger, Durbach, BOO

„Sie sprechen vielen Menschen im Schwarzwald aus dem Herzen“
Ich bin überzeugt, dass Sie zunehmend vielen Menschen im Schwarzwald und darüber hinaus aus dem Herzen sprechen. Mit der durchaus notwendigen Energiewende hat vor allem in Baden-Württemberg die seinerzeit grün-rote Landesregierung das »Kind mit dem Bad ausgeschüttet«! Seither betreiben höchst subventionierte Energieversorger und gewinnträchtige Grundstückseigentümer auf moralisch höchst bedenkliche, für mich sittenwidrige Art und Weise ihren »Windkraftwahnsinn« zu Lasten der Bevölkerung/Allgemeinheit.
Für mich sind die Entschädigungen, die den Grundstücksbesitzern für die Zurverfügungstellung ihrer Waldgrundstücke gezahlt werden, Wucherpreise. Verträge mit Wucherpreisen sind sittenwidrig und damit ungültig. Ich bin der Ansicht, dass dies juristisch an verantwortlicher Stelle geprüft werden muß. Ich will dies verdeutlichen: Ein Windrad benötigt rund 0,6 Hektar Waldfläche (…).
Auf dieser Waldfläche kann der Waldbesitzer, wenn es gut geht, nachhaltig rund 200 Euro pro Jahr erwirtschaften. Jetzt kommen da mit Steuermitteln geförderte Investoren und bieten dem Waldbesitzer Horrorgewinne von über 20 000 Euro pro Jahr für diese Waldfläche an, in anderen Gegenden wird sogar von 50-80 000 Euro pro Windrad und Jahr gesprochen. Ist das kein Wucher? Soviel wirft der beste Bauplatz auch in einer Großstadt im Jahr nicht ab! (…)
Für mich ist die Energieversorgung genauso ein öffentliches Interesse wie die öffentliche Infrastruktur, also zum Beispiel der Straßenbau. Wenn also die Gesellschaft/Politik wirklich und ohne »Dollars in den Augen« zur demokratischen Entscheidung kommt, dass Windkraft vor Landschaftsschutz gehen muss, dann muss dies auch rechtlich ein öffentliches Interesse werden. Soll heißen: Die Grundstückseigentümer müssen gegebenenfalls aus öffentlichem Interesse ihr Grundstück bei angemessener Entschädigung wie zum Beispiel beim Straßenbau oder Wasserschutz zur Verfügung stellen. Nicht aber zu Horrorpreisen, die die Allgemeinheit bezahlt! (…)
Ewald Elsäßer, Gengenbach, BOO
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