Rosskopf

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Sonnenaufgang und Windkraft: Blick vom Schlossbergturm bei Freiburg zum Rosskopf 6/2020

 

60 m langes Rotorblatt auf Selbstfahrer für Rosskopf-Windrad am 1.9.2025 in FR-Ebnet

Outdoor-Chemgau.info: Elektroniker Stefan Spiegelsperger zur Windkraft
Stefan Spiegelsberger ist Energieanlagenelektroniker
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Stefan Spiegelsperger
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Zwei Explosionen markieren das Ende der vier Windräder am Roßkopf und leiten eine neue Ära ein
Das Repowering am Roßkopf ist abgeschlossen. Am Mittwoch wurden der dritte und vierte Windradturm gesprengt. Nun soll auf Freiburgs Hausberg für die nächsten 25 Jahre Ruhe einkehren.

Nach 23 Jahren haben alte Anlagen ausgedient
Zwei der vier alten Windräder wurden im vergangenen Jahr gesprengt, jetzt kommen die anderen beiden an die Reihe. Weil sie seit 23 Jahren Strom erzeugen und jetzt ausgedient haben. Schließlich seien sie in all den Jahren Wind und Wetter ausgesetzt gewesen, wie Lukas Schuwald erklärt. „Windenergieanlage haben wie alle anderen technischen Geräte Verschleißteile“, so der Geschäftsführer der Ökostromgruppe. Diese nutzten sich mit der Zeit ab, ihre Lebensdauer sei dann überschritten. Und bevor Probleme auftreten oder die Wartungsarbeiten in einem schlechten Verhältnis zum Ertrag der Anlagen stehen würden, müsse man sie eben abreißen und durch effizientere ersetzen. Das sei wie bei Autos, sagt Schuwald.
Die neuen Mercedese der Windenergie produzierten mit einer Nabenhöhe von jeweils 160 Metern und einer Rotorblattlänge von 67,5 Metern mehr als doppelt so viel Strom wie die vier alten Anlagen zusammen, deren Türme jeweils „nur“ 98 Meter in die Höhe ragten. Etwa 6000 Drei-Personen-Haushalte könnten die beiden Anlagen mit Strom versorgen und rund 19.000 Tonnen CO2 einsparen, heißt es. Und – natürlich – werfen sie dank gesteigerter Effizienz auch eine höhere Rendite ab.
… Alles vom 13.5.2026 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/zwei-explosionen-markieren-das-ende-der-vier-windraeder-am-rosskopf-und-leiten-eine-neue-aera-ein

Einige Kommentare:
Das wird natürlich alles fein säuberlich zurückgebaut, aufgesammelt, gefegt und natürlich renaturiert. Den Mikro – und Feinstaub hat der Wind verteilt und wird der Regen in den Boden schwemmen. Schwamm drüber und über den Wipfeln ist Ruh. Gut alle 20 Jahre the same Procedure. Umweltschutz und Ökologieverständnis vom Feinsten. Klar, der gröbere Betonmüll wird von leichtgewichtigen E-LKW zu Tal gebracht, genauso, wie er vor gut 20 Jahren nach oben gebracht wurde. Wer hat an dem ganzen Wechselspiel verdient und profitiert? Unter Sonstigen, ganz klein im Abspann, der Steuerzahler und die Umwelt, in Politik, Wirtschaft und beratender Wissenschaft…die Welt, das Weltklima, also niemand geringerer, als wir alle all over the World. Ach ja, der Reifenabrieb…der ist im Wald eh gering und wird direkt in den Boden gearbeitet, vom Regen wegespült oder vom Wind in die Welt verteilt. Wohin? … Wolfgang Behler
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Lasst uns doch auf die bestehenden 500 qm versiegelte Beton-Fläche Mini-AKWs bauen, die laufen länger als 23 Jahre, sind nicht betrieblich defizitär, verteilen kein Microplastic, wären von der Stadt aus nicht sichtbar… aber stop: zur Kühlung fehlt Wasser, da der Wald von den Windrädern schon komplett ausgetrocknet ist… schade, aus der Idee wird nichts werden – dann halt doch wieder zurück zu den Gas- und Kohlekraftwerken… Oder gibt es weitere Alternativen? Marc Oberle
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„Ruhe einkehren“ und „Mercedese der Windenergie“ (sic!) aufzustellen, widerspricht sich diametral.
Die ideologisierte „Ökostromgruppe“ zerstört mit ihren Anlagen den Wald um Freiburg und trägt zu seiner Austrocknung bei.
Wenn der Wald also das nächste mal brennt, bitte die Rechnung an die Ökostromgruppe schicken, da solche Anlagen nachweislich zur Austrocknung der Wälder beitragen. Und dank ausgiebiger Steuergeldförderung hat die Ökostormgruppe ja eine gut gefüllte Kasse, aus der sie alle Schäden bezahlen kann. Dietmar Ferger
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Hoffentlich werden auch die Sockel ausgebuddelt und entsorgt, sonst haben unsere Enkel in 100 Jahren (4 Windradgenerationen) eine kahle Fläche statt Wald. Werner Heidiri
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Nun, die BZ hält es nicht (mehr) für nötig, ihre Leser da genauer zu informieren. Aber beim SWR findet man einen Bericht über den Abbau des Windrads auf dem Schauinsland (Holzschlägermatte) im Jahr 2024:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/freiburg/windrad-wird-recycelt-holzschlaegermatte-schauinsland-100.html
Dort heißt es „Etwa fünf Wochen lang wird eine Spezialfirma damit beschäftigt sein, das Windrad inklusive des gesamten Fundaments zurückzubauen.“

Es ist schon lange Vorschrift, dass die Betreiber von Windkraftanlagen auch die Fundamente von zurückgebauten Windrädern beseitigen müssen. Lediglich einige alte Anlagen, die vor 2004 genehmigt wurden, fallen nicht unter diese generelle Vorschrift, wenn die Beseitigungsverpflichtung nicht schon damals im Genehmigungsverfahren festgehalten wurde. orbert Riegler
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In Fröhnd ist das Fundament eines nicht lukrativen Windrades immer noch im Boden. Das wird auch so bleiben. Und es gibt viele Vorschriften, die nicht umgesetzt werden wenn es der Ideologie dient. Ferger
Ende Kommentare

 

Einweihungsfeier Roßkopf Repowering am 06.05.2026

15:00 Begrüßung und einleitende Worte zum Projekt Roßkopf Repowering
Thomas Schuwald & Michael Klein (regiowind Freiburg)
15:10 Grußworte & Ausblick auf Energiewende in Freiburg und Gundelfingen
Martin Horn (Oberbürgermeister Freiburg) & Raphael Walz (Bürgermeister Gundelfingen)
15:20 Windenergie auf dem Roßkopf – verschiedene Perspektiven
1. Roßkopf Repowering & Klimaschutzziele Freiburg
2. Beteiligung der Gemeindewerke Gundelfingen
3. Windenergie aus Bürgersicht
Christine Buchheit (Umweltbürgermeisterin)
Sebastian Giesel (Gemeindewerke Gundelfingen)
Ulrich Ulmer (Kommanditist regiowind Freiburg)

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Drei Windräder nördlich vom Friedrichsturm auf dem Rosskopf

15:45 Offizielle Einweihung des Windparks
Thomas Schuwald, Michael Klein, Martin Horn, Raphael Walz, Christine Buchheit, Sebastian Giesel, Ulrich Ulmer
16:00 Buntes Programm mit musikalischer Umrahmung
– Besichtigung des Turminnern des Windrads
– Speis & Trank: Lange Rote & belegte Brötchen (auch vegetarisch/vegan)
– Spiel und Spaß: „3 Punkte“ für die Energiewende beim mobilen
Basketballkorb der Eisvögel
– Austausch mit Akteuren der Energiewende live vor Ort (Stadt Freiburg
(Umweltschutzamt, Waldhaus), Gemeindewerke Gundelfingen,
Ökostromgruppe Freiburg & Badenova Erneuerbare)
Alle eingeladenen Gäste
16:00 Erste Abfahrt Bus-Shuttle zum Dreisamstadion Alle eingeladenen Gäste
17:00 Offizieller Abschluss Thomas Schuwald & Michael Klein
25.4.2026, https://www.oekostrom-freiburg.de/.
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Neue Windräder auf dem Rosskopf: Zwei neue schaffen so viel wie vier alte
Seit diesem Februar dreht sich das erste der beiden neuen Windräder auf dem Roßkopf bei Freiburg, die Inbetriebnahme des zweiten folgte im weiteren Verlauf des Frühjahrs. Am Mittwoch sind sie im Beisein von rund 300 Gästen auch offiziell eingeweiht worden. Sie ersetzen die vier älteren Windräder, die seit 2003 auf dem Roßkopf liefen. In dieser Zeit hätten sie jährlich rund neun Millionen Kilowattstunden Strom produziert, so die Regiowind GmbH & Co. Freiburg KG. Freiburg (Regiowind).
Die beiden neuen Anlagen vom deutschen Hersteller Enercon, Modell E-138 EP3, seien mit einer Nabenhöhe von jeweils 160 Metern und einer Rotorblattlänge von 67,5 Metern doppelt so leistungsstark wie alle vier ehemaligen Anlagen zusammen, hieß es bei der Einweihung. Sie kommen nach Herstellerangaben auf eine Gesamthöhe von je 229 Metern. Die beiden Windräder werden laut Mitteilung pro Jahr etwa 18 bis 20 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Damit könnten etwa 6000 Drei-Personen-Haushalte mit Strom versorgt und rund 19.000 Tonnen CO2 eingespart werden, erklärte Michael Klein vom Energieversorger Badenova auf der Feier.
Da die beiden alten Anlagen durch leistungsstärkere ersetzt wurden, spricht man von Repowering. Durch die höhere Nennleistung, jetzt jeweils 4260 Kilowatt, ist es möglich, mit weniger Anlagen deutlich mehr Strom zu produzieren. Nach Angaben der Regiowind würden die bereits vorhandenen Netzanschlüsse und Logistikflächen genutzt. Die Regiowind ist Bauherrin und Eigentümerin der beiden neuen Windenergieanlagen. Seit 2002 sind in ihr 474 Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Mit der Umsetzung, also Projektierung, Bau und technischem Betrieb wurde die Ökostromgruppe Freiburg beauftragt.
Bei der sogenannten Zwillingstaufe und Inbetriebnahme der beiden Repowering-Bürger-Windenergieanlagen kamen rund 300 Gäste auf den Berg.

Die Stadt Freiburg und die Regiowind Freiburg bereiten bereits den nächsten Ausbauschritt vor: Auf dem Roßkopf sollen drei weitere Windenergieanlagen („Roßkopf Süd“) entstehen, die gemeinsam mit der Ökostromgruppe, Badenova Erneuerbare, den Gemeindewerken Gundelfingen GmbH und weiteren Partnern realisiert werden sollen. Diese noch leistungsstärkeren Anlagen sollen jährlich rund 30 bis 35 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen.
… Alles vom 6.5.2026 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/neue-windraeder-auf-dem-freiburger-rosskopf-zwei-neue-schaffen-so-viel-wie-vier-alte
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Einige Kommentare:
Windkraft richtig genutzt ist eine tolle Sache. Was mich bei dieser neuerlichen Lobhudelei maximal nervt, ist jedoch folgender Umstand:
Die alten Anlagen waren absolut funktionstüchtig und haben genau so viel produziert, hätten sogar noch mehr produziert, wenn man sie gelassen hätte. Sie wurden nicht ersetzt, weil sie nicht mehr funktionierten, sondern weil es sich mehr rechnete, neue zu bauen und zwar maßgeblich wegen der Einspeisevergütung.
Die Sprengung in sensibler Natur, Bau und Abriss, Rodung etc. gehen mit einem gigantischen Eingriff und Ressourcenverbrauch einher.
Zudem muss man davon ausgehen, dass das extrem klimaschädliche SF6-Gas beim Abriss in Teilen freigesetzt wurde.
Von einer Greencity sollte man erwarten, dass man unter diesen Umständen die Anlagen länger betreibt, auch wenn das weniger Gewinn abgeworfen hätte.
Die als Happening u.a. von BZ + Politik inszenierten Sprengungen im Naturschutzgebiet waren reichlich pervers.
Aber dann wundern, wenn die Akzeptanz auf der Strecke bleibt.
Irgendwie passt Repowering auch zu Freiburg. Hier wird ja auch maßgeblich von der Stadtbau bezahlbarer Wohnraum abgerissen und durch neuen ersetzt, obwohl der teurer und klimaschädlicher ist obwohl man die Häuser noch viele Jahre hätte bewohnen können. Metzgergrün, Haslach etc. lassen grüßen. Anton Behringer
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Der Beitrag liest sich gut. Aber: Wo bleibt der Link zur Kosten-Nutzen-Rechnung dieser Investition, und zwar ohne Einspeisevergütung und Subventionen? EK
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Eine bedarfsgerechte Stromversorgung mit Kraftwerken ohne Speicher wird nie funktionieren. Es gibt kein Kraftwerk ohne Speicher, nur bei den Windindustrieanlagen wollen auch die aktuell Verantwortlichen Politiker einen Kapazitätszubau, ohne genügend Speicherkapazität. Bei PV Anlagen wird nun gebremst. Auch Kohlebunker, Gastank, Öltank oder Kohlegrube und Wasserstaustufen sind Speicher. Das ist wie bei Nahrungsmitteln. Die Erntezeit ist kurz, sie dauert zwei Wochen. Wie machen wir daraus Essen für 52 Wochen? Mit Getreidespeichern ec. Die gibt es seit Jahrhunderten. Nur bei der sogenannten Energiewende wurde dieses Prinzip aus ideologischen Gründen wissentlich ausgeblendet. Harald Senn
Ende Kommentare

 

Die neuen Windräder auf dem Rosskopf rücken Freiburg auf die Pelle

Auf dem Rosskopf dreht sich schon mal die erste der beiden großen Windkraftanlagen, die in den letzten Monaten dort anstelle von vier kleineren, alten Rotoren errichtet worden waren. Doch das war es noch nicht auf dem Berg oberhalb von Altstadt und Freiburger Osten: Denn auf einem Höhenlevel unterhalb der bestehenden Anlagen sollen drei weitere Windräder entstehen. Auch wenn die Pläne dafür bereits verkündet worden waren, meldeten sich in den letzten Tagen Leserinnen und Leser, die überrascht waren, dass dort im Wald Stellen planiert und gerodet werden. Seit kurz nach Jahresbeginn wird hier gearbeitet, Schilder vor Ort verkünden knapp die Gründe: „Maßnahmen zur Errichtung von drei Windkraftanlagen“, steht darauf.
Hier geht es um das Projekt „Rosskopf-Süd“. Die geplanten drei Räder werden vom Stadtgebiet aus wahrscheinlich deutlicher ins Auge springen als die bisherigen, und das aus zwei Gründen: Geplant sind sie an niedrigeren Standorten als die bisherigen und südlicher als jene. Damit rücken sie vor allem im Freiburger Osten näher ans Stadtgebiet heran. Stehen die bisherigen Anlagen auf etwas über 770 Metern Höhe, so liegen die neuen irgendwo zwischen 570 und 670 Metern. Sie stehen oberhalb des Taleinschnitts um St. Ottilien, die östlichste Anlage befindet sich auf dem „Kleinen Rosskopf“. Die südlichste wird knapp einen Kilometer entfernt oberhalb von Ebnet errichtet, eine Zweite etwas dahinter, die dritte mehr oberhalb der Kartaus.

Näher an der Stadt – und höher als alle bisherigen Anlagen
Ihre Standorte liegen in Luftlinie deutlich näher am Stadtgebiet als die der bisherigen Anlagen. Gut sichtbar werden die Windräder auch, weil sie nochmal höher werden als die anderen erneuerten „Kollegen“ im Stadtgebiet: Mit senkrecht nach oben gerecktem Rotorblatt erreicht jedes eine Höhe von 250 Metern. Zum Vergleich: die neuen Großwindräder auf dem Rosskopf oder dem Schauinsland sind 230 Meter hoch, die inzwischen abgebauten Rosskopf-Anlagen erreichten nur 133 Meter. In Betrieb gehen sollen die drei Geräte vom Typ „Enercon 175“ im Winter 2028 / 2028.
Und danach? Seit einigen Tagen liegt ein neuer Entwurf des Plans vor, in dem der Regionalverband Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausweist. In dieser Version wurden Änderungen aufgenommen, die sich während der ersten Offenlage ergeben hatten. An bislang noch gänzlich unbebauten Gebieten auf Freiburger Gemarkung bietet der Plan die Standorte Kybfelsen, Prangenkopf, Ochsenberg sowie, auf einer Grenze zu Oberried und Kirchzarten gelegen, das Rappeneck. An den Standorten Kybfelsen und Prangenkopf haben die Planer im Vergleich zur letzten Version Stücke von den Flächen abgeknapst. Die Kriterien: geschützte Biotope, Artenschutz, Landschaftsbild und „visueller Überlastungsschutz.“

Während den weggestrichenen Flächen am Kybfelsen niemand nachweint, kommt der Wegfall eines kleinen Stücks der Fläche am Prangenkopf bei der Ökostromgruppe nicht gut an, denn hier will sie Windräder errichten. „Am Prangenkopf waren ursprünglich drei Anlagen geplant, mit dem Rausfallen des „Zipfels“ könnten aktuell nur noch zwei gebaut werden“, sagt Sprecherin Daniela Himbert auf BZ-Anfrage. „Wir befinden uns gerade in der Prüfung, wie wir bei dem Projekt weiter vorgehen.“
Für die Stadt muss der Gemeinderat die Stellungnahme zur Fortschreibung des Regionalplans formulieren, das wird er im Sommer tun. Die Stadtverwaltung zumindest habe Interesse daran, dass die Vorrangflächen auf dem Prangenkopf nicht gestutzt würden, sagt Klaus von Zahn, Chef des Umweltschutzamts, so dass hier nicht auf eine Windkraftanlage verzichtet werden müsse. „Wir haben in der ersten öffentlichen Auslegung auch schon gesagt, dass im Tausch dafür die Flächen am Kybfelsen gerne wegfallen dürften – es hat auch niemand ein Interesse daran, die zu nutzen.“ Am Ochsenberg wiederum liege die Vorrangfläche des Regionalverbands in einer Steillage, die nicht richtig bebaubar sei. Doch auch hier will die Stadt noch einen Standort haben. „Wir planen deshalb eine Teilflächennutzungsplanänderung für eine Fläche, die unmittelbar an den Standort aus dem Regionalplan angrenzt.“ Die sogenannten Vorrangflächen seien schließlich kein Ausschlusskriterium, sie wiesen nur aus, wo Windkraftanlagen ohne aufwändige Gutachten und Nachweise gebaut werden könnten. „Aber das schließt nicht aus, dass an anderer Stelle auch Windkraftanlagen gebaut werden können, wenn sie alle fachrechtlichen Vorgaben einhalten.“

… Alles vom 27.3.2026 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/die-neuen-windraeder-auf-dem-rosskopf-ruecken-freiburg-auf-die-pelle

 

Das erste neue Windrad am Freiburger Roßkopf liefert jetzt Strom
Über Monate drehten sich auf dem Roßkopf bei Freiburg zuletzt keine Windradflügel mehr. Die Flaute hat nun ein Ende. Seit einer Woche ist eines der zwei neuen Windräder auf dem Roßkopf in Betrieb, das zweite soll bald folgen. Sie ersetzen die vier alte Anlagen, die mehr als zwanzig Jahre Windenergie ins Netz einspeisten. Damit nicht genug: Bauarbeiten für den neuen Windpark „Roßkopf Süd“ haben ebenfalls begonnen.

Wo werden weitere Windräder am Roßkopf gebaut?
Die Stadt Freiburg hat dem Bau von drei weiteren Windkraftanlagen auf dem Roßkopf zugestimmt. Erste Arbeiten am neuen Windpark, vom Projektierer Ökostromgruppe „Roßkopf Süd“ genannt, haben bereits begonnen: Es wurden Bäume gefällt, um Platz zu schaffen. Ans Netz gehen sollen die entstehenden Anlagen im Winter 2027/28. Sie werden abseits der Anlagen auf dem Gipfel weiter südlich am Berg stehen.
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In den kommenden Monaten dürfte es auf den Baustellen zunächst ruhig bleiben. Die Fundamente für die neuen Anlagen werden voraussichtlich im Herbst gegossen. Im Frühjahr und Sommer 2027 könnte es dann immer wieder zu Absperrungen am Berg kommen, wenn die Bauteile für die Windkraftanlagen angeliefert werden, sagt Thomas Schuwald. Größtenteils will man die bereits erschlossenen Zufahrten und Wege nutzen.
Gebaut werden drei Windkraftanlagen vom Typ Enercon E-175, laut Betreiber die aktuell leistungsstärksten Modelle des deutschen Herstellers Enercon. Sie sollen insgesamt 30 bis 35 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen; genug, um 10.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Mit knapp 250 Metern Höhe und einer Rotorblattlänge von 88 Metern werden sie dann nochmal größer sein als die nun in Betrieb gegangenen Anlagen.
Die fünf Windenergieanlagen auf dem Roßkopf sollen insgesamt rund 50 Millionen Kilowattstunden Strom ins Netz einspeisen, deutlich mehr als die bestehenden Anlagen leisten konnten. Die Leistungssteigerung ist nötig, um die von der Stadt gesteckten Ziele in Sachen Erneuerbare Energien zu erreichen. Bis 2030 soll der Anteil der Windenergie bezogen auf das Jahr 2020 verzehnfacht werden. „Dank konkreter Projekte wie dem Windpark am Roßkopf sind wir auf einem guten Weg“, sagt OB Martin Horn. 25 Jahre lang sollen die neuen Anlagen Strom produzieren.

Der neue Windpark wird ebenfalls von der Regiowind-Verwaltungs-GmbH gebaut und betreut, wird aber Eigentum einer neuen Gesellschaft sein. „Auch beim neuen Windpark wird eine finanzielle Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in Form von Nachrangdarlehen möglich sein“, kündigte Michael Klein, Geschäftsführer der Badenova Erneuerbare an. Sie könnten sich mit Beträgen zwischen 1000 und 25.000 Euro an der Anlage beteiligen, los geht es im Laufe des Jahres. Erfahrungsgemäß sei das Interesse in Freiburg hoch, man rechne mit mehreren hundert privaten Investoren.
… Alles vom 24.2.2026 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/das-erste-neue-windrad-am-freiburger-rosskopf-liefert-jetzt-strom
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Einige Kommentare:
Windkraft am Roßkopf: 2 ersetzt – 5 geplant! Das erste neue Windrad am Roßkopf ist in Betrieb – und schon wird der weitere Ausbau gefeiert. Doch bei aller Euphorie sollte man nüchtern bleiben. Zwei Anlagen ersetzen vier alte – gleichzeitig sind drei weitere geplant. Am Ende stehen dort fünf deutlich größere Anlagen mit bis zu 250 Metern Höhe. Das ist keine bloße „Modernisierung“, sondern eine massive Industrialisierung eines sensiblen Wald- und Naherholungsgebiets.
Die versprochenen 50 Millionen kWh klingen beeindruckend. Entscheidend ist jedoch nicht die theoretische Jahresproduktion, sondern die tatsächliche Systemwirkung: Windstrom fällt volatil an, überwiegend im Winterhalbjahr. Speicherlösungen für größere Energiemengen existieren regional nicht. Wenn Strom produziert wird, obwohl er nicht gebraucht wird, müssen Anlagen abgeregelt werden – die Kosten trägt der Verbraucher.
Auch die ökologischen Eingriffe werden gern relativiert: Rodungen, Fundamente in erheblicher Dimension, dauerhafte Zuwegungen und ein technischer Eingriff in ein gewachsenes Landschaftsbild. 25 Jahre Laufzeit bedeuten eine Generation Dauerbelastung.
Wer von „Symbol für Klimaschutz“ spricht, sollte auch über Wirtschaftlichkeit, Netzstabilität, Naturfolgen und Rückbaukosten transparent sprechen. Eine ehrliche Debatte braucht mehr als Jubelbilder.
Ausführliche Analyse: https://adrian-kempf.de/windkraft-am-rosskopf-2-ersetzt-5-geplant/
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„Es werden die Zeiten im Sommer kommen, dass Solarstrom im Überfluß vorhanden ist und Strom nichts kostet. Dann könnte man die Überflußenergie in Form von Wasserstoff speichern und an anderer Stelle verwenden.“ Hier geht es nicht um Solarstrom, sondern um Windkraft auf dem Roßkopf. Die fällt hauptsächlich im Winterhalbjahr an: https://www.bdew.de/media/documents/Stromerz_Wind_an_Land_Vgl_VJ_monatlich_online_o_CI_26012026.pdf
Windkraft- und Solarstrom ergänzen sich, es fehlen nur genügend (Batterie-) Speicher, die den tagsüber produzierten Solarstrom für die Abend- und Nachtstunden speichern.
Und Wasserstoff? Den sollte man dort produzieren, wo er gebraucht wird und/oder Speichermöglichkeiten bestehen. Wer braucht in Freiburg Wasserstoff? Der nächste Großverbraucher, der mir einfällt, ist die BASF in Chalampé. Die ist ca. 40 km (Luftlinie) vom Roßkopf entfernt, liegt aber dummerweise im Ausland. Dann sind da noch die MIRO in Karlsruhe (ca. 120 km) und deutlich kleiner Evonik in Rheinfelden (ca. 50 km) Sonst fällt mir im Umkreis von ca. 100 km keiner ein. Und regionale Speichermöglichkeiten für Wasserstoff? Komplette Fehlanzeige.
Nein, der Strom vom Roßkopf sollte in das regionale Verteilnetz eingespeist und grüner Wasserstoff dort produziert werden, wo er gebraucht wird oder zeitweise ein Überangebot an Windkraftstrom besteht. Letzteres erwarte ich in absehbarer Zeit weder hier in der Region noch überhaupt in BW. https://www.windbranche.de/windenergie-ausbau/bundeslaender.  Norbert Riegler
Ende Kommentare
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Verkehrsbehinderung auf B31 in Freiburg: Erneut fahren riesige Rotorblätter nachts durch die Stadt
Nun kommen die Teile für das zweite Rosskopf-Windrad: In der Nacht auf Freitag fährt erneut ein Großtransport mit 68 Meter langen Rotorblättern durch Freiburg. Der Verkehr auf der B31 ist betroffen.

Die drei kniffeligsten Stellen laut Daniela Himbert von der Ökostromgruppe Freiburg: die Kurve bei der Schwabentorbrücke, die Überfahrt über die Tramgleise bei der Brauerei Ganter und die Kurve bei der Nepomukbrücke kurz vor Ebnet.

Der nun anstehende Transport ist der zweite derartige innerhalb kurzer Zeit. Bereits Anfang August wurden die ersten drei ebenfalls 68 Meter langen Rotorblätter sowie Stahlsektionen über die B31 nach Ebnet transportiert. Die Ökostromgruppe Freiburg ist Projektleiterin; Bauherrin und Eigentümerin ist Regiowind Freiburg. Zudem wurde am Montagabend ein weiteres Rotorblatt vom Lager in Ebnet Richtung Jugendherberge transportiert. Bis Donnerstagmorgen werden die Teile für das erste Windrad nach und nach von Ebnet zur Jugendherberge und danach auf den Rosskopf gefahren. Danach ist auf der Logistikfläche Platz für die Teile des zweiten Windrads. Die Inbetriebnahme der zwei Windkraftanlagen ist für 2026 geplant.


… Alles vom 3.9.2025 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/verkehrsbehinderung-auf-b31-in-freiburg-erneut-fahren-riesige-rotorblaetter-nachts-durch-die-stadt

 

Tonnenschweres Windkraft-Rotorblatt für den Rosskopf erfordert Millimeterarbeit mitten im Wald
Das erste Rotorblatt für die neue Windkraftanlage auf dem Rosskopf ist auf dem Berg: Millimeter für Millimeter hat sich der tonnenschwere Transport den schmalen Forstweg nach oben gearbeitet.
Um 9.14 Uhr röhrt der Motor auf, die Maschinen starten. Doch es werden noch weitere 30 Minuten vergehen, ehe sich das Gespann in Bewegung setzen wird: vorneweg ein Traktor mit Gewicht, der auf dem von Regen und Tau schmierigen Weg für zusätzlichen Zug sorgt. „Damit das Fahrzeug nicht wegrutscht“, sagt Roger Dahm vom Transportunternehmen Transpalux. Transportiert wird an diesem Freitagmorgen ein Rotorblatt der neuen Windkraftanlage für den Rosskopf. Dahm ist der Fahrer, was zunächst komisch klingt, schließlich ist der 28 Tonnen schwere Flügel auf einem so genannten Selbstfahrer montiert. Doch Dahm ist der mit der Funksteuerung, einem Kasten mit allerlei Knöpfen, der ihm vor dem Bauch hängt. „Fahrzeug und Rotorblatt kommen zusammen bestimmt auf mehr als 100 Tonnen.“ Das ganze Gewicht ruht auf 88 Reifen.
Dahm und seinen fünf Kollegen steht auf einer Strecke von mehr als sieben Kilometern eine tonnenschwere Millimeterarbeit bevor. Lionel Hennerle ist der so genannte Lifter, er richtet das 67,79 Meter lange Rotorblatt aus. Langsam hebt es sich um etwa 70 Grad. Um 9.47 Uhr werden die Keile entfernt. Der Tross setzt sich in Bewegung.
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  Foto: Maximo-Hans Musielik

Das Rotorblatt hatte seit Anfang August auf der Verladefläche in Ebnet auf den Weitertransport gewartet. Am Donnerstagabend war es zur Jugendherberge transportiert worden. Eigentlich hätte es da schon oben auf dem Rosskopf sein sollen. Doch ein Gewitter und starke Windböen hatten den Transport unmöglich gemacht. „Der Flügel hat einen Windfänger oben an der Spitze“, erläutert Michael Kern vom Forstbetrieb Zehnle. Wird es zu windig, könnte die gesamte Fracht ins Ungleichgewicht geraten.

Noch im Frühjahr waren die gut 15 Kurven und Spitzkehren nicht breit genug, um die sperrige Fracht auf den Berg zu bringen. Baufahrzeuge verbreiterten im Frühjahr dann stellenweise die Wege, in vielen Kurven wurde am äußeren Rand Erde abgetragen, haben sich die Bagger in den Hang gegraben, um den Radius zu erweitern. Auch Bäume mussten gefällt werden. Den Weg für die sperrige Fracht frei gemacht hatte im Januar der Freiburger Gemeinderat. Dieser hatte der Umwandlung von 11.000 Quadratmeter Wald zugestimmt, davon 9300 Quadratmeter temporär.

Um 12.53 Uhr erreicht der Flügel den Windpark in gut 735 Metern Höhe.
… Alles vom 29.8.2025 von Alexandra Röderer bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/tonnenschweres-windkraft-rotorblatt-fuer-den-rosskopf-erfordert-millimeterarbeit-mitten-im-wald

 

Rotorblätter für Windräder am Freiburger Roßkopf kommenVerkehrseinschränkungen in der Stadt
In der Nacht vom 5. auf den 6. August fährt eine besondere, von der Polizei eskortierte, Transportkolonne durch Freiburg. Diese hat unter anderem die ersten 3 der 68 Meter langen und 20 Tonnen schweren Rotorblätter für die neuen beiden Windräder geladen, die derzeit auf dem Roßkopf errichtet werden. … Gegen 1 Uhr morgens soll die Kolonne von der A5 kommend über die B31 und die Schwarzwaldstraße bis nach Ebnet fahren. Dort ist das Zwischenlager, das sich vor dem Restaurant Dreisamtalblick befindet.

Die Ökostromgruppe geht davon aus, dass es ungefähr einen Monat dauern wird und mehrere Fahrten notwendig sein werden, um alle Teile mit dem Selbstfahrer auf den Berg zu bekommen. Das ist nicht billig. Laut der Ökostromgruppe kostet der Einsatz des Spezialfahrzeugs pro Tag zwischen 20.000 und 30.000 Euro.

Die Ökostromgruppe investiert für das Repowering am Roßkopf 16 Millionen Euro. Die zwei neuen Anlagen vom Typ E-138 sollen rund 18 bis 20 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren. Zum Vergleich: Die alten vier Anlagen brachten es pro Jahr auf rund acht Millionen Kilowattstunden. Die neuen Anlagen haben eine Betriebserlaubnis von 25 Jahren.
— Alles vom 31.7.2025 von Max Schuler bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/rotorblaetter-fuer-windraeder-am-freiburger-rosskopf-kommen-verkehrseinschraenkungen-in-der-stadt

 

Ökostromgruppe Freiburg
Die Ökostromgruppe Freiburg wurde 1986 von Energiewendepionier Andreas Markowsky gegründet und hat seitdem mehr als 40 Windenergieanlagen, 140 Solaranlagen und 7 Wasserkraftanlagen projektiert, gebaut und betrieben. Mit der Übertragung der Doppel-Geschäftsführung auf die beiden Söhne, Lukas und Thomas Schuwald, im Jahr 2022, hat sich auch der Einsatz für die Energiewende verdoppelt: In diesem Jahrzehnt ist der Bau von weiteren 40 Windenergieanlagen in der Region geplant.
https://www.oekostrom-freiburg.de/