Im Moment der Befruchtung, wo der männliche Samen in die weibliche Eizelle eindringt, sind alle Eigenschaften bzw. Gene eines neuen Menschen angelegt und bestimmt. Dies ist Fakt, daran kann kein Gesetz der Welt etwas ändern. Gleichwohl: Diese Tatsache gibt den Menschen das Recht, zu Schwangerschaftsabbruch und Lebensrecht entweder diese oder aber jene Meinung zu vertreten. Es herrscht Meinungsfreiheit. Diese gilt es zu respektieren und aufgrund dieser läßt es sich diskutieren.
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Wenn am Sonntag 2.9.2025 in Berlin und Köln beim „Marsch für das Leben“ für ein strengeres Abtreibungsrecht demonstriert wird, dann muß dies friedlich möglich sein, d.h. ohne gewalttätige Gegendemos und auch ohne „Spießrutenlauf vorbei an haßerfüllten linksradikalen Chaoten“ (1).
In den USA werden jedes Jahr 1,5 Millionen Abtreibungen vorgenommen. Zwischen 1974 und 2023 wurden in Deutschland 6,4 Millionen Menschen abgetrieben (1). Solche Zahlen geben Anlass zum Nachdenken (3).
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Die Diskussion hält an. Wie sehr das Thema Abtreibung bewegt, zeigte sich jüngst bei der Besetzung der Richterstellen am Bundesverfassungsgericht. Und beim unsäglichen Spott über den Familienvater Charlie Kirk, der sich nach seiner Ermordung am 10.9.2025 nicht mehr gegen all die unbegründeten Anfeindungen wehren kann.
21.9.2025
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Ende von Beitrag „Abtreibung – Lebensrecht – Kirk“
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Beginn von Anlagen (1) – (5)
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(1) Marsch für das Leben: Die zentrale Botschaft
von Dieter Stein
Welchen Stellenwert hat der Schutz ungeborenen Lebens in unserer Gesellschaft? Er ist gering. Lautstark treten diejenigen auf, die das Töten von Kindern innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen völlig legalisieren und die Kosten der Allgemeinheit aufbürden möchten. Kaum öffentliches Interesse findet sich indes für den Skandal, daß jährlich über 100.000 Kinder durch Abtreibung nicht das Licht der Welt erblicken. Seit der Reform des Paragraphen 218 StGB im Jahr 1976 sind das in Deutschland mindestens fünf Millionen Menschen, die uns fehlen. Fünf Millionen.
Es sind wenige kleine Organisationen, die tapfer für die Schwächsten kämpfen und dafür oft massiv angefeindet werden. In Berlin ruft der Bundesverband Lebensrecht mit weiteren Gruppen seit über 20 Jahren im September zum „Marsch für das Leben“, der regelmäßig zum Spießrutenlauf vorbei an haßerfüllten linksradikalen Chaoten wird.
Sagt ja zum Leben, gründet Familien, setzt Kinder in die Welt. Das ist das Fundament unserer Gemeinschaft!
Der Fall Frauke Brosius-Gersdorf zeigt, daß dieser Widerstand nicht wirkungslos ist. Christliche Lebensschützer führten im entscheidenden Moment den Protest an gegen eine für das Bundesverfassungsgericht nominierte Kandidatin, die den Paragraph 218 StGB weiter aushöhlen wollte.
Ein weiterer Sieg: Gerade urteilte das Arbeitsgericht Hamm im Fall eines Gynäkologen, der – unterstützt durch linke Abtreibungslobbyisten – durchsetzen wollte, auch unter einem kirchlichen Träger weiter Tötungen Ungeborener vornehmen zu dürfen. Seine Klage scheiterte.
Fast alle Industriestaaten haben eines gemeinsam: Ihre Geburtenrate ist weit unter die Bestandserhaltung gefallen. Ob Deutschland mit 1,3 Kindern pro Frau, China mit nur noch einem Kind oder Südkorea 0,7 – es ist ein demographischer Selbstmord in Zeitlupe. Dies hat schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Folgen – ist vor allem Begleiterscheinung einer gesellschaftlich hingenommenen Zerstörung der Familie.
Was ist aus Artikel 6 unserer Verfassung („Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“) geworden? Es müßte Thema Nummer 1 in allen politischen Debatten sein, in den Predigten auf Kanzeln, in Ansprachen an Schulen: Sagt ja zum Leben, gründet Familien, setzt Kinder in die Welt! Das ist das entscheidende Fundament unserer Gemeinschaft, der Träger unserer Kultur. Nicht Egotrip, Karriere und Konsum. Der junge US-Konservative Charlie Kirk hat für diese elementare Forderung, die im Zentrum seiner Reden stand, Millionen junger Menschen begeistert – bis ihm ein Linksradikaler dafür eine Kugel durch den Hals jagte. Kirks Botschaft wird diesen Mord überdauern.
… Alles vom 19.9.2025 von Dieter Stein bitte lesen in der JF 39/25, Seite 1
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(2) „Pro Femina “ und „1000plus“ – Interview mit Lebensschützer
„Unsere Arbeit ist eine Gefahr für die Linke“
Interview: Hat Kristijan Aufiero die Wahl Frauke Brosius-Gersdorfs zur Verfassungsrichterin verhindert? Das werfen namhafte Kritiker dem Gründer der Initiativen „Pro Femina“ und „1000plus“ vor. Wächst der politische Einfluß der Lebensschützer, die sich am Samstag in Berlin zu ihrem „Marsch für das Leben“ versammeln?
Herr Aufiero, haben Sie Frauke Brosius-Gersdorf verhindert?
Kristijan Aufiero: Jedenfalls gehe ich davon aus, daß die E-Mail-Kampagne von 1000plus eine wichtige Rolle bei diesem Vorgang gespielt hat. Letztlich aber haben ein paar Dutzend Unionsabgeordnete die Wahl verhindert, die sich dem opportunistischen Machtkalkül ihrer Fraktionsführung verweigert haben und ihrem Gewissen gefolgt sind.
Die Bereitschaft zum Aufstand gegen Brosius-Gersdorf „sei erst durch die Kampagne entstanden, deren ‘politischer Nukleus’ die E-Mails der Initiative 1000plus gewesen seien“, gibt der „Spiegel“ den Berliner Politikberater Johannes Hillje wieder.
Aufiero: Ja, es gibt auch Unionsabgeordnete, die uns direkt bestätigten, daß die vielen Mails unserer Unterstützer – von denen sehr viele CDU-Anhänger sind – Wirkung gehabt haben. Dennoch: Was am Ende entscheidend war – ob die frühe Berichterstattung der FAZ, von Apollo News, Nius, der JF, später Bild und Welt, oder doch die Zuschriften der Bürger –, kann niemand mit Gewißheit sagen.
Erneut der „Spiegel“, der einen ungenannten Unionsabgeordneten wiedergibt: „Einen ernsthaften Einfluß auf seine Meinungsbildung hätten solche Kampagnen nicht. Aber er habe auch viele kritische Mails ihm bekannter Parteimitglieder bekommen, von Wählern, engagierten Christen. Diese Stimmen müsse man ernst nehmen.“
Aufiero: Der Mann widerspricht sich selbst. Die Leute, die er „Parteimitglieder, Wähler, engagierte Christen“ nennt, sind genau diejenigen, die in der Causa Brosius-Gersdorf auf unseren Impuls hin 38.000 Mails an ihre Unionsabgeordneten geschrieben haben. Wir haben belastbare Informationen, daß die Schnittmenge zwischen 1000plus-Unterstützern und Unionsbasis sehr groß ist. Das heißt, wir dürften wohl viele derer, von denen er sagt, daß sie für ihn wichtig waren, mobilisiert oder zumindest mitmobilisiert haben. Aber erneut: ich will mich nicht wichtig machen und behaupten, daß wir Frau Brosius-Gersdorf im Alleingang verhindert haben. Daran waren viele beteiligt, und ich kann nicht in den Kopf der Abgeordneten sehen, die sich geweigert haben, für diese Kandidatin zu stimmen, und daher auch nicht wissen, was sie letztlich dazu bewogen hat.
Nochmal Politikberater Hillje: Der entscheidende strategische Hebel sei die Verknüpfung der Personalie Brosius-Gersdorf mit dem Abtreibungsthema gewesen. Seit wann, Herr Aufiero, ist die Lebensschutzbewegung – die in Deutschland eigentlich politisch ausgegrenzt ist, selbst die CDU-Bundespartei will mit ihr nichts zu tun haben – so einflußreich?
Aufiero: Ich war ehrlich gesagt auch überrascht. Seit über 25 Jahren bin ich nun im Kampf für den Lebensschutz engagiert, und von einer derartigen Dimension und Reichweite der Diskussion unserer Themen hätte ich in Deutschland nicht mehr zu träumen gewagt. Daß es doch dazu gekommen ist, hat möglicherweise auch damit zu tun, daß die Union inzwischen so unter Druck ist. Nehmen Sie das Beispiel eines mir bekannten Bundestagsabgeordneten, der 2021 nur sehr knapp seinen Wahlkreis verteidigt hat – wenn ich mich recht erinnere, ging es um 150 Stimmen. Erhält jemand wie er 300 E-Mails aus seinem Wahlkreis, zum Teil von Bürgern, die er kennt und von denen er weiß, daß sie ihn letztes Mal gewählt haben, dann haben diese E-Mails ohne Frage mehr Einfluß auf seine Entscheidung als in Zeiten, in denen viele Direktkandidaten der Union wie von alleine satte Mehrheiten einfuhren.
Aber ist der Lebensschutz noch wirklich in der CDU verankert? Seit dem Abtreibungskompromiß von 1993 hat sie die Lebensschützer doch fast nur enttäuscht.
Aufiero: Wie dem auch sei. Seit dem 11. Juli wissen wir, daß es offensichtlich einen Teil der CDU/CSU gibt, der dem Lebensschutz fest verbunden ist. Und der, wie man nun sehen konnte, Einfluß auf bis zu sechzig Bundestagsabgeordnete hat – so viele waren offenbar nicht bereit, für Brosius-Gersdorf zu stimmen: also über ein Viertel der 208 Köpfe zählenden Unionsfraktion.
Wie ist zu erklären, daß Parteichef Merz das offenbar völlig unbekannt war?
Aufiero: Gute Frage. Sein unverblümtes „Ja“ im Bundestag auf Beatrix von Storchs Nachfrage – ob er es mit seinem Gewissen vereinbaren könne, mit Brosius-Gersdorf eine Kandidatin zu wählen, „für die die Würde eines Menschen nicht gilt, wenn er nicht geboren ist“ –, war eine absolute Kommunikationskatastrophe. Es hätte ja zig Alternativen gegeben, zu antworten, notfalls weder mit Ja oder Nein, falls er sich nicht festlegen wollte. Schließlich kann man von jemandem wie ihm erwarten, daß er dazu intellektuell und rhetorisch in der Lage ist. War Merz aber nicht oder wollte er nicht. Was allerdings zu seinen früheren Äußerungen paßt, die darauf hindeuten, daß für ihn der aktuelle Status in Sachen Lebensschutz durchaus verhandelbar ist.
Heißt? Daß Merz diesbezüglich den desinteressierten Kurs Frau Merkels fortsetzt?
Aufiero: Beide haben sich in dieser Frage nie eindeutig geäußert. Wobei es bei Angela Merkel eine aufschlußreiche Szene gab, als sie einmal in einer Talkshow auf eine junge Frau mit Down-Syndrom traf, die erzählte, wie froh sie sei, am Leben und nicht abgetrieben worden zu sein. Da war eine gewisse Erschütterung bei der Kanzlerin wahrzunehmen. Dennoch hat sich Frau Merkel nie entschieden positioniert, vermutlich aus machtpolitischen Erwägungen. Und mit Merz geht diese Profillosigkeit an der Parteispitze weiter. Doch gibt es auch gute Nachrichten: Überraschend war, daß die Unionsabgeordneten, die sich klar gegen Brosius-Gersdorf stellten, in der Mehrheit junge, teils sogar sehr junge Leute sind. Es ist ermutigend, daß also offenbar ein Teil des Nachwuchses sehr viel konservativer ist, als es sich die Herren Merz und Spahn wohl wünschen.
Nimmt der Einfluß der Lebensrechtsbewegung, mit ihrem alljährlichen „Marsch für das Leben“ in Berlin, zu?
Aufiero: Zu wünschen ist es, aber wir müssen uns auch davor hüten, den Erfolg in Sachen Brosius-Gersdorf zu überschätzen. Denn, um ehrlich zu sein: Dieser ist Folge einer sehr speziellen Situation. Wäre die Bundestagswahl anders ausgegangen und die Ampel weiter an der Macht, wäre Brosius-Gersdorf nun wohl Verfassungsrichterin – ebenso wäre die Union nicht wie geschildert in einer so geschwächten Lage. Erst dadurch war es möglich, daß die trotz allem relativ kleine Zahl von einigen zehntausend Bürgern einen solchen Einfluß gewonnen hat und zum Zünglein an der Waage werden konnte. Andererseits sollten wir aber unser Licht auch nicht unter den Scheffel stellen, denn der Fall Brosius-Gersdorf markiert einen Einschnitt für den Lebensschutz.
Inwiefern?
Aufiero: Insofern als es von nun an die Zeit vor und nach Brosius-Gersdorf gibt.
Heißt?
Aufiero: Daß wir hinter dieses Ereignis nicht mehr zurückkommen: Davor war die Lebensschutzbewegung, wie Sie schon angedeutet haben, in der Tat leider mehr oder weniger politisch bedeutungslos. Doch das hat sich fundamental geändert, etwa da die Unionsspitze nun sehr viel aufmerksamer auf uns blickt, um nicht erneut so überrascht zu werden und eine weitere peinliche Schlappe zu erleiden.
Was heißt das konkret, zum Beispiel für die zweite SPD-Richteramtskandidatin Ann-Katrin Kaufhold?
Aufiero: Auch auf die Gefahr hin, einige zu enttäuschen – denn manche fordern uns auf, daß wir uns nun auch gegen diese Kandidatin wenden. Aber: Frau Kaufhold ist für uns kein Thema, denn ja, es mag sein, daß sie ebenfalls Ansichten vertritt, die mir persönlich nicht gefallen mögen. Aber zum Thema Lebensschutz hat sie bislang nichts Wesentliches gesagt. Und Lebensschutz ist und bleibt das einzige Thema, bei dem sich 1000plus politisch einmischt.
Was ist mit Sigrid Emmenegger, der Ersatzkandidatin der SPD für Frau Brosius-Gersdorf?
Aufiero: Offensichtlich hat die SPD aus dem zurückliegenden Fiasko gelernt und den Versuch erst mal verschoben, politisch extreme Positionen in Fragen von Menschenwürde und Abtreibung in das Bundesverfassungsgericht zu hieven. Damit ist dieser neue Vorschlag ein weiterer Beleg für das, was ich meine, wenn ich von einer „Zeit vor und nach Brosius-Gersdorf“ spreche. Er zeigt, daß der Lebensschutz nun eine im Vergleich zu vorher neue, enorme politische Relevanz gewonnen hat. Wir sollten diese zwar nicht überschätzen, aber sie bedeutet doch eine ungeahnte Stärkung unserer Postion. Und genau das brauchen wir dringend, denn ich kann nur warnen: der Kampf um die Abtreibung geht nun erst richtig los!
Inwiefern?
Aufiero: SPD, Grüne und Linke haben ja bereits am Ende der Ampel gezeigt, daß Sie die Legalisierung der Abtreibung in den ersten drei Monaten durchsetzen wollen. Nachdem das im ersten Anlauf gescheitert ist, setzen sie nun erneut an. Diesmal über den Umweg der sozialpolitischen Forderung nach voller Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung sowie nach einer Verpflichtung aller öffentlichen Krankenhäuser, Abtreibungen durchzuführen.
Wie ist das bisher geregelt?
Aufiero: Die Kosten werden nur übernommen, wenn bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten sind. Katholische Krankenhäuser können sich noch weigern, Abtreibungen durchzuführen. Aber diese Positionen wären wohl nicht mehr zu halten, wenn Abtreibung prinzipiell legalisiert würde. Mit Hilfe dieser als sozial erscheinenden Forderungen soll daher Rückenwind erzeugt werden, sie zu legalisieren. Zu dieser Strategie gehört auch, Kritiker mundtot zu machen, zum Beispiel indem die SPD Hilfsangebote wie uns de facto verbieten will.
Warum das?
Aufiero: Weil es ihr, wie auch Grünen und Linken, in Wahrheit gar nicht um das Wohl der Frauen geht.
Inwiefern?
Aufiero: Um das zu verdeutlichen, müssen wir in den Blick nehmen, was unsere Initiativen „Pro Femina“ und „1000plus“ eigentlich tun: nämlich Schwangerenkonfliktberatung. Das heißt, wir beraten Frauen, die sich hilfesuchend an uns wenden, weil sie schwanger sind, aber nicht wissen, ob sie das Kind austragen sollen – etwa weil sie soziale, berufliche, partnerschaftliche oder persönliche Probleme haben.
Zum Beispiel?
Aufiero: Sie haben etwa Zweifel, ob sie der Herausforderung durch ein Kind gerecht werden, oder ob sie sich auf ihren Partner verlassen können, oder sie werden von diesem gar zur Abtreibung gedrängt. Andere wissen nicht, wie sie das Kind finanzieren oder mit ihrem Beruf vereinbaren sollen. Oder sie haben schon ein oder zwei Kinder und sehen keine familiären Ressourcen für ein zweites oder drittes. Oder, oder, oder … Sie glauben gar nicht, wie viele Konfliktsituationen es für schwangere Frauen gibt!
Wie helfen Sie diesen?
Aufiero: Durch rund siebzig Mitarbeiter – darunter Ärztinnen, Pädagoginnen, Sozialarbeiterinnen, Suchmaschinen-Spezialisten, Programmierer und so weiter –, die nichts anderes tun, als Schwangeren zu helfen und und mit ihnen nach Lösungen zu suchen, wie es ohne Abtreibung gehen kann. Von Infos und Beratung, bis zu Zuschüssen, wenn es an Einkommen fehlt, oder wenn es nötig ist, für das kommende Kind umzuziehen, weil vielleicht die Wohnung zu klein ist oder weil man sich vom Partner trennen muß, der zur Abtreibung drängt.
Was ist an dieser Arbeit politisch so brisant, daß die Berliner SPD – die die Schließung von Pro Femina gefordert hat – sie verbieten möchte?
Aufiero: Wir widerlegen die Lüge, mit der linke Parteien die weitere Liberalisierung der Abtreibung propagieren: nämlich, daß es dabei um Freiheit ginge. Unsere Arbeit beweist jeden Tag das genaue Gegenteil: Abtreibung ist in der großen Mehrheit keine freie, sondern eine durch Druck und Not erzwungene Entscheidung. Nur eine Frau, die echte Beratung und Hilfe erhält, kann eine wirklich freie Entscheidung treffen. Was linke Ideologen nicht wahrhaben wollen: Erhalten Schwangere in Not konkrete, persönliche Hilfe, entscheidet sich die überwältigende Mehrheit für das ungeborene Kind. Legalisierung und Fristverlängerung sind keine „Lösungen“, im Gegenteil: sie verschlimmern die Not. Wird eine Frau vom Partner zur Abtreibung gedrängt, verstärkt Legalisierung diesen Druck noch. Und je länger die gesetzliche Frist, desto länger dauert das Martyrium einer Frau, die zur Abtreibung gedrängt wird! Im Klartext: Unsere Arbeit entlarvt, daß die Linke die realen Probleme Schwangerer nicht sehen und nicht lösen will. Sie will in Wahrheit nicht Wahlfreiheit, sondern forciert Abtreibungen aus ideologisch-machtpolitischem Kalkül. Und alle, die so konkret helfen wie wir bei 1000plus, sind eine machtpolitische Gefahr für sie. Nach allem, was ich erlebt habe, glaube ich diesen Leuten kein Wort mehr. Ihnen geht es bei der Abtreibungsdiskussion nicht um Schwangere in Not, sondern um politische Macht.
Sie beanspruchen, mit Pro Femina und 1000plus bisher etwa 100.000 Frauen bei Ihrer Entscheidung zum Kind unterstützt zu haben. Wenn das stimmt, würde das dann nicht bedeuten, daß, wer Ihr Verbot fordert, im Grunde wünscht, daß diesen 100.000 Menschen nicht geholfen worden wäre, geboren zu werden?
Aufiero: Genau so ist es. Die von den Linken geführte Debatte fußt auf einer Lüge. Die Wahrheit ist, daß Frauen instrumentalisiert werden, um eine politische Ideologie durchzusetzen und Macht zu erlangen: eine Ideologie, die eine bestimmte Vorstellung von Emanzipation – die keine echte Emanzipation ist – mit Abtreibung gekoppelt hat. Mit der Wirklichkeit der meisten Frauen in Schwangerschaftsnöten hat das nichts zu tun. Daher sind diese Leute auch nicht die Anwälte von Frauen, sondern Verräter weiblicher Freiheit: Die feministische Bewegung übt Verrat an Frauen in Schwangerschaftskonflikten! Schwangere in Not werden zu Figuren im zynischen Spiel um politische Macht degradiert – und diese Leute gehen auf alles und jeden los, der dieses Spiel entlarvt.
… Alles von Moritz Schwarz mit Kristijan Aufiero vom 19.9.2025 bitte lesen in der JF 39/25, Seite 3
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Kristijan Aufiero ist Leiter der Schwangerenhilfsorganisationen „Pro Femina“ und „1000plus“. Geboren 1969 im ostkroatischen Varaždin, wuchs er in Kroatien, Italien und Deutschland auf und studierte Politikwissenschaft in München und Siena. 1999 gründete der gläubige Katholik und Vater dreier Kinder den Verein Pro Femina und 2009 die Initiative 1000plus.
https://www.profemina.org
https://www.1000plus.net
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(3) Gloria von Thurn und Taxis : „Wo jeder Spaß endet: Abtreibung“
Der Mensch hat so wenig das Recht, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen, wie er das Recht hat, ein Kind zu töten, nur weil es noch im Bauch der Mutter ist. Gott hat uns das Leben geschenkt, und Gott bestimmt den Zeitpunkt, wann das irdische Leben vorbei ist. Als Christ atmet man diesen Glauben. Ich kenne übrigens auch keinen Moslem, der das anders sieht. Im Gegenteil bekommt man gerade von Moslems oft den Satz zu hören: Abtreibung ist Mord. Bemerkenswerterweise sind niemals muslimische Teilnehmer eingeladen, wenn irgendwo öffentlich zum Thema Abtreibung debattiert wird. Die Frage nach dem Warum lässt sich mit dem orwellschen Begriff „Doppeldenk“ beantworten: Hier kollidieren zwei einander ausschließende Phänomene ein und desselben Zeitgeistes miteinander.
Muslime sind Menschen mit Migrationshintergrund, also per se gut, deshalb dürfen sie vor laufender Kamera keine Ansichten vertreten, die man sonst nur von Konservativen, Rechten, Katholiken und anderen fragwürdigen Zeitgenossen hört.
Ein Mord geschieht aus niedrigen Beweggründen. Insofern ist der Satz „Abtreibung ist Mord“ heikel. Wenn eine Frau das Kind eines Mannes abtreibt, der sie vergewaltigt hat, handelt sie nicht aus niedrigen Beweggründen. Eigentlich sind Lebensziele wie Karriere und Selbstverwirklichung auch keine niedrigen Beweggründe, selbst der Wunsch, „erst einmal das Leben zu genießen“, wäre keiner. Diese Rechtfertigungen verlieren aber ihre Unschuld, wenn man sie in Relation zu dem setzt, was ihretwegen getan wird: Das Leben eines Kindes wird zerstört. Dass der Embryo lebt, haben bislang noch nicht einmal die hartgesottensten Feministinnen bestritten. Doch dieser Mensch, dieses vollkommen schutzlose Wesen, wird von ihnen durch Bezeichnungen wie „Zellhaufen“ oder „Zellklumpen“ entmenschlicht. Was immerhin zeigt, dass irgendwo im Halbbewussten doch ein Unrechtsgefühl schlummert, sonst könnte man sich solche begrifflichen Entlastungsversuche ja sparen.
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Man sagt auch: „Es wurde weggemacht.“ Dieses „Es“ klingt wie etwas Störendes, wie ein Geschwür. In diesem unpersönlichen neutralen Pronomen versammelt sich ebenfalls das schlechte Gewissen. Außerdem soll damit Artikel 1 Grundgesetz entkräftet werden: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Denn das gilt schließlich auch für den Mensch im Bauch der Mutter. Menschliches Leben beginnt laut Gesetz mit der Einnistung des befruchteten Eis in der Gebärmutter. So stand es übrigens bereits im Preußischen Allgemeinen Landrecht von 1794: „Die Allgemeinen Rechte der Menschheit gebühren auch den noch ungeborenen Kindern schon von der Zeit ihrer Empfängnis.“ Aber das gilt nicht für ein „Es“. Ein „Es“ ist kein Mensch. So wie der erste Satz eines Buches kein Buch ist? Aber es gibt kein Buch ohne ersten Satz! Der Euphemismus aller Euphemismen ist allerdings die „Schwangerschaftsunterbrechung“ – analog dazu wäre der Totschlag dann wohl eine „Lebensunterbrechung“. Es wird aber nichts unterbrochen, sondern beendet. Deshalb ist auch der Begriff „Abtreibungsgegner“ falsch. Diese Menschen engagieren sich nicht gegen, sondern für etwas. Es sind Lebensschützer.
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„Reproductive Health“ ist ebenfalls ein grauenhafter Euphemismus und beweist schon im Titel die Lüge, die hier den Frauen präsentiert wird, um ihnen die Entscheidung zur Tötung der eigenen Leibesfrucht näher zu bringen. Reproductive? Health? Eine Abtreibung ist so ungefähr das Ungesündeste was eine Frau machen kann. Sie verursacht, wenn man nicht total abgebrüht ist, psychische Folgeschäden und sehr häufig auch physische. Selbst die Künstliche Intelligenz ist da ehrlicher als die Abtreibungslobby.
Der Theologe und von den Nationalsozialisten ermordete Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer hat geschrieben: „Die Tötung der Frucht im Mutterleib ist Verletzung des dem werdenden Leben von Gott verliehenen Lebensrechtes. Die Erörterung der Frage, ob es sich hier schon um einen Menschen handele oder nicht, verwirrt nur die einfache Tatsache, daß Gott hier jedenfalls einen Menschen schaffen wollte und daß diesem werdenden Menschen vorsätzlich das Leben genommen worden ist. Das aber ist nichts anderes als Mord.“ Eine Frau könne „aus Verzweiflung in höchster menschlicher oder wirtschaftlicher Verlassenheit und Not“ so handeln, wobei „die Schuld oft mehr auf die Gemeinschaft als auf den Einzelnen fällt“, doch all das, so Bonhoeffer, „vermag an dem Tatbestand des Mordes nichts zu ändern“.
In Deutschland sind zwischen 1974 und 2023 Schätzungen zufolge etwa 6,4 Millionen Leben abgetrieben worden. Das ist eine Massenvernichtung ungeborenen Lebens. Nein, dieser Begriff relativiert keine andere historische Massenvernichtung, wie von interessierter Seite in solchen Fällen gern behauptet wird – er nennt lediglich die Dinge beim Namen. Es wird massenhaft ungeborenes Leben vernichtet. Dieses ungeborene Leben gilt also im Wortsinne als lebensunwert. Wer sich gegen die Massenvernichtung ausspricht, dem schlägt in Deutschland ein schäumender Hass entgegen. Allein mit der Bemerkung, man sei mit der gängigen Abtreibungspraxis nicht einverstanden, kann man hierzulande wahre Proteststürme auslösen – zumindest beim tonangebenden Milieu.
(…)
Von Zweifeln und Skrupeln befreit erscheinen auch Politiker, die Abtreibungen ohne Wenn und Aber – und am besten noch ohne Fristen – befürworten, wenn sie im Bundestag sprechen oder bei öffentlichen Debatten auftreten. Für diese Abgeordneten, meistens sind es Frauen der SPD oder von den Grünen, ist die Tötung des Ungeborenen ein rein medizinischer Akt, ungefähr wie die Entfernung eines Fibroms durch den Hautarzt. Aus ihrer Sicht existiert kein Rechtsanspruch eines im Entstehen begriffenen neuen Erdenbürgers, sondern einzig und allein die Selbstbestimmung der Frau. Sie kann darüber verfügen, was mit dem Kind geschieht. In solchen Reden erklingt sogar Triumph, wenn die Abtreibung erleichtert wird. So verkaufte eine SPD-Rednerin im Bundestag das uneingeschränkte Recht auf Abtreibung nicht nur als „Menschenrecht“, sondern auch als Ausdruck „von Fortschritt in der Frauenpolitik“. Wenn so der Fortschritt aussieht, dann gute Nacht.
Im Falle einer Abtreibung stehen sich zwei miteinander unvereinbare Ansprüche gegenüber: das Lebensrecht des Kindes und das Recht der Mutter auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Bislang galt in der Bundesrepublik ein Kompromiss (er kann, wenn dieses Buch erschienen ist, schon gekippt worden sein), den das Bundesverfassungsgericht in einer salomonischen Entscheidung festgeschrieben hat: Lebensschutz hat Verfassungsrang, aber Abtreibung ist bis zum dritten Monat straffrei. Dieser Kompromiss sieht sich den ständigen Angriffen der linken Parteien ausgesetzt, die den Schutz komplett abschaffen wollen. Unter der Ampelregierung hatten sich zuletzt 372 Bundestagsabgeordnete zusammengeschlossen, um die völlige Freigabe der Abtreibung in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen und die komplette Streichung des Paragraf 218 StGB durchzusetzen. (…)
Das ungeborene Kind wird ab der elften Schwangerschaftswoche nicht mehr als Embryo bezeichnet, die sogenannte Fetalperiode hat begonnen. Die Nervenbahnen haben sich vernetzt, so dass die Bewegungen des Kindes immer gezielter erfolgen; es kann zum Beispiel schon eine Faust machen. Das Nervensystem wächst enorm schnell, jeden Tag bilden sich unzählige neue Verknüpfungen. Die äußeren Geschlechtsmerkmale werden sichtbar. In der zwölften Schwangerschaftswoche ist das Baby im Ultraschall meistens am Daumen nuckelnd oder mit geballten Fäusten zu sehen. Alle inneren Organe haben sich entwickelt. Die Finger und Zehen sind nicht mehr durch Häute miteinander verbunden. Das Gesicht bildet sich ebenso wie die kindlichen Proportionen. Das Baby kann singen und sich an Musik erfreuen, wie wir von Ultraschallaufnahmen wissen. Diese werden den Müttern vor der Abtreibung nicht gezeigt, damit sie es sich ja nicht anders überlegen. (…)
Zugleich werden die Abtreibungsgegner, die eigentlich Lebensschützer sind, denn wer kümmert sich sonst um diese todgeweihten Würmchen, von den Medien als gefährliche Extremisten geframt. Typisch für den medialen Umgang mit ihnen ist die ZDF-Schlagzeile vom 19. Februar 2024: „Gefährliches Netz radikaler Abtreibungsgegner“. Der Artikel wird aufgemacht mit den Worten: „Internationale Geldgeber, ‚Kreuzzüge für die Familie‘ und Medikamente unter der Hand – wie radikale Abtreibungsgegner Einfluss auf die Gesellschaft nehmen wollen.“ Das ist der übliche Tonfall der Öffentlich-Rechtlichen, wo man ganz offensichtlich keinen Einfluss auf die Gesellschaft nehmen will.
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Fangen wir einmal ganz von vorn an. Eine Abtreibung ist ein medizinischer Eingriff, den entweder, bei entsprechender medizinischer beziehungsweise kriminologischer Indikation, die Krankenkasse zahlt, oder die Frau selbst. Was geschieht während einer Abtreibung? Die Mutter bekommt vorher kein Ultraschallbild zu sehen, damit sie ihre Meinung nicht noch ändert. Der Embryo (nach der 12. Woche spricht man vom Fötus) wird unter Narkose ausgeschabt und/oder abgesaugt. Dass der Fötus Abwehrbewegungen ausführt, jedenfalls in der 12. Woche, wurde von Medizinern schon beobachtet. Das Kind wird „abgesaugt“ oder, wenn es älter ist, stückweise entfernt. Spinnen soll man übrigens nicht mit dem Staubsauger beseitigen, weil sie dabei zerrissen werden. Die Stücke werden dann auf dem OP-Tisch sorgsam wie ein Puzzle wieder zusammengefügt, um die Gefahr auszuschließen, dass etwas in der Gebärmutter verbleibt. Dies könnte zu schweren Infektionen und Nachblutungen führen und der Mutter im Extremfall den Vergiftungstod bringen, was übrigens nicht selten passiert, aber darüber wird nicht berichtet. Woher ich das weiß? Es gibt Ärzte, die ihr Gewissen entdecken und aus diesem Geschäft aussteigen, ihnen verdanken wir genaue Berichte darüber, wie die Tötungsmaschinerie funktioniert. Die meisten Frauen, die über ein Minimum an Sensibilität verfügen, leiden sehr stark an diesem für die Frau höchst unnatürlichen Eingriff.
(…)
Das Gegenstück zur Abtreibung ist die Euthanasie. In beiden Fällen geht es gegen die Schwächsten und Wehrlosesten, denen ihr Platz auf der Welt abgesprochen wird. Der Begriff „Euthanasie“ – der schöne Tod – ist natürlich ebenso euphemistisch wie der Schwangerschaftsabbruch. Nichts ist schön an diesem Tod, im besten Fall befreit er einen Menschen von körperlichen Qualen. Wie die Ungeborenen haben auch die Alten keine Lobby. Wie die Ungeborenen können sich die Alten nicht wehren, zumindest können sie es oft nicht. Wenn ein Mensch nicht mehr genau weiß, wer er ist, und allein den Weg zur Toilette nicht findet, kann er sich nicht mehr wehren. Dann ist er in den Augen vieler Zeitgenossen kaum mehr als eine Pflanze. Dann ist es das Beste, ihn „zu erlösen“. Dann kann er auch „sanft“ getötet („eingeschläfert“) werden. Es ist kein Zufall, dass eine sogenannte postheroische Gesellschaft wie die unsere bei den Schwächsten ansetzt. Schließlich handelt es sich um Konkurrenten, wenn es um Ressourcen wie Geld, Zeit und Wohnraum geht. Wie der Embryo steht auch der Greis der Selbstverwirklichung und dem Egoismus im Wege. Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt. Die letzte Forderung der überkommenen Moral wird dann darin bestehen, die „Euthanasie“ der Alten als „selbstbestimmt“ zu deklarieren.
Wenn eines Tages die Euthanasie überall im Westen so normal ist wie die Abtreibung, wenn der Mensch also darüber entscheidet, wann geboren wird (und wann nicht) und wer wann zu sterben hat, dann sind die Aufklärung und die Moderne gescheitert. Dann sind wir bloß noch technisch fortgeschrittene Barbaren. Dann kann man auch fragen, warum die Toten und die Embryonen nicht zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden wie in dem dystopischen amerikanischen Film „Soylent Green“ aus dem Jahr 1973.
Papst Johannes Paul II. sprach von einer „Kultur des Todes“, die sich in den Ländern des Westens ausbreite, Benedikt XVI. hat diese Worte aufgegriffen. Der sogenannte IT-Visionär Ray Kurzweil behauptet, im Jahr 2045 werde der letzte Mensch geboren, danach werde die Menschheit mit der Künstlichen Intelligenz verschmelzen und eine neue Stufe der Evolution erreichen. Jeder kann sich ausrechnen, dass diese Verschmelzung zum einen keineswegs allen Erdenkindern zugänglich sein wird, sondern allenfalls ein Elitenprojekt sein kann, und zweitens Herr Kurzweil mit der letzten Geburt zugleich das Ende der Menschheit ankündigt. Auch wenn das für mich nichts als Science Fiction ist, zeigt es dennoch, wie weit sich die westliche Welt von Gott abgewendet hat und dazu übergehen möchte, alles selbst zu bestimmen. Das führt unweigerlich ins Unheil und in die Zerstörung, also letztlich in die Hölle auf Erden. Der Mensch wird nicht verurteilt, er urteilt über sich selbst.
Alle Menschen guten Willens müssen dieser Kultur des Todes eine neue Kultur des Lebens entgegensetzen. Der Mensch überlebt in seinen Nachkommen, nicht auf irgendeiner Festplatte.
… Alles vom 21.9.2025 von Gloria von Thurn und Taxis bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/spass-endet-abtreibung
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Gekürzter Auszug aus:
Gloria von Thurn und Taxis, Lieber unerhört als ungehört.
Lektionen aus meinem Leben.
Mit einem Vorwort von Martin Mosebach.
LMV, Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 24,00 €.
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(4) Tausende für und gegen Abtreibung auf der Straße – Störer wollten „Marsch für das Leben“ stoppen
In zwei deutschen Städten demonstrieren Tausende gegen Abtreibungen, Gegenproteste fordern währenddessen die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. Zweimal muss die Polizei gegen Störer vorgehen.
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Zahlreiche Abtreibungsgegner haben am Samstag in Berlin an einem „Marsch für das Leben“ teilgenommen. Initiator war der Bundesverband Lebensrecht. Ein Polizeisprecher sprach am Nachmittag von rund 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Start und Endpunkt war der Hauptbahnhof. Bei zwei Gegenveranstaltungen im Berliner Regierungsviertel forderten mehrere Hundert Menschen unter anderem eine Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen.
Bei der vom Bundesverband Lebensrecht initiierten Demonstration hieß es auf Plakaten unter anderem „Abtreibung ist Unrecht“, „No Children – no Future“, „Menschenwürde kennt kein Alter“ und „Inklusion beginnt vor der Geburt“. Angemeldet waren rund 5000 Teilnehmer. Für den „Marsch für das Leben“ wurde bundesweit mobilisiert. Auch in Köln gingen Abtreibungsgegner auf die Straße. Unterstützt wurden sie von einigen katholischen Bischöfen.
Auf den Gegendemonstrationen in Berlin hieß es unter anderem „Endlich weg mit Paragraph 180“, „My Body, my Choice“, „Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht“ und „Leben und Lieben ohne Bevormundung“.
… Alles vom 20.9.2025 bitte lesen auf
https://www.welt.de/vermischtes/article68ceb0c6305a554222e85ba4/Koeln-und-Berlin-Tausende-fuer-und-gegen-Abtreibung-auf-der-Strasse-Stoerer-wollten-Marsch-fuer-das-Leben-stoppen.html
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(5) Marsch für das Leben: Trotz linker Blockaden gehen in Berlin Tausende für Familie und Kinder auf die Straße
Recht auf Leben jedes Menschen vom Mutterleib bis zum Grab. Ungeachtet seines Geschlechts, seiner Ethnie, seiner Behinderung oder Umstände seiner Geburt. Abtreibung als Übel, welches bekämpft gehört.
Eine Auffassung, für die Tausende am sonnigen Samstagnachmittag auf die Straße gehen. Viele davon mit Kreuzen und christlichen Heiligenbildern. Zum 21. Mal findet hier der „Marsch für das Leben“ statt, diesmal am Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof. Nach Angaben des Bundesverbands Lebensrecht (BvL) werden bis zum Nachmittag 5.000 Personen erwartet.
Als die ersten eintreffen, erhitzt die Sonne schon die Köpfe und Gemüter. „Sie sind ja gut darin geschult, Blödsinn mit einem Lächeln zu erzählen“, schreit ein Herr mit langen Silberlocken einer Frau entgegen. Er zählt die gebräunte Dame mit blondem Zopf am Stand der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) gleich zweimal an. „Das sind doch alles Rechtsextreme!“ Eine Bitte um Begründung würgt er ab. „Dann schickt doch eure Storch weg!“ Die Frau, Johanna Durairaj, hält später eine leidenschaftliche Rede über die Arbeit ihrer Initiative „Life4All“ in Indien. Dort betreibe sie ein „Lebenszentrum“ für Frauen, die aufgrund ihrer Schwangerschaft zu Hause nicht mehr sicher seien. 40 Prozent davon Opfer sexueller Gewalt. Spreche man mit diesen, so Durairaj, setze eine Abtreibung „noch ein Trauma obendrauf“. Auf ihrem schwarzen T-Shirt steht auf englisch: „Abtreibung ist keine Stärkung der Frauen.“ Eine klare Ansage an die Gegenseite.
Das linksradikale Bündnis „What the Fuck? – No Fundis“ rief seit Wochen zu Störaktionen auf. Es fordert eine vollständige Legalisierung von Abtreibungen, auch ohne vorherige Beratung. Rund 200 Leute kommen auf der anderen Seite des Berliner Hauptbahnhofs an, um sich „den Fundis“ an verschiedenen Orten in den Weg zu stellen.
Und sie schaffen es, bevor es losgeht. Am Frühmorgen verhindert eine Gruppe beinahe, daß ein Bus aus Bremen den Marsch erreicht. Während einer Rede am Washingtonplatz brüllen andere links der Bühne und rollen ein Transparent mit der Aufschrift „Mein Körper, meine Wahl – Selbstbestimmung erkämpfen“ aus. Kurz danach werden sie von der Polizei in Gewahrsam und abtransportiert.
Der Protest sieht Abtreibung und Sterbehilfe als verknüpfte Themen
Michael Saibel ficht die Störung durch Antifas nicht an. „Je heftiger sie protestieren, desto mehr mobilisiert mich das“, sagt der 20jährige der JF. „Ich sehe das als eine Art Entertainment.“ Mit seinem Cousin fährt er jedes Jahr zum Marsch für das Leben. Mobilisieren will auch Alexandra Linder. Die BvL-Chefin erwähnt in ihrer Rede die gescheiterte Wahl einer Bundesverfassungsrichterin, ohne Frauke Brosius-Gersdorf beim Namen zu nennen. Die Rechtswissenschaftlerin hatte in einer Schrift in Frage gestellt, ob Kinder vor ihrer Geburt von der im Grundgesetz verankerten Menschenwürde geschützt seien. „Natürlich darf eine solche Richterin diese Meinung vertreten“, betont Linder. Aber man müsse sich fragen, ob jemand, der die „Grundlagen unserer Verfassung“ in Frage stelle, für einen solchen Posten geeignet sei. „Auch die Politiker haben es letztendlich eingesehen und entschieden, daß es so nicht ist. Und dafür sind wir dankbar.“ Ein lauter Applaus folgt.
Zugleich warnt sie nicht nur vor „schleichender Legalisierung“ von Abtreibungen, sondern auch vor Sterbehilfe. Dabei erwähnt sie die Entwicklungen in Kanada, wo assistierte Suizide fast fünf Prozent aller Todesursachen im Jahr 2023 stellten. „Wir haben 2020 die geschäftsmäßige Hilfe bei der Selbsttötung legalisiert, aber noch keinen Gesetzesentwurf“, mahnt Julia Kim von der ALfA gegenüber der JF. „Seitdem kann eigentlich jeder Arzt dabei assistieren, aber es gibt keine Regelung, wie das aussehen soll.“ Dabei gehe es vor allem um „alte, gebrechliche Menschen“, die Hilfe ihres Umfelds brauchen, weil sie nicht mehr für sich selbst sprechen könnten.
Die Marschgegner haben andere Prioritäten, errichten nahe der Charité-Klinik eine Sitzblockade. Erst nach einer Viertelstunde und vier Durchsagen räumt die Polizei die Straße. Die Linksradikalen begrüßen die an ihnen vorbeilaufenden Marschteilnehmer mit Mittelfingern und Parolen. Am Invalidenpark stellen sich immer wieder kleine Störergruppen auf.
„Die tun mir einfach leid, ehrlich gesagt“, sagt Elke Holz der JUNGEN FREIHEIT. Die 52jährige ist sechsfache Mutter und wollte nach „langer Zeit“ Stellung für den Lebensschutz beziehen. „Ich weiß, wie wunderbar es ist, eine Familie zu haben.“ Um halb vier treffen die Marsch-Teilnehmer wieder auf dem Washingtonplatz ein. Die Stimmung ist entspannt, auch einzelne Zurufe der Linken hinter der Barrikade ändern nichts daran. Ein friedliches Ende eines hitzigen Tages.
… Alles vom 26.92025 von Kuba Kruszakin bitte lesen in der JF 40/25, Seite 4