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KI-Chatbot an Schulen: Der Unterricht bleibt erstaunlich unberührt
Kommentare zu: Ab Montag …
Reformen als Selbstzweck. Nun also ein KI-Chatbot für die Schulen in Baden-Württemberg. Wieder ein Symbol für Fortschritt, wieder ein Projekt, das Modernität verspricht.
Doch das Muster ist alt: Jede Neuerung dient weniger der Verbesserung des Unterrichts als der Selbstvergewisserung des Systems. Das Bildungswesen lebt von der permanenten Neuerfindung seiner selbst. In regelmäßigen Abständen wird eine neue „Revolution“ ausgerufen: digitale Tafeln, Kompetenzraster, jetzt künstliche Intelligenz.
Kaum ein Bereich legitimiert sich so unablässig über inszenierte Bewegung. Reformen sind die Währung, in der das System seinen Bestand sichert. Hinter jeder Initiative stehen Gremien, Gutachten, Fortbildungen und eine ganze Industrie der Legitimation. Professoren begründen, Minister verkünden, Schulen implementieren. Und doch bleibt der Unterricht, das Herz der Bildung, erstaunlich unberührt. Er ist nach wie vor eine „Black Box“. Gut oder schlecht? Allzu oft verwandelt sich letztlich Wandel in Routine. Die Schule demonstriert Fortschritt, um stillstehen zu dürfen. Vielleicht wäre die eigentliche Innovation einmal, auf die nächste Reform zu verzichten, KI hin oder her.
7.11.2025, Volker Wacker, Oberkirch
https://www.badische-zeitung.de/der-unterricht-bleibt-erstaunlich-unberuehrt
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Ab Montag steht Schulen in Baden-Württemberg ein neuer KI-Chatbot zur Verfügung
„Telli“ könne sowohl Lehrkräfte als auch Schüler beim Lernen und Unterrichten unterstützen. Das lernfähige Programm könne sowohl zur Unterrichtsvorbereitung als auch im Unterricht selbst eingesetzt werden, teilte der Sprecher mit. Die Software wurde speziell für den Einsatz an Schulen entwickelt und soll in die 2023 eingeführte „Digitale Bildungsplattform“ des Landes eingebunden werden. Der Chatbot wurde im Auftrag aller Bundesländer vom Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) erarbeitet. Nach dessen Angaben wird es seit einigen Wochen bereits flächendeckend an Schulen in Bremen und Brandenburg getestet.
Ähnlich wie bei bekannten KI-Anwendungen wie „ChatGPT“ kann man mit „Telli“ dialogisch kommunizieren und verschiedene Assistenz-Funktionen nutzen. Die FWU gibt an, die Software sei – anders als die bekannten Angebote großer US-Unternehmen – datenschutzrechtlich unbedenklich. Sie sei an verschiedene KI-Sprachmodelle angebunden, die alle in der EU betrieben würden. Eingaben würden nicht zum Training der Sprachmodelle verwendet.
… Alles vom 12.10.2025 von Axel Habermehl bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/ab-montag-steht-schulen-in-baden-wuerttemberg-ein-neuer-ki-chatbot-zur-verfuegung
