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Blick vom Feldberg-Seebuck nach Süden übers Herzogenhorn und den Hochrheinnebel zu den Alpen am 7.1.2013

 

Dorfladen Buchenbach 5 Jahre: Nahversorgung retten
Wie fällt das Resümee aus?
Vor fünf Jahren ist eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger angetreten, um die Nahversorgung in Buchenbach zu retten. Sie eröffneten einen genossenschaftlichen Dorfladen. Wie geht es ihm heute?
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Der Dorfladen Buchenbach ist ein Vollsortimenter im Mini-Format. Hier gibt es alles, was man für den täglichen Bedarf braucht. Und vieles, was darüber hinaus geht. Der Dorfladen ist auch Treffpunkt. Wie an diesem Freitagmorgen. Auf der kleinen Dorfladen-Terrasse treffen sich Siegbert Weber, Petra Fuß, Joachim Heinrich, Birgit Bergander und Fabiola Weber. Sie alle sind eng mit dem Dorfladen verbunden – auf unterschiedliche Art und Weise. Heute lassen sie die zurückliegenden fünf Jahre Revue passieren und blicken in die Zukunft.

„Ich war leidenschaftliche Einkäuferin bei Herrn Renner“, erinnert sich Petra Fuß. 2017 jedoch schloss Christian Renner sein Lebensmittelgeschäft in der Buchenbacher Ortsmitte. „Ich weiß noch, als er mir das damals sagte, sind mir fast die Beine weggesackt“, erinnert sich Fuß. Ihr Herz schlage für das regionale Einkaufen. Als sich dann die Dorfladen-Initiative entwickelte, sei ihr schnell klar gewesen, dass sie sich ehrenamtlich engagieren und die Idee eines genossenschaftlich geführten Dorfladens unterstützen möchte. Das tut Petra Fuß bis heute. „Ich backe seit fünf Jahren Nussecken für den Dorfladen“, erzählt sie. Außerdem hilft sie einmal wöchentlich mit, die gelieferten Waren in die Regale zu räumen und auch beim sonntäglichen Brötchenverkauf steht sie alle paar Wochen mit hinter der Theke. Fuß ist eine von rund 50 Ehrenamtlichen, die den Dorfladen tragen. Vom Verkauf über die IT bis zum Handwerk ist der Dorfladen auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen.
Eine der Unterstützerinnen und Engagierten der ersten Stunde war auch Irmy Fuß. Zusammen mit Siegbert Weber bildete sie bislang das Vorstandsduo des Dorfladens. Da Fuß sich jedoch aus persönlichen und zeitlichen Gründen aus dem Vorstand zurückgezogen hat, wurde ein neues Vorstandsmitglied gesucht. Wunsch des Aufsichtsrates war, dass diese Person aus dem Verkaufsteam kommt, um das Know-how und die Erfahrungen aus dem täglichen Betrieb in die Arbeit miteinfließen zu lassen. Diese Person wurde mit Fabiola Weber gefunden. Sie ist nun hauptamtliche Vorständin und arbeitet 30 Wochenstunden im Dorfladen und widmet weitere zehn Wochenstunden der Vorstandsarbeit. Und sie hat schon viele Pläne und Ideen für die Dorfladen-Zukunft.
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Dorfladen Buchenbach im Dreisamtal 5 Jahre 2021-2026

Birgit Bergander, Joachim Heinrich, Petra Fuß, Fabiola Weber und Siegbert Weber (von links) Foto: Nikola Vogt

So möchte der Dorfladen mit Hilfe von Schildern noch mehr vom Durchgangsverkehr an der Hauptstraße profitieren, an der er liegt. Auch Werbeprospekte kann das Dorfladen-Team sich vorstellen. Und auf Social Media soll die Sichtbarkeit des Dorfladens erhöht werden. Neu eingeführt werden sollen Aktionswochen mit Sonderangeboten. Weiterhin sei demnächst eine große Kundenumfrage geplant, um noch besser herauszufinden, was die Menschen sich von einem Dorfladen wünschen. Denkbar sei auch ein Mitgliedermodell. Außerdem sei es wichtig, das Sortiment zu analysieren und zu optimieren.
In Sachen Sortiment sei es schon heute so, erzählt Fabiola Weber, dass es ein Wünscheheft gebe. Ein Produkt, das von einem Kunden gewünscht wird, aber bisher nicht im Sortiment vorhanden ist, wird hier eingetragen und nach Möglichkeit geordert. Das kann der Apfelrotkohl sein, die Barista Hafermilch oder das Kokoswasser. Gar nicht gut angenommen werden in Buchenbach übrigens Fertigprodukte, wie Fabiola Weber und ihre Verkaufskollegin Birgit Bergander erzählen. Auf Rang eins der Verkaufsliste liegen Obst und Gemüse, gefolgt von Brot und Backwaren, Molkereiprodukten, Fleisch und Wurstwaren.
„Die knapp 100 Quadratmeter Verkaufsfläche werden perfekt ausgenutzt“, findet Birgit Bergander. Sie komme gerne zum Arbeiten in den Dorfladen. „Man fühlt sich gesehen und wertgeschätzt“, sagt sie. Gerade die Begegnungen mit den Kundinnen und Kunden seien im Dorfladen etwas Besonderes. „Wenn wir mittwochnachmittags geschlossen haben, merkt man direkt, dass es in der Ortsmitte ruhiger ist“, sagt sie. Die anderen stimmen ihr zu. Der Dorfladen habe spürbar zur Belebung Buchenbachs beigetragen. Dazu zählen auch die Aktivitäten, Veranstaltungen und Aktionen rund um den Dorfladen.
Vorstandsmitglied Siegbert Weber und Aufsichtsratvorsitzender Joachim Heinrich ziehen nach fünf Jahren Dorfladen ein durchaus positives Fazit. Aber sie verdeutlichen auch, dass der Dorfladen „kein Selbstläufer“ ist, so Weber. „Wir brauchen Wachstum.“ In den nächsten Jahren würden insbesondere die Personalkosten weiter deutlich ansteigen. Das Einsparpotenzial bei den sonstigen Aufwendungen sei begrenzt. „Nur durch weiteres Umsatzwachstum kann der Dorfladen weiter nachhaltig wirtschaftlich und finanziell stabil bleiben“, so Weber. „Unser Umsatzziel in drei Jahren liegt bei einer Million Euro“, so Weber. Zurückblickend kann er sagen, dass die Umsätze seit Bestehen des Dorfladens jährlich um durchschnittlich rund zehn Prozent gestiegen seien.
„Das größte Potenzial liegt weiter darin, dass mehr Menschen größere Einkäufe im Dorfladen machen“, sagt Weber. Diesen Appell hatte das Team im vergangenen Jahr bereits an die Kundinnen und Kunden gerichtet, was durchaus Früchte getragen habe. So sei der Durchschnittsumsatz pro Kunde seit dem vergangenen Sommer um einen Euro gestiegen. Das alleine mache eine Umsatzsteigerung von sieben Prozent aus. Dazu beigetragen habe sicherlich die Vorteilskarte, die der Dorfladen eingeführt hat.
Auch habe sich die Kundschaft des Dorfladens verjüngt. Seien es anfangs zumeist ältere Menschen gewesen, die den Dorfladen besuchten, habe sich das inzwischen auf alle Altersgruppe ausgeweitet. Auch viele junge Familien zählten inzwischen zum Kundenstamm. Auch was das Engagement für den Dorfladen anbelangt, „bin ich immer dafür, neue Menschen hinzu zu holen – gerne auch Jüngere – damit Leben drin ist“, sagt Heinrich. Wer Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement habe, könne sich immer gerne melden. „Auch ein Schnuppern ist möglich.“
… Alles vom 21.7.2026 von Nikola Vogt bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/fuenf-jahre-dorfladen-buchenbach-wie-faellt-das-resuemee-aus
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Dorfladen Buchenbach, Hauptstraße 14,
Montag bis Freitag 7.30 bis 13, 15 bis 18.30 Uhr, Mittwoch nachmittags geschlossen, Samstag 7.30 bis 13, Sonntag 7.30 bis 11 Uhr.

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