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- Wie sicher ist privates Gold im Krisenfall oder beim Staatskonkurs? (12.12.2025)
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Mudlack: Geld als Machterhaltungsmittel oder Alternativen in der Geldpolitik
In seine Überlegungen bezieht Benjamin Mudlack auch die Ideen großer Vordenker mit ein. Es finden sich in seinem Buch Analysen zu Gedanken von unter anderem Ludwig von Mises, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich August von Hayek und Carl Menger. Mit einer Symbiose aus Theorie und praktischen Beispielen gelingt es dem Autor einen Ausblick auf einen alternativen Umgang mit Geld zu geben: freies, entpolitisiertes Geld. So ist ein Nachschlagewerk entstanden, das man als Stichwortgeber benutzen kann, auch und gerade für Begriffe, die man ohne Nachdenken benutzt: Was ist Inflation? Wie entsteht sie?
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… Alles vom 9.1.2026 von Roland Tichy bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/geld-als-machterhaltungsmittel-oder-alternativen-in-der-geldpolitik
Benjamin Mudlack, Neues Geld für eine freie Welt. Warum das Geldsystem kein Herrschaftsinstrument sein darf. Mit einem Vorwort von Carlos A. Gebauer. Edition Sandwirt, Hardcover, 576 Seiten inklusive 130 Grafiken, Diagramme und Fotos, 50,00 €.
Wie sicher ist privates Gold im Krisenfall oder beim Staatskonkurs?
Zugriff mit Gewalt
In Italien nimmt die Regierung das Gold der Bürger ins Visier: Sie sollen bis Juni 2026 Barren, Münzen und Schmuck, für die keine Kaufbelege vorliegen, „offenlegen“. Auf diese Bestände sei dann „schuldbefreiend“ eine Steuer von 12,5 Prozent zu zahlen, ansonsten droht eine Steuer von 26 Prozent auf den künftigen Verkaufserlös. Der Staat will so nicht nur neue Steuergelder einziehen, er will gleichzeitig auch wissen, wieviel Gold die Bürger haben.
Vermutlich werden sich viele Italiener diesem Erpressungsversuch nicht beugen – schließlich wissen sie: Es lassen sich ja immer Wege finden, die staatlichen Drangsal zu umgehen. Und grundsätzlich sollte eine solche Übergriffigkeit des Staates nicht überraschen. Denn sagen wir doch, wie es ist: Vor dem Staat und seiner Willkür ist niemand und nichts sicher. Gerade nicht diejenigen, die durch Fleiß und Sparsamkeit Vermögen aufgebaut haben. Und ganz zu Recht fragt sich der umsichtige Sparer in Italien und auch anderswo: Wie sicher ist eigentlich mein Gold? Wird der Staat es konfiszieren? Wird er es vielleicht bei Verkauf besteuern?
In Deutschland sind die Gewinne aus dem Goldpreisanstieg bisher steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als zwölf Monate vergangen sind. Zudem ist das gelbe Metall – anders als übrigens das Silber – von der Mehrwertsteuer ausgenommen. Daß also die hiesigen Regierenden irgendwann auf die Idee kommen werden, auch das Gold der Mehrwertsteuer zu unterwerfen, ist nicht von der Hand zu weisen. Das wäre allerdings ein schwerer Schlag für die Attraktivität des gelben Metalls als Inflationsschutz. Besonders bedenklich ist jedoch die Beweislastumkehr, die der italienische Besteuerungsplan für das private Gold mit sich bringt: Der Sparer soll hier seine Unschuld beweisen – die Unschuldsvermutung wird also in eine Schuldvermutung verkehrt.
Man kann da nur warnen: Wehret den Anfängen, es ist die Abschaffung des Rechtsprinzips, wie schon der Strafrechtsgelehrte Anselm von Feuerbach (1775–1833) warnte. Was soll der Anleger nun machen? Er sollte das Risiko, daß er ins Visier des Staates gelangen kann, eingehen und weiterhin einen Teil des Vermögens in Gold halten. Denn die Alternative – das Halten von Euro-Bankguthaben und -Schuldpapieren – wird ganz sicher zum Verlustgeschäft durch Inflation und/oder Zahlungsausfälle.
… Alles vom 12.12.2025 von Thorsten Polleit bitte lesen in der JF 51/25, Seite 10
