Zivilisation

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November-Herbst 12.11.2018

November-Herbst 12.11.2018

 

 

Zivilisation als Kulturdach
Zivilisation bezeichnete im Französischen den Gegensatz zu Barbarei. Heute kann man sich Zivilisation bildlich als „Kulturdach“ für mehrere lokal begrenzte Kulturen vorstellen – z.B. die kulturellen Gepflogenheiten der Bayern und der Ostfriesen.

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Chaim Noll, Heinz Theisen: Verteidigung der Zivilisation
Der jüdische Schriftsteller Chaim Noll lebt in der Negev-Wüste in ständiger Angst vor Drohnen-Beschuss und Überfällen au seinen Kibbuzz . Seine Enkel kämpfen bei den IDF gegen die Terrororganisationen Hamas und Hisbollah. Der christliche Politikprofessor Heinz Theisen erlebt von Köln aus das heuchlerische „Israels Sicherheit ist Staatsräson von Deutschland“, wenn Islamisten im öffentlichen Raum hierzulande mit „From the river to the see“ dem Staat Israel den totalen Untergang und mit „Juden ins Gas“ seinen Bewohnern der Tod herbeiwünschen.
Diese beiden siebzugjährigen Autoren haben mit dem Buch „Verteidigung der Zivilisation. Israel und Europa in der islamistischen Bedrohung“ eine umfassende Bestandsaufnahme der vom Politischen Islam geforderten Weltordnung veröffentlicht. Nach der Lektüre dieses Buches kann sich kein deutscher Bürger, mag er sich auch noch so sehr als offener Globalbürger verstehen, sagen, er habe nichts gewußt.

„Der Existenzkampf Israels geht dem von Europa voraus. Spätestens seit dem 7. Oktober (2023) ist der Kampf der Kulturen in einen Krieg der Barbarei gegen die Zivilisation übergegangen.“ Noll und Theisen knüpfen an den vor 30 Jahren angekündigten „Clash of Civilization“ von Samuel P. Huntington an. Doch während Israel ums Überleben kämpft, meinen die Westeuropäer, sich durch Anbiederung an die Islamisten und Hinwendung zu einer globalen Weltrettungsideologie dem Kulturkampf entziehen zu können. Eine friedliche, ideologiefreie, globale Regenbogengesellschaft sehen die Buchautoren als illusorisch und geradezu infantil an.

Verharmlosung der Islamisten seit Obama’s Amtsantritt 2009
US-Präsident Barack Obama (2009 – 2017) hatte 2009 in seiner Kairo-Rede die Ära der Leugnung bzw. Verharmlosung der islamistischen Gefahr eingeleitet, als er es bewußt vermied, die arabischen „Diktatoren, Königen, Scheichs, Emiren, Militärgouverneuren und Schein-Parlamenten“ zu Anstrengungen aufzufordern, um den ihnen untertanen Millionen Menschen ein „menschenwürdiges Dasein, die elementaren Freiheiten, eine Hoffnung auf Zukunft“ zu ermöglichen.

Europäer wehren sich nicht gegen den Politischen Islam
Allüberall haben westliche Politiker die Demokratie verteidigt – am Hindukusch, im Irak, im Kosovo, in Syrien und zuletzt in der Ukraine. Kein Wort von Israel, das im „Ringen zwischen der säkularen Zivilisation und dem religiösen Totalitarismus“ als Frontstaat des Westens gegen eine islamische Übermacht kämpft. Im Gegenteil: „Um die geistigen und militärischen Abwehrkräfte Europas ist es schlecht bestellt“, denn die Europäer und vor allem die Deutschen sind seit spätestens 2015 dabei, „ihre innere Stabilität zugunsten der Humanität zu opfern und gewähren selbst erklärten Feinden freien Zutritt und soziale Förderung“.

Die mehrheitliche Meinung der Bevölkerung wird ignoriert
Die links-grüne Berliner Politik wird „von einer Art Gesinnungsoligarchie betrieben, die sich … mehr um das Wohl der Menschheit als um das Wohl der eigenen Nation oder Kultur sorgt“. Das Hintanstellen der eigenen nationalen Interessen gegenüber irgendwelchen globalen Interessen ist „historisch einmalig“ und nur durch Unterstützung der „Gesinnungsmedien“ möglich. Das Wahlvolk hat noch nie dem Verlust der eigenen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zugunsten einer imaginären globalen neuen Weltordnung zugestimmt.

Der Selbsthass der Europäer hat sein Wurzeln in „der Abwendung von der jüdisch-christlichen Kultur, die das Böse immer auch bei sich selbst zu suchen fordert“. Und dabei „treiben es die Deutschen wieder mal auf die Spitze“. Bei ihnen wrd der Hass auf das Eigene noch verstärkt durch den geschichtlich bedingten Schuldkult.

Klimawandel zur Ablenkung
„Für den Fall, dass ihre Utopien nicht ausreichende Gefolgschaft finden, bedrohen die Globalisten uns mit globalen Dystopien wie der »Klimakatastrophe«“. Skepsis gegenüber einem durch CO2 verursachten menschengemachten Klimawandel wird durch Ausgrenzung als „Rechts“ und damit durch Nicht-ernst-nehmn bzw. Diskursverbot begegnet.
„Heute prallt in der westlichen Welt eine Regenbogenkultur von »weltoffenen« Globalisten mit denjenigen zusammen, die das Eigene und Partikulare, vom Sozial- und Rechtsstaat bis hin zur eigenen Kultur, bewahren wollen.“ Doch diese Konservativen sind noch nicht erwacht. Die Buchautoren bezweifeln, ob sie überhaupt zu kämpfen bereit sind. Schließlich haben den igenen Kulturverlust kaum wahrgenommen: „Die größte Schwäche Europas liegt in der Verleugnung der Gefahr durch den global operierenden militanten Islam.“

Der Islam erobert Europa
Über unkontrollierte Grenzen kommen weiterhin Migranten aus dem arabisch-islamischen Kulturraum nach Europa. Die „schleichende Eroberung Europas“ vollzieht sich dabei über großzügige Asylgesetze, die zur Inanspruchnahme der sozialen Infrastuktur einladen. Der Kollaps der Sozialsysteme und inneren Sicherheit ist nur eine Frage der Zeit. „Offene Grenzen und eine ¬zügellose Migrationspolitik haben bisher jede angemessene Gegenwehr gegen eine zunehmende Barbarisierung des öffentlichen Lebens verhindert.“

„Arab Street“ okkupiert den öffentlichen Raum
Migranten sind zumeist junge, alleinstehende Männer ohne Ausbildung, die in islam-geprägten Ländern zwischen Maghreb und Afghanistan sozialisiert wurden. In Gruppen „militant gestimmter, nicht integrationswilliger junger Einwanderer aus der arabischen Welt“ bevölkern sie die westeuropäischen Innenstädte. Als „globaler Flashmob“ sind sie über Social Media jederzeit kurzfristig mobilisierbar. „Arab Street“ nennen Noll und Theisen das Phänomen, das den öffentlichen Raum zunehmend unsicher machen. ja, immer mehr Einheimische und gut integrierte Migranten beklagen, der öffentliche Raum sei ihnen weggenommen.

Multipolare Ordnung der säkularen Staaten
Die Autoren von „Verteidigung der Zivilisation“ fordern, die Gefahr durch den global operierenden militanten Islam ernst zu nehmen und dabei mit Israel als Modell im Kampf um Zivilisation und Demokratie in einer multipolaren Weltordnung zusammen zu arbeiten.
14.12.2024
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Ende von Beitrag „Chaim Noll, Heinz Theisen: Verteidigung der Zivilisation“ ============================================================
Beginn von Anlagen (1) –
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(1) Dramatischer Appell an Europa: Verteidigt die Zivilisation!
Chaim Noll und Heinz Theisen ist eine überzeugende Bestandsaufnahme einer von Islamisten herausgeforderten Welt gelungen. Dabei geht es aus ihrer Sicht um nichts weniger als die Rettung der zivilisierten Welt, darum, den Untergang des Abendlandes zu verhindern.
Dieses Buch ist ein einziger, dramatischer Aufruf an den freien Westen und insbesondere Europa, dem anhaltenden Bröckeln von Freiheit und Zivilisation Einhalt zu gebieten. Kein globaler Konflikt bedrohe historisch betrachtet das christlich-jüdische Abendland so sehr wie die Aggressionen und der Machtanspruch des Islam – Russland und China seien bei weitem weniger gefährlich für den Westen, betonen die Autoren Chaim Noll und Heinz Theisen. Dekadenz, Selbsthass und Desorientierung befeuerten die Zerstörung der freien Welt.
Israel ist demnach bei der Abwehr der Islamisten unterschiedlicher Couleur ein im Westen oft unterschätztes und missachtetes Bollwerk. Die aktuellen Waffengänge Israels seien essentiell auch für die Verteidigung des Westens und damit die „Verteidigung der Zivilisation“, so auch der Buchtitel. Die Blindheit in Europa gegenüber den wirklichen, existenziellen Gefahren für Freiheit und Zivilisation ist nur ein Aspekt dieser düsteren, zuweilen erschütternden Bestandsaufnahme einer massiv bedrohten, womöglich sogar untergehenden Welt.
….
Das Buch prangert die Blindheit Europas gegen den wachsenden Einfluss des Islam an. Deren „schleichende Eroberung Europas“ erfolge heute wesentlich durch die Inanspruchnahme der sozialen Infrastruktur.
Dabei erodiere die innere Sicherheit zunehmend. Das sei auch bei den zahlreichen, teilweise gewalttätigen antiisraelischen Demonstrationen seit dem Massaker der Hamas in Israel und dem Beginn des Gaza-Kriegs deutlich geworden. Mit jeder Eskalation des Nahostkonflikts habe der militante Antisemitismus in Europa in einer seit 1945 einmaligen Weise zugenommen. „Offene Grenzen und eine ¬zügellose Migrationspolitik haben bisher jede angemessene Gegenwehr gegen eine zunehmende Barbarisierung des öffentlichen Lebens verhindert.“
Statt gegen Islamisten kämpften die „Regenbogen-Europäer“ gegen „islamophobe Warner“. Doch selbst wenn von den 50 Millionen Muslimen in Europa nur jeder Zehnte Islamist wäre, erwachse daraus ein erhebliches Sicherheitsproblem, warnt das Buch.
… Alles vom 12.12.2024 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/appell-an-europa-verteidigt-zivilisation/

Chaim Noll, Heinz Theisen: Verteidigung der Zivilisation
Israel und Europa in der islamistischen Bedrohung
Olzog Edition im Lau-Verlag, 2024, 248 Seiten, 20 Euro

Inhalt laut Verlagsbeschreibung:
Der Existenzkampf Israels geht dem von Europa voraus. Spätestens seit dem 7. Oktober ist der Kampf der Kulturen in einen Krieg der Barbarei gegen die Zivilisation übergegangen. Er wird nicht nur in der Levante, sondern auch in Zentralasien, der Sahelzone und in Europa ausgetragen. In diesem Sinne sind die Grenzen Israels auch die Grenzen Europas.
Auch die territorialen Ansprüche der Palästinenser sind vom Iran und seinen Satrapen längst in den Krieg gegen »die Ungläubigen« transformiert worden. Mit jeder Eskalation des Nahostkonflikts nehmen judenfeindliche Handlungen in Europa in einer Weise zu, wie sie seit 1945 nicht mehr zu beobachten waren. Offene Grenzen und eine zügellose Migrationspolitik haben bisher jede angemessene Gegenwehr gegen eine zunehmende Barbarisierung des öffentlichen Lebens verhindert. Die Frage lautet, ob die Europäer überhaupt noch zu kämpfen bereit sind. Sie scheinen oft kaum noch willens, sich als eigenen Kulturraum wahrzunehmen.
Die größte Schwäche Europas liegt in der Verleugnung der Gefahr durch den global operierenden militanten Islam. Israel ist aber nicht nur ein Menetekel. Es könnte auch ein Modell für eine noch mögliche Selbstbehauptung sein. Die Israelis verstehen sich nicht als »postheroische Gesellschaft«, sondern als Kämpfer um die Existenz ihres Landes.
Langfristig gilt es, die Kulturkriege in einen Kampf um die Zivilisation zu überführen. Diese Hoffnung fand in den Abraham-Accords zwischen Israel und einigen Arabischen Staaten ihren Ausdruck.
Islamisten bedrohen auch die säkularen Staaten in der islamischen Welt. Aus einem besseren Verständnis dieser globalen Bedrohung ergäben sich nicht nur neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Nahen Osten, sondern auch zwischen den Weltmächten USA, China und Russland. Bei aller Verschiedenheit sind sie an einer Stabilität der Zivilisation interessiert. In einer multipolaren Weltordnung müssten alle universalistischen Ansprüche in eine Koexistenz der Mächte und Kulturen überführt werden. Erst daraus würde dann auch ein Frieden im Nahen Osten möglich.

 

Erklärung zur westlichen Zivilisation
Western Civilization Declaration
Mit der nachfolgenden Erklärung zur westlichen Zivilisation möchten wir in der Öffentlichkeit ein Zeichen dafür setzen, dass die Grundlagen unserer Zivilisation nach wie vor der Wegweiser für die Zukunft sind. Schirmherren sind Václav Klaus, Javier Milei und Jordan Peterson. Wir veröffentlichen die Deklaration zusammen mit den Unterschriften von 106 Erstunterzeichnern. Über diese Personen hinaus gilt unser Dank Guido Hülsmann und Thorsten Polleit für ihre Hilfe bei der Organisation der Deklaration sowie Olivier Kessler für die Veröffentlichung über das Liberale Institut.
Madrid und Lausanne, 1. Oktober 2024
Philipp Bagus und Michael Esfeld
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Erklärung zur westlichen Zivilisation
Wir sind besorgt über den Weg, den die westliche Zivilisation einschlägt. Derzeit sind mächtige ideologisch-politische Kräfte am Werk, die im Begriff sind, diese Zivilisation von innen zu zerstören. Demgegenüber sind wir davon überzeugt, dass viele ihrer Errungenschaften immer noch geeignet sind, als Wegweiser für eine gerechte, friedliche und blühende Zukunft für die gesamte Menschheit zu dienen:

Die Denker der griechischen und römischen Antike sowie die jüdisch-christliche Lehre von der Schöpfung des Menschen als Ebenbild Gottes und ihre Säkularisierung im Zeitalter der Aufklärung haben herausgestellt, dass alle Menschen mit Vernunft begabt sind, daher frei in ihrem Denken und Handeln sind und folglich verantwortlich für ihre Taten sind. Der universelle Vernunftgebrauch eint die Menschheit. Er führt dazu, jeden Menschen als individuelle und einzigartige Person mit Würde und dem unveräußerlichen Recht auf Selbstbestimmung seines Lebens anzuerkennen. Im Gegensatz dazu spalten Identitäten, die auf Gruppenzugehörigkeiten beruhen (rassisch, geschlechtlich, religiös oder anderweitig), die Menschheit und führen zur Unterdrückung der individuellen Freiheit und Würde.
Durch die Anerkennung der individuellen Freiheitsrechte – der Rechte auf Leben, Selbstbestimmung und Eigentum – hat die westliche Zivilisation Errungenschaften hervorgebracht, die für die gesamte Menschheit von größter Bedeutung sind. Dazu gehören die Abschaffung der Sklaverei, die Verbannung von Rassismus und Tribalismus sowie die Entwicklung von Wissenschaft und Rechtsordnung mit gleichem Recht für alle Menschen. Die westliche Zivilisation hat sich entfalten können, weil diese individuellen Freiheiten die spontane Entstehung von Lebensformen und Gesellschaften ermöglicht haben, die auf freiwilligen Interaktionen statt auf dem Zwang einer zentralen Gewalt beruhen.
Die individuellen Freiheiten im Rahmen einer Rechtsordnung haben den Weg für die moderne Wissenschaft und das private Unternehmertum geebnet. Dank dieser Freiheiten sind Ersparnisse und harte Arbeit nicht unfruchtbar oder auf die Bedürfnisse politischer Autoritäten ausgerichtet geblieben, wie es in sozialen Zwangsverhältnissen typischerweise der Fall ist. Vielmehr haben sie über freie Märkte und den Einsatz von Kapital (Kapitalismus) zu einer beispiellosen Verbesserung der Lebensumstände für alle Bevölkerungsschichten geführt. Sie haben auch einen wirksamen Schutz gegen die verschiedenen Lebensrisiken für alle geschaffen, einschließlich einer enormen Verbesserung der hygienischen Standards und der Entwicklung hin zu einer sorgfältigen, nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen.

Die sozioökonomische Ordnung, die sich spontan aus den individuellen Freiheiten unter der Herrschaft des Rechts ergibt, ist grundlegend für den materiellen Fortschritt und den Schutz der Umwelt. Zentrale Planung und die Unterdrückung privater Eigentumsrechte hingegen führen zu einem armseligen Lebensstandard für alle außer einer kleinen Elite und zugleich zur Zerstörung der natürlichen Umwelt.

Vor dem Hintergrund dieser Tatsachen sind wir davon überzeugt, dass den Weg des wissenschaftlichen, technologischen, wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritts im Rahmen der individuellen Freiheiten, des Privateigentums und der Rechtsordnung der westlichen Zivilisation weiterzuverfolgen die einzige Möglichkeit ist, um die Errungenschaften der Vergangenheit zu bewahren und gleichzeitig die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen und eine gerechte, friedfertige und wohlhabende Zukunft für die gesamte Menschheit zu schaffen.

… Alles vom 1.10.2024 von Philipp Bagus und Michael Esfeld bitte lesen auf
https://www.libinst.ch/news/western-civilization-declaration/

 

 

Die Selbstaufgabe einer Zivilisation
Unser Zivilisationsstandard ist nicht bloß ein „Wert“, sondern ein allgemeinverbindliches, sanktionsbewehrtes Recht – ohne Vorrecht einer bestimmten Kultur, Religion, eines Geschlechts oder einer Abstammung. Diese Zivilisationsstandards, zu denen Gleichberechtigung von Frauen gehören, Gleichheit vor dem Gesetz, Antidiskriminierungsverbot auch für Juden, die Ablehnung von Gewalt und der Verzicht auf Messer und Waffen als Mittel der Durchsetzung, das Subsidiaritätsprinzip, wonach zunächst jeder für sich und seine Familie sorgen muss, ehe der Staat einspringt, die gemeinsame Verständigung über eine Sprache bis hin zum albernen Mülltrennungsgebot – im Großen wie im Kleinen werden die Zivilisationsstandards aufgegeben.
Das beginnt bereits damit, dass die Lüge und der Betrug Eingangsvoraussetzung sind. Wer die Grenzen überschreitet, muss die richtigen Wörter kennen, seine Herkunft und Identität verschleiern und falsche Angaben tätigen, um als „politisch Verfolgter“ anerkannt zu werden, auch, wenn er es nie und nimmer ist. Es ist ein Betrugsmechanismus, von dem die Betrogenen wissen, dass sie betrogen werden, und die Betrüger wissen, dass die Betrogenen gerade betrogen werden wollen. Es ist eine absurde Selbsttäuschung der Deutschen und ihrer Politiker, die nicht mehr bereit sind anzuerkennen, dass das Asylsystem, geschaffen nach den Erfahrungen der NS-Diktatur, längst eine gigantische Missbrauchsmaschine zur Erschließung von Aufenthaltsrecht, Zugang zum Sozialstaat und zur Ausplünderung der Gesellschaft geworden ist.
… Alles vom 1.10.2023 von Roland Tichy bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/wie-transformation-und-migration-deutschland-deutschland-veraendern/

 

Macht und Identität
Im Erhalt unserer Kultur und Zivilisation liegt die Schicksalsfrage unserer Zeit
von Johannes Eisleben
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Macht ist ein „universelles Element menschlicher Vergesellschaftung“ (Heinrich Popitz, „Phänomene der Macht“, Tübingen, 1992): Sie ist immer da, wenn Menschen miteinander in Beziehung treten. Dies gilt auf allen Ebenen von der Familie bis zu staatlichen Institutionen. Macht bedeutet laut Max Weber „jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht“.
Dabei bilden Menschen relativ homogene Gruppen, aus denen heraus Machtansprüche vorgetragen werden.
Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland waren die in den Machtkampf involvierten Gruppen bis Ende der 1960er Jahre im wesentlichen noch die politisch-ökonomischen Klassen des 19. Jahrhunderts. Doch als der Klassenkampf durch Massenwohlstand, Sozialstaat und die Errungenschaften der Arbeiterbewegung seinen Schwung verlor und die Linke die Arbeiter- und Angestelltenklasse nicht mehr politisieren konnte, suchte sie sich ein kulturelles Feld als neuen Aktionsbereich.
Sie begann, im Rahmen der Identitätspolitik, Machtkämpfe wie folgt zu verstehen: als Kämpfe von Gruppen (Frauen, Minderheiten), die sich selbst als Opfer definieren, um staatliche Privilegierung. Dabei legten die Linken zwei Konstituenten ihrer historischen Substanz ab: das Engagement für die sozial Schwachen und die Nation als politischen Handlungsrahmen; ab jetzt ging es um kulturell statt sozial definierte Gruppen und um die Welt an Stelle der Nation.
Übrig blieb die linke Zersetzung der gesellschaftlichen Substanz und der Freiheitsrechte im Kampf um staatliche Privilegierung wechselnder, ständig neu definierbarer Opfergruppen. Diese linke Identitätspolitik ist eigentlich eine Machtpolitik, die die Grundlagen unserer Staates erodiert, indem sie sowohl der Idee der abstrakten Legitimierung staatlicher Macht durch den Gesellschaftsvertrag als auch der Isonomie (also der Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz) zuwiderläuft.

Doch seit einiger Zeit erleben wir neue Machtansprüche, gespeist aus fremden Identitäten: Seit Beginn der Einwanderung nach Europa ab der Dekolonisation in den 1950er Jahren sehen wir, zunächst langsam, nun verstärkt durch die von Merkel 2015 ausgelöste Massenzuwanderung nach Europa und Deutschland, die stetige Zunahme eines vielschichtig vorgetragenen Machtanspruchs von Migranten.
Die Migranten streben – und dies ist aus ihrer Sicht vollkommen rational – Macht aus ihrer tradierten kulturellen Identität heraus an, in der sie als Individuen äußerst fest verankert sind. Toleriert das Gastgeberland von der eigenen Kultur und dem eigenen Recht abweichendes Verhalten der Migranten, ist die Realisierung von Machtansprüchen bereits auf individueller Ebene möglich. Es beginnt damit,
die Unterdrückung von Frauen öffentlich zu demonstrieren. Weitergehende Schritte sind die Nutzung des deutschen Rechtssystems, um die rechtmäßige Abschiebung auf unbestimmte Zeit hinauszuzögern oder eigenes strafbares Verhalten wie Polygamie von Gerichten rechtfertigen zu lassen. Noch extremer ist die regelmäßige Anwendung körperlicher und sexueller Gewalt gegen Bürger des Gastgeberlandes, im derzeit noch berechtigten Vertrauen darauf, als Täter mit „schuldrelativierendem kulturellen Hintergrund“ dafür nicht ernsthaft belangt zu werden.
Erhebt eine Gruppe Machtansprüche, ohne daß die davon betroffene Gruppe sich wehrt, wird der Anspruch durchgesetzt. Wir können dem Machtanspruch der Migranten adäquat begegnen, indem wir uns auf unsere gemeinsame Identität besinnen.
Doch auf gesellschaftlicher Ebene können Menschen langfristig und nachhaltig nur Machtansprüche erheben, wenn sie sich mit Hilfe von Interessengruppen organisieren. Die natürliche Gruppe ist die eigene kulturelle oder bei Migranten zumeist die eigene ethnisch-kulturelle Gemeinschaft. Übersteigt nämlich das Ausmaß der Zuwanderung in ein kulturell fremdes Land dessen Assimilationskapazitäten (Paul Collier), so bilden die Zuwanderer darin soziokulturelle Enklaven, die sich nicht assimilieren, sondern ihre eigene Kultur weiterleben. In diesen Enklaven organisieren sich Gruppen von Einwanderern gemäß ihrer eigenen Kultur, was dort bis zum bewußten, systematischen Ignorieren von Recht und Gesetz des Gastgeberlandes geht. Damit wird ein Machtanspruch erfolgreich durchgesetzt, denn die für die Existenz des Staates essentiellen monopolistischen Ansprüche wie etwa auf Gewaltausübung, Steuereintreibung oder Rechtsdurchsetzung werden systematisch und dauerhaft verletzt.

Parallel dazu finden zahlreiche weitere Initiativen zur Durchsetzung eigener Machtansprüche statt. So haben die nicht-assimilierten türkisch-muslimischen Zuwanderer sich eigene Verbände und Lobbygruppen geschaffen, die versuchen, die Islamisierung Deutschlands durch Nutzung staatlicher Institutionen wie etwa des Bildungssystems voranzutreiben. Je mehr Muslime eingebürgert werden, desto stärker werden sie als Wahlberechtigte die Islamisierung auch über Legislative und Exekutive direkt anstreben. Eine Teilislamisierung öffentlicher Ämter hat bereits begonnen, wie der Fall der damaligen Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Aydan Özoguz, deutlich gezeigt hat, als sie 2017 die Existenz deutscher Kultur über die Sprache hinaus negierte.
Eine andere Form der Durchsetzung von Machtansprüchen der eigenen kulturellen Gruppe ist die organisierte Kriminalität, die zahlreiche arabischsprachige Sippen im großen Stil betreiben. Insgesamt ist der Machtanspruch besonders von muslimischen Migrantengruppen gegen Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Wissenschaftlichkeit gerichtet. Damit ist das Ziel die Überwindung der abendländischen Kultur – was beispielsweise der türkische Machthaber Erdogan auch so verkündet.
Erhebt eine Gruppe Machtansprüche, ohne daß die davon betroffene Gruppe sich hinreichend wehrt, wird der Anspruch durchgesetzt.
Wir können dem Machtanspruch der Migranten adäquat begegnen,
indem wir uns auf unsere gemeinsame Identität besinnen.

Sie hat im Machtkampf zwei Hauptfunktionen: eine nach innen und eine nach außen wirkende.
Im Inneren ermöglicht die gemeinsame Gruppen­identität friedliche Koexistenz und koordiniertes Handeln, um kulturelle Leistungen zu erbringen. Die Träger der Gruppenidentität können sich im wesentlichen aufeinander verlassen, weil sie gemeinsame, implizite und tief verinnerlichte Werte haben und ähnliche Ziele verfolgen. Der Staat gibt den Rahmen für Fälle, in denen die gemeinsame Identität nicht ausreicht, um Konflikte ohne eine neutrale, autoritative Instanz zu lösen. Dies funktioniert nur, weil die gemeinsame Identität die Lösung fast aller Konflikte ermöglicht: Das Eingreifen des Staates muß die Ausnahme sein, sonst ist der Staat sofort überfordert – wie dies in Berlin bereits deutlich der Fall ist, weil sich dort eine den Rechtsstaat verachtende Gruppenidentität etabliert hat.
Nach außen ermöglicht die Gruppenidentität die Abwehr von fremden Machtansprüchen. Traditionell wurden diese militärisch vorgetragen und ebenso abgewehrt. So war die Abwehr der Türken vor Wien eine Leistung gemeinsamer abendländischer, christlicher Identität. Ohne die Abwehr der islamischen Expansion ab dem 7. Jahrhundert wäre das christliche Abendland gar verschwunden.

Warum wehren wir uns nicht? Warum schieben wir nicht ab, warum lassen wir unsere Grenzen offenstehen? Weil die Herrschaftseliten unsere eigene Kultur ablehnen und nicht mehr Teil der tradierten regionalen und nationalen Gruppenidentität sein wollen.
In der Gegenwart wird der Machtanspruch auf Durchsetzung der eigenen Kultur vom Islam und auch von Einwanderergruppen archaischer Kulturen wie etwa aus Schwarzafrika im Inneren unseres Landes aggressiv vorgetragen.
Warum wehren wir uns nicht?
Warum verköstigen wir die Aggressoren und tolerieren dabei deren rechtswidrige Bräuche?
Warum schieben wir noch nicht einmal Migranten ab, die kein Bleiberecht haben oder kriminell sind?
Warum lassen wir unsere Grenzen offenstehen?
Weil die Mehrheit der Mitglieder unserer Herrschaftseliten in der Exekutive samt deren Behörden und in der Judikative unsere eigene Kultur ablehnen und nicht mehr Teil der tradierten regionalen und nationalen Gruppenidentität sein wollen. Sie öffnen unser Land aus Haß auf die tradierte abendländische Gruppenidentität dem Machtanspruch fremder Kulturen, die die hochkomplexe Kultur der Industriegesellschaft nicht kennen. Dabei werden die Konsequenzen ignoriert, die Tribalisierung, Verrohung und Privatisierung der Gewalt in der Gesellschaft wird zugelassen. Denn die deutsche Führungselite akzeptiert nicht mehr unsere historisch gewachsene Identität. Vielmehr streben unsere Herrschaftseliten das Ziel der obrigkeitlichen Schaffung einer europäischen Pseudo-Identität an (Ulrich Schacht „Selmayr – Deutsche Profile eines Dritten Totalitarismus I“, in: Tumult, Sommer 2018). Diese globale Pseudo-Identität ist geprägt von einer gesinnungsethischen Verabsolutierung des Humanismus mit allen Menschen der Welt als seinen Subjekten – ohne Ansehen der Verschiedenartigkeit der Kulturen, und vor allem ohne sich dessen bewußt zu sein, daß unsere abendländische Kultur selbst nichts Absolutes ist, sondern nur eine mögliche Ausprägung von Kultur.

Diese verabsolutierte Kultur der Hypermoral, die Arnold Gehlen Humanitarismus genannt hat, soll nun global „ausgerollt“ werden. Die Protagonisten dieser Hypermoral übersehen dabei, daß Gruppenidentitäten immer der Machtdurchsetzung dienen – sowohl die des Islams mit dem Streben nach Herstellung der Umma, als auch ihre eigene humanitaristische Kultur. Denn die schein-moralischen Motive von Weltethos-Treibern wie George Soros sind oftmals ökonomischer Natur. Außerdem verstehen diese Pseudo-Identitären nicht, daß sich zwar Institutionen von der Obrigkeit künstlich erschaffen lassen, diesen aber weder Dauer beschieden ist, noch der Staat jemals in der Lage sein kann, Kultur von oben herab zu definieren: Kultur entsteht in einem historischen Prozeß spontan von unten.

Die breite Mehrheit der Bevölkerung will keine globale Identität, sondern an ihren tradierten Gruppenidentitäten festhalten, weil dies für uns Menschen überlebenswichtig ist. Je später wir uns neue Eliten wählen, die sich auf unsere eigene Kultur und Identität besinnen, anstatt sie zu hassen, desto mehr wird der Machtanspruch der Migranten sich durchsetzen. Auf dem Spiel steht der Erhalt unserer abendländischen Kultur und damit unsere Geschichte, die uns zu einer historisch einzigartigen Zivilisation der unverrückbaren Rechte des einzelnen geführt hat. Damit dies nicht geschieht, müssen wir den Migranten abverlangen, Teil unserer Kultur zu werden. Dabei können sie diese durchaus bereichern – aber nur, wenn das Ausmaß der Einwanderung eine Assimilation zuläßt und wir die Assimilation auch durchsetzen. Beides tun wir derzeit nicht. Im Kampf um den Erhalt unserer Kultur und Zivilisation liegt die wahre Schicksalsfrage unserer Zeit.
Johannes Eisleben, „Macht und Identität – Im erhalt unserer Kultur und Zivilisationliegt das Schicksal unserer Zeit““, Junge Freiheit vom 4.1.2018, Seite 18
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Johannes Eisleben, Jahrgang 1971, ist Mathematiker und arbeitet als Systeminformatiker. Eisleben publiziert auf dem Portal achgut.com sowie in Tumult. Mit seiner Familie lebt er bei München. Twitterprofil: @j_eisleben

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