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Ahrtal in der Eifel nach der Flutkatastrophe 14. Juli 2021

 

 

Die vergessene Ahrtal-Katastrophe – Berichte von Betroffenen
Da das Ahrtal schon wieder aus den Schlagzeilen verschwindet, obwohl dort unzählige Menschen nach wie vor nicht wissen, wie es weitergehen soll, hier zwei O-Töne von Leuten vor Ort.
1) Ahrtal-Bericht von Andreas H.:
„Viele Leute haben fast ihr komplettes Inventar verloren, das Wasser und der Schlamm (Schlamm= Gemisch aus Flusschlamm+Fäkalien+Heizöl+ Biozide+ etc etc) Bis heute gibt es in vielen Orten kein Strom, Wasser, teilweise keine Kanalisation. Was alle immer wieder betonen: Ohne die vielen tausend privaten Helfer wären wir komplett aufgeschmissen. Es gab gewaltige Anlaufschwierigkeiten von seiten der offiziellen Hilfskräfte, was aber ausschließlich an der nicht vorhanden Organisationsstruktur lag. Es lagen Feuerwehr, Bundeswehr und THW in Bereitschaft und durften nicht eingreifen. Diese Kräfte waren teilweise extrem frustriert, weil sie nicht helfen durften. Ich weiß von Polizeieinheiten die, entgegen ausdrücklichem Befehl, Keller entschlammt ( einer der schlimmsten Arbeiten überhaupt!) haben und sich nicht fotografieren lassen wollten. Ich habe selber mit Bundewehrsoldaten (ca. 5-7 Infanteristen) und ihrer Chefin ein Haus entschlammt. Das war aber eher eine Ausnahme.

Die BW war eher mit schwerem Gerät vor Ort und hat Strassen gebaut, Brücken gelegt und Fahrzeuge mit Kraftstoff versorgt. In den ersten Tagen war Kraftstoff Mangelwahre, da hab ich mit meinem Puch 230 GE Sprit aus Brühl ins Ahrtal gefahren, alles privat finanziert, versteht sich. Viele Helfer der ersten Stunde, die ich kenne, sind über die Lügen der Medien empört (inklusive mir!). Meine Mutter hat ihren Bekannten, die meinten, im Ahrtal wären jetzt die ganzen furchtbar bösen Querdenker unterwegs, gefragt, woran man denn jetzt genau die Querdenker erkennen würde? Haben die Mitgliedsausweise dabei oder Armbinden um?

Eine Sportfreundin war letzten Samstag zum ersten mal mit helfen. Sie hat malocht wie verrückt. Nach der Helferparty in Ahrweiler war sie total fertig und hat sich Vorwürfe gemacht, auf die Medien gehört und nicht schon eher geholfen zu haben. Jeder der länger vor Ort war kann Geschichten erzählen, die einem (fast) keiner glaubt.
Die meisten Leute im Flutgebiet bekommen vermutlich vom Medienecho (oder vom Fehlen desselbigen) kaum etwas mit. Überwältigend ist die unfassbare Hilfsbereitschaft von Menschen aus allen Teilen des Landes von Mecklenburg über Sachsen, Bayern, Saarland bis nach Norddeutschland und die unglaubliche Dankbarkeit der Menschen vor Ort, das rührt einen wirklich zutiefst. Meine große Tochter und meine Frau waren auch schon da und morgen bin ich wieder vor Ort. Wer einmal da war kommt in seinen Gedanken nicht mehr davon los.“

2) Ahrtal-Bericht von Nina J.:
Unglaubliche Dankbarkeit der Menschen vor Ort
„Heute ist ein wichtiger Tag für das Ahrtal und auch für uns. Ich weiß das euch Afghanistan immer noch mehr beschäftigt, dennoch möchte ich erneut darauf aufmerksam machen, dass wir mit der Situation im Ahrtal politisch mehr erreichen können. Das dortige Versagen, wenn es großflächig aufgedeckt wird, kann mehr Bewirken, als gegen Afghanistan zu wettern, da Medien und die Putzerfische seit Jahren darauf trainiert sind, euch auszusperren und die Kommentarspalten erheblich zu verfälschen.
Heute gibt es verschiedene Livestreams aus dem Ahrtal, da sich Landwirte und andere Unternehmer nochmals zu einem großen Treffen entschieden haben. Guckt da einfach mal rein und erkennt, wie viel Potential in dem Thema liegt.
Da ich über Spenden und das DRK schon einige Male berichtet habe, hier noch neuere Erkenntnisse. In dem Film vom Screenshot erzählt der Koch, die Lebensmittel für die Essenszubereitung werden auch zum größten Teil gespendet. Das DRK bekommt vom Land also Geld pro Essen, benutzt aber gleichzeitig Spendengelder und Sachspenden, gleichzeitig arbeiten nur Ehrenamtliche für dieses Vorhaben. 13.400 Essen a 2.50€ sind in der Woche 234.000€. Das Essen wird aus verschiedenen Gründen zum Teil weggeworfen. Außerdem benötigt der Landkreis ca. 44.000 Mahlzeiten pro Tag. Das ist nur ein Thema, von vielen. Die gestrige PK war außerdem wieder einmal „unterirdisch“. Deutschland kann keine Krise. Allerdings sind die dortigen Menschen derzeit sehr wütend, dass sie so hängengelassen werden. 80% aller Arbeiten und Arbeitsgeräte werden von Privatleuten erledigt.
Die Medien berichten anders. Gleichzeitig versucht man, sowenig staatliche Gelder in der Region auszugeben, wie nur irgend möglich. Der zuständige Landrat hat sich, statt zurückzutreten, einfach nur krankgemeldet. Wichtige Stimmen, wie die Verbandsbürgermeisterin Weigard, sind verstummt, man hat Aufrufe getätigt, sie möge sich dringend melden, aus Sorge. Kein Account mit größerer Reichweite hat Ahrweiler überhaupt auf dem Schirm. Bitte versucht doch, dieses Wochenende einige Posts über dieses Versagen zu bringen. Bis auf eine bekannte Person aus meinem „Reizumfeld“, der Bilderclown Weimann, habe ich keinen Namen in den Kommentaren gelesen, der zu allen anderen Themen stets parat ist. Das ist übrigens eine taktische Überlegung, die Gründe habe ich oft genannt.“
… Alles vom 26.8.2021 bitte lesen auf
https://ansage.org/die-vergessene-ahrtal-katastrophe-die-medien-berichten-anders/

3) Bei „Focus“ viele Berichte von Betroffenen. https://www.focus.de/politik/deutschland/hochwasserkatastrophe-ahrtal-nach-flutkatastrophe-nichts-ist-in-ordnung-sagen-freiwillige-helfer_id_20861547.html#comments

Ende er Berichte

 

133 Menschen im Ahrtal gestorben
Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal sind nach neuen Erkenntnissen der Polizei 133 Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen haben sich nach der Katastrophe das Leben genommen. 42 000 Menschen sind insgesamt von den Folgen des verheerenden Hochwassers betroffen.
13.8.2021

 

AAD im Ahrtal versagt – Oberst a.D. Eder hilft
Hochwasserkatastrophe: »Hier passiert was ganz Schlimmes, wir müssen etwas tun!«
Die Einsatzleitung für den Katastropheneinsatz im Ahrtal liegt beim Land Rheinland-Pfalz. Organisiert wird sie von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) als zuständiger Landesbehörde für den Katastrophenschutz. So hätte es sein sollen, war es aber nicht.
Mehr und mehr stellt sich das katastrophale Versagen der Behörden bei der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal heraus.

Eindrucksvoll ein Bericht von Oberst a. D., Maximilian Eder, der ebenfalls helfen wollte und dachte, dass eigentlich die lokalen Behörden einen Einsatzstab sofort initiiert hätten. Als er sah, dass dies nicht geschehen ist, hat er sich sofort ans Werk gemacht. Er hat 38 Jahre in der Bundeswehr gedient, weiß, wie man organisiert, Einsatzstäbe leitet und sich einen Überblick verschafft. Ein eindrucksvoller charismatischer Mann, dem noch klar ist, woher der Begriff »Offizier« kommt, nämlich von Officium, auf deutsch »Pflicht«. Er sah es als seine Pflicht an, sofort zu handeln: »Helfen muss man sofort, und nicht erst, wenn die Toten angeschwemmt kommen!«
https://youtu.be/sCePHhFwqVU
Er findet es »ganz schlimm«, was alles nicht geschah: »In Deutschland, einem hoch entwickelten Land, wo wir alles haben, alles an Vorbereitung, alles an Mitteln und Möglichkeiten, dass wir das nicht hinkriegen innerhalb der ersten Tage zu reagieren, dass muss ich ganz ehrlich sagen, kann ich nicht begreifen. Und das ist für mich … unterlassene Hilfeleistung.«
… Alles vom 3.8.2021 bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/hochwasserkatastrophe-hier-passiert-was-ganz-schlimmes-wir-muessen-etwas-tun/

Einige Kommentare:
Danke, Hr. Eder, für Ihre Haltung.
Ich fasse es nicht, Maximilian Eder, mein Kompaniechef vor mehr als 30 Jahren bei der Bundeswehr. Wenn man ihn da erlebt hat und jetzt hört, wie er spricht – der Mann hat seinen Glauben an Deutschland verloren. Damals war er bereit, für sein Vaterland alles zu tun, jetzt kritisiert er die Politikr heftig. Damals habe ich ihn verachtet, weil er bei jeder passenden Gelegenheit den Bückling vor den höheren Herrschaften gemacht hat. Die Videos – auch das obige – haben mir allerdings einen Schauer über den Rücken gejagt. Hr. Eder, ich ziehe meinen Hut und zolle Ihnen meinen höchsten Respekt. Das hätte ich vor 30 Jahren nie gedacht. Für mich ist Hr. Eder das bisher krasseste Beispiel, wie die Corona-Politik die Menschen verändert – in diesem Fall zum Positiven. Mut hat Hr. Eder schon immer gehabt – aber das mit dem Rückgrat ist mir bisher verborgen geblieben. Danke, Hr. Eder, für Ihre Haltung.
3.8.2021, H.G.
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Wenn man sich das youtube Gespräch mit Oberst a.D. Maximilian Eder anhört,
https://youtu.be/sCePHhFwqVU
der in Sachen Stabsführung einen sehr kompetenten Eindruck macht, muß man zu der Erkenntnis kommen, dass Politik-,Behörden- und Bürokratieversagen inzwischen Ausmaße angenommen haben, die langsam lebensgefährlich geworden sind, wenn es um Lagen geht, wie sie im Ahrtal und anderswo  ttgefunden habe
3.8.2021, Bab

… die grosse Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander
Das einzig erfreuliche in dieser schrecklichen Flutkatastrophe war und ist die grosse Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander für die Betroffenen. Egal ob Landwirte, die mit ihren Traktoren aushalfen, die vielen privaten Unternehmen mit ihren Fuhrparks, die freiwillige Feuerwehren und all die tatkräftigen Helfer von überall her, die bis zur Erschöpfung Schlamm rauskehrten, Keller leerräumten, andere mit Essen und Trinken versorgten. Ihr seid die wahren Helden und ein grosster Trost für die verzweifelten Menschen, die alles verloren haben.
Hätten diese Bürokraten und verantwortlichen Politiker auch nur einen Bruchtteil von eurer Tatkraft, Mitgefühl und Courage, dann wäre vieles besser in unserem Land
3.8.2021, F.G.

Politiker sind nichts ohne Land und Bürger
Lieber Herr Douglas,
Land und Bürger dienen den Politikern,
die Politiker bedienen sich bei Land und Bürger,
Land und Bürger brauchen keine Politiker,
Politiker brauchen Land und Bürger,
Land und Bürger sind Land und Bürger,
Politiker sind nichts ohne Land und Bürger.
3.8.2021, Wit
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Tausende völlig nutzlose Behördenmitarbeiter,
deren Lebenswerk darin besteht, ihre Mitbürger zu piesacken wo es geht, kriegen ihren ureigensten Job nicht auf die Reihe. Dazu Berliner Polizisten, die ihren Frust an denen auslassen, die für ihre grundgesetzlich verbrieften Rechte demonstrieren möchten, aber nicht dürfen. Wie erbärmlich und gleichzeitig angstmachend. …
Das Land ist faktisch am Ende. Waidwund. Noch ein paar unerwartete Katastrophen, Völkerwanderungen oder Stromausfälle und das Land liegt danieder. Irreversibel. Deutschland löst sich auf. …
Es wird nicht die letzte Katastrophe sein die so oder so ähnlich abläuft. Deutschland hat fertig, es sind weder die geeigneten Leute noch der Wille zum Helfen auf Regierungs- und Verwaltungsebene da.
3.8.2021, Ain
Ende Kommentare

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Chronologie einer Katastrophe – im Kreis Ahrweiler
Wie das Wasser in der Ahr stieg und stieg – und wie der Krisenstab reagierte
Was geschah am 14. Juli im Krisenstab des Kreises Ahrweiler? Er tritt am frühen Abend zusammen, Wetterinformationen sowie warnende E-Mails treffen in hoher Taktung ein – und dennoch gibt es eine verhängnisvolle zeitliche Lücke von 20.56 bis 23.09 Uhr, von der man nicht weiß, was geschah. Eine Chronologie auf der Basis unserer Recherchen:
… Alles vom 3.8.2021 bitte lesen auf
https://www.rhein-zeitung.de/region/rheinland-pfalz_artikel,-chronologie-einer-katastrophe-wie-das-wasser-in-der-ahr-stieg-und-stieg-und-wie-der-krisenstab-reag-_arid,2291068.html

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Linke Legenden:
Wie eine Flut Erinnerungen an Fergus Falls und Chemnitz anspült

Natürlich standen in den letzten Tagen auch weiterhin die Nachrichten zur Flutkatastrophe im Mittelpunkt. Längst haben die Ökofaschisten das Narrativ gesetzt: Tausende Menschen seien Opfer des Klimawandels
https://www.welt.de/politik/deutschland/article232546323/Reaktionen-auf-Hochwasser-Der-Klimawandel-ist-in-Deutschland-angekommen.html
geworden. So oft und so penetrant wurde die Lüge wiederholt, dass es an ein Wunder grenzen würde, wenn auch die seriösen Wortmeldungen bei den Bürgern auf Gehör gestoßen wären. Angeführt vom Deutschen Wetterdienst
https://presse-augsburg.de/wetterdienst-sieht-klimawandel-nicht-als-flut-ursache/739172/
stemmten sich sogar einige wackere Journalisten der Leitmedien gegen den Missbrauch von Opfern, doch die Zahl der Lügner war einfach zu groß. Und das Kartell legte umgehend nach: Rechtsextreme hätten sich in die Flutgebiete aufgemacht, um zu helfen. Sie nutzten die Not der Menschen für ihre Ideologie aus. Das muss man sich mal vorstellen: Da haben die angeblichen Guten nichts Besseres zu tun, als das Leid Tausender für ihre verrückte Klimadoktrin auszunutzen und anschließend davor zu warnen, sich von vermeintlich Rechtsextremen helfen zu lassen. Kann man bösartiger sein? Es ist abscheulich.
… Alles vom 26,7,2021 bitte lesen auf
https://peymani.de/linke-legenden-wie-eine-flut-erinnerungen-an-fergus-falls-und-chemnitz-anspuelt/
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Klimawandel für Überflutung verantwortlich
Dauerregen verwandelt Flüsse und Bäche in reißende Fluten. Dutzende Menschen sterben, zahlreiche werden vermisst. Politiker verschiedener Parteien machen den Klimawandel dafür verantwortlich – und fordern eine rasche Bekämpfung.
… Alles vom 16.7.2021 bitte lesen auf
https://www.welt.de/politik/deutschland/article232546323/Reaktionen-auf-Hochwasser-Der-Klimawandel-ist-in-Deutschland-angekommen.html

Wetterdienst sieht Klimawandel nicht als Flut-Ursache
Nach Ansicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist nicht bewiesen, dass der Klimawandel die verheerende Flutkatastrophe im Westen Deutschlands ausgelöst hat. Diplom-Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst sagte der „Bild“ (Samstagausgabe): „Ein solches regionales Unwetter ist ein Einzelereignis, das ist Wetter. Die Behauptung, der Klimawandel ist schuld, ist so nicht haltbar.“
… Alles vom 17.7.2021 bitte lesen auf
https://presse-augsburg.de/wetterdienst-sieht-klimawandel-nicht-als-flut-ursache/739172/

 

 

Kaiserstühler Winzer helfen Weingütern an der Ahr
Wo einst ein ansehnliches Weingut stand, ist nur noch Schutt übrig: Viele Winzer im Ahrtal sind vom Hochwasser betroffen. Ihre Kollegen am Kaiserstuhl rufen jetzt zu Sach- und Geldspenden auf. Eva Köpfer und Marita Karle vom Organisationsteam der Kaiserstühler Wein-Fass-Bar haben eine Spendenaktion für Winzerkollegen an der Ahr, die bei der Hochwasserkatastrophe teilweise ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben, ins Leben gerufen. Die extremen Regenfälle haben auch den Winzern im Ahrtal heftig zugesetzt. Zahlreiche Keller wurden überflutet, Fässer und unzählige Flaschen sowie Maschinen und Geräte für Weinberg und Weinkeller zerstört. Die meisten der 65 Haupterwerbswinzer leiden große Not und wissen derzeit nicht, wie es weitergehen soll. Wo vorher noch ein ansehnliches Weingut stand, ist nur noch ein großer Haufen Schutt übrig. Auch viele der rund 1000 Nebenerwerbswinzer sind betroffen.
….
Wer Maschinen und Geräte spenden möchte, kann sich an Eva Köpfer (Mail: koepfer@weingut-abril.de, Telefon 0160/96281171) oder an Marita Karle (Mail: marita@weingut-gerhard-karle.de, Telefon 07668/5252) wenden.
Wer Geld überweisen will, kann dies auf das Konto des Vereins Kaiserstühler Weingüter bei der Sparkasse Freiburg, IBAN DE96 6805 0101 0010 0642 01 Verwendungszweck „Fluthilfe Ahrwinzer“, tun.
https://www.weingut-abril.de 
https://www.weingut-gerhard-karle.de

… Alles vom 23.7.2021 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/kaiserstuehler-winzer-helfen-weinguetern-an-der-ahr–203579565.html

 

Weder Korrelation noch Kausalität: Flut und Klima
„Die Flutkatastrophe ist kein Ergebnis des Klimawandels, sondern eines behördlichen Totalversagens mit fahrlässiger Tötung”, so der Diplom-Meteorologe Dominik Jung am 8.9.2021 auf Wetter.net. Bei den Unwettern in NRW und Rheinland-Pfalz starben mindestens 180 Menschen. Dies hätte verhindert werden können, wenn die damaligen Vorhersagen entsprechende Maßnahmen ausgelöst hätten. Aber „die behördliche Warnkette hat auf allen Ebenen eklatant versagt”, so jung in diesem gut verständlichen und sehr informativen (Fakten statt Hetze) Video:
https://youtu.be/fLZCO7IMrG0
Jung moniert den von Politikern hergestellte Zusammenhang von Wetter und Flut sowie Klimawandel . Der meteorologische Begriff Wetter geht darauf ein, „was aktuell draußen passiert.” Klima dagegen bezeichne Wetterbeobachtungen über einen langen Zeitraum von über 30 Jahren. Den extremen Starkregen im Ahrtal „mit dem Klimawandel bzw. der Klimaerwärmung in Verbindung zu bringen, ist fachlich völliger Unsinn”, so der Meteorologe.

Dominik Jung – 20.07.2021: Das Totalversagen der Behörden! Wetterkarten beweisen: Extrem-Unwetter war seit Tagen bekannt!
https://youtu.be/fLZCO7IMrG0
https://www.youtube.com/watch?v=fLZCO7IMrG0
21.7.2021

Kommentare:
Da schlimme ist, dass jetzt alle wie im Chor das Unwetter auf den Klimawandel schieben. Sehr praktisch, um von ihrem eigenen Versagen abzulenken und noch schlimmer, damit Wahlkampf betreiben. Nur noch ekelhaft!
20.7.2021, R.W.
Vielen Dank für Ihren Mut! Klare Worte, die Sie aussprechen. Die Lügen der Politiker werden durch dieses Video entlarvt. Das total Versagen des Staats enthüllt. Vielen Dank für Ihre Aufklärung.
21.7.221, H.Z.
Ende Kommentare

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China zur Flut: D gleicht immer mehr einem Entwicklungsland
Sind wir jetzt bewundernswert? Nach den Österreichern wundern sich auch die Chinesen über uns.
Zhang Danhong @ZhangDanhong 20,7,2021, 15.19 auf Twitter:
Der Deutschland-Mythos bröckelt in China. Chines.
Medien berichten ausführlich über die Katastrophe und wundern sich, dass das Land der besten Technik und Ordnung nichts mehr auf die Reihe bekommt.
“Deutschland gleicht immer mehr einem Entwicklungsland”, hieß es in einem Text.
… Alles vom 20.7.2021 bitte lesen auf
https://www.danisch.de/blog/2021/07/20/wenn-sich-auch-die-chinesen-wundern/

 

Deutschland wurde präzise gewarnt – die Bürger aber nicht
Monumentales Systemversagen
Eine britische Forscherin erhebt schwere Vorwürfe: Die Flut sei präzise vorhergesagt worden – doch die Reaktion blieb aus. Wer ist politisch verantwortlich?
….
Die ersten Zeichen der Hochwasserkatastrophe in Deutschland wurden bereits neun Tage zuvor von Satelliten erfasst. Vier Tage vor den Fluten warnte das Europäische Hochwasser-Warnsystem (Efas) die Regierungen der Bundesrepublik und Belgiens vor Hochwasser an Rhein und Meuse. 24 Stunden vorher wurde den deutschen Stellen nahezu präzise vorhergesagt, welche Distrikte von Hochwasser betroffen sein würden, darunter Gebiete an der Ahr, wo später mehr als 93 Menschen starben.
Das sagte Hannah Cloke, Professorin für Hydrologie an der britischen Universität Reading und eine der Entwicklerinnen des Europäischen Hochwasser-Warnsystems. Ihr Urteil in der „Sunday Times“: „Monumentales Systemversagen“ ist der Grund für eine der tödlichsten Naturkatastrophen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg. „Die Tatsache, dass Menschen nicht evakuiert wurden oder die Warnungen nicht erhalten haben, legen nahe, dass etwas schiefgegangen ist.“
… Alles vom 20.7.2021 bitte lesen auf
https://www.tagesspiegel.de/politik/monumentales-systemversagen-deutschland-wurde-praezise-gewarnt-die-buerger-aber-nicht/27433034.html

Germany knew the floods were coming, but the warnings didn’t work
Weather scientists say a ‘monumental failure of the system’ is directly to blame for the death and devastation triggered by a month’s worth of rain that fell in two days this week.
The first signs of catastrophe were detected nine days ago by a satellite orbiting 500 miles above the tranquil hills around the Rhine river.
Over the next few days a team of scientists sent the German authorities a series of forecasts so accurate that they now read like a macabre prophecy: the Rhineland was about to be hit by “extreme” flooding, particularly along the Erft and Ahr rivers, and in towns such as Hagen and Altena.
Yet despite at least 24 hours’ warning that predicted, almost precisely, which districts would be worst afflicted when the rains came, the flood still caught many of its victims largely unawares.
… Alles vom 19.7.2021 bitte lesen auf
https://www.thetimes.co.uk/article/germany-knew-the-floods-were-coming-but-the-warnings-didnt-work-cn99wjxzs

 

 

Jugend und Hochwasser
Eine Gegenrede ging bei mir ein:
„Hallo Herr Danisch, die Leserzuschrift im Artikel „Ein Bild der Gesellschaft und der Generationen, direkt aus dem Katastrophengebiet“
https://www.danisch.de/blog/2021/07/19/ein-bild-der-gesellschaft-und-der-generationen-direkt-aus-dem-katastrophengebiet/
kann und will ich so nicht stehen lassen.
Ich bin seit Freitag jeden Tag im Ahrtal. Ich wohne nur 1 km vom Katastrophengebiet entfernt und habe betroffene Bekannte und Familie im Gebiet.
Hier bei uns stellen die unter 30 jährigen die absolute Mehrheit der Helfer.
Sei es von den freiwilligen Feuerwehren oder auch einfach private Helfer!
Es kommen ganze Busladungen und Schwärme von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem gesamten Umland die einfach überall helfen oder von Haus zu Haus gehen und fragen ob Hilfe gebraucht wird.
Gestern Nachmittag habe ich mit einer spontan gebildeten Gruppe aus einer handvoll 20-30 jähriger einen Keller sowie das Erdgeschoss ausgeräumt. Wir kannten weder den Hausbesitzer noch uns gegenseitig aber haben im vorbeigehen nur gesehen das dort Hilfe benötigt wurde und in dieser Runde war ich (Mitte 30) mit Abstand der älteste.
Da wir hier auf dem Land sind, haben auch viele bereits mit 16 einen Traktorführerschein und fahren hier pausenlos mit schwerem Gerät um Schuttberge zu beseitigen oder Autos aus Häusern zu ziehen, Wasser in 1 cbm-Containern zu transportieren, etc.
Mag sein das der Leser in NRW wohnt wo die Lage vielleicht so ist, hier im ländlichen Raum sieht das jedoch ganz anders aus. Alle Generationen arbeiten hier Hand in Hand zusammen und interessanterweise sind die männlichen und weiblichen Helfer gut ausgeglichen.
Vielleicht ist hier auf dem Land auch einfach noch die Welt in Ordnung… So, ich muss wieder los. Wir haben noch viel vor uns. Viele Grüße aus dem Ahrtal.“

Das ist vielleicht der springende Punkt: „Ländlicher Raum“. Leute, die mit 16 einen Traktorführerschein machen, haben dafür meistens sowohl Grund, als auch Hintergrund, nämlich in einem Umfeld aufgewachsen zu sein, wo man Traktoren hat und einsetzt, und das tut man nicht zum Spaß. Die hat man, weil man sie braucht, und Landwirtschaft, ob nun Pflanze oder Tier, ist es gewohnt, anpacken zu müssen, und nicht einfach mal in Urlaub zu gehen oder zu streiken.
Hier in den Großstädten haben wir mit den Leuten zu kämpfen, all diesen Gretas und Luisas, die wohlbehütet aufgewachsen und der Meinung sind, dass weil sie kein Auto brauchen, und sie nur Fahrrad und S-Bahn fahren, auch niemand anderes irgendwas mit Motor brauche – schon gar keinen Traktor.
Wir haben hier mit Leuten zu tun, die nicht melken und nicht mähen, sondern Soziologie oder Politologie oder sowas studieren, niemals arbeiten, es auch nicht könnten oder wollten, grundsätzlich auf Kosten anderer leben und alles bereitgestellt haben wollen, Kapitalismus und Maskulinität kritisieren, und dann aber meinen, anderen Vorschriften machen zu können.
Da gibt es sicherlich enorme Unterschiede zwischen Stadt- und Landjugend.

Man möge die Beschreibung dieses Lesers vergleichen mit Klimaprinzessinnen wie Luisa Neubauer, die auf Städtetournee geht um überall zu streiken, also vorzutanzen, wie eine aussieht, die niemals arbeitet, davon aber ständig streikt. Stellt Euch vor, die kämen jetzt bei Euch im Krisengebiet vorbei, um Euch im Weg zu stehen, Euch die Wege zu blockieren und Euch einen vorzustreiken. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihr da nicht nur Traktoren, sondern auch Mistgabeln habt.
Ich war in keinem der Gebiete, aber aus dem Raum Euskirchen wurde mir eben anderes berichtet. Obwohl das eigentlich nur 10km weg liegt.
Vielleicht habe ich Euch zu Unrecht auf den Schlips getreten. Aber sicher nicht nutzlos.
Denn, sorry, wenn ich das so sage, zumindest in den Städten haben wir das Bild einer faulen, ungebildeten, aber besserwisserischen, eingebildeten, moralüberheblichen, unverschämten Jugend.
Es freut mich sehr zu hören, dass das auf dem Land auch anders geht. Aber gerade deshalb sollte man den Kontrast nicht ignorieren, sondern herausstellen. Denn der Unterschied, mehr noch dessen Bemerken und Erkennen, sind wichtig.

Stellt Euch mal Greta oder Luisa Neubauer statt in ihrem Klimaprinzessinnenrollenkostüm in dreckigen Hosen, mit Gummistiefeln auf einem Traktor (mit Dieselmotor!) vor, wie sie Autos abschleppen. Statt zu „streiken“. Also mal was zu arbeiten, statt immer nur für die Kameras nicht zu arbeiten. Als würde man von einer Pseudovölkerrechtlerin erwarten, Kühe zu melken.
Wie gesagt, es freut mich sehr, wenn es noch eine Jugend gibt, die anpackt. Aber charakteristisch ist es nicht mehr.
… Alles vom 19.7.2021 von Michael Dienstbier bitte lesen auf
https://www.danisch.de/blog/2021/07/19/jugend-und-hochwasser/#more-44304

 

 

WDR – Peinliches Versagen bei Überflutung RNW und RP
Am Dienstagabend begann der Regen, und er hörte nicht auf. Es regnete in Hagen, im Sauerland und im Rheinland. Am Mittwoch waren dann schon in den besonders schwer betroffenen Orten Straßen unterspült, Pflegeheime geräumt, Straßen abgesperrt und Keller ausgepumpt worden. Flüsse und Bäche traten über die Ufer. Stadteile waren durch die Wassermassen abgeschnitten. Dass Technische Hilfswerk, die Polizei und die Feuerwehr waren unermüdlich im Einsatz. Und es war klar, dass sich mit jeder weiteren Regenstunde die Lage der Menschen verschlimmern würde. Das Hochwasser in dieser Woche war eine Katastrophe mit Ansage, die bis zur Stunde immer weiter eskaliert und mittlerweile allein in NRW schon zu 43 Toten und Schäden in Milliardenhöhe geführt hat.

Wer sich am Mittwoch auf die Berichterstattung des Westdeutschen Rundfunks (WDR), der größten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Europas, verließ, bekam das alles nur am Rande mit. …
Das private Lokalradio Wuppertals sprang ebenso in die Bresche wie nahezu alle Internetseiten der privaten Verlage, die mit Tickern und Livevideos ausführlich und aktuell berichteten. Beim WDR machte man da noch Dienst nach Vorschrift. In den sozialen Medien machte sich schnell Unmut breit, den das Online-Magazin DWDL am frühen Donnerstagmorgen in einer harschen Kritik zusammenfasste. Um 2.41 Uhr erschien dort ein Artikel mit der Überschrift: „Unterlassene Hilfeleistung: WDR lässt den Westen im Stich“. In dem Kommentar schrieb DWDL-Chefredakteur Thomas Lückenrat: „Sich auf den WDR zu verlassen, kann lebensgefährlich sein.“ Es sei den Beitragszahlern nicht vermittelbar, dass der „großzügig ausgestattete öffentlich-rechtliche Rundfunk wie hier im Falle des WDR es in akuten Krisensituationen nicht schafft, ein verlässliches Informationsangebot für das Sendegebiet zu liefern, was wohl unbestritten zur Kernaufgabe gehört“.
…. Alles vom 16.7.2021 bitte lesen auf
https://www.cicero.de/innenpolitik/wdr-peinliches-versagen

Unterlassene Hilfeleistung: WDR lässt den Westen im Stich
Totalausfall nach Unwetter
Es ist nicht mehr vermittelbar. Nicht den Beitragszahlerinnen und Beitragszahlern, nicht der Medienpolitik oder dem Fachjournalismus: Wenn der finanziell großzügig ausgestattete öffentlich-rechtliche Rundfunk wie hier im Falle des WDR es in akuten Krisensituationen nicht schafft, ein verlässliches Informationsangebot für das Sendegebiet zu liefern, was wohl unbestritten zur Kernaufgabe gehört, dann wird bei all den Sparbemühungen der Häuser, an den falschen Stellen gespart. Der WDR betont so gerne „Wir sind der Westen“, doch genau den hat man in der Nacht zu Donnerstag im Stich gelassen.

Privatradio führt mit Marathonsendung den WDR vor
In Wuppertal ist Radio Wuppertal, die lokale Station des Privatsenderverbunds Radio NRW, bis tief in die Nacht live on air mit einer Sondersendung. Nach eigenen Angaben will man die ganze Nacht durch on air bleiben. Aus gutem Grund, wie Chefredakteur Georg Rose erklärt: Man übernehme in der Stadt die Aufgabe des Warnradios, habe sich damit zur Ausstrahlung behördlicher Warnmeldungen verpflichtet. Vier mal in der Stunde verliest Radio Wuppertal in dieser Nacht daher die jeweils aktuelle Warnmeldung der Behörden. Zwischendurch Musik und Werbung. Und doch schaffte Radio Wuppertal, was der WDR nicht schaffte: Zu informieren.
Der WDR war beinahe ein Totalausfall.

Dieser WDR in der Verantwortung von Tom Buhrow, Jörg Schönenborn und Valerie Weber jedoch hat heute Nacht versagt. Was nützen da sicher tolle Innovation-Labs, Dialoge zur Zukunft und anderer Firlefanz, wenn es an den Grundlagen eines verlässlichen Programms scheitert. Nun, die Rechtfertigungen werden wieder so eloquent sein wie die Einsicht spärlich. Der Status Quo, begrenzte Mitteln etc. Nein, dafür beobachtet auch DWDL.de schon zu lange das immer gleiche Schauspiel. Diese Argumente sind Augenwischerei: Es ist nicht länger vermittelbar, dass bei einer stolzen finanziellen Ausstattung ausgerechnet für die regionale Information als Kerngenre kein Geld da sein soll.
Da stinkt der Fisch vom Kopf her und die Inkompetenz im Management blamiert einen ganzen Sender mit so vielen Journalistinnen und Journalisten, die gut vernetzt im ganzen Land verteilt sind. Wann will man sie eigentlich nutzen, wenn nicht in einer erwartbar dramatischen Nacht für Nordrhein-Westfalen?

.. Alles vom 15.7.2021 von Thomas Lückerath um 2.41 Uhr bitte lesen auf
https://www.dwdl.de/meinungen/83629/unterlassene_hilfeleistung_wdr_laesst_den_westen_im_stich/
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