Weihnachtsgrüße 2025

Jedes Jahr bringt uns die Weihnachtsgeschichte die fundamentalen Werte des Westens in Erinnerung. Über die Feiertage ist Zeit, sich ihrer zu besinnen. Vielleicht auch beim Anhören des Beitrags „Was bedeutet „Gott ist Mensch geworden?“ (siehe Anlage (1) unten). Oder eines Weihnachtsbriefs zum Ukrainekrieg (3). Oder Max Ottes alternative Weihnachtsansprache 2025 (hier oder auch direkt hier:
https://www.youtube.com/watch?v=b9RvWBTE6m4 ).
Oder ganz ortsnah beim Lesen des Weihnachtsbriefs 2025 der Bauern des zwischen Freiburg und dem Hochschwarzwald gelegenen Dreisamtals hier.

Frohe Weihnachten und ein friedliches Neues Jahr 2026.
23.12.2025
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Ende von Beitrag „Weihnachtsgrüße 2025“
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Beginn von Anlagen (1)-(3)
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(1) Was bedeutet „Gott ist Mensch geworden“?
Audimax: David Berger
Wenn heute wahrscheinlich die Mehrheit der Menschen in Deutschland nichts mehr über den biblischen Hintergrund des Weihnachtsfestes weiß, ist das in geistiger – und keineswegs nur theologischer – Hinsicht eine Tragödie. Denn bei der Menschwerdung Gottes geht es nicht um irgendeine Nebensache, sondern um Fundament, Herz und Zentrum des Christentums und letztlich auch unserer abendländischen Kultur. Ohne die Menschwerdung Gottes wird alles andere in der christlichen Religion hinfällig. Ebenso ergibt dann die Idee der Gottebenbildlichkeit des Menschen keinen Sinn mehr – womit letztlich auch die gedankliche Grundlage für die allgemeine Menschenwürde und all das entfällt, was wir an Europa so schätzen und immer noch erhalten wollen.
21.12.2025 (55 min)
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/kultur-und-wissenschaft/kontrafunkkolleg/audimax-david-berger-was-bedeutet-gott-ist-mensch-geworden

David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch „Der heilige Schein“.
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(2) Das Abendland wird nur im Licht des Sterns von Betlehem überleben
Advent und Weihnachten haben in unserem durch und durch christlich geprägten Kalender eine solch wichtige Bedeutung, weil das, was wir an diesen Tagen feiern, der wichtigste Glaubenssatz des Christentums schlechthin ist: Gott ist Mensch geworden.
Doch wie kann Gott Mensch werden und zugleich Gott bleiben, um uns erlösen zu können? Was hat das Holz der Krippe mit dem Holz des Kreuzes zu tun? Und warum ist das, was wir als Europa bzw. genauer Abendland (von der bildenden Kunst bis hin zu den Menschenrechten und der unveräußerlichen Würde jeder menschlichen Person) bezeichnen ohne das Geheimnis der „Fleischwerdung“ Gottes gar nicht denkbar? Woher kommt es, dass fundamentalistische Muslime mit allem, was mit Weihnachten zu tun hat, solche Probleme haben? Warum gilt seit der ersten Weihnacht das Bilderverbot des Alten Testaments nicht mehr? Ist der Katholizismus wirklich eine „Schriftreligion“? Und viele andere spannende Themen…
In einem Vortrag für die akademische Reihe „Audimax“ des Kontrafunks (siehe oben) lade ich den Zuhörer ein, mit mir in dieses große Glaubensmysterium einzutauchen, Weihnachten tiefer zu verstehen, hinausgehend über eine eher oberflächliche Romantik von Adventskranz, Weihnachtsbaum und Glühwein.
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Dabei bleibt es nicht bei philosophischen und theologischen Betrachtungen, sondern am Ende steht die Einsicht, dass Weihnachten als dem Fest der Menschwerdung Gottes eine ganz besondere, höchst aktuelle Bedeutung zukommt: Ob wir gläubig sind oder nicht, für alle gilt: Wer das, was uns an Europa so lieb ist; das, was wir liebevoll und bedeutungsschwanger „Abendland“ nennen, erhalten sehen will, der muss stets im Blick haben, dass dieses nur im Licht von Nazareth und des Sterns von Betlehem überleben wird.
… Alles vom 21.12.2025 von David Berger bitte lesen auf
https://philosophia-perennis.com/2025/12/21/das-abendland-wird-nur-im-licht-des-sterns-von-betlehem-ueberleben/
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(3) Weihnacht den Schützengräben!
Liebe Leserinnen und Leser,
in Osteuropa tobt, trotz der neuen Kriegsführung mittels Drohnen und Raketen im Hinterland, immer noch ein Stellungskrieg zwischen Selenskyjs und Putins Soldaten.
Man sieht sich deshalb vor dem geistigen Auge ins Jahr 1914 zurückversetzt, als sich in Flandern deutsche und alliierte Soldaten in ihren Schützengräben bis auf Ruf- und Hörweite gegenüberlagen.
Da geschah ein Weihnachtswunder, als Soldaten beiderseits der Front aus ihren Todesgräben stiegen und gemeinsam die Geburt Jesu Christi feierten. Davon wird hier
https://www.anonymousnews.org/hintergruende/die-wahre-geschichte-des-legendaeren-weihnachtsfriedens/ in einem anrührenden Rückblick erzählt.

In der Ukraine wird seit dem Jahr 2023 nicht mehr am 7. Januar ihr orthodoxes Weihnachtsfest gefeiert. Dort wurde entschieden, nicht nur in die NATO zu wollen, sondern auch mit dieser am 24/25. Dezember statt am 7. Januar Weihnachten zu feiern (die Türkei an beiden nicht, in Istanbul gab es schon Anschläge am Christenfest).

Wegen der abweichenden Feiertage wird es zwischen den Kriegsparteien kaum eine Wiederholung des Weihnachtswunders geben. Die gemeinsame „heilige Nacht“ wird wohl keiner Seite heilig sein. Doch vielleicht gibt es ein Doppelwunder, dass an diesem Heiligen Abend und auch am 7. Januar die Waffen schweigen, und in ihren Kirchen das Christenfest gefeiert werden kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Den Menschen in Osteuropa, und Ihnen zu Hause
ein friedvolles und besinnliches Christenfest
Ihr Albrecht Künstle, kuenstle.a@gmx.de
24.12.2025

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