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Landesmedienanstalten, „Public Value“ und Alternative Medien
Diesen Monat haben wir nun auch die Marke von 250.000 YouTube-Abonnenten überschritten. Unser Video-Ressort ist dabei gerade mal zwei Jahre alt. Mehr als 10 Millionen Aufrufe und knapp zwei Millionen Zuschauer erreichen wir nun monatlich – und das nur auf YouTube. Das entspricht einem Wachstum von über 90 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auch auf der bewährten Website geht der Aufwind weiter: Dort sind wir nun zum größten der neuen Medien aufgestiegen, stehen bei der Hälfte der Reichweite der Berliner Zeitung und fast bei 90 Prozent jener der Wirtschaftswoche.
Der Gegenwind aber ist uns weiter sicher. Denn was auf neue Medien zukommt, zeigt auch eine unserer neuesten Recherchen:
https://apollo-news.net/so-bauen-die-medienanstalten-an-einer-pflicht-zur-bevorzugung-verlaesslicher-medien-in-den-sozialen-netzwerken/
nämlich zum Plan der Medienanstalten, Social-Media-Plattformen künftig vorzuschreiben, dass sie Inhalte von staatlich ausgewählten „verlässlichen“ Medien bevorzugt anzeigen. All das läuft unter dem Schlagwort „Public Value“, dem Konzept, dass bestimmte „verlässliche“ Medien einen „öffentlichen Mehrwert“ liefern und andere nicht – und dass Behörden entscheiden, für wen dies zutrifft.
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Wer dann den staatlichen „Public Value“-Stempel bekommt, dessen Posts, Videos, Tweets usw. müssen dann auf Social Media faktisch bevorzugt angezeigt werden – besonders „leicht auffindbar“, wie es euphemistisch heißt. So jedenfalls der Plan des Vorsitzenden der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Thorsten Schmiege – der sich übrigens auch KI-Uploadfilter wünscht, die etwa Videos bereits vor dem Veröffentlichen automatisiert auf „Hetze“ prüfen. Schon in wenigen Monaten könnte sich sein „Public Value“-Vorhaben in der Neufassung des Medienstaatsvertrags finden, darauf arbeitet man hin.
Dass die Medienanstalten nun in Algorithmen die Social-Media-Plattformen eingreifen wollen, um diese zugunsten der ausgewählten „Public Value“-Medien zu manipulieren, ist kein Wunder. Denn was neue Medien schon lange begriffen haben, dämmert auch etablierten Medien und vor allem der Politik: dass die entscheidenden Diskurse zunehmend auf X und Co. stattfinden – und diese so das einstige Monopol linearer Fernsehangebote, die von den Öffentlich-Rechtlichen dominiert werden, aufbrechen.
Ohne Social Media, ohne X, ohne YouTube wäre auch Apollo News dieser Aufstieg nicht gelungen. Und wir brauchen uns nichts vorzumachen: Auch ein staatlicher Eingriff in diese Algorithmen würde uns direkt treffen – sowohl bei Reichweite als auch beim Umsatz. Umso wichtiger bleibt damit Ihre Unterstützung als Freunde von Apollo News, als zentraler Anker der Finanzierung unserer Arbeit – plattformunabhängig, planbar und direkt.
Für uns geht ein überaus erfolgreicher Monat zu Ende, der in mehreren Disziplinen Rekorde bricht – auch Sie sind ein Teil dieses Erfolges, denn unseren Unterstützern und Lesern allein verdanken wir diese Geschichte.
Dafür aus vollem Herzen Danke! Ihr Max Mannhart, Chefredakteur, Apollo News
2.6.2026. https://www.apollo-news.net
