Demokratisches System im Iran?

Von den annähernd 20.000 iranischen Studierenden in Deutschland dürften die meisten ein demokratisches System im Iran befürworten. Da das Internet gesperrt ist, erfolgt die Kommunikation mit der Heimat über das Starlink-Netzwerk von SpaceX. Im Iran sind die Terminals verboten, werden aber eingeschmuggelt und sind von SpaceX im Iran kostenfrei nutzbar.
Es sind schätzungsweise 50.000 Starlink-Geräte verfügbar, die zu horrenden Preisen vermietet werden. Leider gelingt es dem Regime in Teheran bisweilen, auch die Starlink-Funkverbindung zu den über 9000 Satelliten vom iranischen Festland aus zu stören. Quelle der folgenden Infos: In D Studierende aus dem Iran.
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1) Machtübernahme durch die IRGC
Die paramilitärische Iran-Revolutionsgarde „Islamic Revolutionary Guard Corps“ (IRGC) ist der größte Konzern im Iran mit eigenen Unternehmen, Hochschulen, Krankenhäusern, Verwaltungsbehörden und Infrastruktureinrichtungen. Ende März 2026 hat die IRGC  in einem Putsch gegen die Mullahs die Macht im Iran übernommen. Auch die iranische Armee Artesh wird von der IRGC kontrolliert.
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2) Bevölkerung lehnt IRGC ab
Die meisten Iraner erwarten von IRGC ein noch brutaleres Vorgehen bei der Unterdrückung der Zivilbevölkerung als von der regulären Armee. Aus diesem Grund lehnen sie einen Deal von Trump mit der IRGC ab. Dasselbe gilt für Israel.

3) Zuwanderung von Terroristen in den Iran
Seit Ende März reisen schiitische terroristische Gruppierungen aus dem Ausland in die großen Städte des Irans ein. Bis zu 100.000 bewaffnete Kämpfer. Vor allem aus dem Irak (Hshd Al-Shabi), aus Afghanistan (Fatemiyoun) und aus dem Libanon (Hisbollah). Signal war die Ankündigung von Trump, ggf. Bodentruppen im Iran landen zu lassen. Die drei Terrorgruppen hatten sich bereits an den Bekämpfung der Demonstrationen im Januar 2006 beteiligt. Siehe dazu auch https://www.IranIntl.com
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4) „National Union for Democracy in Iran“ (NUFDI)
In den USA fungiert der republikanische Senator Lindsay Graham https://www.lgraham.senate.gov/public/ als Mittler zwischen Schah Pahlevi II, der in Maryland/USA lebt, und der Trump-Regierung. Ein Team von iranischen Fachleuten hat unter https://www.nufdiran.org „The Islamic Republic’s Inluence Network in the United States“ eingerichtet. „Die National Union for Democracy in Iran“ (NUFDI) ist eine non-profit Organisation der iranisch-amerikanischen Community zur Förderung der Menschenrechte und Demokratie im Iran.

Über den Button „NUFDI Fund“ gelangt man zum „Iran Prosperity Project“, in dem über 70 iranische Experten aus allen Sparten auf 178 Seiten Info-Material bereitstellen für den Übergang des Iran vom autoritären Mullah-Gottesstaat zu einem demokratischen System.
Direktwahl auch https://www.IranProsperityProject.com.
Nach dem Download auf Persisch oder Englisch steht zum Beispiel die Rubrik „De-Ideologization“ zur Verfügung. Erinnerungen an die Entnazifizierung in Deutschland nach 1945 durch die Alliierten werden wach.
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Hintergrund: Beim Ende des Irakkrieg hatte US-Präsident Bush entgegen den Warnungen seiner Verbündeten, allen voran Saudi-Arabien, alle Mitglieder der Baath-Partei von Saddam Hussein aus Staatsdienst und Armee entlassen. Nichts im Irak funktionierte mehr, das Land versank im Chaos. Zahlreiche Entlassene wandten sich extremistischen Gruppierungen zu.
Dieser Fehler darf sich im Iran mit seinen 2,5 Millionen Beamten, der Armee Artesh und den 420.000 Militärs in den Revolutionsgarden IRGC nicht wiederholen. Deshalb die „De-Ideologization“ sowie „bedingte funktionale Immunität“.

Die Aktivitäten von NUFDI werden auch von den US-Demokraten unterstützt. Auch große Teile der persischen politischen Linke begrüßen NUFDI. Der Schah-Sohn Pahlevi II hat sich als Übergangs-Präsident des Iran angeboten mit dem Versprechen, freie demokratische Wahlen zu organisieren und der Zusage, danach selbst kein Regierungsamt im Iran anzustreben. Pahlevi II begreift sich also als Symbolfigur, um den Zusammenhalt und inneren Frieden im Land der Perser während der Übergangszeit zu gewährleisten.
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Die Information der obigen Punkte 1) bis 4) obige stammt von Iranern, die in Deutschland studieren. Deren Wunsch nach Anonymität ist zu verstehen. Denn unter den 20.000 Studenten aus dem Iran sind sicher uch einige, die für das islamistische Mullah-Regime als Spione tätig sind.
Nach dem Flug von Ruhollah Khomeini von Paris nach Teheran am 1.2.1979 – der Schah hatte am 16.1.1979 das Land verlassen – wurde im April 1979 die Islamische Republik Iran ausgerufen. Seit dieser Zeit, also 46 Jahre bzw. über zwei Generationen hinweg, herrscht im Iran ein islamistischer Gottesstaat. Die jungen Iraner, die jetzt in Deutschland studieren, sind in einem totalitären Land aufgewachsen und sozialisiert, in der die Kontrolle, Zensur und Meinungsdiktatur des Islamismus die Normalität waren. Werte wie Meinungsfreiheit und Gleichheit von Mann und Frau haben sie zuhause nicht erfahren. Umso mehr schätzen sie hier individuellen Grundrechte, die ihnen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung FDGO gewährt. Und sie sind dankbar dafür und auch wir Deutsche sollten es sein. So viele junge Studenten aus Teheran, Isfahan, Shiraz , Yazd usw. können einfach nicht verstehen, wie leichtfertig und widerstandslos wir in Deutschland derzeit dabei sind, uns Grundrechte als Abwehrrechte gegen den übergriffigen Staat, allen voran die Meinungsfreiheit, wegnehmen zu lassen – Grundrechte, für die die jungen Perser kämpfen.
4.4.2026
Dieser Text ist ohne Zuhilfenahme von KI erstellt worden.
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Ende von Beitrag „Demokratisches System im Iran?“
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Beginn von Anlage (1)
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(1) Der ungeschriebene Krieg: Die Alternativen der Schattenkämpfer
Ob Mitarbeiter im Sicherheitsapparat, die Revolutionsgarden oder die Schattenflotte – sie können mit Sabotage oder ihren anschließenden Jobs verheerenden Schaden anrichten. Sich darauf vorzubereiten, das zu verhindern bzw. den Schaden zu begrenzen, muss auch zur Kriegsplanung gehören.

Irgendwo im Iran findet zu dieser Stunde in Serverräumen, in Kellern, in feuersicheren Tresoren und in den Aktenschränken provinzieller Knotenpunkte des Ministeriums für Nachrichtendienst und Sicherheit ein Wettstreit statt, der die Zukunft des Landes stärker prägen wird als jeder Luftangriff oder jede Bodenoperation.

Das Nachrichtenministerium und die Geheimdienstorganisation der Revolutionsgarden (IRGC) unterhalten Archive mit jahrzehntelangen Überwachungsunterlagen, Informantenlisten, Verhörprotokollen und finanziellem belastendem Material über Millionen iranischer Bürger. Das sind die Akten, die dokumentieren, wer kollaborierte, wer informierte, wer gezwungen wurde, wer Widerstand leistete und wer nichts tat. Sie bilden das Rückgrat der Beweiskette jedes zukünftigen Rechenschaftsprozesses.
Nach der deutschen Wiedervereinigung ermöglichte die Entscheidung, die 111 Kilometer Stasi-Akten durch die Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) zu bewahren, eine maßvolle Rechenschaft, durch die eine Gesellschaft sich ihrer Vergangenheit stellen konnte, ohne von ihr verschlungen zu werden. Im Irak hingegen wurden teilweise bewahrte Unterlagen der Baath-Partei an der Hoover Institution durch viele ergänzt, die zerstört oder von Milizgruppen beschlagnahmt wurden, und das Ergebnis war Vergeltung ohne Gerechtigkeit, Abrechnung ohne Abschluss und eine Wunde, die mit jedem beschlagnahmten Dokument, das auf dem Schwarzmarkt politischer Rache gehandelt wurde, wieder aufriss.

Wenn Irans Geheimdienstarchive in rivalisierende Hände zerfallen, werden die Daten zu einer Waffe massiver politischer Zerstörung. Die Erpressung der entstehenden Übergangsregierung, vigilantenhafte Blutrache gegen enttarnte Informanten und die dauerhafte Sabotage jedes formalisierten Wahrheits- und Versöhnungsprozesses wären die Folge. CIA und Defense Intelligence Agency (DIA) sollten angewiesen werden, Zielvorgaben für diese Einrichtungen bereits jetzt vorzubereiten und sie für physische Quarantäne in dem Moment vorzusehen, in dem die Zentralgewalt zusammenbricht.
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…Alles vom 4.4.2026 von Gregg Roman bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/der_ungeschriebene_krieg_die_alternativen_der_schattenkaempfer
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Dieser Text erschien zuerst beim Middle East Forum.
https://www.meforum.org/mef-online/the-unwritten-war

Teil 1 lesen Sie hier: Kein Plan für den Iran https://www.achgut.com/artikel/der_ungeschriebene_krieg_kein_plan_fuer_den_iran

Teil 2 lesen sie hier: Der ungeschriebene Krieg: Neue Jobs für Mitläufer
https://www.achgut.com/artikel/der_ungeschriebene_krieg_neue_jobs_fuer_alte_mitlaeufer
Teil 3 lesen Sie hier: Der ungeschriebene Krieg: Die Alternativen der Schattenkämpfer
https://www.achgut.com/artikel/der_ungeschriebene_krieg_die_alternativen_der_schattenkaempfer
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Gregg Roman ist geschäftsführender Direktor des Middle East Forum und leitete zuvor den Community Relations Council der Jewish Federation of Greater Pittsburgh. 2014 ernannte ihn die Jewish Telegraphic Agency zu einem der „zehn inspirierendsten globalen jüdischen Führungspersönlichkeiten“, und zuvor war er politischer Berater des stellvertretenden Außenministers Israels und arbeitete für das israelische Verteidigungsministerium. Als häufiger Redner zu Angelegenheiten des Nahen Ostens tritt Herr Roman in internationalen Nachrichtensendern wie Fox News, i24NEWS, Al-Jazeera, BBC World News sowie Israels Kanälen 12 und 13 auf. Er studierte nationale Sicherheit und politische Kommunikation an der American University und dem Interdisciplinary Center in Herzliya und hat Beiträge für The Hill, Newsweek, die Los Angeles Times, den Miami Herald und die Jerusalem Post verfasst.

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