Ebneter-Kultursommer

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Blick nach Norden über die Dreisam nach Ebnet am 22.10.2012 – Schlosspark im Herbstlaub

 

 

                   
(1) Schloss Ebnet 25.8.2006                   (2) Storchenschule 12.8.2007    (3) Storch oben am 7.6.2009

                   
(4) Bollenhut und Evolution                     (5) Ebneter Schloss am 1.Mai 2013      (6) Apfelblüte

(1) Blick nach Süden über die Open-Air-Bühne vor dem Ebneter Schloß am 25.8.2006 um 20 Uhr
(2) 2+2: Hagen Späth, Annette Ochsenkiel, Christine Euler und Nikolaus von Gayling-Westphal am 12.8.2007 um 13 Uhr vor der Storchenschule
(3) Die Ebneter Störche am 7.6.2009; Die Kirschen sind reif

 

 

Ebneter Kultursommer e.V.


50mal Musik, Theater, Kunst und Kinderspass vom 14. Mai bis 11. September 2011 im Freiburger Stadtteil Ebnet. Am Samstag, 14. Mai 2011, läutet um 17.00 Uhr zum siebten Mal der Ebneter KulturSommer die Sommerzeit auf dem Schlossgelände im Freiburger Stadtteil Ebnet und acht weiteren Spielorten ein

Ticketvorverkauf
Der Vorverkauf startet Ende April in der Geschäftsstelle der Badischen Zeitung, Bertoldstraße 7 in Freiburg, Telefon 0761 – 496 88 88 und in der Postservice-Filiale Freiburg-Ebnet, Steinhalde 2, Tel 0761 – 611 67 29. Online gibt es Karten unter www.badische-zeitung.de  oder www.reservix.de .
Geschäftsstelle Ebneter Kultursommer e.V.

Schloss Ebnet, Schwarzwaldstraße 278, 79117 Freiburg
Tel und Fax. 07 61 – 69 67 71 58
info@ebneter-kultursommer.org

www.ebneter-kultursommer.org

Vorstand: Vorsitzender Nikolaus von Gayling, Stellvertreterin Monika Humpert, Kassierer Lothar Christen, Schriftführer Oliver Lucht, Beiräte: Karin Erler (Nachbarschaftsbeauftragte), Christiane Liedtke (Verein Lebnetz), Paula-Renate Pallutt-Schmidt (Künstlerbetreuung).
Mutgliedschaft Jahresbeitrag 50 Euro – damit der Kultursommer unabhängig bleibt.
Sparkasse Freiburg Nördl. Breisgau
Kontonummer 0012637629, BLZ 680 001 01

 http://schloss-ebnet.jimdo.com/

 

Großherzog Ludwig von Baden (reg. 1818- 1830)

Zu dem zu Ende gegangenen Ebneter Festival anlässlich der 900-Jahr-Feiern sprach Nikolaus von Gayling, im Gartensaal des Ebneter Schlosses über die “Portraitkunst im Wandel der Zeiten”, u. a. auch über das Portrait von Großherzog Ludwig von Baden (reg. 1818- 1830).  Dabei wurde seine weitgehend unbekannte Vita und Verdienste um das “neue” Baden und besonders um Freiburg, um die Universität Freiburg, um die Gründung des (katholischen) Erzbistums und die 1. evangelische Kirche in Freiburg angedeutet – vViele Gäste wollten aber mehr wissen….
Um die Person dieses Großherzogs einmal von einer ganz neuen Seite zu beleuchten (in der “amtlichen” Historiographie gilt er als “Lebemann, stockkonservativ, Frauenheld, Geldverschwender” usw.), ist der Ebneter Schlossherr auf Anregung der stv. Leiterin des Stadtarchivs Freiburg, Dr. Christiane Pfanz-Sponagel gerne bereit,  einen öffentlichen Vortrag im Rahmen der Veranstaltungen des “Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land” über diesen Ahnherrn zu halten.  Voraussichtlich am Montag, den 18. November 2013, 19 Uhr im Gartensaal von Schloß Ebnet.


Der Schnappschuß zeigt das Portrait von Ludwig als preußischer Offizier, sowie seinen Ur-Ur-Ur-Enkel Nikolaus v.Gayling-Westphal (Ebnet) mit Tochter Caroline und Enkelin Tecla (Mailand), also die 5. – 7. Generatioin nach Ludwig.

14.7.2013

 

 

Empfang zum Start des Ebneter Kultursommers 2013

                    
(1) Großer Gartensaal 24.5.2013           (2) Volker Weymann aus Ebnet              (3) Yunus Yildiz (links)

                    
(4) Ibrahim Sarialtin (links)                      (5) Johannes Reiner (Mitte)                     (6) Hermann Hein (Mitte)

                   
(7) Storchenvater Hagen Späth              (8) Gärtner aus der Multi-WG                 (9) Der große Spiegel im Saal

                        
(10) Atai Keller                                           (12) Großer Gartensaal 24.5.2013

Zum Start des 9. Kultursommers lud Nikolaus von Gayling-Westphal am 24.5.2014 um 19 Uhr zu einem Empfang in den großen Gartensaal des Schlosses ein. Und der Schloßherr konnte viele gute Wünsche zu den diesjährigen Veranstaltungen entgegennehmen:
Prof Volker Weymann (2) gab in seinem Grußwort (den Text finden Sie weiter unten) drei Anstöße zum Nachdenken über Kultur und Musik.
Yunus Yildiz (3) vom Islamischen Zentrum Freiburg lud alle Kultursommer-Teilnehmer zum “Döner mit Sahne” am 22.Juli ins IZ ein.
Der Grünen-Stadtrat Ibrahim Sarialtin (4) beschrieb, wie friedlich Christen und Muslime früher in Andalusien zusammen gelebt hatten.
Johannes Reiner (5) freute sich als Vorsitzender des Freundeskreises Freiburg-Tel Aviv ganz besonders, dass beim Kultursommer ein “arabisch-jüdischer Chor” auftreten wird. Von Gayling wies hierzu auf den Freundeskreis Isfahan im Iran hin
Dr. Hermann Hein (6) von der Arge Freiburger Stadtbild: “Wenn wir die eigene Kultur vergessen, dann vergessen wir uns selbst.”
Dann brach man auf – zur Schloßscheune, wo um 20 Uhr die erste Veranstaltung des Kultursommers begann: Markus Orth liest aus “Irgendwann ist Schluss”
24.5.2013, Ekke

 

Grußwort – drei Anstöße bietet zum Nachdenken über Kultur und Musik

Sehr geehrte Damen und Herren,
Als den Musen zugetaner Initiator und großzügiger Gastgeber des Ebneter Kultursommers hat Herr von Gayling mich gebeten, dem heutigen Auftakt und damit der 9. Saison dieses variationsreichen Festivals im Dreisamtal, wie er schrieb, meinen „Segen zu geben“. Sie mögen verstehen, dass diese Bitte mich als evangelischen Theologen (nicht nur mangels eines entsprechenden Ritus) zögern ließ. So bitte ich Sie, mit einem Grußwort vorlieb zu nehmen, das drei Anstöße bietet zum Nachdenken über Kultur und Musik. Keine Sorge: es soll bei den Anstößen bleiben, die ich mir von drei Autoren leihe, um die Nachdenklichkeit, die daraus entstehen könnte, Ihnen anheim zu stellen.

Den ersten Anstoß kann uns der merkwürdige Protestant Friedrich Dürrenmatt geben. Ihm ging am Beispiel des Hamlet – am Zürcher Schauspielhaus  von Ernst Ginsberg gespielt – für seine Dramaturgie der Weg auf, den er einzuschlagen hatte: „nämlich nur vom Konflikt auszugehen“ und diesen tragikomisch durchzuspielen. Dazu bemerkte er: „(D)er Schriftsteller und mit ihm der Schauspieler (hat) den Menschen in seinen Konflikten sichtbar zu machen, … der Denker … hat die Probleme des Menschen zu finden und als Probleme zu lösen, die Menschheit braucht beide Darstellungsweisen, die denkerische als Vorschlag zur Lösung ihrer Konflikte, die künstlerische als Warnung, in ihren Lösungsversuchen nicht unmenschlich zu werden.“ Dramaturgie ob in literarischer Gestalt oder auf der Bühne könnte somit dazu beitragen, dass unser Umgang mit konfliktreichen Konstellationen menschlicher und (dies läge von Dürrenmatt her nahe) humorvoller wird, als dies oft der Fall ist.

Ein zweiter Anstoß ergibt sich mit der Polyphonie der Musik, die unverzichtbar bleibt zumal da, wo unser Leben in Gefahr steht, nur noch eine Tonart zu kennen und eintönig zu werden. Vielleicht nehmen Sie es mir nicht krumm, wenn es nun etwas theologischer wird, jedoch nicht minder menschlich. Dazu liegen in dieser Woche nach Pfingsten Bemerkungen von Dietrich Bonhoeffer nahe, die er am letzten Pfingstfest, das er 1944 erlebte, einem Freund schrieb – unter Luftangriffen aus dem Gefängnis Berlin-Tegel: „Ich beobachte hier immer wieder, daß es so wenige Menschen gibt, die viele Dinge gleichzeitig in sich beherbergen können; wenn Flieger kommen, sind sie nur Angst; wenn es etwas Gutes zu essen gibt, sind sie nur Gier; wenn ihnen ein Wunsch fehl-schlägt, sind sie nur verzweifelt; wenn etwas gelingt, sehen sie nichts anderes mehr… Sobald wir … (aber etwa) bei einem Alarm in eine andere Richtung geworfen werden als in die der Sorge um die eigene Sicherheit, also z.B. in die Aufgabe, Ruhe um uns zu ver-breiten, wird die Situation eine völlig andere; das Leben wird nicht in eine einzige Dimension zurückgedrängt, sondern es bleibt mehrdimensional-polyphon… Man muss die Menschen aus dem einlinigen Denken herausreißen – gewissermaßen als „Vorbereitung“ … des Glaubens, obwohl es in Wahrheit erst der Glaube selbst ist, der das Leben in der Mehrdimensionalität ermöglicht und uns also auch diese Pfingsten trotz Alarmen feiern lässt.“ Wie durch Musik kann auch durch den Glauben die Polyphonie des Lebens erschlossen werden und zum Klingen kommen. Folgt dieser doch der Lebensbewegung, dass ich mich verlasse und erprobe, worauf Verlass ist. Mit diesem Abstand mir selbst gegenüber werde ich hellhörig wie mitverantwortlich für die Polyphonie des Lebens und komme so erst recht zu mir selbst.
Der dritte Anstoß ergibt sich nochmals mit der Musik – und zeigt zugleich, wo dies kaum zu erwarten wäre, einen versöhnend ökumenischen Akzent. Wie Dietrich Bonhoeffer mit Freude musizierte und die Musik als Quelle lebendigen Lebens erachtete – so auch Martin Luther. Seine vielfach bezeugte Hochschätzung der Musik äußert er auch in einem Brief von 1530 an Ludwig Senfl, den er um eine Komposition zu dem Wort aus Psalm 118,17 bat, das sich um ihn besonders verdient gemacht habe: „Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Werke des Herrn verkündigen“. Freilich hätte dieser Brief von Luther Ludwig Senfl, damals Hofkapellmeister bei Herzog Wilhelm IV. in München, gefährlich werden können. Doch schreibt ihm Luther: Die „Liebe (zur Musik) hat mir auch Hoffnung gemacht, dass dir mein Brief keine Gefahr bringen wird…. Lobe ich doch Deine Herzöge von Bayern gar sehr, auch wenn sie mir nicht im mindesten geneigt sind, und achte sie vor andern hoch, weil sie die Musik so fördern und pflegen.“ Ja andernorts konnte er sagen: „In dieser Hinsicht lobe ich die Herzöge von Bayern, weil sie die Musik pflegen. Bei uns Sachsen werden Waffen und Bombardements gerühmt.“ Doch schenkt Musik, wie Luther an Senfl schreibt, „ein ruhiges und fröhliches Herz“ und vermag selbst da, wo Feindschaft lauern könnte, zwischen Menschen Brücken zu schlagen.
Mit diesen drei Anstößen zur Wahrnehmung von Kultur und Musik seien den Besuchern des Ebneter Kultursommers erfreuliche wie interessante Eindrücke gewünscht, die beschwingen und nachdenklich machen.
24.5.2013, Prof. Dr. Volker Weymann, v.weymann@gmx.de

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