4 Jahre Ukrainekrieg: Stop jetzt

Am 24.2.2026 jährt sich der Ukrainekrieg zum vierten Mal. Harald Kujat und Michael von der Schulenburg unterbreiten Vorschläge zur Aufnahme von Friedensverhandlungen jetzt (1). Warum jetzt? Weil ein militärischer Zusammenbruch der Ukraine auch zu ihrem politischen Zusammenbruch führen wird.
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„Das größte Problem der EU und ihrer Mitgliedstaaten besteht darin, dass sie heute in ihrer eigenen Kriegspropaganda gefangen sind“ – einer Propaganda, auf deren militärische Irrealität Harald Kujat schon am 11.5.2024 hingewiesen hat. Der Irrsinn, einen mit Waffen nicht zu gewinnenden Krieg durch immer neue Milliarden zu verlängern, muß gestoppt werden. Durch Diplomatie.
14.1.2026
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Ende von Beitrag „4 Jahre Ukrainekrieg: Stop jetzt“
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Beginn von Anlagen (1) –
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(1) Europa braucht jetzt den Mut zum Frieden – ein Mahnruf zum 4. Jahrestag des Ukrainekrieges
… Wir Europäer – und das schließt alle nicht zur EU gehörenden Staaten, inklusive Russland, unseres Kontinents ein – müssen endlich den Mut aufbringen, einen neuen Weg zur Selbstbehauptung und zum Frieden zu suchen. Dazu muss sich die EU, als größte politische Gemeinschaft Europas, aus ihrer selbst auferlegten moralischen Zwangsjacke befreien, die sie daran hindert, mit einem Gegner überhaupt zu sprechen.

Zu viele glauben noch an einen baldigen Zusammenbruch der russischen Militärmacht und hoffen, dass die Ukraine den Krieg doch noch auf dem Schlachtfeld gewinnen könne. Mit dem detaillierten Vorschlag zu Friedensverhandlungen
https://michael-von-der-schulenburg.com/wp-content/uploads/Verhandlungsvorschlag-zur-friedlichen-Loesung-de-Ukrainekrieges.pdf,
den wir gemeinsam mit Horst Teltschik, Peter Brandt, Hajo Funke und Johannes Klotz erarbeitet haben, wollen wir hier einen Beitrag leisten. In dem kürzlich von uns veröffentlichten Dokument „Ukraine und Russland: Wie dieser Krieg mit einem Verhandlungsfrieden beendet werden kann“ legen wir präzise Vorschläge zu den Rahmenbedingungen möglicher Verhandlungen vor: zur Lösung territorialer Fragen, zur Rolle der NATO und einer möglichen Neutralität der Ukraine, zu Sicherheitsgarantien, zur künftigen Stärke der ukrainischen Armee sowie zu einem Friedensvertrag und einem Waffenstillstand. Darüber hinaus entwickeln wir Ansätze für eine regionale Sicherheitsarchitektur und eine zukünftige europäische Friedensordnung – ohne die es auch keinen tragfähigen Friedensvertrag für die Ukraine geben kann.

Das größte Problem der EU und ihrer Mitgliedstaaten besteht darin, dass sie heute in ihrer eigenen Kriegspropaganda gefangen sind. Öffentliche Aussagen, in denen der russische Präsident mit Hitler verglichen wird, „Russland wird immer ein Feind für uns bleiben“ (Wadephul) , Russland „aus der Geschichte getilgt“ (Baerbock) werden könne, der russische Staat zerschlagen und in unabhängige Einheiten aufgeteilt werden müsse, sind Äußerungen, die von blindem Hass zeugen und eher typisch für Verlierer sind. Aber Hass ist ein schlechter Ratgeber und ist völlig ungeeignet, wenn man ernsthaft Friedensverhandlungen anstreben möchte. Solange westliche Politiker glauben, Russland durch eine beliebige Verlängerung des Krieges in die Knie zwingen zu können, sind Verhandlungen nicht möglich. Dieser Glaube ist zudem gefährlich.

Nach dem Rückzug der USA verfügen die europäischen NATO-Staaten – die sich untereinander nicht einmal einig sind – weder über die finanziellen noch über die militärischen Mittel, um einen solchen Kurs durchzuhalten. Es könnte eine Situation entstehen, in der die Verteidigung der ukrainischen Streitkräfte zusammenbricht. Das wäre unbedingt zu verhindern, denn ein militärischer Zusammenbruch würde unweigerlich auch einen politischen Zusammenbruch der Ukraine nach sich ziehen. Der ukrainische Staat wäre dann kaum noch überlebensfähig. Deshalb brauchen wir jetzt Verhandlungen!
… Alles vom 13.2.2026 von Harald Kujat und Michael von der Schulenburg bitte lesen auf
https://www.nachdenkseiten.de/?p=146246
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Zu den Autoren:
Harald Kujat, General a.D., war von 2000 bis 2002 Generalinspekteur der Bundeswehr und von 2002 bis 2005 Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, der höchsten militärischen Position der Nordatlantischen Allianz. In dieser Funktion war er auch Vorsitzender des NATO-Russland-Rates und der NATO-Ukraine-Kommission der Generalstabschefs.
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Michael von der Schulenburg arbeitete 34 Jahre für die Vereinten Nationen und kurz der OSZE in vielen Krisen- und Kriegsgebieten der Welt, zuletzt im Rang eines UN Assistant Secretary-Generals. Seit 2024, ist Schulenburg Mitglied des Europäischen Parlaments und beschäftigt sich hauptsächlich mit außen- und sicherheitspolitischen Fragen.

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