Qualifizieren statt Zuwanderung

In Deutschland leben fünf Millionen Bürgergeldempfänger – ohne Berufstätigkeit, aber vom Staat gut versorgt. Davon sind zwei Drittel Migranten bzw. Menschen mit Migrationsgeschichte. Also überwiegend junge Menschen. Hinzu kommen UMAs (unbegleitete minderjährige Ausländer) bzw. UMFs (… Flüchtlinge): Im Jahr 2024 kostete die Betreuung von 39.578 UMAs die Kommunen 2,8 Milliarden Euro.
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Fast alle diese ca. 5.000.000 Personen lassen sich qualifizieren, sofern der Staat es will (Berufsausbildungsprogramme, Berufsförderung, duales System) und die Arbeitslosen es wollen (Anreizsystem).
Doch dies geschieht nicht. So lehnt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seiner alljährlich publizierten Studie (siehe Anlage (1) unten) derartige Qualifizierungsinitiativen immer wieder ab und plädiert stattdessen unverändert für noch mehr zusätzliche Einwanderung über weiterhin offene Grenzen. Wie Cato der ältere, der immer wieder „Kathago muß zerstört werden“ murmelte, so ruft das IW immer wieder „Noch mehr Zuwanderung“.

Seit Budapest 2015 hat Deutschland Migranten durch Zahlung von Sozialleistungen nach Deutschland gelockt, die EU-weit und weltweit die höchsten sind. Wer diesen Pullfaktor „Geld“ leugnet, ist nicht ehrlich. Zudem ist es ein Unrecht, diese Migranten ins Land zu locken und sie hier dann nicht zu qualifizieren, sondern zuzulassen, daß viel zu viele und  vor allem die Jüngeren entwurzelt und vereinsamt in die Segregation, Sucht und Kriminalität abgleiten. Wer Menschen durch Zahlung von Geld hierher lockt, ist verpflichtet, alles nur Mögliche daran zu setzen, um diese zu integrieren. Und Integration gelingt nun mal zu hauptsächlich über die Arbeit, über den Job, der erfüllt und zudem Wertschätzung verschafft.
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Wir in Deutschland erlauben uns den Luxus – oder besser: den Wahnsinn – eines Schulsystems, das fast ein Fünftel der Schulabgänger ohne Bildungsabschluß ins Berufsleben – oder besser: ins Prekariat – entlässt. Wie hoch dabei der Ausländeranteil ist, das verschweigen die Statistiker aus gutem Grund: Denn hier soll anscheinend ein Verbrechen vertuscht werden. Man liest erschreckende Headlines wie: Über 8 % bzw. 62.000 Schüler verlassen Ende Schuljahr 2024 die Hauptschule ohne Schulabschluss. Jeder vierte ausländische Schulabgänger in Bremen ohne Abschluss (Bildungsmonitor 2024). Im Jahr 2024 hatten in Deutschland rund 16 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund keinen allgemeinen Schulabschluss. 74 Prozent der Schulabbrecher haben Migrationsgeschichte.
Warum erreichen in USA, Canada und Australien Migranten in der 2. Generation oftmals bessere Abschlüsse in Schul- und Berufsbildung als der heimische Durchschnitt?
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Die große Frage der Migrationspolitik: Die vorhandenen Arbeitsressourcen durch Ausbildung in Arbeit bringen oder aber vom Ausland Menschen durch Geldanreize zur Migration bewegen?
Der Ruf nach immer mehr Zuwanderung – ob qualifiziert oder nicht – ist die falsche Alternative: Werden die Facharbeitskräfte in ihrer Heimat nicht gebraucht? Lassen sich Menschen, die in Clan-Strukturen ihrer Kultur aufgewachsen sind, so einfach mir nichts dir nichts in die Familien-Strukturen unseres demokratischen Systems „umsozialisieren“?  Fakt ist: Die seit der Grenzöffnung 2015 ins Land geholten Menschen kommen hierzulande zum überwiegenden Teil ohne Arbeit bzw. mit Billigjobs über die Runden, nicht integriert, sondern in Ghettos, NogoAreas und Quartieren lebend, in denen die, die sie aus angeblicher christlicher Nächstenliebe geholt haben, nicht so gerne wohnen.

Fazit: Zuerst einmal die 5 Millionen arbeitslosen Menschen (Deutsche wie Migranten) qualifizieren und ihnen dadurch eine sie selbst stolz machende Berufstätigkeit eröffnen. Dann erst unter der Überschrift „Fachkräftemangel“ nach neuer Zuwanderung rufen. „Zuerst Qualifizierung, dann Zuwanderung“ ist keine irgendwie populistische, sondern eine zutiefst humane Forderung.
1.12.2025
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Beginn von Anlagen (1) –
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(1) IW-Studie: Trotz Deindustrialisierung weiter mehr Zuwanderung verlangt
Deutschland steckt in der Stagnation, massiver Stellenabbau selbst in Schlüsselindustrien, ganze Branchen zieht es ins Ausland. Angesichts dessen wirkt die jüngst veröffentlichte Studie „Berechnung von Fachkräfteengpässen nach Wirtschaftszweigen – Methodik und Ergebnisse einer methodischen Erweiterung der IW-Fachkräftedatenbank“ des arbeitgeberfinanzierten Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) aus der Zeit gefallen.

Im wesentlichen stellen die Autoren auch ein neues Studiendesign vor, wie ein Fachkräftemangel besser gemessen werden kann. Bisher erfaßt das IW einen solchen durch Abgleich von offenen Stellen und qualifizierten Arbeitslosen, wie sie die Bundesagentur für Arbeit (BA) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erheben. Dabei werden gemeldete Stellen pro Beruf analysiert. Das hat aber zur Folge, daß sich Effekte nur in jeweils einem spezifischen Beruf bemerkbar machen.

Sinnvollerweise betrachtet die Studie nun aber ganze Branchen, um einen Mangel an Fachkräften festzustellen. Schließlich könnten Unternehmen ihren Bedarf auch durch Personal aus ähnlichen Berufen decken. „Die beschriebene Methodik zur Berechnung von Fachkräfteengpässen nach Wirtschaftszweigen stellt einen deutlichen Mehrwert für die Bewertung der Fachkräftesituation in einzelnen Branchen dar“. Was ist nun das Ergebnis dieser modifizierten Studie?

Die Autoren berücksichtigen „nur Branchen mit mehr als 1.000 offenen Stellen im Jahresdurchschnitt 2024“. Spitzenreiter ist das Gesundheitswesen. Vor allem im Pflegebereich bleiben hier Stellen oft unbesetzt. „Allein im Gesundheitswesen blieben im Jahr 2024 über 46.000 Stellen rechnerisch unbesetzt – mehr als in jeder anderen Branche.“ Auf dem zweiten Platz der Bausektor mit 41.000 unbesetzten Stellen. Hier sind vor allem Bauingenieure und Handwerker gefragt.

Auf dem dritten Platz dann der Bildungssektor mit 30.000 fehlenden Erziehern, Lehrern und anderen, gefolgt von der öffentlichen Verwaltung mit 25.000 unbesetzten Stellen. Insgesamt fehlten demnach im vergangenen Jahr rund 260.000 Fachkräfte, so die Studie. Diese Lücke werde künftig noch erheblich größer, so die Prognose: „Die aktualisierte IW-Arbeitsmarktfortschreibung zeigt, wo der Arbeitsmarkt im Jahr 2028 stehen könnte“, nämlich bei einem Fachkräftemangel von 768.000 Personen. Was tun? Das IW hat hier eine klare Position: „Weiterhin ist qualifizierte Zuwanderung in großem Umfang nötig, um aus dem Arbeitsleben ausscheidende Arbeitskräfte zu ersetzen“, beispielsweise durch das 2023 novellierte Fachkräfteeinwanderungsgesetz. „Die meisten Unternehmen bräuchten dafür jedoch mehr Unterstützung. Dafür sollten die neuen Möglichkeiten im Ausland noch stärker kommuniziert werden“, heißt es in der IW-Studie „Arbeitsmarktfortschreibung 2028“.

Wirklich? Cato dem Älteren wird zugeschrieben, jede seiner Reden – egal zu welchem Inhalt – immer mit dem Satz „Karthago muß zerstört werden“ beendet zu haben. Das IW hat eine ähnliche Tradition. Egal, worum es geht, stets heißt die Lösung mehr Zuwanderung. Dabei bietet sich aus ihren eigenen Daten etwas anderes an. Der größte Mangel im Gesundheitswesen herrscht an Pflegekräften. Die derzeit über fünf Millionen Bürgergeld-Empfänger ließen sich bis dahin entsprechend qualifizieren – wenn sie wollten.

Ähnlich sieht es in der Baubranche aus. Deutschland hat nicht zu wenig Bauingenieure oder Handwerker ausgebildet, vielmehr macht es diesen durch eine lähmende Bürokratie und überbordende „Klimaschutz“-Auflagen die Arbeit schwer, so daß sie diese immer öfter im Ausland suchen. Auch darf nicht vergessen werden, daß Unternehmen auch Stellen ausschreiben, nur um als wirtschaftlich prosperierend dazustehen, ohne diese ernsthaft besetzen zu wollen. Die kriselnde Baubranche wäre da ein Kandidat. Die Forderung nach Zuwanderung löst keine Probleme, sondern schafft neue.

Deutschland muß seine verkrustete Bürokratie dringend modernisieren und verschlanken. Wenn Behörden mit ihrem Personalhunger bereits auf dem vierten Platz stehen, so klingt das vor diesem Hintergrund eher als Symptom denn als wirklicher Mangel. Eine qualifizierte Zuwanderung wird sich von ganz alleine einstellen, wenn entsprechende Bedingungen für Fortschritt und Innovation wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind.
… Alles vom 28.11.2025 von Fabian Schmidt-Ahmad bitte lesen in der JF 49/25, Seite 11

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