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- www.freiburg-schwarzwald.de/lviv.htm >Archivseite Lviv
- Freundeskreis Freiburg-Lviv e.V
- Deutschland-Ukraine
- Ukraine-Frieden
Beseda-Klub: Lviv-Partnerschaft erhalten
Zum Bericht „Wann hört die Freundschaft auf – Freiburgs Städtepartnerschaft mit Lviv steht in der Kritik“ (BZ vom 8. März 2019). Zu dem oben genannten Artikel von Manuel Fritsch hat unser deutsch-russischer Klub „Beseda“ (übersetzt: Gespräch) die folgende Stellungnahme erarbeitet: Unser Klub, der um eine erfolgreiche Integration russischsprachiger Übersiedler aus der ehemaligen Sowjetunion und der Ukraine in die deutsche Gesellschaft durch literarische und andere Veranstaltungen bemüht ist, sieht die geschilderte Problematik um den Nationalisten Stepan Bandera aus folgendem Blickwinkel: Die in einigen Kreisen der Westukraine praktizierte Heldenverehrung des ehemaligen Anführers der Ukrainischen Partisanenarmee (UPA) hat zweifellos durch die ideologische Spaltung der Ukraine in zwei Lager – einen westlichen und östlichen, auf Russland ausgerichteten Teil des Landes – die ohnehin schon früher offenkundigen Kontroversen noch verschärft. Auf die Stadt Lviv, das frühere Lemberg, bezogen, bedeutet das einerseits, dass das Wiedererstarken des Personenkults um Bandera und ein daraus resultierender Fanatismus nicht ohne Gefahren für das bisherige gute partnerschaftliche Verhältnis zwischen Freiburg und Lviv verlaufen könnte. Andererseits sollte nicht vergessen werden, dass der bisher von gegenseitigem Verständnis getragene offene Dialog zwischen Menschen beider Städte sehr viel an positiven Eindrücken, Erfahrungen und kulturellen Bereicherung gebracht hat. Daher würde eine Beendigung der Städtepartnerschaft, die vor vielen Jahren in Freiburg in Anwesenheit der Bürgermeister von Lviv und Freiburg und der ukrainischen Sängerin Oksana Schowiak in Freiburg geschlossen wurde, viel Unverständnis hier und dort auslösen. Darunter würde letztlich auch die Jugend beider Länder leiden, deren Zukunft nicht von Misstrauen und Feindschaft gekennzeichnet sein sollte. Die Ausführungen von Herrn Erler teilen wir voll und ganz.
1.4.2019, Der Klub „Beseda“, Heinz-Udo Wegehaupt, Freiburg
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8.3.2019
https://www.badische-zeitung.de/freiburg/freiburgs-staedtepartnerschaft-mit-lviv-steht-in-der-kritik–167832545.html
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Vielleicht wird „Stephan Bandera“ in 20 Jahren kein Straßenname mehr sein
Zum Artikel: „Wann hört die Freundschaft auf“ (BZ vom 8. März), der sich mit dem Denkmal für Stepan Bandera in der ukrainischen Partnerstadt Lviv (Lemberg) beschäftigte.
Ihr Titel „Wann hört die Freundschaft auf?“ hat mich irritiert; denn der klingt, als sollte man die Städtepartnerschaft mit Lviv (endlich) aufhören? Gut dass Sie im Artikel die Argumente – dank der inhaltlichen Beiträge durch Professor Neutatz und Gernot Erler ausgewogener dargestellt haben.
Ach ja, Straßennamen von Faschisten gab es vor kurzem und gibt es vermutlich auch heute noch in Freiburg, auch wenn man sich endlich besinnt, was es mit den so geehrten auf sich hatte. Vielleicht wird ja „Stepan Bandera“ in 20 Jahren dort kein Straßenname mehr sein? Ich war im Mai 2018 in Lviv bei einem internationalen Esperanto-Treffen, und habe dort einiges Positive gesehen was Erinnerungskultur betrifft – und dem Bandera-Kult entgegensteht:
1. Vor dem Mauerrest der durch die Nazis zerstörten Synagoge „Goldene Rose“ ist ein gepflegtes Denkmal mit etwa 20 polierten Grabsteinen, welche jeweils Textinschriften verschiedener Autoren zum Thema Holocaust und Rassismus tragen.
2. Auf dem Zitadellen-Berg, oberhalb der Stefanika-Bibliothek, befindet sich ein Kreuz mit Erinnerungstafel an das dort befindliche „Stalag 328“, in dem Kriegsgefangene arbeiten mussten; dort seien die Hälfte der 284 000 Gefangenen umgekommen; darunter 46 italienische Kriegsdienstverweigerer (oder Deserteure?), die im Herbst 1943 exekutiert wurden.
3. Ein kleines Museum „Rusalka Dnistrova“ (der Titel des ersten weltlichen Buches in ukrainischer Sprache) in einem Kirchlein in der Nähe der Stefanika erzählt die Geschichte der Ukrainischen Sprache. Der Versuch die Volkssprache zu verbieten, hat den Nationalstolz genährt.
Lviv ist eine sehr schöne Stadt in einer schönen Umgebung mit wunderbarem Blick vom Burgberg. Diese Stadt mit ihren vielen Kirchen verschiedenster Religionen (es gibt auch ein Religionsmuseum) erzählt viel von der jahrhundertelangen west-östlichen Geschichte (Polen-Österreich-Sowjetunion-Ukraine). Ich bin mit dem Zug dorthin gefahren, habe unterwegs die polnische Partnerstadt von Gundelfingen besucht und fände es schade, „das Kind mit dem Bade auszugießen“.
18.3.2019, Dr. Manfred Westermayer, Gundelfingen
Dompfarrer Gaber besucht Lviv – Mehr Kontakte
Zu Gast waren die Priester auch im Rathaus bei Oberbürgermeister Andrej Sadowyji. Sie überreichten ihm einen Brief seines Amtskollegen Dieter Salomon. Die 800 000-Einwohner-Stadt Lviv galt im Frühjahr als Epizentrum der Revolution in der Ukraine und übt sich seither in Selbstverwaltung. Der Blick geht auch im Rathaus nach Westen. In Europa und der EU sieht der Lviver OB die Zukunft. „Es gibt ein großes Interesse, die Partnerschaft mit Freiburg zu beleben“, berichtet Dompfarrer Gaber vom Treffen mit dem Oberbürgermeister. Er hofft auf mehr Austausch und auf mehr Begegnungen. Über die Universitäten sollen mehr junge Menschen aus beiden Städten zusammengebracht werden. „Vielleicht ist es ganz gut, dass die Kirchen nun einen neuen Impuls für die Partnerschaft setzen“, sagt Pfarrer Petro Svidrun. ….
Alles vom 31.10.2014 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/freiburg/lviv-die-befreundete-stadt-in-der-ukraine-will-mehr-kontakt-nach-freiburg–93634286.html
Freundeskreis Freiburg – Lviv e.V.
Seit 24. August 1989 ist Lemberg, die größte Stadt in der westlichen Ukraine, Freiburgs Partnerstadt. Fast ebenso lang engagieren sich verschiedene Gruppen für die Region, 80 km von Polens Ostgrenze entfernt. Dass Hilfe aktuell Not tut, bestätigen der Freundeskreis Freiburg-Lviv e.V. und der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes.
Freundeskreis Freiburg-Lviv e.V., c/o Maria Steinle, Tel 0761/135135, hfaller39@web.de
Minika Labrenz, privat@monikaLabrenz.de
DRK Kreisverband, Arbeitskreis Auslandshilfe, Udo Pfistner, Telefon: 0 76 64/5 98 00,
Spendenkonto 20 31 307 bei der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau
