Home >Global >Religion >Islam >Terror >France >Frankreich-Islam >France-Etat
- Listenauswahl eines Beitrags: anklicken (falls unterstrichen) oder scrollen
- F: Gewalt gegen Citoyens Juden (24.10.2026)
- Sozialismus-Süchtige in Deutschland (22.10.2026)
- Der Westen stirbt an der französischen Krankheit – der Staatsgläubigkeit (22.10.2026)
- Manuel Ostermann (DPolG): Polizei in F und in D (22.10.2026)
- Die neue Linke in F: Wenn die Feinde des Volkes sich als seine Retter aufspielen (21.10.2026)
- Hamas 7.10.2023: Neue Revolution der radikalen Linken und Islamisten (19.10.2026)
- Alsace
- Etatismus
- francais
- Frankreich2022
Es gibt zwei Frankreich’s:
La France des Métropoles und
La France périphérique, wo zwei Drittel der Franzosen leben – die Province
==============================================================
Der Westen stirbt an der französischen Krankheit – der Staatsgläubigkeit
Das Feuer, das gerade in Frankreich lodert, wird bald auch Deutschland abbrennen – und dann die gesamte EU. Natürlich geht es dabei nicht um Bildung. Was Paris angezündet hat und was uns anzünden wird, ist der gallische Glaube, dass der Staat alles richten kann.
….
Staatskonzern
Frankreich ist vermutlich das einzige Land auf der Welt, in dem selbst die Anarchisten sich einen anderen Staat wünschen. Nicht: keinen Staat. Sondern nur: einen anderen.
In Frankreich kommt niemand auf die Idee, dass der Staat nicht die Lösung, sondern selbst das Problem sein könnte. Das ist er aber. Und der pathologische Zentralismus, an dem Frankreich so sehr leidet und den es doch so unbarmherzig exportiert, schadet ja nicht nur Paris. Er schadet massiv auch Deutschland und der ganzen EU – wo er wegen der eitlen Unbelehrbarkeit des eigenen politischen Personals in Berlin und Brüssel willfährig kopiert wird.
Frankreich nennt sich Marktwirtschaft. Tatsächlich ist es eine staatlich gelenkte Wirtschaft mit Börsenkulisse. Im vergangenen Jahr lagen die Staatsausgaben bei 57,2 Prozent der Wirtschaftsleistung, einer der höchsten Werte im Euro-Raum. Die staatliche Beteiligungsagentur APE hält Anteile an derzeit 87 Unternehmen aus Energie, Industrie, Finanzen und Verkehr, darunter Thales, Safran, Airbus, Air France-KLM, Renault und Orange. Den Stromkonzern EDF hat der Staat 2023 vollständig zurückgekauft.
Über die Staatsbank Bpifrance fließt Kapital in Start-ups, Mittelständler und Konzerne. Nicht der Markt – nein: Die Politik entscheidet, wer Geld bekommt. Selbst die eigenen Kontrolleure schlagen Alarm. Der Rechnungshof stellte fest, dass sich der Staat schwertut, ein guter Aktionär zu sein. Staatliche Beteiligungen würden es nur sehr selten schaffen, den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit und die Deindustrialisierung aufzuhalten.
…
Für die Steuerung dieses dysfunktionalen Systems hat Frankreich eine eigene Kaste geschaffen: die Absolventen der Elitehochschule ENA. Nach viel Kritik wurde die ENA 2022 zwar umbenannt, aber nicht abgeschafft. Und so passiert bis heute munter weiter das, was die Franzosen „Pantouflage“ nennen: Das ist der Wechsel hochrangiger Beamter (fast immer Absolventen der ENA oder einer der anderen wenigen „Grandes Écoles“) aus dem öffentlichen Dienst in gut bezahlte Positionen in der Privatwirtschaft – häufig in Unternehmen, mit denen sie zuvor dienstlich zu tun hatten. Es ist ein geschlossener Kreislauf, in dem dieselben Leute regulieren, subventionieren und kassieren. Das Prinzip wurde schon zu Zeiten von Ludwig XIV. erfunden.
…
Seit 1974 hat Frankreich keinen ausgeglichenen Haushalt mehr vorgelegt. Bitte auf der Zunge zergehen lassen: seit über einem halben Jahrhundert. Wenn Blasen in Zeitlupe platzen könnten, dann täten sie es jetzt in Paris.
Nach offiziellen Angaben steigt die Staatsverschuldung 2026 auf 119,3 Prozent der Wirtschaftsleistung – und 2027 dann weiter auf 121,7 Prozent. Das Defizit soll in diesem Jahr bei 5,4 Prozent liegen. Die Zinslast erreicht 2026 rund 79 Milliarden Euro und soll 2027 auf 91 Milliarden steigen. Der Schuldendienst ist inzwischen der größte Posten im Staatshaushalt und liegt noch vor den Bildungsausgaben.
…
Sowjet in Brüssel
Die EU ist nicht nach dem Muster der USA gebaut. Ihr geistiger Vater war Jean Monnet – und der war ein Kind der zentralistischen Planung. Nach dem Krieg leitete Monnet das Planungskommissariat in Paris. Die EU folgt deshalb nicht dem Vorbild der Vereinigten Staaten mit ihren selbstbewussten Bundesstaaten. Sie folgt dem Vorbild der Französischen Republik, in der ein Präfekt im Auftrag der Zentralregierung in der Hauptstadt jedes Département verwaltete. Der verstorbene sowjetische Dissident Wladimir Bukowski zog einen noch härteren Vergleich: Er sah in Brüssel eine neue Sowjetunion – freundlicher im Ton, aber ähnlich im Aufbau.
Der Unterschied zu den USA ist frappierend. Texas betreibt sein eigenes Stromnetz. Texas und Florida erheben keine Einkommensteuer. Die Bundesstaaten legen ihre eigenen Waffengesetze fest, eigene Mindestlöhne, eigene Lehrpläne und seit 2022 auch ihr eigenes Abtreibungsrecht. Gouverneure verklagen regelmäßig die Bundesregierung, und oft gewinnen sie.
Ein US-Bundesstaat hat in weiten Teilen mehr Autonomie gegenüber Washington als ein EU-Mitgliedsstaat gegenüber Brüssel.
In der EU entscheidet inzwischen Brüssel, wie geheizt wird, welche Autos wir fahren dürfen, welche Lieferketten die Unternehmen dokumentieren müssen, welche Inhalte im Netz verschwinden und welche Investitionen als „nachhaltig“ gelten. Der EU-Gerichtshof beansprucht für seine Urteile sogar Vorrang vor nationalen Verfassungen.
…
…. Alles vom 22.10.2026 von Alexander Heiden bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/der-westen-stirbt-an-der-franzoesischen-krankheit/
.
.
Die neue Linke in F: Wenn die Feinde des Volkes sich als seine Retter aufspielen
Sie predigen Solidarität und verachten die einfachen Leute. Sie fordern offene Grenzen und wohnen in abgeschotteten Wohlstandsvierteln. Sie schwärmen von Vielfalt und sorgen dafür, dass ihre eigenen Kinder möglichst wenig davon mitbekommen. Die neue extreme Linke ist längst keine Bewegung der Unterdrückten mehr, sondern ein politisches Machtinstrument jener privilegierten Milieus, die sich für die moralische Elite der Gesellschaft halten. Der französische Soziologe Christophe Guilluy hat diese Heuchelei schonungslos analysiert.
https://stephane-sautarel.fr/entretien-christophe-guilluy-les-elites-ne-comprennent-plus-la-realite-du-pays
.
Früher kämpfte die Linke für Arbeiter, kleine Angestellte und sozial Benachteiligte. Heute kämpft sie für Gendersternchen, Regenbogenideologie, Masseneinwanderung und die nächste Stufe der Klimabevormundung. Der Arbeiter, der morgens um fünf aufsteht, um seine Familie zu ernähren, kommt in diesem Weltbild allenfalls noch als rückständiger Störenfried vor. Wer bezahlbare Energie, sichere Straßen oder eine Begrenzung der Migration fordert, wird kurzerhand zum Rechtspopulisten, wenn nicht gleich zum Nazi erklärt. Der französische Sozialforscher Christophe Guilluy beschreibt diese Entwicklung als einen tiefgreifenden Bruch zwischen den kulturellen Eliten und der einfachen Bevölkerung. Seine Untersuchungen über das „periphere Frankreich“ zeigen, wie sich die wohlhabenden Großstadtmilieus von jenen Menschen entfernt haben, in deren Namen sie unablässig zu sprechen vorgeben.
Besonders grotesk ist dabei die Doppelmoral der selbsternannten Weltverbesserer. Sie verlangen grenzenlose Toleranz gegenüber kulturellen Veränderungen, deren Folgen sie selbst geschickt ausweichen. Sie feiern die multikulturelle Gesellschaft, solange diese vor allem in den Wohnvierteln anderer Menschen stattfindet. Sie demonstrieren gegen den Kapitalismus, während sie bestens von seinen Wohlstandsinseln profitieren. Und sie beschimpfen die angeblich reaktionären Kleinbürger, deren Steuern ihren akademischen und kulturellen Gesinnungsbetrieb mitfinanzieren. Die Linke hat das Volk nicht einfach vergessen. Sie hat es gegen ein neues Lieblingsvolk ausgetauscht: eines, das ausschließlich in ihren ideologischen Wunschvorstellungen existiert. Der tatsächliche Arbeiter, Handwerker oder Rentner hingegen, der nicht bereit ist, die politischen Moden der akademischen Oberschicht nachzubeten, gilt als moralisch minderwertig.
Doch die Menschen haben genug davon, sich von Leuten belehren zu lassen, die ihre Lebenswirklichkeit nicht kennen und sie offenkundig auch nicht kennenlernen wollen. Die sogenannte revolutionäre Linke ist längst Teil jenes Establishments geworden, das sie angeblich bekämpft. Sie besetzt Universitäten, prägt Medien und Kulturinstitutionen und beansprucht die Deutungshoheit darüber, was gesellschaftlich gesagt und gedacht werden darf. Ihre Revolution richtet sich nicht gegen die Mächtigen, sondern gegen jene, die sich ihrer moralischen Herrschaft nicht unterwerfen wollen. Das ist kein Klassenkampf von unten mehr. Das ist Klassenkampf von oben – geführt von einer selbstgerechten Kaste, die ihre Privilegien verteidigt, indem sie anderen Menschen ein schlechtes Gewissen macht. Oder noch einfacher: Früher wollte die Linke die Arbeiter von ihren Herren befreien. Heute möchte sie selbst deren Herr sein. Und wer nicht gehorcht, ist eben ein Nazi.
… Alles vom 21.10.2026 bitte lesen auf
https://philosophia-perennis.com/2026/10/22/die-neue-linke-wenn-die-feinde-des-volkes-sich-als-seine-retter-aufspielen/
.
Christophe Guilluy : „Les élites ne comprennent plus la réalité du pays“
https://stephane-sautarel.fr/entretien-christophe-guilluy-les-elites-ne-comprennent-plus-la-realite-du-pays
Christophe Guilluy : La France périphérique
185 eiten , 2015, Flammaron, 15 Euro
Es gibt zwei Frankreich’s:
La France des Métropoles und la France périphérique, wo zwei Drittel der Franzosen leben
