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- Kollektivschuld der weißdeutschen Männer – „Täterparadies“ (Ricarda lang) (28.3.2026)
- Roger Schelske: Sie hassen dieses Land (5.1.2026)
- Tucker Carlson zerreißt Deutschlands Selbstverständnis: „Habe noch nie ein so masochistisches Volk erlebt“ (22.7.2025)
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- 8,5 von 70 Millionen Deutschen waren in der NSDAP (22.6.2024)
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Auf die bei der alljährlichen Erinnerung an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 immer wieder gestellte Frage „Wie es nur so weit kommen konnte“ gab Henryk M. Broder am 7.10.2028 diese Antwort:
„Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte:
weil sie damals so waren, wie ihr heute seid.“
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Kollektivschuld der weißdeutschen Männer – „Täterparadies“ (Ricarda lang)
Der große Fernandes-Neubauer-HateAid-Hayali-Flachfake
Die für den Fernandes-Titel zuständige Spiegel-Redakteurin Juliane Löffler erklärte ganz offen, natürlich habe ihr Blatt über das Gesetzesvorhaben der Justizministerin Bescheid gewusst und die Veröffentlichung darauf abgestimmt. Interessanter wirkt, was Löffler außerdem sagt: Es gebe „seit langem wieder Vorwürfe in Deutschland“, und es verhalte sich deshalb so, dass sich „ein seit langem angestautes Bedürfnis entlädt“. Sexuelle Übergriffe gibt es natürlich nicht zum ersten Mal seit langem wieder, sondern täglich und mehrfach, ob nun vertuscht wie in Berlin-Neukölln oder ganz offen. Um das festzustellen, genügt ein Blick in die polizeiliche Kriminalstatistik, etwa in diese Auflistung von 2024. Keine dieser Vergewaltigungen ereignete sich nur virtuell.
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Aus den Zahlen geht allerdings auch hervor, was die Spiegel-Frau eigentlich meint: Es gibt endlich wieder einen Vorgang mit einem teilprominenten, zum Monster aufgepumpten weißdeutschen Mann namens Christian. Eine Vergewaltigung in einem Jugendzentrum (oder wie in Illerkirchberg geschehen) erzählt sich medial schnell, da diese Taten einem immergleichen Schema folgen. Außerdem lassen sich die unprominenten Opfer im Anschluss nicht verwursten, weshalb sie auch stets namenlos bleiben.
Ganz anders bei dem Flachschwindel: Deepfake, das Netz, Künstliche Intelligenz, der Schurke Elon Musk – hier drängen sich die Klingelworte praktisch von selbst in eine lange Reihe. Manche Medienpersonen übertreffen sich dabei selbst. Und gerade weil bisher kaum jemand weiß, was sich tatsächlich abspielte, können Medienschaffende seitenlang raunen, spekulieren und, große überraschende Pointe, mehr Internetkontrolle fordern. Die Argumentation läuft als völlig geschlossener Kreislauf: Weil Fernandes eine Beschuldigung vorbringt, die der Spiegel zu einer Titelgeschichte aufbläst, gilt der Beschuldigte praktisch schon als überführt und eigentlich nicht mehr so wichtig. Denn spätestens von diesem Moment an geht es sowieso um alle Männer, um aufmerksamkeitsökonomische Übergewinne für alle, die wie Neubauer früh in diesen Fall investierten, um die Rettung der Steuergeldscheffel für HateAid et al., um einen pauschalen Opferstatus für Frauen und gegen das toxische Patriarchat. Stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen mangels juristischer Substanz ein, dann liegt wiederum der finale Beweis für das „Täterparadies Deutschland“ vor.
Egal wie herum sich das propagandistische Getriebe also dreht: „Die Schuld ist immer zweifellos“ (Franz Kafka). Am schönsten drückte das die Stern-Kolumnistin Jagoda Marinić aus: „Ganz gleich, ob die Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann sich erhärten, es ist klar geworden: Jede kann zum Opfer werden.“
Apropos „alle Männer“: Die Mitarbeiterin des Jugendclubs in Kreuzberg, die Leiterin des Jugendamtes, die Bezirksstadträtin – bei denjenigen, die offenbar die Täter deckten, handelt es sich um eine reine Frauenriege. Es waren zwei Frauen, einmal Anne Wizorek im ZDF, und neben ihr eine ARD-Kollegin, die nach der Neujahrsübergriffsparty 2015/16 in Köln blitzschnell die Entlastungslüge an die Front warfen, auf dem Oktoberfest ginge es genauso schlimm oder noch schlimmer zu. Es war eine Richterin, die in einem spektakulären Prozess acht von neun der angeklagten Gruppenvergewaltigern nicht in den Knast schickte. Und eine NDR-Redakteurin, die das Urteil verteidigte. Wäre es deshalb gerechtfertigt zu behaupten, alle Frauen würden migrantische Täter decken? Nein, es wäre Unsinn. Aber jemand, der die Logik der Flachschwindler kopiert, dürfte so argumentieren.
Was lässt sich aus dem Superficial fake neben den aufgezählten Punkten noch lernen? Erstens, dass die Linke, die für sich ständig in Anspruch nimmt, die Institutionen des Rechtsstaats gegen die finsteren Populisten zu verteidigen, eben diesen Rechtsstaat ohne zu zögern und mit Freuden in die Tonne tritt, wenn es ihr taktisch und strategisch passt. Das Milieu, das nach jedem von Migranten begangenen Verbrechen dazu aufruft, das Ereignis bloß nicht zu instrumentalisieren, das in diesen Fällen ständig vor einem Generalverdacht warnt und peinlich darauf achtet, dass selbst auf frischer Tat Ertappte wie der syrische Mörder von Aschaffenburg oder der afghanische Terrorfahrer von München bis zur Verurteilung nur mutmaßliche Täter heißen dürfen, erklären hier Christian Ulmen nicht nur ohne jede Relativierung zum Täter wie der Grünen-Bundestagsabgeordnete Timon Dzienus. Sondern folgert daraus auch eine Kollektivschuld aller Männer, die sich nicht schnell genug genau dieser irren Pauschalverdächtigung anschließen
Alles vom 28.3.2026 von Alexander Wendt bitte lesen auf
https://www.publicomag.com/2026/03/der-grosse-fernandes-neubauer-hateaid-hayali-flachfake/
8,5 von 70 Millionen Deutschen waren in der NSDAP
Im Jahr 1939 lebten 70 Millionen Menschen in Deutschland, die NSDAP zählte zuletzt 8,5 Millionen Mitglieder (700.000 davon allerdings in Österreich); da keine Bonze, kein SA- oder SS-Mann nicht auch zugleich Parteimitglied war, sind sie in der Statistik enthalten. Wir haben es also mit 8,5 Millionen mehr oder weniger fanatischen Anhängern der NS-Ideologie zu tun, wobei sich natürlich in der NSDAP ebenso viele Karrieristen, Mitläufer und Hineingenötigte versammelten wie später in der SED oder unlängst bei den Demos gegen „rechts”. So oder so: Die echten Nazis waren eine Minderheit im Reich, Funktionsträger, Beamte, Offiziere, Schreibtischtäter und schließlich Massenmörder waren wiederum Minderheiten in dieser Minderheit, weshalb es heute zwar eine üppige Schar von Nazi-Nachkommen geben mag, aber in der Masse der Unbelasteten bilden sie nur eine Minorität. Außerdem existiert eine Kollektivschuld ebensowenig wie eine Erbschuld.
… Alles vom 22.6.2024 von Michael Klonovsky bitte lesen auf
https://www.klonovsky.de/2024/06/22-juni-2024/
Die verlorene Erbschuld der Deutschen
Oma und Opa, die alten Nazischweine
Der neo-identitäre Spiegel entdeckt die genetische Verantwortung: Alle Deutschen sollen in ihrem Stammbuch nach der Nazi-Vergangenheit von Opa und Oma forschen. In einem zweiten Teil bei Alexander-Wallasch.de geht es dann in einer Spiegel-Story um tiefgefrorenes ukrainisches Heldensperma, welches die Gene des ukrainischen Volkes retten soll.
Der Spiegel wandelte bereits Anfang 2023 https://www.spiegel.de/ausland/ukrainekrieg-warum-soldaten-ihr-sperma-einfrieren-um-kinder-zu-bekommen-a-a4afe809-f164-431a-9fce-4e2c53573c8b auf den Pfaden der Jäger der verlorenen deutschen Erbschuld und Erbsünde: Das Gates-finanzierte, regierungsnahe Magazin aus Hamburg, dass mit dem Corona-Regime, der illegalen Massenzuwanderung und der Kriegstreiberei in der Ukraine kollaboriert hat, machte seinen Lesern zuletzt klar, dass deren Großeltern und Urgroßeltern persönlich den Holocaust und Hitlers Angriffskriege mit zu verantworten haben.
Das Blatt gab Anleitung, wie sich zweifelsfrei belegen lässt, dass man aus einer dieser miesen deutschen Täterfamilie https://www.spiegel.de/geschichte/familiengeschichte-im-nationalsozialismus-waren-ihre-vorfahren-nazi-taeter-a-dea82e03-f2b1-4c5f-aa04-be38d6550491 stammt:
„Kaum jemand weiß genau, was (Ur-)Opa oder (Ur-)Oma im Nationalsozialismus gemacht haben. Dabei lässt sich das mit etwas Hartnäckigkeit herausfinden. Hier erfahren Sie, wie Sie am besten vorgehen.“
… Alles vom 7.4.2024 bitte lesen auf
https://www.alexander-wallasch.de/gesellschaft/die-verlorene-erbschuld-der-deutschen
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Einige Kommentare:
Zum Thema Kollektivschuld hat der glänzende und leider vergessene Stilist Ludwig Marcuse (nicht zu verwechseln mit Herbert) das Wesentliche gesagt: „Ich bin aber leidenschaftlich gegen den Begriff, der im ‚Hexenhammer‘ stehen könnte: Kollektivschuld. Sie ist das Produkt eines Kollektivwahns. Sie ist der Ausdruck einer Hitlermethode, die Praxis der baren Unmenschlichkeit: vom Einzelnen abzusehen und nur in Gruppen zu denken. […] Kein Verzeichnis der Greuel sollte uns dahin bringen, so unzulänglich für das Individuum zu sein, wie es die verstorbene deutsche Gewalt war.“ (Mein zwanzigstes Jahrhundert, 1960) E.K.
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Die Erzählung von der Kollektivschuld bzw. Erbsünde der Deutschen ist nicht neu und auch nicht verloren. Im Gegenteil gehört sie mehr denn je zur Staatsdoktrin und wird nach Bedarf hochgefahren, zum Beispiel um Wiedergutmachungsaktionen zu legitimieren (Finanzierung der Ukraine, Klima-Politik, Migration…). Das ist gemeint, wenn von der Politik die „besondere Verantwortung“ Deutschlands beschworen wird.
Seit den späten 70ern hat sich das Narrativ zunehmend durchgesetzt. Wurden die NS-Verbrechen zunächst den damaligen Machthabern zugerechnet, wurden danach mehr und mehr „die Deutschen an sich“ dafür verantwortlich gemacht. Dafür gab und gibt es einfach zuviel Interessierte, nicht zuletzt die Familien der Großkonzerne, die mit den Nazis paktiert und enorme Gewinne eingefahren hatten und die sich mit der Kollektivschuld Entlastung verschaffte: „Waren ‚wir‘ nicht alle gemeinsam Schuld?“ Die Kollektivschuld wird weiterleben. Und das Volk wird wiederkäuen, was man ihm vorsetzt. Wie immer. Ste
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… vornweg; es gibt keine Kollektivschuld. Nur eine Ideologie kann schuldig sein. Aber selbst für Anhänger einer Ideologie, gilt, wenn, die individuelle Schuld.
Schuld ist individuell. Schuld, Sünde, wird immer nur von Einzelnen begangen. Auch wenn viele zusammen und zugleich sündigen, ist die Sünde stets nur existent als Verfehlung des Einzelnen oder eben vieler Einzelner. Nicht ein Kollektiv sündigt, sondern allenfalls die Gesamtheit der darin zusammengefassten Personen je für sich.
‚Die These von der Kollektivschuld ist unhaltbar. Wer auf die Schuld anderer hinweist, bezichtigt diese der Schuld.‘ (Prof. Georg May) … kan
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