Am heutigen 17. Juni 2025 jährt sich der Volksaufstand in der ehemaligen DDR zum 72. mal. Was als Aufstand der Arbeiter gegen die 10 prozentige Erhöhung der Arbeitsnorm des SED-Regimes in Berlin begann, breitete sich wie ein Lauffeuer im gesamten Land und in allen Bevölkerungsschichten aus. Auf Bitten der Ost-Berliner Regierung riefen die sowjetischen Besatzer den Ausnahmezustand aus und schlugen mit Panzern den Aufstand blutig nieder.
Unvergessen sind die Bilder, wie russische Panzer z.B. in der Leipziger Straße in Berlin auf mutige und zumeist junge DDR-Bürger schossen, die Pflastersteine mit den Händen aus der Strasse ausbuddelten und gegen die gepanzerten Fahrzeuge warfen. Nur weil sie bessere Lebensbedingungen, den Sturz der regierenden Unterdrücker, die Wiedervereinigung sowie vor allem Freiheit und freie Wahlen forderten. 55 mutige Menschen fanden an dem regnerischen 17. Juni 1953 in Berlin den Tod. Durch die Kanonen der sowjetischen Panzer. Hier sind ihre Namen:
Horst Bernhagen, 21 Jahre
Edgar Krawetzke, 20 Jahre
Rudi Schwander, 14 Jahre
Werner Sendsitzky, 16 Jahre
Gerhard Schulze, 41 Jahre
Dr. Oskar Pohl, 25 Jahre
Gerhard Santura, 19 Jahre
Willi Göttling, 35 Jahre
Rudolf Berger, 40 Jahre
Erich Nast, 40 Jahre
Richard Kugler, 25 Jahre
Kurt Heinrich, 44 Jahre
Hans Rudeck, 52 Jahre
Wolfgang Röhling, 15 Jahre
Alfred Wagenknecht, 43 Jahre
Oskar Jurke, 57 Jahre
Alfred Diener, 26 Jahre
Alfred Walter, 33 Jahre
Horst Walde, 27 Jahre
Kurt Crato, 42 Jahre
Gerhard Schmidt, 26 Jahre
Manfred Stoye, 21 Jahre
Rudolf Krause, 23 Jahre
Edmund Ewald, 25 Jahre
Horst Keil, 18 Jahre
Karl Ruhnke, 61 Jahre
Margot Hirsch, 19 Jahre
Hermann Stieler, 33 Jahre
Paul Othma, 63 Jahre
Kurt Arndt, 38 Jahre
Wilhelm Ertmer, 52 Jahre
Adolf Grattenauer, 52 Jahre
Erich Langlitz, 51 Jahre
August Hanke, 52 Jahre
Dieter Teich, 19 Jahre
Elisabeth Bröcker, 64 Jahre
Paul Ochsenbauer, 15 Jahre
Johannes Köhler, 44 Jahre
Eberhard von Cancrin, 42 Jahre
Erich Kunze, 28 Jahre
Herbert Kaiser, 40 Jahre
Gerhard Dubielzig, 19 Jahre
Joachim Bauer, 20 Jahre
Johann Waldbach, 33 Jahre
Gerhard Händler, 24 Jahre
Georg Gaidzik, 32 Jahre
Dora Borchmann, 16 Jahre
Kurt Fritsch, 47 Jahre
Horst Pritz, 17 Jahre
Herbert Stauch, 35 Jahre
Alfred Dartsch, 42 Jahre
Ernst Jennrich, 42 Jahre
Ernst Grobe, 49 Jahre
Wilhelm Hagedorn, 58 Jahre
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Unzählige DDR-Bürger wurden verletzt, zu langjährigen Haftstrafen verurteilt und sozial geächtet. Man sollte sich heute an sie erinnern.
Heute wird zum 17. Juni 1953 in Medien und Politik hierzulande geschwiegen. Obwohl dieser Tag zu den „großen revolutionären Erhebungen der deutschen Geschichte“ (Hubertus Knabe) zählt – und Revolutionen sind nicht gerade üppig gesät in unserer Geschichte. Lesen Sie mehr dazu hier und hier.
Heute ist der 17. Juni dem Vergessen anheimgestellt. Seit 1990 gilt nicht mehr der 17. Juni als Nationalfeiertag, sondern der 3. Oktober.
Nationalfeiertage in Deutschland früher und heute:
18. März 1848 – … was war da wohl?
17. Juni – Volksaufstand DDR 17.6.1953
9. November – Mauerfall 9.11.1989
3. Oktober – (ab 1990) Berliner Reichstag Einheitsfeier 3.10.1990
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Der 17. Juni muß wieder Feiertag werden (siehe Anlagen (2) und (3) unten). Gleichwohl mehren sich die Stimmen, die sogar den 3. Oktober als derzeitigen Nationalfeiertag der BRD abschaffen wollen.
Wie auch immer: Die anderen EU-Mitglieder wie Franzosen, Italiener, Spanier, Griechen, Polen usw. werden ihre jeweiligen Nationalfeiertage ganz bestimmt nicht abschaffen.
17.6.2025
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Ende von Beitrag „17. Juni 1953 und 17. Juni 2025“
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Beginn von Anlagen (1) – (3)
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(1) 17. Juni: Die 55 Toten, die die Linke vergessen will
Der 17. Juni ist fast im Nebel der Geschichte verschwunden – um den Tag des Volksaufstandes in der DDR hat sich eine Vergessenskultur gebildet. Vorne weg marschiert die Linke, die mit ihrer Vergangenheit als SED nichts mehr zu tun haben möchte und am Vortag ihren angeblich neuen Geburtstag feiert. Niemand darf ihr das durchgehen lassen.
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Der Mut der Deutschen in der DDR beeindruckte ihre Brüder und Schwestern im Westen – dort erhob man den 17. Juni zum Nationalfeiertag. Mittlerweile ist dieser Feiertag der Wiedervereinigung zum Opfer gefallen – und mit ihm offenbar auch die Erinnerung an den Volksaufstand. In einem Land, das sich sonst für sein angebliches Geschichtsbewusstsein und seine Erinnerungskultur selbst feiert, hat sich um die mutigen Aufständischen und die Opfer der sowjetisch-kommunistischen Repression eine Kultur des Vergessens entwickelt.
… Alles vom 17.6.2025 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/17-juni-die-55-toten-die-die-linke-vergessen-will/
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(2) Zum Tage: Vortrag von Michael Klonovsky zum 17. Juni
„Ist morgen der 17. Juni?”, fragte Stasi-Chef Mielke in einer Lagebesprechung im August 1989 seine Generalsrunde. „Grob betrachtet”, schreibt Leser ***, „könnte man die bisherige Geschichte der BRD auch in zwei Phasen einteilen: eine, in der das heutige Datum noch ein Feiertag war und in der es noch Hoffnung gab, und die andere, in der zwar diese Hoffnung sich erfüllte, aber das Künstliche der Gesamtkonstruktion sichtbar wurde und die Hoffnung auf Heilung dieses Defektes langsam, aber sicher erstarb.”
Deswegen ist der 17. Juni nicht nur kein Feiertag (mehr) – auf der Webseite von Nius fordert Alexander Kissler, er möge es wieder werden –, sondern das Datum versinkt im offiziellen Vergessen, wohin ihm der 9. November 1989 nach dem Willen der Etablierten allmählich folgen soll.
Man könnte sagen: Die Masseneinbürgerung von Menschen, die der deutschen Kultur und Tradition mehrheitlich sehr fern stehen und mit der europäischen Art zu leben wenig anfangen können, ist die Rache der Linken für die Wiedervereinigung. Sie wollen dieses fatale – das Verhängnis im Hosenanzug könnte formulieren: unverzeihliche – „Wir sind das Volk!” für immer vergessen und rückgängig machen.
Was mir zu diesem Datum zu sagen obliegt, habe ich vor zwei Jahren in einer Veranstaltung der Erasmus-Stiftung vorgetragen; wer es noch nicht gesehen hat, klicke bitte hier. https://www.youtube.com/watch?v=dYFy6uHcz74&t=24s
Michael Klonovsky – Vortrag Gedenkveranstaltung „70 Jahre Volksaufstand in der DDR“ am 17.06.2023
… Alles vom 17.6.025 von Michael Klonovsky bitte lesen auf
https://www.klonovsky.de/2025/06/zum-tage-6/
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Michael Klonovsky wurde 1962 in Schlema (Erzgebirge) geboren. 1965 zog seine Familie nach Ostberlin, wo er die allgemeinbildende polytechnische Oberschule besuchte, eine Maurerlehre absolvierte und seine Schulausbildung mit Abitur abschloss. 1990 erhielt er den „Wächterpreis der Tagespresse” für die „Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen durch die DDR-Justiz und den Staatssicherheitsdienst”. 1992 zog er nach München und wurde beim FOCUS zunächst Redakteur, dann Chef vom Dienst bzw. Textchef und war bis 2016 Leiter des Debattenressorts und zusätzlich Autor. Seit Juni 2016 ist er als Berater, Redenschreiber und Assistent tätig.
DES-Gedenkveranstaltung:
Am 17. Juni 1953 erhoben sich mehr als eine Million Deutsche in der DDR friedlich gegen die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse, gegen kommunistische Bevormundung und Repression. Nur durch den massiven militärischen Einsatz der sowjetischen Besatzer konnte der Aufstand blutig niedergeschlagen werden. In 167 von 217 Landkreisen erklärte die Sowjetunion den Ausnahmezustand. Sie verhängte das Kriegsrecht und übernahm offiziell die Regierungsgewalt in weiten Teilen der DDR.
https://www.youtube.com/watch?v=dYFy6uHcz74&t=24s
Nachdem der Aufstand mit Panzern niedergewalzt war, wurden tausende Personen festgenommen, gefoltert und abgeurteilt.
Es sollte noch weitere 36 Jahre dauern, bis das linke Verbrecherregime der SED, das den Volksaufstand als „faschistische Provokation“ diffamierte, endlich durch das Volk beseitigt werden konnte.
Für uns ist und bleibt der 17. Juni ein zentraler Gedenktag: ein Tag des mahnenden Gedenkens an die zahllosen Opfer des sozialistischen Terrors, aber auch ein Tag der Erinnerung an die Täter, deren geistige Nachfahren mit ihrer totalitären Anmaßung auch heute wieder unsere Freiheit bedrohen.
Ende DES
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(3) Der 17. Juni muss wieder ein Feiertag werden
Der 17. Juni ist ein Gedenktag ohne Gedenken. Der Volksaufstand in der DDR liegt über 70 Jahre zurück. Er entschwindet dem kollektiven Gedächtnis, seit er nur noch Gedenktag ist und nicht mehr Feiertag.
Die Entwicklung ist symptomatisch und wird von weiten Teilen der politischen Klasse begrüßt. Die DDR als Unrechtssystem zu bezeichnen, kam aus der Mode. Die zur Linken umbenannte SED gilt mittlerweile sogar bei der CDU als satisfaktionsfähig. So geht eine wichtige demokratische Lektion verloren: Kommunismus tötet. Wo Freiheit sein soll, muss auch Antikommunismus sein.
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Die Opfer mahnen
Freiheit, Nation und Rechtsstaatlichkeit: Die Botschaft der Demonstranten vom 17. Juni ist zeitlos aktuell. Die Opfer mahnen. Erst recht in Zeiten, in denen der Kommunismus noch immer als „interessantes Gedankenexperiment“ gilt oder gar als uneingelöstes Versprechen. Vor zwei Jahren hat die CDU im Bundestag die entscheidende Lektion benannt. Der 17. Juni reihe sich ein in den europaweiten Widerstand gegen den Kommunismus. So formulierte es damals Christiane Schenderlein, mittlerweile Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Kabinett Merz.
Das stimmt bis heute. Sozialismus und Freiheit, Kommunismus und Freiheit vertragen sich nicht. Ist die CDU bereit, es abermals so klar zu benennen? In Thüringen sichert sich die CDU ihre parlamentarischen Mehrheiten mit Hilfe der umbenannten SED.
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Die CDU bindet „Die Linke“ ein
„Die Linke“ wird eingebunden in einem sogenannten „prälegislativen Konsultationsverfahren“. Sonst kann Ministerpräsident Mario Voigt nicht regieren. CDU-Chef Merz findet nichts dabei. „Die Linke“ triumphiert. Selbst an einem Tag wie dem 17. Juni kann „Die Linke“ frohlocken. Sie ist angekommen, wo sie nicht hingehört: in der sogenannten „demokratischen Mitte“. Der Linkenpolitiker Dietmar Bartsch spricht es stolz aus.
„Wir alle als demokratische Parteien“: Es regt sich kaum noch Widerspruch, wenn die umbenannte SED sich jene demokratischen Tugenden zuspricht, gegen die die DDR-Führung Panzer auffahren ließ.
Der 17. Juni entschwindet dem Gedächtnis. Die Opfer des Kommunismus geraten in Vergessenheit. Die sozialistischen Ideologien kehren zurück. Der 17. Juni muss wieder ein Feiertag werden. Lernen kann man nur aus einer Geschichte, die man kennt.
… Alles vom 17.5.2025 von Alexander Kissler bitte lesen auf
https://www.nius.de/kissler-kompakt/news/der-17-juni-muss-wieder-ein-feiertag-werden/9f1f1013-0e80-4efc-b159-cb7334d4eaa8