Sommer 2025, reiche Ernte

Der vorhergesagte Hitzesommer ist wieder mal ausgefallen. Der mit 21,7 Grad Durchschnittstemperatur wärmste August 2003 seit Beginn der Wetteraufzeichnungen bleibt unangefochten Spitzenreiter, wir liegen in 2025 mit 18,3 Grad abgeschlagen etwa auf Rang 10.

Die Sensationsmeldungen von Medien und Experten in Sachen Wetter bzw. Klima langweilen die Bürger zunehmend. Sie beginnen zu durchschauen, daß all die Meldungen bzw. Warnungen in erster Linie dazu dienen, die Bevölkerung in Angst und Panik zu versetzen. Stets nach dem selben Muster: Irgendwo auf der Welt ereignet sich eine neue Katastrophe wie Überschwemmung, Dürre, Erdrutsch, Vulkanausbruch, Regenperiode, Tsunami, Sturm usw. Diese wird hochgejazzt, in Sondersendungen von TV und Social Media von lokal zu global gepusht und zum Beweis erklärt, daß der durch menschlichen CO2-Ausstoß verursachte Klimawandel wieder mal am Werk ist. Beweisführende sind Wissenschaftler, die vorgeben, DIE EINE Wissenschaft zu vertreten. Die es aber nicht gibt. Es gibt immer MEHRERE wissenschaftliche Meinungen bzw. Hypothesen. Fortschritt  als Prozess des Falsifizierens von Hypothesen.

Der Sommer 2025 war in Deutschland ein ganz normaler Sommer – in vielen Regionen sogar ein wunderbarer Sommer. Der super „Summer in the City“ führte zu proppevollen Strassencafés (1). Freibäder verzeichnen guten Besuch. Bauernverbände berichten von guten bis sehr guten Ernten bei Getreide und Obst (2).
Wenn das Wasser des Mittelmeers zu warm war (3), dann gibt es dafür wissenschaftliche Erklärungen abseits vom bösen CO2.
Die Wälder haben sich von den vergangenen Trockenperioden erholt, „Dem Schwarzwald geht es so gut wie seit Jahren nicht“, titelt die Badische Zeitung am 2.9.2025 (4).

       
Ernte 2025: Getreide

Das Klima wandelt sich und wird es weiter tun. Da hilft kein Ruf der Klimaschützer nach mehr Klimaschutz. Denn „Klimaschutz ist Umweltschutz ist Naturschutz und nichts sonst“ so die Liedermacherin Julia Neigel (mehr hier). Schließlich macht der Begriff „Klimaschutz“ für sich alleine genommen übehaupt keinen Sinn. Das Klima selbst kann nicht geschützt werden, es unterliegt seit Jahrmillionen einem stetigen Wandel, unbeeinflußbar von menschlichem Zutun. Wir können uns dem Klimawandel aber anpassen (durch Knowhow, Technologie, Grips).

             
Ernte 2025: Trauben, Feigen, Pfirsiche, Äpfel  reichlich

Warum wagt kein Journalist die Titelzeile „Dank Klimawandel im Sommer 2025 gute Obst- und Getreideernte, sonniges Badewetter und steigender Grundwasserstand“? Weil das auch für Journalisten karrierefördernde Narrativ von Apokalypse und Erdüberhitzung bedient werden muß.
4.9.2025
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Ende von Beitrag „Sommer 2025 – reiche Ernte“
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Beginn von Anlagen (1) – (5)
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(1) Der Sommer in Deutschland und „Summer in the City“
Die erreichten 18,3°C sind schon warm: Nur 9 Jahre gab es vorher, die höhere Werte verzeichneten, davon nur eines (1947 mit 18,5°C) vor 1980. Der Anstieg danach ist offenkundig. Vom Rekord (2003, noch 1,4°C wärmer) war 2025 jedoch gehörig weit entfernt.)

Beim Niederschlag kann man sich kürzer fassen: In 75 Vorjahren war es feuchter, in 25 also trockener. Der Regen war in Summe „stinknormal“ mit rund 219 mm. Die Ernte war recht gut https://www.agravis.de/de/unsere-leistungen/themen-und-kampagnen/ernte, im Gegensatz zu Befürchtungen im Frühjahr, zum Teil recht dramatisch formuliert: „Deutschland trocknet aus“ https://www.tagesspiegel.de/wissen/deutschland-trocknet-aus-wo-bauern-jetzt-um-ihre-ernte-kampfen-13688716.html. Manch einer rief wohl verfrüht nach Subventionen für die Landwirtschaft? Der eine oder andere muss auch noch lernen https://wfd.de/themen/wasserfussabdruck-von-fleisch/ , dass Wasser in einem Kreislauf ist und nicht „verbraucht“ wird. Was verdunstet wird, fällt anderswo früher oder später als Niederschlag wieder zur Erde. Ein echter Langzeittrend ist beim Niederschlag auch nicht zu verzeichnen, der 30-jährig geglättete Verlauf weist wohl noch bergab am Ende durch die wirklich niedrigen Werte von 2018 (129 mm) und 2022 (143 mm).

So ist der Sommer 2025 definitionsgemäß zu Ende. Summa Summarum: Im Kontext der letzten 30 Jahre keineswegs allzu warm oder zu trocken. Ob einige Medien daraus lernen, wenn wieder „Forecasts“ mit dicken Schlagzeilen (=Clickbaits) produziert werden, genutzt für apokalyptische Aussagen? Der nächste Winter ist nicht weit und der Countdown für irres Zeug zum Wetter läuft schon.
…. Alles vom 3.9.2025 bitte lesen auf
https://klimanachrichten.de/2025/09/03/der-sommer-in-deutschland-und-summer-in-the-city/
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Weizenernte im Dreisamtal bei Freiburg 18.7.2025

(2) BLHV: Trotz herausfordernden Wetters wider Erwarten gute Erträge, aber Preise lassen zu wünschen übrig
Trotz wechselhafter Witterung und langanhaltender Regenphasen zeigt sich der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) mit der diesjährigen Ernte grundsätzlich zufrieden. „Wir haben insgesamt bisher eine relativ gute Ernte eingefahren“, erklärt BLHV-Präsident Bernhard Bolkart

Getreide: Guter Ertrag, teils schlechte Qualitäten
Die Gerstenernte ist abgeschlossen. Mit Erträgen zwischen 6 und 8 Tonnen je Hektar liegt sie im langjährigen Mittel. … Beim Weizen melden viele Betriebe gute Erträge zwischen 8 und 9 Tonnen pro Hektar.
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Der Raps zeigt sich widerstandsfähig und liefert mit 3 bis 4 Tonnen pro Hektar solide Erträge – am Bodensee stellenweise sogar bis 5 Tonnen. ..
Die Mais- und Sojabestände präsentieren sich derzeit sehr ordentlich.
… Alles vom 25.8.2025 bitte lesen auf
https://www.blhv.de/blhv-trotz-herausfordernden-wetters-wider-erwarten-gute-ertraege-aber-preise-lassen-zu-wuenschen-uebrig
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(3) August 2025: Bei uns normal – nur das Mittelmeer zu warm
Wir nehmen die Analyse des Deutschen Wetter Dienstes schon mal etwas vorweg. Der August 2025 war nicht der von einigen prognostizierte Höllensommer … Dabei kann man fast täglich in den Medien lesen, dass es immer schlimmer wird von Jahr zu Jahr. Die Zahlen sagen etwas anderes aus. …
Eindeutig zu warm ist das Mittelmeer dieses Jahr. Das kann, wie das letzte Jahr gezeigt, extreme Auswirkungen haben. Im September 2024 gab es heftige Regenfälle in Österreich, Tschechien und Polen, die auf das warme Mittelmeer zurückgeführt wurden. In der Welt https://www.welt.de/wissenschaft/article689f049cb7e38d4fabb23ffe/Klima-Rekordhitze-im-Mittelmeer-Was-steigende-Wassertemperaturen-ausloesen-koennen.html geht es um die Ursachen der Erwärmung des Mittelmeers.
„Von den vielen Meereshitzewellen in dem 40-Jahres-Zeitraum während der Monate Mai bis August konzentrierten sich die Forscher auf 123 Ereignisse, die ein Meeresgebiet von mehr als 100.000 Quadratkilometer betrafen. Das entspricht etwas mehr als der Fläche von Ungarn (93.000 Quadratkilometer).Dabei fanden sie auffällig oft einen Zusammenhang mit einem lang gestreckten Hochdrucksystem, das heiße Luft aus Afrika brachte. Ein solcher subtropischer Hochdruckrücken bildet sich recht häufig über dem Mittelmeer https://www.welt.de/wissenschaft/article6883517fc1ef6365168b9d82/Klimawandel-Wie-das-Mittelmeer-zu-Europas-Waermepumpe-werden-koennte.html. Wenn er sich jedoch mehrere Tage hält, bringt er die oft starken Winde über dem Meer weitgehend zum Erliegen. Dann wird kaum noch Wärme aus dem Wasser in die Atmosphäre abgeführt, stattdessen heizt sich das Meerwasser auf.“

Einer, der ebenfalls den Blues singt gerade, ist Professor Volker Quaschning. Er hat von den Problemen, dass der Dachsolarstrom ungeregelt ist, offenbar noch nichts mitbekommen und dass die Energieversorger vor dem weiteren Ausbau warnen auch nicht. …
https://www.fr.de/politik/experte-einspeiseverguetung-klimapolitik-friedrich-merz-solar-erdgas-reiche-kohle-93902326.html
Und wer hätte gedacht, dass Quaschning ein Kohle-Fan ist? Eine andere teure Baustelle ist die Vorsorge gegen Dunkelflauten, also Zeiten mit wenig Solar- und Windenergie.
Derzeit gibt es für die Dunkelflaute noch ausreichend fossile Kraftwerke. Ersatz brauchen wir erst, wenn wir weitere fossile Kraftwerke abschalten. Berücksichtigt man die Methanleckagen, die bei Frackinggas besonders hoch sind, ist die Klimabilanz von Erdgaskraftwerken nur unwesentlich besser als die von Kohlekraftwerken. Darum ist es sogar sinnvoller, Kohlekraftwerke weiterlaufen zu lassen, als Unsummen an Subventionen für klimaschädliche Erdgaskraftwerke zu verbrennen. Das Geld können wir effektiver einsetzen. Zuerst brauchen wir intelligente Netze mit einem viel schnelleren Smart-Meter-Rollout. Andere Länder sind da schon fertig und wir fangen erst an. So kann der Strom genau dann verbraucht werden https://www.fr.de/zukunft/storys/klima/studie-zur-energiewende-mahnt-strom-wegwerfen-geht-nicht-93878459.html , wenn wir viel Solar- und Windstrom haben
… Alles vom 28.8.2025 bitte lesen auf
https://klimanachrichten.de/2025/08/28/august-2025/
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(4) Waldzustand 2025: Dem Schwarzwald geht es so gut wie seit Jahren nicht
Dem Wald im Hochschwarzwald geht es so gut wie seit Jahren nicht mehr. Das teilt der Forstbezirk Hochschwarzwald mit. Zwar sei der Sommer 2025 deutlich zu warm gewesen, dafür habe es ausreichend Niederschläge gegeben. „Es gab keine längeren Trockenphasen, so dass die Böden immer einen guten Wasservorrat hatten, der dann den Bäumen bei hohen Temperaturen zur Verfügung stand“, schreibt Hans-Ulrich Hayn, der Leiter des Forstbezirks, der sich von Freiburg bis Villingen erstreckt.
Auch in anderen Forstbezirken sieht es ähnlich aus. Der Wald erscheine „grün und fit“, sagt Georg Löffler, der Leiter des Forstbezirks Hochrhein, der sich von Laufenburg über Lörrach bis nach Bad Krozingen erstreckt. Schäden, etwa durch Borkenkäfer oder Dürre, seien deutlich geringer als in den Dürrejahren bis 2023. „Schon im letzten Jahr hatten wir weniger als die Hälfte der Vorjahre und in diesem Jahr wurde der Wert nochmals halbiert“, so Löffler.
… Alles vom 2.9.2025 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/dem-schwarzwald-geht-es-so-gut-wie-seit-jahren-nicht
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(5) Das Erntejahr 2025
Das Erntejahr 2025 ist noch nicht zu Ende, der Deutsche Wetterdienst zieht aber schon mal Bilanz. https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2025/9/11.html Diese passt nicht zum Narrativ, dass es immer schlimmer wird.
Die Vorgeschichte für das Erntejahr 2025 sieht hingegen viel besser aus. Bereits im Herbst 2024 konnte eine positive klimatische Wasserbilanz verzeichnet werden, was vereinfacht gesagt bedeutet, dass den Pflanzen ausreichend Wasser zur Verfügung stand. Dies spiegelte sich auch in der Bodenfeuchte wider, die gebietsweise sogar überdurchschnittlich war.
Der Winter 2024/25 war dann vergleichsweise warm bis sehr warm, aber bis Februar zumindest zeitweise auch von Tiefdruckeinfluss mit Regenfällen geprägt, bevor es durch Hochdruck längere Zeit abtrocknete und die Bodenfeuchte (leicht) unterdurchschnittliche Werte annahm. Mit häufigen Frösten herrschte jedoch sowieso allgemeine Vegetationsruhe.
Dies änderte sich im März, als es langsam wärmer wurde. Hier setzte der Vegetationsbeginn später ein als in den letzten drei Jahren, was das Risiko von Frostschäden zur Blütezeit bereits minimierte. Im April und Mai gab es, pünktlich zum Austrieb der Pflanzen, wenigstens zeit- und gebietsweise Niederschläge sowie kühlere Temperaturen, sodass sich die Auswirkungen trotz eines deutlich zu trockenen Frühjahrs in Grenzen hielten. Viele Pflanzen konnten zudem noch von der Feuchtigkeit der Vergangenheit zehren. Lediglich das Sommergetreide hatte etwa im Nordosten zunächst Probleme zu keimen, da der Oberboden zu trocken war.
Von entscheidender Bedeutung war, dass in diesem Zeitraum kaum noch Nachtfrost mehr aufgetreten ist, der die Pflanzen hätte schädigen können und daher zu Einbußen in der Ernte geführt hätte. Lediglich im Osten und Südosten gab es am 23. und 24. Mai nochmals Frost, der teils zu Schäden an der Vegetation führte.
Der Sommer 2025 startet zunächst sonnig und niederschlagsarm, was vermeintlich erstmal darauf schließen ließ, dass es bedingt durch anhaltende Trockenheit zu Ernteausfällen kommen könnte. Im Juli jedoch änderte sich die Großwetterlage grundlegend. Es wurde unbeständiger und somit fiel der Juli deutlich nasser aus als die Vormonate. Zwar verzögerte sich teilweise die Ernte des reifen Getreides, meist lief sie dann aber ohne größere Komplikationen ab. Obstbäume profitierten ebenso von der Witterung, was nun im Herbst zu einer üppigen Ernte führt und führte.
… Alles vom 14.9.2025 bitte lesen auf
https://klimanachrichten.de/2025/09/14/das-erntejahr-2025/

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