Sommerinterviews mit der AfD

Fast zeitgleich wurden Alice Weidel im ZDF von Wulf Schmiese und Tino Chrupalla in der ARD von Markus Preiß interviewt. Die AfD im Sommerinterview – 2026 ohne Störungen und Tricks, aber fast langweilig. „Statt die stärkste Partei des Landes zu ihren inhaltlichen Konzepten zu befragen, dominierten Angst-Einspieler und Herkunftsdebatten“ (5): Hitze-Klima und irgendwelche Personal-Eskapaden.
Dabei sind die Alltagssorgen der Bundesbürger groß: Jobverlust, Pleitewelle im Mittelstand, normaler Schulunterricht passé, kein Arzttermin usw.. Aber all dies sprachen die Moderatoren von ZDF und ARD nicht an. Sondern die große Politik, weil man da so schön vage bleiben und aneinander vorbeireden kann. Wie es gleich zu Beginn des Weidel-Interviews deutlich wird:
Wulf Schmiese fragt „Wie wollen Sie erreichen, daß der Verbrennungsmotor wieder ein Hit wird in China?“
Weidel antwortet mit dem Verweis auf die Freie Marktwirtschaft: „Markt- und Technologieoffenheit ist unser Rezept“.
Herr Schmiese beklagt sich, daß sie damit auf seine Frage gar nicht konkret geantwortet hätte. Womit er insofern recht hat, als Frau Weidel hier etwas schlagfertiger hätte antworten sollen, etwa so: „Diese Frage dürfen Sie nicht an mich als Anhängerin der dezentralen Freien Marktwirtschaft stellen, sondern an die Verfechter der zentralen Planwirtschaft wie in der DDR, die von oben vorschreiben, was die einen zu produzieren und die anderen zu kaufen haben. Herr Schmiese, mit ihrer Frage entlarven Sie sich selbst als linken Wirtschaftssozialisten mit Dirigismus, Plan und Zwang, der meint, die Chinesen zu etwas zwingen zu können. Nein, lassen Sie die deutschen Autobauer frei entscheiden, diese Unternehmer waren und sind immer noch findig genug, sich ihre Märkte weltweit zu erschließen.“
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Einige Zitate von Alice Weidel:
„Ich will nicht mehr angelogen werden von irgendwelchen Flachzangen, die da oben sitzen und irgendwas versprechen und genau das Gegenteil von dem tun. Hat das unser Land verdient? Unser Land wird kaputtgemacht.“
„Die DNA der CDU ist die Lüge“
„Wir werden in den ersten Bundesländern regieren. Und wir werden auch im Bund regieren.“ Die AfD werde „den Menschen zeigen, was wir können. Die Menschen haben das verdient“.
„Ich bin bereit, mit jedem zu arbeiten, solange er fähig ist und die Interessen in unserem Land im Auge hat. Aber ich lasse es nicht zu, dass die Menschen so dermaßen über den Tisch gezogen werden und angelogen werden wie von der CDU und von der SPD. Mir blutet das Herz, wie die Menschen betrogen werden.“
„Entweder Sie können es nicht, oder es ist Vorsatz. Herr Merz kann es nicht, Herr Klingbeil kann es auch nicht. Ich möchte einen Regierungs-TÜV.“
„Markt- und Technologieoffenheit … Die Menschen wollen einen guten Verbrennermotor fahren.“
„Der Euro ist keine Starkwährung mehr, er wird weichgemacht mit allen Vermögensverlusten für die normale Bevölkerung.“
„Sie haben eine riesige Umverteilung, die viel stärker wirkt als ein Steuersystem – von der arbeitenden Bevölkerung hin zu den Vermögenden.“ Bei einer instabilen Währung sehe man „eine breite Verarmung“ arbeitender Bevölkerungsschichten. Weidel: „Was muten wir den Menschen eigentlich zu?“

„Was wird in Deutschland seit 2015 gemacht? Illegale Migration, ungebremst, offene Grenzen, jeder kann rein. Unsere innere Sicherheit leidet, die Leute haben ganz ehrlich die Schnauze voll von diesen Zuständen.“
„Wir haben keine Rechtssicherheit mehr. Wir haben eine Gefährdung unserer öffentlichen Sicherheit. Die Frauen gehen nicht mehr raus, überall Messerattacken, Gruppenvergewaltigungen. Genau von diesen Leuten weil Sie die Afghanen erwähnt haben und auch die Syrer. Zehnmal so hoch, wenn Sie sich die ganzen Kriminalstatistiken ansehen.“
„Es fängt doch bei der Prävention an. Wir sagen ganz klar, wir machen die Grenzen zu. Und wenn ich mir sowas angucke wie in Ceuta, dann steigen wir aus Schengen aus. Also, dieser Vertrag wird aufgekündigt. Wir werden sie zumachen, wir werden aus Schengen aussteigen, damit solche Leute wie aus Ceuta gar nicht mehr zu uns kommen.“
„Aufhören, Menschen einzubürgern, die eigentlich unser Land verlassen müssen“.
„Die Syrer werden alle zurückgeführt in ihre Heimat. Uns wurde doch damals gesagt, wenn der Fluchtgrund entfällt, dann werden sie alle wieder zurückgeführt. Nichts davon passiert.“
Ende Zitate
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Schade. Beide Interviews muteten eher an wie Verhöre zwischen ÖRR als Wahrheitsinstanz und AfD als Angeklagtem. Haltungsjournalisten als Moderatoren eben. Dabei gibt es an der AfD vieles mit Skepsis zu sehen – man muß nur geschickt fragen, um Interessantes herauszukitzeln. „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ An dieses Diktum des Journalisten-Altvaters Hanns Joachim Friedrichs (1995) sollten sich ARD-Preiß und ZDF-Schmiese vom ÖRR mal erinnern.
24.8.2026
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Ende von „Sommerinterviews mit der AfD“
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Beginn von Anlagen (1) – (6)
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(1) ZDF-Sommerinterview mit Alice Weidel
Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD, ist zu Gast im ZDF-Sommerinterview. Weidel führt die AfD gemeinsam mit Tino Chrupalla.
Kurz vor den anstehenden Landtagswahlen geht es im ZDF-Sommerinterview um die inhaltliche und die strategische Ausrichtung der AfD. Diese ist politisch isoliert.
Die anderen Parteien wollen nicht mit der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei koalieren. Als stärkste Kraft in den Umfragen sieht die AfD allerdings keinen Anlass für Kompromisse. Ein Thema, das Wulf Schmiese im ZDF-Sommerinterview mit Weidel ansprechen wird.
… Alles vom 23.8.2026 bitte lesen auf
https://www.zdfheute.de/video/berlin-direkt/berlin-direkt—sommerinterview-vom-23-august-2026-100.html
https://www.youtube.com/shorts/hzA6cx4jnes

Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel hat sich im ZDF-Sommerinterview siegessicher gezeigt – nicht nur mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Die AfD werde regieren, in einzelnen Bundesländern und auch im Bund. Die CDU hingegen werde keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen, so Weidel. Sie habe die Nase voll: „Ich will nicht mehr angelogen werden von irgendwelchen Flachzangen, die da oben sitzen.“
Sie wolle den Menschen zeigen, was ihre Partei könne und dass die AfD „Recht und Gesetz umsetzen“ werde. Zugleich sagte Weidel mit Blick auf eine Zusammenarbeit mit anderen Partei: „Ich bin bereit mit jedem zu arbeiten, solange er fähig ist.“ Aber sie wolle nicht zulassen, dass Menschen „über den Tisch gezogen werden und angelogen werden“ wie von der CDU und von der SPD.
23.8.2026, https://www.youtube.com/watch?v=mobuQ1lJfs8
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(2) Alice Weidel im ZDF-Sommerinterview: „Die Leute haben die Schnauze voll“
Diesmal ist sie nicht „unter den Bus“ geraten. Im Gegensatz zum Sommerinterview vom vergangenen Jahr, als eine lautstarke Störaktion linksextremer Aktivisten samt Bus und Riesen-Schallanlage von der ARD technisch geschickt in Szene gesetzt wurde, hat sich das ZDF in diesem Jahr einen ruhigen Ort in Wien ausgesucht, wo sich Weidel gerade zu Gesprächen mit der FPÖ aufhält.
Moderator Wulf Schmiese, der ihr im weiteren Gesprächsverlauf immer wieder ins Wort fallen wird, findet es „irgendwo respektlos“, wenn Weidel die aktuelle politische Lage beschreibt. Und in der Tat zieht sie mit recht deutlichen Worten vom Leder: „Ich will nicht mehr angelogen werden von irgendwelchen Flachzangen, die da oben sitzen und irgendwas versprechen und genau das Gegenteil von dem tun. Hat das unser Land verdient? Unser Land wird kaputtgemacht.“
Eine klare Beleidigung also, zumindest für jede sorgfältig hergestellte und gut funktionierende Zange.

… Alles vom 23.8.2026 bitte lesen auf
Alice Weidel im ZDF-Sommerinterview: „Die Leute haben die Schnauze voll“
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/alice-weidel-im-zdf-sommerinterview
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(3) „Sie können es nicht, oder es ist Vorsatz“: Weidel greift Klingbeil und Merz harsch an

… Alles vom 23.8.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/sie-knnen-es-nicht-oder-es-ist-vorsatz-weidel-greift-klingbeil-und-merz-harsch-an/
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(4) Das Interview – Tino Chrupalla (AfD) im ARD-Sommerinterview
… Alles vom 23.8.2026 bitte lesen auf https://www.ardmediathek.de/video/ard-sommerinterviews-2026/tino-chrupalla-afd-im-sommerinterview/tagesschau24/Y3JpZDovL3RhZ2Vzc2NoYXUuZGUvNDI2ZTk5MjAtM2E1NS00ODQ2LWIxZGMtYTJhMTRiMTFiMmY4 (23:90)
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Die AfD steht vor der vielleicht wichtigsten Wahl ihrer Geschichte. In Sachsen-Anhalt führt die dort vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Landespartei mit großem Abstand in den Umfragen. Erstmals könnte sie in einem Bundesland Regierungsverantwortung übernehmen. Was sind die Pläne der AfD für Sachsen-Anhalt? Wie blickt der Parteivorsitzende auf die anstehende Wahl? Und welche Lösungen bietet die größte Oppositionsfraktion im Bundestag für die aktuellen Probleme an?
Darüber spricht Markus Preiß, Studioleiter und Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio, mit dem Parteivorsitzenden der AfD, Tino Chrupalla, im ARD-Sommerinterview.
23.8.2026, https://www.youtube.com/watch?v=s4dQtjpmJLk
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LIVE Fokus: Chrupalla & Weidel im Sommerinterview 2026 – danach Analyse & Reaktionen!
https://www.youtube.com/watch?v=h1DKQovrJFU
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Sommerinterview 2026 Spezial: Chrupalla & Weidel AfD, Brandner AfD, Krall
https://www.youtube.com/watch?v=Zz5G9wcMEvk
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(5) Sommerinterview mit Tino Chrupalla: Das Anti-AfD-Programm der ARD zieht nicht mehr

Während beim ZDF nahezu zeitgleich AfD-Co-Chefin Alice Weidel Rede und Antwort stand, empfing Moderator Markus Preiß den Bundessprecher Tino Chrupalla zum ARD-Sommerinterview – zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Was folgte, war weniger ein Gespräch über Politik als eine Vorführung, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Rolle gegenüber der derzeit stärksten Kraft im Land offenbar versteht.
Ausgerechnet an einem Tag mit frühherbstlichen Temperaturen machte Preiß das Klima zum Einstieg. Mit Bildern von Niedrigwasser, den Schilderungen über Waldbrände und der Zahl von 14.000 Hitzetoten sollte offenbar Betroffenheit erzeugt werden. Chrupalla wies darauf hin, dass die Menschen sich vor allem fragen, ob sie sich Strom und Gas überhaupt noch leisten können. Der Moderator ließ nicht locker und wollte dem AfD-Chef partout eine „graduelle“ Meinungsänderung entlocken – die es nicht gab.

Angst als Dramaturgie
Es folgte, was inzwischen seit Jahren ein Muster ist: Der Sender zeigte einen Einspieler, in dem ein syrischer Arzt, eine Lehrerin und eine Stiftungsgeschäftsführerin ihre Sorgen vor einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt schilderten– suggeriert wurde, ein ganzes Sachsen-Anhalt fürchte die anstehende„Machtübernahme“.
Solche emotional aufgeladenen Montagen findet man beim Öffentlich-Rechtlichen in dieser Form auffällig einseitig. Chrupalla argumentierte hier fast zu zahm, wenn er lediglich fragte, welcher AfD-Politiker jemals gesagt habe, dass integrierte Fachkräfte nach einer Regierungsübernahme gehen müssten.
Der eigentliche Skandal aber ist die Gewichtung. Zwei Drittel der Zeit des halbstündigen Interviews drehten sich um Personalfragen – Chrupalla selbst hielt fest, man rede „schon fast 20 Minuten über diese Dinge“.

Unterm Strich offenbarte dieses Sommerinterview vor allem die Prioritäten des Senders. Statt die stärkste Partei des Landes zu ihren inhaltlichen Konzepten zu befragen, dominierten Angst-Einspieler und Herkunftsdebatten. Der Zuschauer, der Antworten auf seine Alltagssorgen suchte, blieb weitgehend im frühherbstlichen Regen stehen
…. Alles vom 23,8,2926 von Lennart Zielke bitte lesen auf
https://www.berliner-zeitung.de/article/das-anti-afd-programm-der-ard-zieht-nicht-mehr-sommerinterview-mit-tino-chrupalla-10320958
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(6) Alice Weidel will aus Euro aussteigen und deutsche Grenzen schließen
Im Sommerinterview forderte Alice Weidel einen Ausstieg aus dem Euro und dem Schengenraum. Vor den Landtagswahlen zeigte sich auch Tino Chrupalla siegessicher.
Die AfD will sich im Fall einer Regierungsbeteiligung auf Bundesebene für den Ausstieg Deutschlands aus dem Euro und dem Schengenabkommen einsetzen. Das sagte Parteichefin Alice Weidel im ZDF-Sommerinterview. Zugleich griff sie die CDU scharf an. Wegen ihrer Abgrenzung zur AfD, der sogenannten Brandmauer, werde die CDU »keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen«, sagte Weidel.
Die Forderung, aus dem Eurosystem auszusteigen, begründete Weidel mit der Behauptung, dass der Euro eine »instabile Währung« und eine »Weichwährung« sei. Deutschland sei es vor der Einführung der Gemeinschaftswährung »deutlich besser« gegangen. Die AfD sehe eine »breite Verarmung arbeitender Bevölkerungsschichten«.
Auch bei der Migration kündigte Weidel einen deutlich härteren Kurs an. Die AfD werde die deutschen Grenzen »zumachen« und dafür sorgen, dass Deutschland aus dem Schengenabkommen aussteige. »Dieser Vertrag wird aufgekündigt«, sagte sie. Die offenen Grenzen gefährdeten aus ihrer Sicht die innere Sicherheit. Schengen sieht grundsätzlich den Wegfall von Kontrollen an den Binnengrenzen der teilnehmenden Staaten vor. Deutschland führt allerdings bereits wieder Kontrollen an seinen Grenzen durch.
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Weidel kritisierte zudem die europäische Asylpolitik. Es gebe zu viel illegale Zuwanderung, und Deutschland habe »keine Rechtssicherheit mehr«. Deutschland müsse mehr Menschen abschieben und weniger Ausländer einbürgern. Alle 1,3 Millionen in Deutschland lebenden Syrer würden »zurückgeführt in ihre Heimat«, sagte Weidel.

Chrupalla äußert Zweifel an der Briefwahl
Auch AfD-Chef Tino Chrupalla spielte im ARD-Sommerinterview die Bedeutung des menschengemachten Klimawandels herunter. Er sprach mit Blick auf den Hitzesommer von einem »ganz normalen Sommer« und warf der Bundesregierung »Panikmache« vor. Zugleich äußerte er Zweifel an der Briefwahl und forderte deren Abschaffung.
… Alles vom 23.8.2026 bitte lesen auf
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-08/alice-weidel-afd-sachsen-anhalt-cdu-brandmauer-umfragen

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