IZW warnt vor Energie Endgame

Energieintensive Industriefirmen haben hierzulade keine Chance mehr – das verkünden Politik, Medien und NGOs in Berlin. Daß derlei Statements in ihrer Pauschalität unsinnig sind, begründet die Initiative Zukunft und Wirtschaft (IZW) mit ihrer Vorsitzenden Andrea Thoma-Böck in einem informativen Interview https://www.youtube.com/watch?v=HK3NNoTAVVw&t=3s (1) .

Die Chefin des Mittelstandsunternehmens https://www.thoma-metallveredelung.de/ bei Memmingen im Allgäu mit 130 Mitarbeitern macht metallische Oberflächen durch Galvanotechnik gebrauchsfähig. Diese werden dann in Autos, Haushaltsgeräte, Maschinen, medizintechnische Geräte, Satelliten usw. eingebaut. Man ist Weltmarktführer auf einigen Spezialgebieten. Muß ihre energie- bzw. stromintensive Firma die Produktion in Heimertingen einstellen, weil die Berliner Energiepolitik ihre weltweit höchsten Strompreise aufgrund überschuldeter Haushaltslage nicht mehr über staatliche Subventionen ausgleichen kann, dann sind auch die Autos, Haushaltsgeräte usw. nicht mehr fertigbar. Die den Energiekosten geschuldete Insolvenz wird somit alle in der Zuliefererkette erfassen.
Einige Statements aus dem Interview:
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Die IZW weist darauf hin, daß der Staat die Kernaufgabe der Daseinsfürsorge (Gesundheit, Sicherheit, …) auf dem Gebiet der Versorgung mit bezahlbarer Energie nicht mehr nachkommt, seitdem er Transformation und Energiewende ausgeruen hat. Strommangel wird alltäglich
„Die Sicherheitsplattform Strom (SiPlaS) und die Forderung nach gesetzlich verankerten Kontingenten für Netzanschlüsse zeigen, dass aus Vorsorge für außergewöhnliche Krisen zunehmend staatliche Bewirtschaftung einer absehbaren Energieknappheit wird.“ (2)

Einige Statements des Interviews (1)
Strommangelverwaltung und Stromnotfallplattorm SiPlaS sind einer Industrienation unwürdig.
4.300 Betriebe müssen sich registrieren – eine kaum planbare Mangellage.
Wir werden in eine Mangellage mit wirtschaftlichem Totalschaden laufen.
Heute korrelieren die Strompreise mit dem Wetter- ds ist ein fiasko für einen Wirtschaftsbetrieb.
Diesen Standortnachteil hat kein andere Industrieland weltweit.
Mit dem Energieeffizienzgesetz sollen wir den energieverbrauch limitieren und gleichzeitig führende KI-Nation in der EU werden.
„Wir sind ein Land, das sich entschieden hat, Energie zu verknappen“. Wer ist „wir“?
Die Angst ist riesig: Energie macht 10 % der Kosten aus. Der um das 2,5-fache gestiegene Strompreis wird laut Reiche weiter steigen.
Wenn Mercedes 15.000 Stellen abbaut, dann bitte eine Null hintendran hängen zusätzlich für die Zulieferer.
Wirtschaftsunternehmen und Gewerkschaften haben zu wenig Druck gemacht. Nicht nur CEOs und Manager, auch Mittelständler schwiegen.

Die Mittelständler als Hidden Champions waren früher politisch aktiv, heute nicht mehr.
Die EU sabotiert unsere wirtschaftliche Souveränität, siehe neues Verpackungsverordnungsgesetz, das die Kleinen aus dem EU-markt drängt.
Das stromintensive Unternehmen in Deutschland keine Chance mehr haben sollen, ist Wahnsinn. Wir können nach der Kernkraft nun nicht auch die Kohle abschalten, da wir sonst nichts Grundalstfähiges mehr haben.
Kapital ist nicht patriotisch, es sucht sich seinen Markt, und zwar rasch.
Neiddebatte und Reichenbesteuerung helfen nichts.
Deutschland generiert bzw. übernimmt ein Viertel der CO2-Steuereinnahmen der ganzen Welt, das ist größenwahnsinnig.
CO2-Besteuerung streichen anstelle der 19 Cent Tankrabatte, das wäre die bessere Alternative.

Wer die energiefrage löst , beherrsht die Welt. Die Lösung liegt im Energiemix aus erneuerbare. Atomkraft und Fossilen.
Ohne Strom keine KI-Zukunftsprojekte.
Der wirtschaftliche Niedergang ist zu 100 % selbstgemacht, ohne Putin, ohne Trump.
Abwanderungen sogar in die Schweiz als Hochlohnland.
30 Mrd Euro jedes Jahr für Solar und Wind. Entlasst die Erneuerbaren endlich in den freien Markt.
Wir Arbeitgeber bezahlen die höchsten Löhne, den Arbeitnehmern bleibt zu wenig, da der Staat zu viel abgreift.
Die Politik seit 2015 hat es geschafft, die Menschen gegeneinander auszuspielen. Die Gewerkschaften haben mitgemacht – Neiddebatte.
Nirgends sind sich Abeitgeber und Arbeitnehmer so nahe wie im Mittelstand. trotzdem hört niemand auf sie, auch die Gewerkschaften nicht, obwohl alle doch m gleichen Strang ziehen.
Auswandern mit der Firma? In Polen bekomme ich den roten Teppich ausgerollt. In 3 Wochen ist die genehmigung da!
Was muß jetzt geschehen?
1. Energiemix ohne Denkverbote.
2. Kernkraft mi 8,5 Mrd Euro sofort aktivieren bzw. zurückholen.
3. Regulierung abschaffen, Milei nach Deutschland.
Auf die IZW hören.
Ende Statements
16-8.2026
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Ende von Beitrag „IZW warnt vor Energie Endgame“
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Beginn von Anlagen (1) – (3)
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(1) „Hier gehts ums blanke Überleben“ – Andrea Thoma-Böck
Ein „wirtschaftlicher Totalschaden“ steht Deutschland bevor, sollte es nicht zu einer 180-Grad-Wende in der Energiepolitik kommen, erklärt Andrea Thoma-Böck im Gespräch mit Max Mannhart. Die mittelständische Unternehmerin aus Bayern ist selbst in der Industrie tätig – und warnt vor dem absoluten „Endgame“ für Deutschland.
https://www.youtube.com/watch?v=HK3NNoTAVVw&t=3s (1 Std)
… Alles vom 15.8.2026 bitte lesen auf
https://apollo-news.net/unternehmerin-packt-aus-hier-gehts-ums-blanke-ueberleben-andrea-thoma-boeck/

Initiative Zukunft Wirtschaft IZW
https://zukunft-wirtschaft.de/

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(2) IZW: Krisenvorsorge ja. Staatlich verwalteter Strommangel nein
IZW warnt: Die Sicherheitsplattform Strom (SiPlaS) und die Forderung nach gesetzlich verankerten Kontingenten für Netzanschlüsse zeigen, dass aus Vorsorge für außergewöhnliche Krisen zunehmend staatliche Bewirtschaftung einer absehbaren Energieknappheit wird.
Memmingen, 07.08.2026. Eine belastbare Krisenvorsorge hätte Deutschland längst gebraucht. Doch notwendige Vorsorge darf nicht zum Beruhigungsteppich über einer jahrelangen energiepolitischen Fehlentwicklung werden, die zu einem selbst geschaffenen Versorgungsproblem führt. Die Sicherheitsplattform Strom (SiPlaS) ist ausdrücklich auch für länger anhaltende, persistente Strommangellagen vorgesehen. In diesem Fall kann die Bundesnetzagentur als Bundeslastverteiler verpflichtende Lastreduzierungen anordnen. Diese können mehrere Tage bis Wochen dauern. Die Plattform verhindert den Mangel nicht. Sie organisiert seine staatliche Bewirtschaftung.

Die Sicherheitsplattform Strom (SiPlaS) wurde vielfach als normale Krisenvorsorge eingeordnet. Die aktuellen Forderungen des Übertragungsnetzbetreibers Amprion nach gesetzlich verankerten Kontingenten für Netzanschlüsse machen jedoch deutlich, dass es längst um mehr geht. Statt die Voraussetzungen für eine jederzeit sichere Energieversorgung zu schaffen, werden zunehmend Instrumente diskutiert, mit denen knappe Energie und Netzkapazitäten verwaltet, priorisiert und zugeteilt werden.
„Eine Industrienation darf sich nicht darauf konzentrieren, Strommangel möglichst effizient zu verwalten. Ihre staatliche Kernaufgabe ist es, für eine jederzeit sichere und ausreichende Energieversorgung zu sorgen.“
Andrea Thoma-Böck, Präsidentin der Initiative Zukunft Wirtschaft Deutschland e. V.

Unternehmen tragen das wirtschaftliche Risiko
Besonders kritisch bewertet die IZW die wirtschaftlichen Folgen angeordneter Produktionsreduzierungen. In einer dokumentierten Auskunft zur Sicherheitsplattform Strom vertritt die Bundesnetzagentur die Auffassung, dass das Energiesicherungsgesetz für angeordnete Produktionsreduzierungen grundsätzlich keine Entschädigung vorsieht. Das Untersagen der Produktion werde nicht als Enteignung eingeordnet und sei daher grundsätzlich nicht schadensersatzfähig.
„Damit werden die Folgen einer gesamtstaatlichen Mangellage auf die Unternehmen verlagert. Der Staat verteilt den Mangel, die wirtschaftlichen Schäden tragen die Betriebe. Aus einem Systemrisiko wird ein Bilanzrisiko der Unternehmen.“

Die energiepolitische Fehlentwicklung
Die Kritik der IZW richtet sich ausdrücklich nicht gegen Krisenvorsorge. Sie richtet sich gegen die energiepolitische Entwicklung, die einen solchen Mechanismus wahrscheinlicher im Eintreten macht. Deutschland hat erhebliche gesicherte und steuerbare Kraftwerksleistung stillgelegt, zugleich den Ausbau wetterabhängiger Erzeugung massiv vorangetrieben und verfolgt eine weitgehende Elektrifizierung von Industrie, Wärme und Mobilität. Hinzu kommen wachsende Anforderungen durch Digitalisierung, Rechenzentren und Künstliche Intelligenz. Neue gesicherte Erzeugungskapazitäten wurden jedoch nicht rechtzeitig und nicht in ausreichendem Umfang bereitgestellt. Amprion warnt zugleich, dass der marktseitige Versorgungssicherheitsstandard im Mittel der betrachteten Szenarien bereits ab 2028 nicht mehr eingehalten wird. Bis 2035 werden knapp 40 Gigawatt zusätzliche Kraftwerkskapazität benötigt, um den Standard zu halten.
„Wenn man ein Drehbuch für Wohlstandsvernichtung und Deindustrialisierung schreiben wollte, sähe es genau so aus.“

Von der Krisenvorsorge zur Planwirtschaft
Mit der Sicherheitsplattform Strom (SiPlaS) und der aktuellen Forderung des Übertragungsnetzbetreibers Amprion nach gesetzlich verankerten Kontingenten für Netzanschlüsse wird die Richtung unübersehbar: Statt die Voraussetzungen für eine jederzeit sichere Energieversorgung und ausreichende Netzinfrastruktur zu schaffen, sollen knappe Kapazitäten verwaltet, priorisiert und zugeteilt werden. Staatlich verwaltete Energieknappheit kennt man aus Entwicklungs- und Schwellenländern, nicht von einer der führenden Industrienationen der Welt. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist das ein Offenbarungseid.
„Die Aufgabe des Staates ist es nicht, Energieknappheit zu organisieren. Seine Aufgabe ist es, sie zu verhindern. Unternehmen können weder nach Wind und Sonne noch auf Anordnung von Behörden oder Netzbetreibern produzieren. Wenn der Staat darüber entscheidet, wer einen Netzanschluss erhält und wer im Mangelfall noch produzieren darf, ist das Planwirtschaft. Wer einer Industrienation Energie und Infrastruktur nur noch zuteilt, macht nicht nur in einzelnen Betrieben das Licht aus – er nimmt dem gesamten Industriestandort seine Grundlage.“

Ein toxisches Signal nach innen und nach außen
Die Signalwirkung dieser Entwicklung reicht nach Auffassung der IZW weit über die Energiepolitik hinaus.
„Sie ist ein toxisches Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland, nach innen wie nach außen. Der Strompreis ist das eine. Die Verfügbarkeit ist das andere. Für Unternehmen im Inland ebenso wie für internationale Investoren zählt die Gewissheit, jederzeit produzieren und liefern zu können. Wer diese Gewissheit nicht bieten kann, verliert Investitionen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze.“

Versorgungssicherheit muss wieder Vorrang haben
Die IZW fordert deshalb einen grundlegenden Kurswechsel. Versorgungssicherheit müsse wieder oberste Priorität staatlicher Daseinsvorsorge sein. Kein weiteres steuerbares Kraftwerk dürfe endgültig stillgelegt werden, bevor gleichwertiger Ersatz tatsächlich gebaut, angeschlossen und betriebsbereit sei. Die aktuellen Entwicklungen lassen nur einen verantwortbaren Schluss zu: Der weitere Kohleausstieg muss so lange ausgesetzt werden, bis ausreichend gesicherte Erzeugungskapazitäten tatsächlich gebaut, angeschlossen und betriebsbereit sind. Wer gleichzeitig Strommangellagen organisatorisch vorbereitet, verpflichtende Lastreduzierungen vorsieht und gesetzlich verankerte Kontingente für Netzanschlüsse fordert, liefert selbst den Nachweis, dass auf die bestehenden Kraftwerkskapazitäten derzeit nicht verzichtet werden kann. Ideologische Denkverbote darf es nicht mehr geben. Alle Optionen müssen auf den Tisch. Jetzt ist die Wirtschaft gefordert.

Die IZW appelliert an Unternehmen, Wirtschaftsverbände, Kammern und Gewerkschaften, dieser Entwicklung jetzt entschieden entgegenzutreten. Es reicht nicht mehr, steigende Strompreise, Investitionsrückgänge, Produktionsverlagerungen und Insolvenzen zu beklagen. Wer zu einer Entwicklung schweigt, die den Industriestandort zunehmend schwächt, darf sich morgen über weitere Investitionsrückgänge, Deindustrialisierung und den Verlust von Arbeitsplätzen nicht beklagen. Nicht die Symptome müssen bekämpft werden, sondern die Ursachen.
„Energie ist das Lebenselixier jeder Volkswirtschaft. Jede industrielle Revolution war eine Energierevolution. Wer den Zugang zu Energie begrenzt, begrenzt Innovation, industrielle Wertschöpfung und wirtschaftliches Wachstum.“
„Energieknappheit als dauerhaftes Betriebsmodell kennt man aus Entwicklungs- und Schwellenländern, nicht aus einer führenden Industrienation. Deutschland darf sich nicht daran gewöhnen, Mangel zu verwalten. Erst Ersatz schaffen. Dann abschalten. Nicht umgekehrt.“
Memmingen, den 18.8.2026
https://zukunft-wirtschaft.de/medien-positionen
https://media.base44.com/files/public/6a43b2cab09c1ecb920b5abb/8f4da2d83_IZW_Pressemitteilung_07-08-2026.pdf
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(3) Wird Deutschland wirtschaftlich abgehängt? | Markus Lanz vom 21. März
Die mittelständische Unternehmerin Andrea Thoma-Böck macht sich bei Markus Lanz Sorgen um den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der deutsche Staat mache es Unternehmen zu schwer, viele hätten keine Lust mehr und wanderten ins Ausland ab. Zudem sei die Vorstellung der Arbeitswelt bei vielen jungen Menschen vollkommen unrealistisch, kritisiert Thoma-Böck, die ein Unternehmen für Oberflächenveredelung leitet. Mit einer Vier-Tage-Woche könne Deutschland nicht mit Ländern konkurrieren, in denen die Menschen sechs Tage pro Woche arbeiteten.
21.3.2026
https://www.youtube.com/watch?v=6Sld2V5x2CA

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