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Zwei junge Gemüsegärterinnen aus dem Breisgau engagieren sich für faire Löhne in der Landwirtschaft
Sophie Mast und Alina Steiner sind studierte Landwirtinnen. Nach ihrem Studium haben beide noch eine Ausbildung zur Gärtnerin gemacht und arbeiten als Gemüsegärtnerinnen. Gemeinsam engagieren sie sich in der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL). „Ich will Landwirtschaft nicht beforschen oder verwalten, sondern sie selbst aktiv machen, deshalb arbeite ich seit einem Jahr in Tunsel bei der Gartencoop, einem Projekt der solidarischen Landwirtschaft, und baue Biogemüse an „, sagt Sophie Mast (30). Sie ist selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen. An der Arbeit als Gemüsegärtnerin schätzt sie vor allen Dingen die Handarbeit, den Umgang mit den Pflanzen als lebendige Wesen und die große Vielfalt an über 50 verschiedenen Kulturen, die sie produziert.
Die Wertschöpfung ist nicht in den produzierenden Betrieben angekommen
Alina Steiner, die bei der Demeter-Gärtnerei Piluweri in Hügelheim arbeitet, geht es ganz ähnlich. „Ich mache als Gemüsegärtnerin eine sehr sinnvolle Arbeit. Ich habe eine sehr hohe Motivation, weil ich sehe, was wir schaffen und was wir produzieren. Und ich erlebe täglich, dass mir die Arbeit mit den Pflanzen und der Natur einfach guttut“, sagt die 29-Jährige. Beide engagieren sich in der jAbL, weil sie aktiv dazu beitragen wollen, das, was in ihren Augen in der Landwirtschaft schiefläuft, zu verändern.
Dazu gehöre die prekäre wirtschaftliche Situation vieler landwirtschaftlicher Betriebe und Gärtnereien, die zu einem hohen Arbeitsdruck, schwierigen Arbeitsbedingungen und schlechter Entlohnung der Menschen führt, die in der Landwirtschaft arbeiten. Zwar seien viele landwirtschaftliche Produkte für die Verbraucherinnen und Verbraucher teurer geworden, die Wertschöpfung sei aber nicht in den produzierenden Betrieben angekommen. Die jAbL strebt angemessene Preise für nachhaltig erzeugte landwirtschaftliche Produkte und faire Handelsbeziehungen weltweit an. „Der Kulturbegriff „bäuerlich“ bedeutet für uns, dass Gemeinsinn sowie ein respektvoller Umgang mit Mensch, Tier und Pflanze unser wirtschaftliches Handeln in der Natur leiten. Wir sind überzeugt, dass es für die Herausforderungen der Zukunft keine industriellen Antworten gibt, sondern strukturreiche, regional angepasste Wirtschaftsweisen nötig sind“, heißt es auf der Homepage der Organisation.
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Bei vielen Gärtnereien steht ein Generationenwechsel an
Beide jungen Frauen haben vor Kurzem die Prüfung zur staatlich geprüften Gärtnerin abgeschlossen. Damit gehören sie zu einer immer kleiner werdenden Anzahl von jungen Leuten, die die Gärtner-Ausbildung machen. Das führe dazu, dass diese auf dem Arbeitsmarkt gesucht würden, berichten sie. „Bei vielen Gärtnereien steht ein Generationenwechsel an. Auch junge Leute, die eine Gärtnerei übernehmen wollen, werden händeringend gesucht. Damit junge Leute eine Perspektive in Gärtnereien und der Landwirtschaft entwickeln können, brauchen wir gute Löhne und eine enge Verbindung zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern, die wir mit guten, nachhaltig produzierten Lebensmitteln aus der Region versorgen wollen“, sagt Alina Steiner. Die junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) strebe eine sozialverträgliche Landwirtschaft an, mit dem Ziel, dass sich alle Menschen gesunde, nachhaltig produzierte Lebensmittel leisten können, ergänzt Sophie Mast.
Die jAbL ist bundesweit organisiert und veranstaltet zweimal im Jahr Fachtagungen. In der Ortsgruppe Südbaden der Organisation treffen sich zweimal im Monat junge Leute aus landwirtschaftlichen Berufen – aktuell zufällig alle Gemüsegärtnerinnen – zum fachlichen Austausch und zur Weiterbildung. Am Tag des kleinbäuerlichen Widerstands im vergangenen April haben die jungen Frauen Verbraucherinnen und Verbraucher unter dem Motto „Zu Tisch mit denen, die Dein Essen anbauen“ an eine lange Tafel, die sie auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg aufgebaut haben, eingeladen. Dort haben sie ein Gericht und Snacks aus von ihnen angebautem Gemüse angeboten und sind beim Essen mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch gekommen.
„Mehr als 70 Prozent der Menschen werden hauptsächlich oder ausschließlich durch kleinbäuerliche Strukturen versorgt. Es sind die kleinen Höfe und Familienbetriebe, die die Versorgung des Großteils der Menschen sicherstellen, nicht die Agrarindustrie. Diese Strukturen wollen wir erhalten und weiterentwickeln, gemeinsam mit den Menschen der Region“, sagt Sophie Mast. Denn mehr kleinbäuerliche Landwirtschaft bedeutet auch vielfältigere Strukturen, mehr Biodiversität, mehr Umweltschutz und bessere Strategien gegen die Folgen des Klimawandels.
… Alles vom 17.5.2026 von Gabriele Hennicke bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/zwei-junge-gemuesegaerterinnen-aus-dem-breisgau-engagieren-sich-fuer-faire-loehne-in-der-landwirtschaft
Demeter-Gärtnerei Piluweri in Hügelheim – Alina Steiner https://www.piluweri
Alina Steiner ist Mitglied im Vorstand der Abl Baden-Württemberg
https://www.freiburg-schwarzwald.de/blog/piluweri
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Gartencoop in Tunsel – Alina Mast https://www.gartencoop.org
https://www.freiburg-schwarzwald.de/blog/permakultur
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Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)
Als bäuerliche Interessenvertretung vertritt die AbL konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebe gegenüber der Politik und in gesellschaftlichen Bündnissen. Wir sind Bäuerinnen und Bauern, Gärtner:innen, Imker:innen, Menschen in landwirtschaftlicher Anstellung, Ausbildung oder Studium, Menschen, die im vor- und nachgelagerten Bereich tätig sind sowie agrarpolitisch Interessierte. Wir streiten für eine gerechtere Agrarpolitik, bauen Brücken zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft und mischen uns mit fundierten Positionen und Mitmachaktionen ein: Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die bäuerliche Betriebe erhält und gleichzeitig den Klima- und Naturschutz fördert!
Die Abl stellt sich vor: https://www.youtube.com/watch?v=8da_oybtErg
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Bäuerliche Landwirtschaft ist Zukunftslandwirtschaft
Für uns bedeutet das: Viele und vielfältige landwirtschaftliche Betriebe, lebendige ländliche Räume und eine klima- und umweltschonende Landwirtschaft, mit artgerechter Tierhaltung, gut für die Biodiversität und regional verankert. Und es bedeutet für uns auch: Faire Preise für Bäuerinnen und Bauern, gerechter Zugang zu Land und mehr junge Menschen in der Landwirtschaft. Seit über 40 Jahren setzt sich die AbL dafür ein – denn Zukunft braucht Höfe!
Das zentrale Anliegen der AbL ist es, auch die soziale Frage in der Landwirtschaft in das Bewusstsein zu rücken. Damit soll vermieden werden, dass einseitig ökonomisch oder ökologisch begründete Sichtweisen, die handelnden Menschen ausblenden und damit die sozialen Auswirkungen unberücksichtigt bleiben. Die Gesellschaft wie auch die Bauern und Bäuerinnen wollen Tierschutz, Klimaschutz, den Erhalt der Artenvielfalt, das bedeutet höhere Kosten und deshalb fordert die AbL wirtschaftliche Perspektiven für die Höfe.
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Die AbL tritt aktiv für die Menschenrechte und Demokratie ein und lehnt Extremismus, Rassismus, Antisemitismus und Unterdrückung ab. Zur AbL-Stellungnahme_hier.
7/2020, https://www.abl-ev.de/fileadmin/Dokumente/AbL_ev/Agrarpolitik/AbL-Stellungnahme_gegen_rechtes_Gedankengut_BuVo_27.07.2020.pdf
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https://www.abl-ev.de/start
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Abl Baden-Württemberg – Abl BW
Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (AbL) ist eine politische Interessenvertretung, die sich für den Erhalt von bäuerlichen Strukturen und einen Wandel hin zu sozial- und umweltverträglicher Landwirtschaft einsetzt. Im Sinne des Mottos „weder wachsen noch weichen“ haben sich sowohl konventionell als auch ökologisch wirtschaftende Bäuerinnen und Bauern zusammengeschlossen, um die Industrialisierung der Landwirtschaft zu beenden. Darüber hinaus zählen zu unseren Mitgliedern viele Interessierte aus allen gesellschaftlichen Bereichen, die sich durch ihr persönliches Interesse und Engagement für den Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft einsetzen. Essentiell für unsere politische Arbeit sind die internationale Netzwerk-Zusammenarbeit, sowie der Schulterschluss mit Verbraucher-, Umwelt- und Tierschutz-Organisationen.
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Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft …
… für Bauern und Bäuerinnen und alle, die sich für eine bäuerliche Landwirtschaft einsetzen wollen.
… weil uns nicht egal ist, was mit unserer Umwelt und der Natur passiert!
… weil uns Menschen und Tiere wichtig sind!
… weil der Bauer/die Bäuerin von ihrer Arbeit leben können müssen.
… weil gesunde und wertvolle Nahrungsmittel nicht vom Himmel fallen!
… weil ich wissen will, was Regierungen, Agrarindustrie und andere Verbände tun!
… weil nachhaltige Landwirtschaft für unsere Kinder und Enkelkinder lebenswichtig ist!
… weil wir nur gemeinsam stark sind!
… weil alle Menschen auf der Erde satt werden können und sollen!
… weil wir mehr Macht haben als wir denken!
https://www.abl-bw.de/startseite
baden-wuerttemberg [at] abl-ev.de
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Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) Bayern
https://www.abl-bayern.info/startseite
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junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL)
Wir sind eine Gruppe junger Bäuer:innen, Gärtner:innen, Imker:innen und agrarpolitisch interessierter Menschen.
Für unsere Vorstellung von Landwirtschaft ist die Möglichkeit, als Bäuerin und Bauer selbstbestimmt zu handeln, eine wesentliche Voraussetzung. Dazu gehören neben fairen Handelsbeziehungen weltweit auch angemessene Preise für nachhaltig erzeugte landwirtschaftliche Produkte. Der Kulturbegriff „bäuerlich“ bedeutet für uns, dass Gemeinsinn sowie ein respektvoller Umgang mit Mensch, Tier und Pflanze unser wirtschaftliches Handeln in der Natur leiten. Wir sind überzeugt, dass es für die Herausforderungen der Zukunft keine industriellen Antworten gibt, sondern strukturreiche, regional angepasste Wirtschaftsweisen nötig sind.
Wir diskutieren über die Frage wie wir uns eine gerechte und zukunftsfähige Landwirtschaft vorstellen, bringen uns in politische Entscheidungsprozesse ein und bilden uns weiter.
https://www.junge-abl.de/startseite
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jbL Regionalgruppe Südbaden
Wir sind Gärtner:innen, Bäuer:innen und Winzer:innen aus dem Raum Südbaden – in Ausbildung, bereits ausgebildet oder Quereinsteiger:innen. Jeden ersten Donnerstag im Monat treffen wir uns in Freiburg, um uns über agrarpolitische Themen auszutauschen, Aktionen zu organisieren, an Veranstaltungen teilzunehmen und uns mit anderen landwirtschaftlichen Gruppen zu vernetzen.
Ihr seid herzlich zu unseren Treffen eingeladen. Schreibt uns gerne eine Mail an:
suedbaden [at] junge-abl.de
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jAbl – Ortsgruppe Südbaden
Bildet Banden – Junge Bäuerinnen und Bauern gestalten ihre Zukunft
https://haus-des-engagements.de/2025/11/11/junge-arbeitsgemeinschaft-baeuerliche-landwirtschaft-jabl/
