Die Geschichte hat gezeigt: Deutschland taugt nicht für Krieg und Kriegswirtschaft. Zwei Weltkriege, ein drittes Reich und ein DDR-Reich verpflichten Deutschland zur Friedenspolitik. Als Leitidee gilt nach wie vor das Diktum der Entspannungspolitik von Willy Brandt: „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein“.
I. Nach dem Mauerfall 1989 bzw. nach 1990 waren wir auf dem Weg zum Frieden. Leo Ensel erinnert daran in seinem Beitrag „Wir sind EINE Menschheit!“ (1). Michail Gorbatschow sagte „Sieger ist nicht, wer Schlachten in einem Krieg gewinnt, sondern wer Frieden stiftet!“
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II. Putin wurde nach seiner Rede vom 25.9.2001 im Bundestag gefeiert. Putin meinte es ernst. Doch später „wurde ihm die ausgestreckte Hand abgeschlagen“ (Horst Teltschik). Putin als Machtmensch sieht seine Aufgabe primär darin, das größte Land der Welt zusammenzuhalten. Er versuchte es lange Zeit mit Diplomatie. Erst nachdem NATO-Drang nach Osten und der Tötung von 13.000 russischstämmigen Bewohnern im Donbass durch die Armee von Kiew und das Mutterspracheverbot (Behörden, Schule) ließ ihn von der Diplomatie zum Militär wechseln und führte letztendlich zum rechtswidrigen Angriff auf die Ukraine vom 24.2.2022.
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III. Heute wird der Ukrainekrieg trotz Pattsituation als Experimentierfeld für Drohnen solange fortgeführt, bis die Drohnentechnologie mit ihren Rüstungskonzernen in RU, US, D, EU, NATO und USA keinen Mehrwert im weiteren Experiment mehr sehen.
IV. Deutschlands Politik der Deindustralisierung aufgrund der Verweigerung von Energiemix und leistungsorientieter Bildung sowie der Abkehr von der sozialen Marktwirtschaft hin zur Kriegswirtschaft (Krieg ist Konsum, keine Investition) ist falsch. Sie basiert auf die Erklärung von Russland zum äußeren Feind, um dadurch von der desolaten Innenpolitik abzulenken. Was erwartet ein angeblich drohener Putin in Deutschland: Bildungsmisere, Öffentlicher Raum in der Hand krimineller Islamisten, Selbsthass der Deutschen auf alles Eigene.
Der Berliner Traum von „Russland ruinieren“ und „Russland wird unser ewiger Feind sein“ zeigt eine dumme Geschichtslosigkeit. Das russische Volk ist ein von der Orthodoxie geprägtes friedliebendes Volk – „Mütterchen Russland“ eben, das wie Deutschland das „Fehlen überzähliger Söhne“ („Youth Bulges„, Prof Heinsohn) beklagt oder auch nicht beklagt.
Auch wenn die Mainstreammedien pausenlos verkünden „Die Bedrohung durch Russland wächst auch in Deutschland“ (2), ist es zweimal falsch: a) Für die Bedrohung gibt es keine Beweise. Putin hat zuletzt im Juni ein bilaterales Friedensabkommen angeboten, das von Berlin in arroganter weise abgeschlagen wurde. b) Diese Befragung der deutschen Bevölkerung hat es bis dato nicht gegeben.
V. Egon Bahr, der außenpolitischer Berater von Willy Brandt, sagte 1980: „Die eigenen Interessen eines Staates zählen, nicht die Werte. Wenn ein Politiker anfängt, über „Werte“ zu schwadronieren, dann ist es höchste Zeit, den Raum zu verlassen“.
Es liegt im unserem Interesse, daß Deutschland mit Ost bzw. zuvörderst Russland UND West bzw. auch den USA gut auskommt. Die Regierung Merz-Klinbeil hat es geschafft, mit beiden Seiten ein schlechtes bilaterales Verhältnis hinzubekommen – auch eine Leistung, allerdings eine des Unfriedens.
Es liegt im deutschen Interesse:
– Rückkehr zur Diplomatie. Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit.
– Ukrainekrieg stoppen: Anknüpfen an Istanbul.
– Energiemix zulassen.
– Bildung an Leistung ausrichten.
– Bundeswehr als moderne (Dohnen, KI) und reine Verteidigungsarmee (3).
– Migration an der internationalen üblichen einwanderungspolitischen Devise „Nettosteuerzahler willkommen“ ausrichten
– Wohnungsbauoffensive mit Anreizen wie Abschreibung 10%/Jahr
– EU-Reform incl. Target-Salden (eine Billion) sowie Euro
– Meinungsfreiheit als Bürgerrecht Nr. 1 offline wie online (Social Media) bewahren.
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Friedensland Deutschland ich auch Freiheitsland Deutschland. Dazu zum Abschluss noch ein Statement von Willy Brandt aus seiner Rede vor dem SPD-Parteitag in Bonn, 14. Juni 1987: „Wenn ich sagen soll, was mir neben dem Frieden wichtiger sei als alles andere, dann lautet meine Antwort ohne Wenn und Aber: Freiheit. Die Freiheit für viele, nicht nur für die wenigen. Freiheit des Gewissens und der Meinung. Auch Freiheit von Not und von Furcht.“
Was es dazu allerdings braucht, ist, die Friedensbewegung aus ihrer Lethargie, Bequemlichkeit und Einseitigkeit bzw. Arroganz („Nur ein linker Friedensbewegter ist ein guter Friedensbewegter“) zu befreien.
31.8.2026
Dieser Text ist ohne KI geschrieben worden
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Ende von Beitrag „Deutschland ist Friedensland“
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Beginn von Anlagen (1) – (2)
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(1) „Wir sind EINE Menschheit! Wir leben alle auf EINEM Planeten!“ – Zum vierten Jahrestag des Todes von Michail Gorbatschow
Seit Gorbatschows Tod am 30. August 2022 habe ich zu diesem Datum jedes Jahr an den Ausnahmepolitiker erinnert, jenen Chef einer Supermacht, der nichts weniger als eine atomwaffen-, nein: gewaltfreie Welt anstrebte. Es ist auch dieses Jahr nötig – um daran zu erinnern, wie weit wir alle schon einmal waren. Und um zu zeigen, zu welchen Prinzipien wir wieder zurückfinden müssen, wenn die Menschheit überleben will.
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„Eine neue Vision der Welt triumphiert, die Ära der Konfrontation ist vorbei, die das Gesicht Europas und der Welt prägte. Lasst uns ohne Zögern dafür sorgen, dass gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit alltäglich und selbstverständlich werden in der Kommunikation unserer großen Nationen. Möge der auf 20 Jahre geschlossene sowjetisch-deutsche Vertrag zu einem Vertrag über den ewigen Frieden werden!“ So weit waren wir einmal.
Michail Gorbatschow formulierte diese Sätze als Präsident der Sowjetunion am 9. November 1990 – genau ein Jahr nach dem Mauerfall und einen Monat nach der deutschen Vereinigung – anlässlich der Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen „Vertrag über gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit“ http://www.glasnost.de/db/DokAus/90sow.html in Bonn.
Heute, im Sommer 2026 über dreieinhalb Jahrzehnte später, sind wir wieder sternenweit von diesen Sätzen entfernt. Man könnte darüber in Tränen ausbrechen und in Verzweiflung geraten, man kann diese Sätze aber auch als „Stachel im Fleische der Gleichgültigkeit“, als permanenten Ansporn ansehen, sich mit der aktuellen Lage niemals abzufinden! Ich habe mich für Letzteres entschieden.
Im Folgenden stelle ich eine Reihe von Gedanken des Ausnahmepolitikers und -menschen vor, die in der aktuell brandgefährlich zugespitzten Konfrontation zwischen dem kollektiven Westen und Russland wieder hilfreich sein könnten.
… Alles vom 20.8.2026 von Leo Ensel bitte lesen auf
https://www.nachdenkseiten.de/?p=155485
(2) Nachrichtensender n-tv und die „Bedrohung durch Russland“: Politische „Wahrheit“ wird zur Medienwahrheit
„Die Bedrohung durch Russland wächst auch in Deutschland“ – diesen Satz serviert der Nachrichtensender n-tv seinen Lesern in einem Artikel unter der Überschrift „Bundesministerium bereitet sich auf Verteidigungsfall vor“.
https://www.n-tv.de/politik/Bundesministerium-bereitet-sich-auf-Verteidigungsfall-vor-id31221254.html
Die Aussage steht im Indikativ, also in der Wirklichkeitsform. Mit anderen Worten: Es ist so, die Aussage ist Fakt – zumindest aus Sicht der n-tv-Redaktion. Beweise, harte Fakten bietet der Artikel nicht. Eine kritische Distanz zu einem politisch hochgradig aufgeladenen Thema ist in der Aussage nicht zu erkennen. Der Sender hat die „Wahrheit“ der Politik übernommen. Eine Kurzanalyse.
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Was ist und was ist nicht? Das herauszufinden, ist Kernaufgabe von Journalisten. Je politischer und gesellschaftlich relevanter, umso dringlicher ist diese Aufgabe. Gerade wollen Politiker die gesamte Republik „kriegstüchtig“ machen. Aufrüstung steht an. Zwischen der NATO und Russland gibt es einen schweren Konflikt. In der Ukraine herrscht Krieg. Politiker und Experten reden von einem möglichen Krieg zwischen der NATO und Russland. Dies ist eine der schwierigsten Situationen für Journalisten – denn schwere Konflikte zwischen Staaten, und erst recht Kriege, sind so von Propaganda und Manipulationen durchdrungen, wie sie von Interessen geleitet sind.
Hier gilt: Medien müssen aufpassen, dass sie nicht zum verlängerten Arm von Interessenparteien werden. Auf NATO-Ebene und auch in Deutschland – das lässt sich nüchtern feststellen – gibt es Kriegstreiber, genauso wie die Verteidigungsindustrie ein Interesse an Aufrüstung hat. Ferner gibt es neue Kalte Krieger, die die Konfrontationspolitik gegenüber Russland wollen. In einer solchen Gemengelage muss die Presse wissen, dass es ein Interesse von bestimmten Kreisen gibt, angebliche „Bedrohungslagen“ der Öffentlichkeit zu präsentieren. Schließlich: Ohne Bedrohung ergibt die gigantische Aufrüstung keinen Sinn.
An dieser Stelle braucht es Journalisten, die in der Lage sind, Geheimdienstberichte kritisch zu dekonstruieren. Es braucht Redaktionen, die Aussagen der vorherrschenden Politik mit Distanz begegnen. Nichts davon findet sich in dem n-tv-Beitrag.
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… Alles vom 24.8.2026 von Marcus Klöckner bitte lesen auf
https://www.nachdenkseiten.de/?p=155281
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Leserbriefe zu „Nachrichtensender n-tv und die „Bedrohung durch Russland“: Politische „Wahrheit“ wird zur Medienwahrheit“
30.8.2026, https://www.nachdenkseiten.de/?p=155375