Immigration: France Allemagne

Frankreich und Deutschland haben dieselben Migrationsprobleme – in F durch die Kolonialzeit und in D durch die Grenzöffnung 9/2015 verursacht. Dabei gilt in F gilt als Staatsdoktrin, daß Herkunft (ethnische Identität) und Religion (Laizismus ls strenge Trennung von Kirche und Staat) irrelevant und durch die Staatsbürgerschaft (wer in F geboren ist, ist automatisch Franzose) neutralisiert sind.
Dieser Doktrin hat sich hat sich Nicolas Pouvreau-Monti – obwohl Ex-Beamter des Pariser Innenministeriums – widersetzt und in seinem Buch „Immigration: mythes et réalités“ eine Analyse der Migration vorgelegt, die so wertvoll ist, da sie auf Fakten bzw. Zahlen basiert und nicht auf Ideologie. Wie auch Ronald G. Asch in seiner Besprechung „Die französische Migrationsgesellschaft, eine ungeschminkte Bilanz“ des Buchs von Pouvreau-Monti feststellt, sind im Ländervergleich „die Befunde für Deutschland recht ähnlich“ (1).

1. Arbeitslosigkeit: Die Teilnahme am Arbeitsmarkt ist bei Migranten viel niedriger als die der autochthonen Bevölkerung. die Jugendarbeitslosigkeit ist mit 24% erschreckend hoch. Frauen bleiben dem Arbeitsmarkt bewusst fern.
2. Schulsystem: Migrantenkinder verlassen die Schule häufig ohne Schulabschluß. Damit ist der Weg in Prekariat und Kriminalität oft vorgezeichnet.
3. Der Anteil von Migranten in Gefängnissen liegt weit über dem Landesdurchschnitt.

4. Die soziale Situation von Migranten verschlechtert sich von Generation zu Generation. Integration erscheint als gescheitert.
5. Die Soziallast ist drei Mal so hoch die des Durchschnittsfranzosen.
6. Knapp 60 % der Migranten aus der Sahelzone und 50 % aus Algerien leben in staatlichen Sozialwohnungen.

7. Kinderreichtum. Zudem sind Migranten überdurchschnittlich alleinerziehend – Verweis auf Zweit- und Drittfrauen von Muslimen.
8. Menschen mit Migrationshintergrund sind religiöser: 30 % der Muslime und nur 6 % der Christen sagen, der Glaube sei ihnen besonders wichtig.
9. Der Anteil der Kopftuchträgerinnen steigt. Der orthodoxe Islam bis hin zum Islamismus ist auf dem Vormarsch.

10. Die westliche Kultur erscheint zunehmend als dekadent und wird abgelehnt.
11. Die Herkunftsländer als „Low trust Societies“ mit korrupter Justiz und Polizei prägen Migranten in Frankreich: Sie suchen deshalb Schutz in Clan, Großfamilie, Ghetto bzw. Parallelgesellschaft, die zur Gegengesellschaft werden.
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Diese Problempunkte der französischen Gesellschaft sind entsprechend auch in Deutschland zu finden. „Weder Frankreich noch andere europäische Länder haben darauf eine überzeugende Antwort gefunden. Der französische Laizismus bekommt diese Probleme ebenso wenig in den Griff wie die staatliche Privilegierung organisierter Religionen in Deutschland“ (1).

Wer nach immer neuen Schreckensmeldungen aus Frankreich (Crepol „Erstochen, weil er Weisser ist“, Kirchenschändungen, Nizza, Enthauptung, Louis, Quentin Lyon, …) sagt, so etwas gibt es bei uns in Deutschland nicht, ist nicht mehr ernst zu nehmen. Der innere Friede ist in F wie D dahin, die Integration weitgehend gescheitert. Kulturkampf.
Einer den wenigen Unterschiede: In Frankreich sprechen die Migranten aus dem Maghreb, der Sahel-Zone und den ehemaligen Kolonien gut Französisch, in Deutschland hingegen allzu häufig „igg nix ferstehn“.
30.7.2026
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(1) Die französische Migrationsgesellschaft, eine ungeschminkte Bilanz
Frankreich erklärt Herkunft und Religion statistisch für irrelevant. Die Wirklichkeit hält sich nicht an die republikanische Doktrin. Nicolas Pouvreau-Montis Bilanz zeigt, wie sich soziale Abhängigkeit und kulturelle Abgrenzung verfestigen – häufig gerade in der zweiten Generation.
Über die Folgen nicht oder nur schwach kontrollierter Migration offen zu diskutieren, ist eine gefährliche Angelegenheit. Sehr leicht gerät man in den Verdacht, Rassist oder Schlimmeres zu sein, wenn man auf negative Aspekte aufmerksam macht. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für Frankreich, dort vielleicht sogar noch stärker.

Der französische Staat darf offiziell eigentlich gar keine Statistiken erstellen, die bei Staatsbürgern nach ethnischer Identität oder religiösem Bekenntnis differenzieren. Theoretisch sind solche Faktoren irrelevant, weil die reine Staatsbürgerschaft alles überlagert und neutralisiert. So lautet jedenfalls die republikanische Staatsdoktrin.
Der französische Autor Nicolas Pouvreau-Monti, früher Mitarbeiter des Pariser Innenministeriums, hat sich dieser Aufgabe dennoch angenommen. Seine Befunde hat er in einem Buch vorgelegt, das im April dieses Jahres erschienen ist. Pouvreau-Monti präsentiert Statistiken und vermeidet wilde Polemiken. Das Bild, das er zeichnet, ist dennoch deprimierend.

Die Gesellschaften, aus denen viele Migranten stammen, sind häufig sogenannte „Low Trust Societies“. In Ländern wie Mali oder Burkina Faso kann man vielfach weder der Polizei noch der Justiz vertrauen. Auch die politischen Institutionen genießen kaum Vertrauen. Wer dort über die Runden kommen will, muss einem einflussreichen Klientelnetzwerk angehören. Man benötigt mächtige Patrone, die Schutz versprechen und dafür Loyalität verlangen. Eine solche Kultur des Klientelismus, zum Teil verstärkt durch clanartige Strukturen in großen Familienverbänden, verschwindet in der neuen Heimat offenbar nicht.
Durch die häufige Ghettobildung in den Vorstädten kann sie sich sogar noch verstärken und zunehmend die Gesellschaft des Aufnahmelandes prägen. Wo Vergünstigungen und Berechtigungen überwiegend durch Patronage oder gegen geldwerte Gegenleistungen vergeben werden, sind die Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum und effiziente politische Entscheidungen selten günstig. Das kennt man aus Süditalien und vergleichbaren Gesellschaften.
Es besteht die Gefahr, dass Migranten eine spezifische Kultur des Misstrauens gegenüber allen Fremden importieren, die nicht zum eigenen Clan oder zur eigenen ethnischen Gruppe gehören. Dazu kann eine aus den Herkunftsländern übernommene Tradition der Korruption kommen.
… Alles vom 30.7.2026 von Ronald G. Asch bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/frankreich-migration-gesellschaft-kulturwandel/
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Nicolas Pouvreau-Monti; 
Immigration: Mythes et Réalités
Fayard, 5/2026, 21,90 euro
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Einige Kommentare:
Sie haben wenigstens ihren Houellebecq, der hat es ihnen schon lange mal gesteckt. Wir haben nur den Michel, den doofen. giesemann
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Deutschland hinkt nur 10 Jahre hinterher, ansonsten ist es nicht minder dem Untergang geweiht. Alles weitere erklärt Herr Sarrazin – ab Min. 40:00 : https://m.youtube.com/watch?v=PcqtrJdYHSY&pp=ygUYVGljaHlzIGVpbmJsaWNrIHNhcnJhemlu&ra=m Ebdlich Frei
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