Jugend gegen Wehrdienst

Schülerproteste „gegen rechts“ und „gegen „Erdüberhitzung durch CO2“ sind gut. Proteste „gegen Kriegsdienst“ und „gegen Wehrpflicht“ sind plötzlich gar nicht gut, sondern böse. Warum? Weil sie sich gegen die Politik von CDUSPDGrüne bzw. gegen LinksWoke richten.
Plötzlich mahnen die Mainstreammedien und zeigen sich ach so besorgt, daß Kinder und Jugendliche während der Schulzeit doch gar nicht demonstrieren dürfen. Und daß sie von irgendwelchen Oppositionsparteien wohl instrumentalisiert würden?

Aber derlei Doppelmoral bzw. zweierlei Maßstäbe durchschauen die Jugendlichen und skandieren frech „Friedrich Merz an die Front“ bis hin zu „Friedrich Merz, leck meine Eier“ (3).
.
Worum geht es beim aktuellen Protest? Der neue Wehrdienst ist zwar der offiziell freiwillig, beginnt jedoch mit einem Pflichtkern: Ab 2008 geborene Jünglinge müssen einen Fragebogen ausfüllen. Aber ab Juli 2027 werden sie verpflichtend und in Stufen je nach Bedarf zur Musterung einbestellt. Und bei entsprechender Sicherheitslage wird der Bundestag die Bedarfswehrpflicht beschließen aktivieren – dann wird ggf. per Los eingezogen. Genau an dieser Form von „Freiwilligkeit“ entzünden sich die gegenwärtigen Schülerproteste.

Die Jugend regt sich weniger über die Maßstäbe auf als über die doppelten Maßstäbe. Und derlei doppelte Standards werden bei Linken und Grünen zu gerne praktiziert: So galt das Völkerrecht im Jugoslawienkrieg nicht – Joschka Fischer (Grüne) war überraschend begeistert und begrüßte die Bombardierung im Balkan. Jetzt im Iran ist es plötzlich wieder umgekehrt: Das Völkerrecht gilt nun für das terroristische Mullah-Regime.

Die junge Generation ist zum Glück eher pazifistisch erzogen worden – gerade deshalb sind die Schülerproteste gegen die Wehrpflicht so verständlich, auch weil ihre Fragen zumeist unbeantwortet bleiben. Fragen wie:
I. „Was sollen wir verteidigen“? Eine Freiheitlich-Demokratische Grundordnung (FDGO), die sich kaum noch halten kann gegenüber dem Selbsthass der Linken auf alles Eigene bzw. Deutsche.
II. „Gegen wen sollen wir uns verteidigen“? Gegen den Feind im Osten: „Die Russen wollen nach Berlin“ (Kiesewetter).
III. „Wozu sollen wir kämpfen?“ Weil „Russland ruinieren“ (Baerbock) das Ziel ist?
Um den sich in der Deindustrialisierung manifestierenden wirtschaftlichen Niedergang durch eine Umstellung auf die Kriegswirtschaft zu beheben? Nein, da Kriegswirtschaft letztendendes keine Investition (die in Zukunft wirkt) darstellt, sondern Konsum (der verpufft bzw. verbraucht ist).

Thorsten Hinz zitiert einen Kommentar aus DIE WELT, der auf die Schülerfragen zur Bundeswehr ggf. überspitzt, aber konkret eingeht: „Michael, Ulf und Hannes kämpfen an der Ostfront oder sonstwo für „Unsere Demokratie“, während ihre schutzlos zu Hause gelassenen Frauen, Freundinnen und Töchter sich im Freibad von Ali, Karim und Omar unfreiwillig bespaßen lassen müssen. ….Die Eltern von Michael, Ulf und Hannes werden aus ihren kommunalen Wohnungen gewiesen, um Platz zu schaffen für Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten, in denen ihre Söhne gerade tätig sind. Und falls Michael, Ulf und Hannes den Heldentod sterben, können Ali, Omar und Karim in ihre Position einrücken. Das wäre der Stoff für eine Neufassung der Euripides-Tragödie ‚Die Troerinnen‘, die mit der Verlosung der trojanischen Kriegswitwen unter den griechischen Siegern beginnt.“ Mehr dazu hier.

Man kann nicht die Erziehung unter dem guten Motto „Schwerter zu Pflugscharen“ ausrichten und dieses Motto dann plötzlich zu „Pflugscharen zu Schwertern“ umdrehen, nur weil von Berlin ein äußerer Feind als Bedrohung aufgebaut worden ist, damit so bequem vom innenpolitischen Versagen der woken Grün-Links-Schwarz Regierenden abgelenkt werden kann .
.
Immer mehr Schüler bekommen die grassierende Doppelmoral zu spüren, mit denen der Staat ihren Meinungsäußerungen begegnet:
a) Wer zur Coronazeit 2022 gegen die Maskenpflicht aufbegehrte, bekam es mit der Polizei zu tun.
b) Wer 2024 freitags gegen den CO2-Ausstoß als vermeintliche ‚Klimakiller‘ demonstrierte, wurde seitens Lehrern wie Schulleitungen dazu oftmals geradezu animiert.
c) Wer heute gegen Pistorius‘ Kriegstüchtigkeit und Wehrdienstregelungen auf die Straße geht, erhält vom Ordnungsamt ein Verwarngeld von 20 Euro (5).

Man stelle sich das vor: Das Demonstrationsrecht ist wie die Meinungsfreiheit ein Recht, das jedem Bürger im Grundgesetz verbrieft ist und das sich ausdrücklich gegen eine eventuelle Übergriffigkeit des Staates richtet. Und nun bekommen Jugendliche, die vielleicht das erste mal in ihrem Leben auf eine – angeblich falsche – Demo gehen, dafür einen Strafzettel. Ob 20 Euro oder 1 Euro ist egal – es ist ein Skandal. Denn damit signalisiert der Staat den jungen Menschen, daß das Grundrecht in ihrem Fall überhaupt nicht gilt. Denn gegen die neue Wehrdienstregelung darf man nicht demonstrieren. Die behördliche Ausrede „Während der Schul- bzw. Unterrichtszeit“ wird von den Schülern nicht akzeptiert, da sie für Klima und Fridays For Future ja demonstrieren konnten. Im Gegenteil: zahlreiche Schüler, mit denen ich sprach, fühlen sich durch dieses zweierlei Maß wie sie sagen nicht für voll genommen bzw. kurz „verarscht“.
.
Was bewirken die 20 Euro Strafzahlung?
I. Das Demokratieverständnis der jungen Menschen wird zerstört – zweierlei Maß.
II. Rechtsruck der Jugend – Opposition gegen linke Machpolitik.
.
Und zudem: „Wo ist die „Haltung“ der Schulen? Der Lehrer? Der Direktoren? Wo heißt es: „Nein zur Kriegstüchtigkeit!“?“ – fragt Marcus Klöckner in den Nachdenkseiten (6).
.
Unsere Schüler brauchen kein Nudging und keine (Um-)Erziehungsprogramme wie „Demokratie leben!“ oder „UnsereDemokratie„. Sie verfügen über genügend eigenen Grips und eine gute Portion gesunden Menschenverstand., die den meisten Erwachsenen bei Staat, Medien, NGOs und Politik anscheinend abhanden gekommen ist.
12.3.2026
Dieser Beitrag wurde ohne KI erstellt.
.
Ende von Beitrag „Jugend gegen Wehrdienst“
==============================================================
Beginn von Anlagen (1) – (8)
.
.
(1) Jugendprotest verstört das offizielle Berlin – statt wegen Klima diesmal gegen Wehrpflicht

Gute Demos, schlechte Demos
Bei Fridays for Future überschlugen sich Politik und Medien vor Begeisterung. Der Schulstreik war plötzlich kein Schwänzen mehr, sondern „Engagement“. Protagonisten wurden hofiert, herumgereicht, Talkshow-Türen standen offen, Preisverleihungen winkten, Minister überschlugen sich und lobten das „wichtige Signal“. Schulen und Lehrer förderten das Engagement oder standen selbst mit ihren Schülern in der ersten Reihe und winkte mit den Fahnen, damit sie in 68er-Feelings zusammen mit der Jugend die Welt retten.

Und jetzt das. Dieselbe Methode, dieselbe Altersgruppe, dasselbe Milieu. Nur das Thema ist aus politmedialer Sicht das falsche. Statt Klima geht es um Wehrdienst, Musterung, am Ende um die Frage, ob der Staat sich wieder Zugriff auf Jahrgänge organisiert. Da setzt sofort das andere Drehbuch ein: Schulpflicht, Konsequenzen, Sanktionen, Warnungen. Die Berliner Zeitung brachte es auf den Punkt: „Fürs Klima gerne, aber bitte nicht gegen den Wehrdienst“, verbunden mit dem Hinweis, dass in Medien vor dem „Verletzen der Schulpflicht“ gewarnt werde. Genau dort liegt der Nerv.

Zwischen Antifa- und Regenbogen-Fahnen und selbstgebastelten „Das ist Berlin, nicht Panem“-Plakaten skandieren Jugendliche wie auch ältere begleitende Demonstranten ein „Friedrich Merz, leck meine Eier“ – obwohl die Polizei das doch eben noch untersagt hatte. Was diese U16-Jugendlichen wohl anstimmen werden, wenn’s an Social Media Verbot gehen wird? Man darf gespannt sein.
6.3.2026 auf https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/jugendprotest-gegen-wehrpflicht-in-berlin
.
.
(2) Zehntausende protestieren gegen neuen Wehrdienst
Schulstreik gegen die Bundeswehr
In mehr als 130 Städten demonstrieren Schülerinnen und Schüler gegen den neuen Wehrdienst. Sie befürchten, dass bald die Wehrpflicht folgt.

Den größten Demonstrationszug gab es in Berlin. Hier versammelten sich junge Leute am Potsdamer Platz und liefen zum Oranienplatz in Kreuzberg. Die Polizei zählte rund 3.000 Teilnehmer. Die Veranstalter sprachen von rund 10.000. Auf Transparenten und Plakaten im Berliner Demonstrationszug stand etwa: „Sterben steht nicht auf dem Stundenplan“, „Friedrich Merz an die Front“ und „Ein kluger Kopf passt unter keinen Stahlhelm“. In Sprechchören riefen die Jugendlichen: „Nie, nie, nie wieder Wehrpflicht“ und „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft“.
… Alles vom 5.3.20256 bitte lesen auf
https://taz.de/Schulstreik-gegen-die-Bundeswehr/!6160368/
.

(3) „Merz leck Eier“ – Polizei ermittelt gegen 18-Jährigen wegen Demo-Plakat

ach einer Schüler-Demonstration gegen den neuen Wehrdienst in Berlin ermittelt die Polizei gegen einen jungen Mann wegen des Verdachts der Verleumdung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Der 18-jährige Beschuldigte trug am Donnerstagmittag während der Demonstration ein Plakat mit der Aufschrift: „Merz leck Eier“. Die Polizei beschlagnahmte das Plakat und leitete Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der „üblen Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens“ ein, wie ein Polizeisprecher sagte.
… Alles vom 6.3.2026 bitte lesen auf
https://www.welt.de/politik/deutschland/article69aab456b9534a9bd25d813d/schueler-streik-merz-leck-eier-polizei-ermittelt-gegen-18-jaehrigen-wegen-demo-plakat.html
.

(4) Schulstreik gegen Wehrpflicht

Am 05.12. sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht seien großartig – sie zeigen, was man in diesem Land alles machen könne. Gleichzeitigt behauptet die Bundeswehr, sie kämpfe auch dafür, dass man auch gegen sie sein könne. Dass das Lügen sind, zeigte sich am vergangenen Donnerstag am 05.03. mit Attestpflicht, Einsperrungen in Schulen und Verhaftungen.
… Alles vom 6.3.2026 bitte lesen auf
https://schulstreikgegenwehrpflicht.com/how-to-schulstreik

https://www.instagram.com/schulstreikgegenwehrpflicht_fr
.
.

(5) „Schulstreik gegen Wehrpflicht“: Schüler müssen 20 Euro Verwarngeld zahlen, weil sie nicht im Unterricht waren
Der erste „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ in Stuttgart ist schon fast zwei Monate her, als der 16-jährige Marco einen Brief von der Bußgeldstelle der Stadt Stuttgart bekommt. „Verwarnung mit Verwarnungsgeld“ steht im Betreff, er soll innerhalb einer Woche 20 Euro an das Ordnungsamt zahlen. Der Grund: Versäumnis des Unterrichts. Marco hatte zuvor am 5. Dezember unentschuldigt in der Schule gefehlt, er war damals auf dem Schulstreik gewesen. Insgesamt erhalten mindestens sieben Mitschüler und Mitschülerinnen Post vom Ordnungsamt, berichtet Marco.
Jetzt könnte ihnen ein weiteres Verwarnungsgeld drohen: Vor wenigen Tagen, am Donnerstag, haben einige von ihnen beim zweiten „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ erneut im Unterricht gefehlt https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/schulstreik-gegen-wehrpflicht-und-neues-wehrdienst-gesetz-100.html , sagt Marco – trotz der Ankündigung von „massiven Konsequenzen“ bei einem Wiederholungsfall.

Bildungsverband unterstützt Vorgehen der Schule
„Das war ein Schwänzen mit Ansage, das ist dann eine andere Hausnummer“, sagt Gerhard Brand, Landesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE). Er begrüßt es, wenn junge Menschen sich für ihre politischen Überzeugungen einsetzen: „Doch wenn sie dabei die Schulpflicht verletzen, müssen sie auch mit Sanktionen rechnen.“ Für die Schulen bedeute der Schulstreik zudem eine zusätzliche Belastung, etwa wenn Klassenarbeiten für fehlende Schüler und Schülerinnen nachgeholt werden müssten
… Alles vom 10.3.2026 von Alban Löffler bitte lesen auf
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/verwarngelder-wegen-schulstreik-gegen-wehrpflicht-schueler-100.html
.
.
(6) Demos gegen Wehrpflicht: 20 Euro Verwarngeld gegen Schüler in Stuttgart – Wo ist das Rückgrat der Schulen?
….
Vielleicht ist es in den Schulen noch nicht angekommen: Deutschland soll „kriegstüchtig“ https://www.nachdenkseiten.de/?p=127039 werden. Es war im Herbst 2023, als Boris Pistorius sagte https://www.youtube.com/shorts/oynzkqbz-bE : „Wir müssen uns wieder an den Gedanken gewöhnen, dass die Gefahr eines Krieges in Europa drohen könnte, und das heißt, wir müssen kriegstüchtig werden – wir müssen wehrhaft sein und die Bundeswehr und die Gesellschaft dafür aufstellen.“
Seitdem geht das Wort „kriegstüchtig“ in den Medien hoch und runter. Dass Lehrer und Schulleitungen von diesem politischen Unterfangen nichts mitbekommen haben, kann ausgeschlossen werden. Die begründete Annahme lautet: Das Lehrpersonal weiß Bescheid. Im Hinblick auf das Wohl der Schüler müssten die Schulen in Alarmbereitschaft sein. Denn die Hand des Staates greift https://www.nachdenkseiten.de/?p=122133 im Zuge der angestrebten Kriegstüchtigkeit https://www.nachdenkseiten.de/?p=136945 nach jungen Staatsbürgern. Stichwort: Neuer Wehrdienst! Längst reden Politiker ganz offen von der „Ostfront“ und von der Bereitschaft Deutschlands, sich in einem Krieg gegen Russland zu „verteidigen“.
Schulen sind der Ort, wo Geschichte gelehrt wird. Lehrer wissen von der furchtbaren Vernichtungskraft, die sich im Krieg entfaltet. Sie wissen, dass Kriege von Propaganda durchtränkt sind und Politiker bereits in Vorkriegszeiten Feindbildaufbau betreiben. Lehrer wissen, was mit jungen Soldaten in Deutschland in 2 Weltkriegen passiert ist. Sie wissen, ja, sie müssen wissen, dass Kriege nicht vom Himmel fallen, sondern dass Politiker dafür verantwortlich sind.
In unserer Zeit ist das Wort „Haltung“ schnell zur Stelle. Wo ist die „Haltung“ der Schulen? Der Lehrer? Der Direktoren?
Wo heißt es: „Nein zur Kriegstüchtigkeit!“?

Das Eschbach-Gymnasium hat ein Leitbild https://www.eschbach-gymnasium.de/unser-leitbild/. „Wir unterstützen unsere Schülerinnen und Schüler bei ihrer fachlichen, persönlichen und sozialen Entwicklung auch im Hinblick auf ihre Zukunft“, ist auf der Internetseite der Schule zu lesen. Und weiter heißt es: „Wir stärken ihnen den Rücken, ohne Druck zu machen, und nehmen uns Zeit für Gespräche.“
Gut, so soll das sein. Nur: Wenn ein Land kriegstüchtig werden und 18-Jährige für den „Dienst an der Waffe“ begeistern will, dann sieht es im Hinblick auf die Zukunft der Schüler düster aus.
Die furchtbaren Zwangsrekrutierungen in der Ukraine, teils unter dem Einsatz enormer körperlicher Gewalt, lassen erahnen, was in kriegsführenden Ländern passiert.
Was ist nur mit den Schulen in Deutschland los? Ist es zu viel vom Eschbach-Gymnasium verlangt, mit klarer Kante für das Anliegen der Schüler einzustehen? Lassen sich hier denn nicht mit Verstand und gutem Willen vernünftige Lösungen finden, die sich im rechtlichen Rahmen bewegen, aber dennoch nicht dem Protest seine Spitze nehmen? Ist es wirklich zu viel von Lehrern und Rektoren verlangt, in aller Deutlichkeit gegen Kriegstüchtigkeit und Feindbildaufbau ihre Stimme zu erheben? Das kann und darf nicht zu viel verlangt sein. Wenn Schulen damit aber überfordert sind, dann sollten sie besser nicht für sich die Pflicht beanspruchen, junge Menschen zu politisch mündigen Staatsbürgern erziehen zu wollen.
… Alles vom 13.3.2026 von Marcus Klöckner bitte lesen auf
https://www.nachdenkseiten.de/?p=147606
.
.
(7) Schülern droht Ordnungsgeld – wegen Schulstreik gegen Wehrpflicht
Bei Kriegstüchtigkeit anders als bei FridaysForFuture
Zweierlei Maß ist in Deutschland mittlerweile Usus. Die Errungenschaft des „Vor dem Gesetz sind alle gleich“ ist moralischen Kriterien von Wenigen gewichen. Das bekommen jetzt auch Schüler zu spüren. Vor kurzem wurden sie noch wegen ihrer Teilnahme an Klimademos während der Unterrichtszeit belobigt, jetzt werden sie, wenn sie gegen die Wehrpflicht protestieren, bestraft.
Im Deutschland der „UnsereDemokratie“ wird mit zweierlei Maß gemessen. Vergewaltigungen, Messermorde und Totschlag sind, vor allem, wenn sie die Richtigen begangen haben, nicht so schlimm und werden halbherzig verfolgt und bestraft. Textnachrichten mit nur der leisesten Kritik an der Regierung oder NGOs aber nicht. Linke Terroristen können kritische Infrastruktur zerstören und können nicht ausfindig gemacht werden. Andere werden wegen Albernheiten von einem Heer von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes überwacht und sitzen jahrelang in Untersuchungshaft.
Diese staatliche Unwucht bekommen jetzt auch Schüler zu spüren. Sie, die es gewohnt waren, während der Schulzeit gegen das „Klima“ demonstrieren zu können, werden jetzt, da es tatsächlich um ihr Leben geht, verfolgt und bestraft, wenn es gegen die Wehrpflicht geht.

Zur Erinnerung: Noch vor kurzem (Coronazeit 2020-22) wurden Schüler ausdrücklich gelobt, wenn sie während der Unterrichtszeit für Fridays for Future demonstrierten. Oft sogar mit Beteiligung, wenn nicht sogar auf Aufforderung von Lehrern. Allerdings wurde da für das Gute an sich demonstriert. Gegen den Klimawandel.

Der Soziologe Stefan Kühl argumentierte damals im Deutschlandfunk, dass der Erfolg der Fridays-for-Future-Proteste wesentlich auf einem bewussten Regelverstoß beruhen würde. Gerade die Tatsache, dass Schüler während des Unterrichts demonstrieren, also der Regelbruch, würde öffentliche Aufmerksamkeit erzeugen und verstärken.
Die offene Missachtung der Schulpflicht würde organisatorische Unruhe erzeugen, weil sie die formale Ordnung der Schule infrage stellt. Organisationen würden sensibel auf Regelverweigerung reagieren. Der Soziologe Niklas Luhmann wird mit der These zitiert, dass jemand, der „einer Vorschrift aus Prinzip die Anerkennung verweigert“, nicht nur gegen diese einzelne Vorschrift rebelliert, sondern gegen alle formalen Erwartungen der Organisation.
Laut Kühl wäre es eine kluge Politik der Kultusministerien, keine strengen zentralen Maßnahmen gegen streikende Schüler vorzuschreiben, sondern den Schulen die Entscheidung zu überlassen. Viele Schulen wählen eine Strategie, die die Schulpflicht formal aufrechterhält, Verstöße aber faktisch duldet. Fehlstunden würden zwar nicht offiziell erlaubt, jedoch stillschweigend toleriert, durch Klimaschutzdiskussionen kompensiert oder durch Verwarnungen ohne reale Konsequenzen begleitet.
Strenge Repression hätte jedoch den gegenteiligen Effekt. Harte Bestrafungen wirken wie eine „permanente Beatmungsmaßnahme“ für Protestbewegungen. Politiker oder Schulleiter, die konsequente Strafen fordern oder alle rechtlichen Mittel zur Durchsetzung der Schulpflicht ausschöpfen, würden daher zum anhaltenden Erfolg der Bewegung beitragen. Aus dieser Logik folgt die zugespitzte Schlussfolgerung: Für die protestierenden Schüler wäre es sogar vorteilhaft, wenn erste Schüler von der Schule verwiesen, Eltern mit Bußgeldern belegt oder Politiker über Beugehaft gegen Schüler oder Eltern zur Durchsetzung der Schulpflicht diskutieren.
.
Folgt man dieser, fest im romantisch-linken Denken verwurzelten Argumentation mit ihren Zirkelschlüssen, wollte der Staat damals den Klimademonstranten den Wind aus den Segeln nehmen. Er hat die Demonstration ja gebilligt und gutgeheißen. Verstöße wurden deshalb toleriert und niemand bestraft. Laut Kühn wurde die Klimabewegung so geschwächt.
Jetzt scheint der Staat aber, folgt man Kühn, sein eigenes Ziel bei der Förderung der neuen Wehrhaftigkeit unterminieren zu wollen, indem er alle rechtlichen Mittel zur Durchsetzung der Schulpflicht ausschöpft und Verstöße streng ahndet, um so die Bewegung gegen die Wehrpflicht zu stärken.
Sollte das die Erklärung für das nicht ganz einheitliche Handeln des Staates sein?
… Alles vom 13.3.2026 von Thomas Punzmann bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/schulstreiks-auch-hier-zweierlei-mass/
.
.
(8) „UnsereDemokratie“: Immer häufiger mit zweierlei Maß gemessen
Im Deutschland der „UnsereDemokratie“ wird immer häufiger mit zweierlei Maß gemessen. Vergewaltigungen, Messermorde und Totschlag werden, vor allem, wenn sie von bestimmten Personen begangen wurden, halbherzig verfolgt und bestraft. Textnachrichten mit nur der leisesten Kritik an der Regierung dagegen mit voller Härte von Polizeibesuch über Hausdurchsuchungen bis hin zu Strafanzeigen.
Linke Terroristen können kritische Infrastruktur zerstören und werden nicht ausfindig gemacht, trotz Bekennerschreiben. Andere werden wegen Albernheiten von einem Heer von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes überwacht und sitzen jahrelang in Untersuchungshaft.
Diese staatliche Unwucht bekommen jetzt auch Schüler zu spüren. Sie, die es gewohnt waren, während der Schulzeit „gegen das Klima“ demonstrieren zu dürfen, werden jetzt, da es tatsächlich um ihr Leben geht, verfolgt und bestraft: wenn es gegen die Wehrpflicht geht.
An einem Gymnasium in Stuttgart haben Schüler beim sogenannten „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ den Unterricht verlassen, um gegen das neue Wehrdienstgesetz zu protestieren. Die Antwort des Staates fiel anders aus, als die Schüler das von den Klima-Demonstrationen gewöhnt waren: Es gab ein Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro wegen unentschuldigten Fehlens.

Zur Erinnerung: Noch vor kurzem wurden Schüler ausdrücklich gelobt, wenn sie während der Unterrichtszeit für Fridays for Future demonstrierten. Oft sogar mit Beteiligung, wenn nicht sogar auf Aufforderung von Lehrern. Allerdings wurde da für das Gute an sich demonstriert: für den „Klimaschutz“.
Quelle: Tichy Newsletter 13.3.2026, https://www.tichyseinblick.de

Dieser Beitrag wurde unter Bildung, Buergerbeteiligung, Engagement, Jugend, Kinder, Kultur, Oeffentlicher Raum, Schulen abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar