Wahl MV und Berlin: „Weiter so“

Der Ausgang der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern (MV) hat zwar Signale gesetzt – AfD größte Partei, CDU erstmals nicht mehr im Parlament -, aber keine Wirkung: Die Politik der SPD wird fortgesetzt, die „Weiter so“-Politik bleibt erhalten. Es bleibt alles so wie nach 2/2025 bzw. 9/2015.

Die CDU ist in MV zur außerparlamentarischen Opposition geworden, sie wird wohl den Weg der Democrazia Cristiana in Italien gehen und nicht nur als Volkspartei untergehen. Da ist das Statement des CDU-Abgeordneten Günter Krings „ob eine Partei Volkspartei ist, entscheidet sich nicht allein an Wahlergebnissen“ (1) geradezu lächerlich. Es zeigt, wie sehr die CDU den Wahlbürger als Souverän geringschätzt und damit den Parlamentarismus als Fundament der Demokratie verachtet. Der CDU scheint es primär nur um den eigenen Machterhalt zu gehen.

Noch enttäuschender als in MV verlief die Wahl in Berlin: Mit der Linken wird eine Partei an die Macht kommen, die das Eigentum als Basis der freien und sozialen Marktwirtschaft vergesellschaften bzw. abschaffen will. Und wer mit der Enteignung von Haus und Wohnung anfängt, wird mit Unternehmen weitermachen.
Die Sehnsucht der Berliner nach den verlotterten Plattenbauten in Leipzig und der stinkenden Industrie in Bitterfeld in den 1980er Jahren ist anscheinend zu groß. Da mögen sich immer mehr Bundesbürger fragen, warum bei derart fundamental-sozialistischer Politik das Land Berlin weiterhin durch den Länderfinanzausgleich – 2025 waren es 4,2 Milliarden Euro, insgesamt ca 20 Milliarden Euro – gepäppelt werden soll?

Berlin hat sich seit 2015 zu einem Hotspot der Clan– und Gewaltkriminalität unter den Großstädten der EU entwickelt. Vertreter der deutschen Polizeigewerkschaft warnen, daß die Linke in dieser gefährlichen Lage des Öffentlichen Raumes auf „weniger Polizei, weniger Befugnisse und das Ende von Waffenverbotszonen“ (2) setzt. Damit wird die massiv rückläufige Attraktivität von Berlin für Tourismus und Investition fortgeführt –  bald schon „Hauptstadt der Clans“ (3). Aus dem Berlin-Slogan „arm, aber sexy“ wird „schmutzig und gefährlich“.

Berlin war schon immer etwas Besonderes. Bei der Wahlanalyse muß man unterscheiden zwischen Berlin und den übrigen Bundesländern. Hier zeigt sich nach Sachsen-Anhalt nun auch in MV:
1. Die Wahlbeteiligung nimmt zu – ein positives Zeichen einer funktionierenden Demokratie. Dabei kommen die Jungwähler primär der AfD zugute.
2. In allen Alterskohorten liegt die AfD vorne, außer bei den über 60-Jährigen. „Zusammengefasst kann man sagen, dass die AfD in MV von den Erwerbstätigen, die SPD von den Pensionären gewählt wurde“ (3).
3. Die CDU endet, nicht nur als Volkspartei – wie die DC in Italien um 1993.
.
Zurück zu Berlin: „Berlin hat gewählt: „Wahlintifada“, Clan-Party und Enteignung“ (4). Ergänzend hierzu erwartet David Berger einen weiter zunehmenden Antisemitismus: „Wenn jüdische Bürger ihre Kippa absetzen, den Davidstern verstecken und ihre Identität verschweigen, während „Intifada“ auf Berliner Wahlkampfbühnen und in Wahlaufrufen auftaucht, stimmt etwas Grundsätzliches nicht mehr.“ Jüdisches Leben in Berlin dürfte passé sein. Und dies erfüllt mit Sorge.
21.9.2026
.
Ende von Beitrag „Wahl MV und Berlin: „Weiter so“
==============================================================
Beginn von Anlagen (0) – (4)
.
.

(0) Wahlergebnisse MV und berlin am 20.9.2026

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 20.9.2026
AfD 38, % (plus 21,5 %)
SPD 35,5 % (minus 4,1 %)
Linke 6,5 % (minus 3,4 %)
Grüne 5,7 % (minus 0,6 %)
————————–
CDU 4,9 % (minus 8,4 %)
BSW 4,8 % (plus 4,8 %)
FDP 1,0 % (minus 4,8 %)

Wahl Abgeordnetenhaus Berlin 20.9.2026
Linke 25,7 % (plus 13,4 %)
CDU 18,8 % (minus 9,5 %)
AfD 16,3 % (plus 7,2 %)
Grüne 14,3 % (minus 4,1 %)
SPD 12,1 % (minus 6,3 %)
———————————
BSW 4,7 % (plus 4,7 %)
FDP 2, % (-2,1 %)
.
.
(1) Wahlergebnisse nicht entscheidend dafür, „ob eine Partei Volkspartei ist“, sagt CDU-Abgeordneter
Für den CDU-Abgeordneten Günter Krings ist die CDU nach wie vor eine Volkspartei, denn „ob eine Partei Volkspartei ist, entscheidet sich nicht allein an Wahlergebnissen“, sagte er nach dem Wahldebakel vom Sonntag.
Nach dem CDU-Debakel bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern will der Bundesabgeordnete Günter Krings von einer Personaldebatte über Bundeskanzler Friedrich Merz nichts wissen. Über „Alternativen kann man nur ernsthaft sprechen, wenn jemand darlegen kann, warum es mit ihm besser laufen würde. Das sehe ich aktuell nicht“, sagte Krings der Welt.
Es sei verantwortungslos, über Alternativen zu reden, „ohne zeigen zu können, dass und wie wir danach tatsächlich besser dastehen würden“, führte der Politiker dazu aus.
… Alles vom 22.9.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/wahlergebnisse-nicht-entscheidend-dafr-ob-eine-partei-volkspartei-ist-sagt-cdu-abgeordneter/
.
.
(2) Berliner Polizeivertreter besorgt über Sieg der Linkspartei – Tierschutzpartei übertrumpft FDP in MV
… Der Berliner Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Frank Teichert, zeigt sich über den Wahlsieg der Linkspartei in der Bundeshauptstadt besorgt. „Die Linke ist mit weniger Polizei, weniger Befugnissen und dem Ende von Waffenverbotszonen angetreten – und bekommt dafür offensichtlich starken Rückhalt“, sagte Teichert gegenüber der Berliner Zeitung. „Gerade angesichts der Gewalt, die unsere Kolleginnen und Kollegen auf Berlins Straßen erleben, halte ich diesen Weg für falsch“, heißt es in dem Statement weiter.
Trotz der großen Probleme mit Clan- und Gewaltkriminalität setzten die Linken statt auf Sicherheitspolitik voll auf Deeskalation und Präventionsarbeit. Kritiker halten diese Herangehensweise angesichts der Probleme für naiv und ungeeignet.

Nicht nur die CDU hat ein historisch schlechtes Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern eingefahren. Auch die FDP hat in dem Bundesland den Einzug in den Landtag verpasst. Lediglich 1,03 Prozent der Stimmen erhielten die Liberalen laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis. Damit liegt die FDP sogar noch hinter der Tierschutzpartei, die auf 1,1 Prozent kommt. Die Tierschutzpartei erhielt rund 700 Stimmen mehr.
… Alles vom 22.9.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/berliner-polizeivertreter-besorgt-uber-sieg-der-linkspartei-tierschutzpartei-ubertrumpft-fdp-in-mv/
.
.
(3) Die CDU hat ihre Zukunft hinter sich: Christdemokraten im Parlament nicht mehr vertreten

In der Altersgruppe über 60 konnte Schwesig und die SPD mit 46 Prozent die meisten Wähler überzeugen. Wie schon zuvor erwähnt, half hier Schwesigs Pionierleiterinnen-Charme und eine betuliche Stimmung, die sich in dem Satz ausdrückt: „Ach, die Frau Schwesig ist doch nett.“ In dieser Altersgruppe, die ZDF- und ARD-affin ist, funktioniert zudem die „Nazi-Keule“. Das Bild bei der AfD ist konträr, 37 Prozent der Wähler unter 30 wählte die AfD, ebenfalls 43 Prozent der 30- bis 44-Jährigen, 45 Prozent der 45- bis 59-Jährigen und 32 Prozent bei den über 60-Jährigen. Die AfD liegt bis auf die über 60-Jährigen in allen Alterskohorten vorn. Zusammengefasst kann man sagen, dass die AfD in Mecklenburg-Vorpommern von den Erwerbstätigen, die SPD von den Pensionären gewählt wurde.
Wie schon in Sachsen-Anhalt muss sich auch die CDU in Mecklenburg-Vorpommern die Frage stellen, was sie überhaupt für eine Partei sein will und für wen sie Politik machen möchte, wenn sie 57.000 Wähler insgesamt an SPD und an AfD verliert, vergröbert und in der Tendenz die über 60-Jährigen an die SPD, die unter 60-Jährigen an die AfD.

Merz gestand in seiner Bunkerrede am Wahlabend kurz nach 18 Uhr die krachende Wahlniederlage – die CDU in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr im Landtag, in der bald schon Hauptstadt der Clans bei 18 Prozent – zwar ein, überraschte aber das staunende Journalistenvolk damit, dass sein Kurs richtig sei und die Reformen kommen werden. Welche Reformen?
… Alles vom 21.9.202 von Klaus-Rüdiger Mai bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/cdu-hat-ihre-zukunft-hinter-sich-mecklenburg-vorpommern/
.
.
(4) Berlin hat gewählt: „Wahlintifada“, Clan-Party und Enteignung
Berlin hat gewählt. Und wer wissen will, was die Hauptstadt sich da zusammengewählt hat, muss nur auf die letzten Stunden des Wahlkampfs und die anschließenden Feiern schauen:
Ein Linken-Kandidat verbreitet einen Aufruf zur „Wahlintifada“. Der Zentralrat der Juden warnt vor antisemitischen Grenzüberschreitungen. Clan-Oberhaupt Issa Remmo erscheint bei Wahlpartys der Linken – neben ihm ein Unterstützer der terroristischen PFLP Ibrahim Ibrahim. Und die mögliche nächste Regierende Bürgermeisterin Elif Eralp macht unmittelbar nach ihrem Wahlsieg klar, dass sie große Wohnungskonzerne vergesellschaften will. Willkommen im Berlin des Jahres 2026.

Nun könnte eine Partei das Rote Rathaus übernehmen, in deren Neuköllner Umfeld Fragen entstanden sind, die weit über die übliche linke Palästina-Solidarität hinausgehen. Eine solche Regierung hätte Einfluss auf Polizei, Schulen, Integrationspolitik und Extremismusbekämpfung – und möglicherweise auf Eigentum im Milliardenwert.

Für die Berliner Juden geht es dabei um mehr als Parteipolitik. Wenn jüdische Bürger ihre Kippa absetzen, den Davidstern verstecken und ihre Identität verschweigen, während „Intifada“ auf Berliner Wahlkampfbühnen und in Wahlaufrufen auftaucht, stimmt etwas Grundsätzliches nicht mehr. Das viel beschworene Bekenntnis zum jüdischen Leben ist erst dort etwas wert, wo es Konsequenzen verlangt: klare Abgrenzung, innerparteilichen Streit und notfalls den Bruch mit politischen Milieus, die diese Grenze nicht akzeptieren.

Und bei der Eigentumsfrage können sich die Berliner ebenfalls nicht auf ein Missverständnis berufen. Eralp und ihre Partei haben gesagt, was sie wollen. „Enteignen“ stand nicht im Kleingedruckten. Ebenso wenig waren die Konflikte um Israel, Intifada-Rhetorik und Antisemitismus unsichtbar. Susanne Schröder bringt es auf den Punkt: „Unvorstellbar, was aus dieser einst wirklich bunten, freiheitlichen Stadt geworden ist. Ein antisemitisches, zugemülltes und gefährliches Shithole, in dem Clan-Brudis mit ihren Glaubens- und Herkunftsbrüdern der vereinigten Linken die Überwältigung der deutschen Mehrheitsgesellschaft feiern.“
Berlin hat gewählt. Jetzt bekommt Berlin die Konsequenzen dieser Wahl

… Alles vom 21.9.2026 bitte lesen auf
https://philosophia-perennis.com/2026/09/21/berlin-hat-gewaehlt-wahlintifada-clan-party-und-enteignung/

Dieser Beitrag wurde unter Bildung, Buergerbeteiligung, Engagement, Medien, Oeffentlicher Raum, Verbraucher abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar