NIL – Langzeitarbeitslose

Extrem schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben nach wie vor Langzeitarbeitslose. Sie profitieren nicht vom Aufschwung. Ab dem 1. Januar 2013 bietet die Caritas in Baden-Württemberg daher an zwölf Standorten – darunter auch in Freiburg – ein maßgeschneidertes Programm an, um langzeitarbeitslose Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen. Unter dem Stichwort NIL (nachhaltige Integration langzeitarbeitsloser Menschen) werden die Teilnehmer nicht nur für eine Arbeitsstelle qualifiziert und dorthin vermittelt; am neuen Arbeitsplatz begleiten Sozialarbeiter die Teilnehmer weiterhin. Auch Arbeitgeber erhalten Beratung, damit sie Probleme möglichst früh erkennen und einem Abbruch der Beschäftigung entgegenwirken können. Mit 1,1 Millionen Euro wird das NIL-Projekt aus dem Topf des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung hat dieses Projekt unter vielen als förderungswürdig ausgewählt. Für die Caritasdirektoren Prälat Wolfgang Tripp (Stuttgart) und Monsignore Bernhard Appel (Freiburg) stellt NIL eine große Chance dar: „Da die Bundesregierung die Angebote für langzeitarbeitslose Menschen drastisch gekürzt hat, mangelt es an geeigneten Qualifizierungsmaßnahmen. Die hier vorliegende Förderung übertrifft in ihrer Konzeption auch die bisher bekannten Angebote, da sie das persönliche, familiäre wie das berufliche Umfeld in den Blick nimmt.“ Die Laufzeit des NIL-Projekts ist auf zwei Jahre angelegt. Es richtet sich beispielsweise an langzeitarbeitslose Frauen, die wegen der Erziehung der Kinder oder der Pflege von Angehörigen nicht gearbeitet haben. Genauso sind ältere Langzeitarbeitslose angesprochen. Da Langzeitarbeitslosigkeit überproportional oft Personen mit Migrationshintergrund betrifft, sollen sie besonders berücksichtigt werden.
3.1.2012, Caritas Freiburg

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