TelAviv-Yafo

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Blick von Yafo (Jaffa) nach Norden zur City von Tel Aviv am 1.11.2013

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Freiburg -Tel Aviv-Yafo: Kontakte seit 2005 – Partnerstadt seit 2015
Über die Deutsch-Israelische-Gesellschaft (DIG) bestanden seit langer Zeit Kontakte nach Israel und ebenso ein gut laufender Austausch auf schulischer Ebene. Erste informelle gegenseitige Besuche mit der Stadt Tel Aviv erfolgten im Jahr 2005. Am Rande eines Internationalen Bürgermeistertreffens in Israel im Mai 2012 fassten die Oberbürgermeister beider Städte dann den Entschluss, ein Memorandum of Understanding (MoU) zu unterzeichnen und realisierten dies am 22. Oktober 2012. Der Gemeinderatsbeschluss in Freiburg für eine Städtepartnerschaft mit Tel Aviv – wie auch mit Wiwilí und Suwon – wurde im Juli 2015 gefasst und der Freundschafts- und Kooperationsvertrag am 6. September 2015 in Tel Aviv-Yafo unterzeichnet.
Mehr über den Freundeskreis Freiburg – TelAviv-Yafo hier.
https://www.freiburg.de/pb/904447.html
https://www.freiburg.de/partnerstaedte
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Beschämend: Freiburg als Partnerstadt von TelAviv zeigte sich bedeckt bis gar nicht
Zum Bericht „Koschere Wurst für die Maccabi-Fans“ https://www.badische-zeitung.de/koschere-wurst-vor-dem-spiel-so-bereitet-sich-freiburg-auf-die-fans-von-maccabi-tel-aviv-vor (BZ vom 21. Januar) meldet sich der Ehrenvorsitzende des Freundeskreises Freiburg-Tel Aviv-Jaffa zu Wort, der auch Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ist.
In der BZ war irritierend zu lesen, dass es keinerlei Partnerschaftsaktionen rund um das Fußballspiel SC Freiburg gegen Maccabi Tel Aviv geben wird. Die Partnerstadt Freiburg als Gastgeber zeigte sich sehr bedeckt bis gar nicht. Am Rathaus war nicht einmal die Fahne von Israel oder das Wappen der Stadt Tel Aviv-Jaffa zu sehen. Es ist beschämend, dass bei einem solchen Ereignis die Stadt die Gastgeberrolle nicht vorbildlich praktiziert. Was möchte die Stadt damit zum Ausdruck bringen? Soll die Zurückhaltung ein „stiller Protest“ gegen die Regierung von Israel sein?
Mit nicht allzu großem Aufwand hätte dieses einmalige Treffen zu einem echten Partnerschaftstreffen aufgezogen werden können unter Einbeziehung zum Beispiel der Fußballmannschaften und des Nachwuchses. Das gesamte öffentliche Feld wurde den Demonstranten unter enormem Polizeiaufwand überlassen, ohne die eigene Position mit gleichem Recht dabei zu behaupten.
Zum Glück hat das Restaurant Jaffa aus eigenem Antrieb die Gäste aus Tel Aviv bewirtet, unterstützt von Helfern der Jüdischen Gemeinde und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Ein weiterer ungelöster Vorgang unterstreicht die Sorge um die Belebung der Partnerschaft. Die Städtepartnerschaft mit Tel Aviv-Jaffa hat sich im in 2025 zum zehnten Mal gejährt. Eine angekündigte Feier ist bislang nicht erfolgt. Das Fußballspiel wäre eine sehr gute Gelegenheit gewesen, dieses Ereignis auch im Nachgang einzubinden.
Vor dem Hintergrund, dass die ebenfalls zehnjährige Städtepartnerschaft mit Suwon mit allen protokollarischen Auflagen gefeiert wurde, lässt die ausgebliebene Feier mit Tel Aviv-Jaffa als Affront erscheinen. Vielleicht ist dies auch die Erklärung, dass die Gästeanzahl aus Israel sehr übersichtlich war und das Rathaus von Tel Aviv-Jaffa gar nicht vertreten war.
Die im Memorandum of Understanding ausgelobte Zusammenarbeit und Kontaktpflege auf vielen Ebenen und Fachgebieten ist bei dem sportlichen Ereignis jedenfalls nicht erfüllt worden.
10.2.2026, Johannes Reiner, Bötzingen
https://www.badische-zeitung.de/das-fussballspiel-waere-eine-gelegenheit-gewesen

Ein Kommentar:
Die Logik von Freiburgs Bürgermeisteramt ist traurig: Wenn dereinst Netanjahu von einem anderen Israeli im Ministerpräsidentenamt abgelöst ist, dann empfängt das Rathaus die Fussballspieler und Fans von Maccabi Tel Aviv. Jetzt aber nicht.
Als wir in Tel Aviv zu Besuch waren, wurden wir als Freiburger Partnerstädtler im dortigen Rathaus immer sehr freundlich empfangen und einmal sogar bewirtet. Niemals wurde gefragt oder bemäkelt, ob nun in Berlin die falsche Partei gerade die Regierung stellt. Die Stadt Freiburg kann von der Stadt Tel Aviv viel lernen – besonders hinsichtlich so bösen Begrifflichkeiten wie Kontaktschuld und Sippenhaft.
Nach so viel Ernst noch etwas Lustiges – ein Versehen in der BZ-Überschrift: Jaffa sind leckere Orangen. Yafo ist der älteste Stadtteil von Tel Aviv. Ek
Ende Kommentar

 

Gespräch mit Eliav Blizowsky im Rathaus 1172013

                  
(1) Im Foyer Tel Aviv Rathaus 1.11.13   (2) Eliav Blizowsky (links)                     (3) Lioba übergibt Präsent, Bild:CJ

(4) Freiburg – Tel Aviv, Bild: CJ

(2) und (4) Eliav Blizowsky (links) mit Lioba Grammelspacher und Johannes Reiner
Auf der Tour der 8. Bürgerreise durch Israel 25.10.-2.11.2013 trafen die Freiburger am 1.11.3013 im Foyer des Rathauses von Tel Aviv mit Eliav Blizowsky zusammen, der beim Bürgermeisteramt für die internationalen Beziehungen zuständig ist – also sozusagen Gunter Burger von der Stadt Freiburg und Bernd Dallmann von der FWTM in einer Person. Blizowsky informierte kurz und voller Stolz über seine Stadt: Global City, Startup-town mit 700 Startups, Slogan „Never sleeping town“. Vorne dabei bei der „Challenge of digital revolution“. Vernetzung vieler junger Leute aus zahlreichen Nationen, unabhängig von Religion und Ethnie, via Internet Open Space und Public Space. Tel Aviv ist sehr interessiert an einer Partnerschaft mit Freiburg „to share knowledge“, vor allem bei Energie-Fragen. Lioba Grammelspacher, Grünen-Stadträtin, überbrachte Grüße von OB Salomon. Blizowsky bedankte sich und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das freundschaftliche Verhältnis doch bald zu einer offiziellen Städtepartnerschaft „Freiburg – Tel Aviv Yafo“ führen werde. Besonders herzlich verabschiedete sich Blizowsky von „my friend Johannes“, dem Reiseleiter Johannes Reiner, dessen Engagement zur deutsch-israelischen Verständigung er lobte. Drei Dinge erfreuten die Bürgerreisende in Tel Aviv ganz besonders: Das offene, freundliche und ehrliche Auftreten der Israelis uns Deutschen gegenüber. Die picobello sauberen und kostenlosen öffentlichen Toiletten überall in Stadt und Land (da kann Freiburg mit seinen dreckig stinkenden WCs viel lernen). Das System der grünen Leihfahrräder, die nicht nur in der City, sondern auch am Strand und in Vororten verfügbar sind. Infos zur 8.Bürgerreise auf www.freiburg-schwarzwald.de/blog/israel2013. Für April 2014 wird eine „Bürgerreise special“ nach Israel angeboten, Infos auf www.freiburg.de/partnerstaedte
21.11.2013, www.stadtkurier.de

 

 

Stadtbummel durch Tel Aviv

                                  
(1) Mahnmal für Yitzak Rabin                 (2) Yitzak Rabin                            (3) Fahrradkünstler beim Auditorium
                                 
(4) Fahrräder am Rothschild Bd.          (5) Bauhausstil 30er Jahre                     (6) Hochhaus hinter Villa  1.11.13
                                 
(7) Erstes Rathaus von Tel Aviv            (8) Independence Hall im Shalom Tower   (9) Toiletten überall – zufrieden?
                    israel16telaviv-buergerreise131031
(10) Scientology Tel Aviv                          (11) Liegestühle für alle, Bild CJ            (12) Die Gruppe in Tel Aviv – Bild JR

(1) Mahnmal für Yitzak Rabin am Rathaus in Tel Aviv: Beim Heruntergehen der Treppe (rote Farbe) wurde Rabin am   von einem orthodoxen Juden ermordet – wegen der geplanten überhabe der Golanhöhen an Syrien.
(4) Die grünen Leihfahrräder finden sich überall in Tel Aviv. Sie sehen aus wie E-Bikes, sind aber normale Räder zum Treten, allerdings sehr schwer.
(5) Damit sich die Sanierung der weißen Bauhaus-Gebäude (hier am Rothschild-Boulevard) lohnt, setzt man häufig ein bis zwei Etagen oben drauf.
(6) Tel Aviv wächst nach oben. Vielerorts scheinen die Hochhäuser die vornehmen alten Stadtvillen zu erdrücken.
(7) Im Diezengof-Haus am Rothschild Bd. war das erste Bürgermeisteramt untergebracht. Platz der Erklärung der Stadt Tel Aviv von 1948.
(8) Mosaik unten im Shalom-Turm, dem erste Hochhaus von Tel Aviv an der Herzl-Strasse.
(9) Überall im Stadtgebiet von Tel Aviv wie auch im ganzen Land gibt es öffentliche Tolietten, die sauber, hell und kostenlos sind. Kein Toiletten-Vandalismus (es ist ja „unser WC“). Da schämt man sich für jeden Touristen aus Israael, der in Freiburgs stinkend versifften Klo’s mal „muß“ – zum Beispiel am Münsterplatz Stadtbibliothek oder am Augustinerplatz.
(11) Die Stadtverwaltung hat überall im Stadtgebiet von Tel Aviv Liegestühle aufgestellt – zum Entspannen wie hier zwischen den Fahrbahnen des Rothschild Boulevard

 

Strassenmusiker am Rothschild Boulevard

                   
(1) Dixieland mit Mundharmonika …       (2) … am Rothschild Boulevard              (3) Hochhaus-Türme
                    
(4) Fahrradweg rechts, Tanzende links  (5) Tanz um 12 Uhr mittags 1.11.13    (2) Tanzen und Radeln – Bild ER

Auf dem Rothschild Boulevard in Tel Aviv braust der Autoverkehr, im breiten Mittelstreifen zwischen den je zwei Richtungsfahrspuren gibts schattenspendende Bäume, Kinderspielplätze und zwei getrennte Wege – einen für Fußgänger und einen für Radler. Gegen 12 Uhr packt eine Band ihre Instrumente aus und spielt gepflegten Dixieland zum Zuhören, zum Tanzen und sogar zum Mitspielen (mit der Mundharmonika in (1). Mehr dazu hier.

 

 

Carmel-Markt zwischen City und Yafo

                    
(1)
                   
(4) Tomaten                                                (5) Bananen                                               (6) Oliven
                            
(7) Zwiebeln                                               (8) Zitronen                                                   (9) Orangen
                                                      
(10) Feigen                                                       (11)                                                                 (12) Datteln
                       
(13) Granatapfel                                        (14) Markt gegen 13 Uhr                              (15) Grapefruit
                   
(16) Olivenöl und ….                                  (17) Fladenbrot                                          (18) Trauben am 1.11.2013

(19) Ha Carmel Market in Tel Aviv

Der Carmel-Markt hat täglich geöffnet und bietet viel, ganz besonders Lebensmittel und Obst. Anders als in Italien und Frankreich, wo das in 500 m Entfernung geerntete Obst oft das Dreifache kostet als im 1500 km entfernten Deutschland. Obst ist in Israel sehr preiswert: Kilopreise für Möhren 2.99 Schekel = 60 Cent, Tomaten 5.99 Schekel = 1.20 Euro, Clementinen 4.99 Schekel = 1 Euro und Trauben 3 Schekel = 60 Cent. Auch Feigen, Granatäpfel 3.99 Schekel = 80 Cent, Guave 4.99 Schekel = 1 Euro und Oliven 20 Schekel = 4 Euro/kg.

 

Strand zwischen City und Yafo (Jaffa)

                   
(1) Strand und Uferpromenade              (2) Auf dem Weg zum Strand                  (3) Einstein et al am Strand Tel Aviv
                   
(4) Wiedehopf am Strand – Bild CJ         (5) Blick zu den Hochhäusern                (6) Blick von St.Peter in Yafo
                    
(7) … überspült  am 2.11.2013                (8) Kopf im Wasser                                   (9) Frei (aber nur der Schatten)
                     
(10) Blick nach Norden 2.11.2013           (11) Blick nach Süden zu Yafo                (12) Fahrrad-Ausleihe am Strand

 

 

Yafo mit dem alten Hafen

                   
(1) Sonnenuntergang am Hafen             (2) Blick gen St.Peter und Meer              (3) Blick nach Norden zur City
                   
(4) Wie (2), aber morgens 2.11.2013   (5) Wie (3), Fussballclub Tel Aviv            (5) Auf dem Berg Yafo (Old Jaffa)
                   
(7) Kirche St. Peter auf Berg Yafo           (8) Blick vom Berg Yafo                            (9) Infostand von Falun Gong
                            israel18telaviv-elektro131031
(10) Yafo Berg und Meer 1.11.2013       (11) Yafo – Bild ER                          (12) Elektro in Yafo – Bild JR
israel19telaviv-yafo131031                            israel15synagoge-yafo131031
(13) Hochhäuser bedrohen Yafo          (14) Synagoge in Yafo – Bild JR

(5) Das große Fussballstadion befindet sich in der City von Tel Aviv, zwischen Wohnhäusern, Hotels und Gewerbe. Und man lebt und ist happy. Aber das SC-Stadion in Freiburg ..?..

 

Flohmarkt in Yafo

                                   
(1) Garagenwerkstatt Blechner               (2) Blick in Richtung Meer 1.11.2013     (3) Buntes Flohmarkttreiben
                    
(4) Olei Zion-Strasse in Yafo                    (5) Warten                                                   (5) Olei Tzion Strasse – Bild CJ

Im Gebiet zwischen Jerusalem Boulevard und dem Yafo-Berg, entlang der Strasse Olei Zion, gibt es täglich „Flea Market“. Stationäre Händler öffnen ihre Garagentore für Werkstatt und Lager. Fliegende Händler bauen ihre Stände auf. Die Stimmung in diesem alten und von der Bausubstanz her heruntergekommenen Quartier ist großartig: Keine Hetze, immer Sonne – und wer nichts kauft, der kauft eben nichts. Erstaunlich nur, dass in der Olei Zion-Strasse eine 74-qm Dreizimmerwohnung ohne Balkon im 1.OG für 320.000 Euro angeboten wird, also 4300 Euro/qm. In einer zwar sympathischen, aber sehr lauten Strasse. In einem Haus, das so gar nicht sanierfähig erscheint. Tel Aviv hat eine Immobilienblase – auch in „Old Jaffa“.

 

 

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