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Hangbebauung statt Ebenenversiegelung
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Hangbebauung im Wald um Freiburg
Fast alle Gemeinden und Städte entlang des Schwarzwaldes haben Hangbebauungen – Warum nicht auch im Schwarzwald? Teurere Erschließungen werden bezahlt und die Bewohner machen Wohnungen im Tal frei.
Das geschlagene Holz wird für die Neubauten verwendet.
NvG
Angesichts der großen Wohnungsnot wurde in Heidelberg in den 1980er Jahren der Hang im Wald zwischen HD-Rohrbach und Leimen der Stadtteil Emmertsgrund bebaut, um Wohnraum für etwa 7.000 Menschen zu schaffen. Im Planungsbeirat saß auch der Soziologe Alexander Mitscherlich. Sowohl 10-geschossige Hochhäuser, die durch die dunkelgrüne Fassadengestaltung im Wald ‚verschwinden‘ (anders als in Bild (2) unten an der Kartaus) als auch Reihenhäuser wurden gebaut.
Heidelberg und Freiburg ähneln sich: In der Rheintalebene ist immer weniger Platz für Neubauten. Das Neubaugebiet FR-Dietenbach ist deshalb umstritten. Wie in Heidelberg bieten sich auch in Freiburg die bewaldeten Hänge – zumeist im Dreisamtal – an, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Warum nur ist dies ein Tabu?
Ek
24.7.2025, Nikolaus von Gayling-Westphal, Schloß Ebnet
Waldquartiere mit 6-8 Wohnhochhäusern

(1) Wohnquartier „Deicheleweiher“ (2) Migrantenwohnheim (3) Kartaus 26.02.16: Würfelhäuser
(1) Blick vom Lycee Turenne nach Süden zum Blcichendobel hinterm Deicheleweiher
(2) Blick übers Migrantenwohnheim Hammerschmiedstrase nach Süden zum Wald am Waldsee im April 2019
(3) Die neu gebauten Würfelhäuser an der Kartaus fallen auf, da bewußt hell gestrichen – ganz anders als in HD-Emmertsgrund, wo sie in dunkelgrüner Farbgebung verschwinden.
Um die Wohnungsnot zu lindern, werden an ausgewählten Rändern des Stadtwaldes hin zur bestehenden Wohnbebauung sog. Waldquartiere erstellt: Jeweils 4 bis 6 Hochhäuser werden dicht beieinander gruppiert und versteckt gebaut an Stellen, wo sie die Silhouette von Freiburg nicht beeinträchtigen. Bei einer Baumhöhe von ca 30 m verschwinden die ersten 10 Stockwerke im Wald, während nur die übrigen (falls gewünscht) den Wald überragen. Bei einem dunkelgrünem Anstrich verschmelzen die Hochhäuser mit dem Fichtenwald.
Gegenbeispiel: Die für das UWC an der Kartaus neu gebauten Würfelhäuser mit ihren hellen Fassaden (Bild (3) oben) fallen auf, nicht so bei dunkler Farbe (vgl. Heidelberg-Emmertsgrund aus den 1980er Jahren).
Die direkte Nähe zur innerstädtischen Bebauung mindert die Kosten der Wohnquartiere für Infrastruktur und Versorgungsleitungen. Wohnhochhäuser gerne auch in Holzbauweise. Hier drei Standorte für Waldquartiere im Dreisamtal:
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Waldquartier „Waldsee“ (1): Hinter dem Forsthaus im Dobel südlich des Schützenhauses, zwischen Engländerweg und Schützenhausweg. Siehe Bild ganz oben und Bild (2).
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Waldquartier „Deicheleweiher“ (2): Südlich des Weihers im Bleichendobel. Siehe Bild (1).
Waldquartier „Ottiliendobel“ (3): Zwischen Kartaus und Jugendherberge am Fuß des Kohlwaldes. Zwischen Ottilienstrasse und Dachsloch.
Einerseits sind 52 Quadratkilometer bzw. 43 % der Gesamtfläche von Freiburg Wald, damit zählt die Stadt zu den größten waldbesitzenden Gemeinden in Deutschland. Andererseits muß die Stadt Freiburg zusätzlichen Wohnraum bereitstellen – über Nachverdichtung und Neubau in der Rheinebene wie Dietenbach hinaus. Könnten Waldquartiere eine zusätzliche Möglichkeit bieten? Warum dazu nicht mal in der BZ ein Pro und Contra zur Diskussion stellen?

