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Windrad – Storch – Acker – Landwirt 29.4.2026 bei Freiburg

 

Das Käpsele Innovation Festival in Freiburg hat sich zu einem Treffpunkt der Wissensökonomie entwickelt
Was bedeutet Wissensökonomie? Hinter dem Begriff steckt die Vorstellung, dass Wohlstand und Jobs durch neues Wissen, das an Hochschulen, Unternehmen und in anderen Bildungseinrichtungen geschaffen wird, entstehen. Also zum Beispiel neue Diagnoseverfahren für Hautkrebs, deren theoretische Grundlagen an der Universität erarbeitet wurden, und die nun von den Beschäftigten eines jungen Unternehmens (Start-up) in ein marktreifes Produkt umgesetzt werden. Das von Investoren finanzierte Start-up überlebt aber nur dann, wenn die Diagnosemethoden bei den Kunden auch ankommen.
Das Käpsele Innovation Festival hat sich dabei seit seiner ersten Ausgabe 2023 zu einem guten Nährboden für dieses Innovationsökosystem entwickelt. Das zeigt die Zahl der Teilnehmenden. Anfangs waren es 700, am Donnerstag sind es mehr als 2000 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, Finanzwelt und Verbänden gewesen, die sich in der Freiburger Neuen Messe trafen, wie Nikolai Sexauer von der Freiburg Wirtschaft und Touristik (FWTM) sagte. Er organisiert zusammen mit einem Team der FWTM und der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein das Festival.

Auf der Suche nach dem neuesten Stand der Technik
Wie weit der Ruf des Festivals reicht, zeigt das Beispiel von Petra Schmidt aus Gießen. Die Physikerin und Volkswirtin mit reichlich Industrieerfahrung war gekommen, weil sie beim Käpsele Festival einen guten Überblick über die Start-up-Szene im Südwesten der Republik bekommt, wie sie sagte. Erstaunt war sie auch darüber, wie stark die Medizintechnik und die Pharmaindustrie die Wirtschaft in Südbaden prägen. So waren zum Beispiel der Pharmaproduzent Pfizer und Intuitive Surgical mit Ständen vertreten. Letzteres Unternehmen stellt roboter-assistierte Chirurgiesysteme her.
Rainer Herrmann, früherer Konstruktionsleiter eines südbadischen Maschinenbauers und heute Berater, folgt der Devise „Stillstand bedeutet Rückschritt“. Er wollte beim Käpsele Festival erfahren, was in einzelnen Bereichen der neueste Stand der Technik ist. Für Michael Ganter, Gründer des gleichnamigen südbadischen Ladenbauers und heute Chef eines Immobilienentwicklungs- und Immobilienverwaltungsunternehmens, ist der Besuch des Festivals schon fast zur Selbstverständlichkeit geworden. Er machte sich mit Trends bei der Künstlichen Intelligenz vertraut.
Gia-Di Schnell und Srathi A. George nutzten die Gelegenheit, um ihren Arbeitgeber einem breiten Publikum vorzustellen. Das im Freiburger Biotechpark angesiedelte Start-up Senara gewinnt aus tierischen Zellen Milch. Chef-Wissenschaftlerin Schnell, die aus Taiwan stammt, und Lebensmittelspezialistin George, die aus Indien kommt, finden, dass die Senara-Milch noch mehr Aufmerksamkeit verdient. Das Festival sei eine gute Gelegenheit, Interesse auch hier in der Region zu wecken.

Ein verändertes gesellschaftliches Klima
Einen tieferen Einblick in einzelne Themen gaben Podiumsdiskussionen und Vorträge. Bei einem Gespräch zu Wirtschaft und Verteidigung wurde deutlich, wie sich das Klima in der Bundesrepublik verändert. So sagte Daniel Hiller vom Freiburger Fraunhofer Institut EMI, dass es vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen sei, dass ein Vertreter des EMI zu einer Veranstaltung wie dem Käpsele Festival eingeladen worden wäre. Wer sich nämlich mit Projekten zu Rüstung, Sicherheit und Verteidigung beschäftigte, sei gemieden worden. Dies habe sich nun erfreulicherweise geändert.
Beim BZ-Podcast „Zwischen Kuckucksuhr und KI: Der Schwarzwald fordert das Silicon Valley heraus“ machten unter anderem der Gründer des Freiburger KI-Spezialisten Prior Labs, Frank Hutter, und Martin Schüttler, Technikchef des Freiburger Medizintechnikers Cortec, deutlich, weshalb Hightech-Produkte aus der Region global an der Spitze stehen. Sie verwiesen unter anderem auf die hohe Qualität der Bildungseinrichtungen. Moderiert wurde der Podcast von BZ-Digitalchef Markus Hofmann. Seine Kollegin Dora Schöls stellte in einem weiteren Podcast die Frage, ob die Solarindustrie in Deutschland noch eine Zukunft hat. (Die Podcasts werden noch bei BZ am Ohr veröffentlicht. https://www.badische-zeitung.de/bz-am-ohr )
Bert Sutter, Präsident des Wirtschaftsverbandes Industrieller Unternehmen Baden (WVIB), zog ein positives Fazit des Festivals: „Es ist wichtig, hier zu sein.“ Mittelständler, Start-ups und die Wissenschaft hätten so eine gute Gelegenheit, sich besser zu vernetzen. Engere Bande seien unabdingbar, wenn es darum gehe, eine positive ökonomische Entwicklung abzusichern
… Alles vom 16.7.2026 von Bernd Krämer bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/das-kaepsele-innovation-festival-in-freiburg-hat-sich-zu-einem-treffpunkt-der-wissensoekonomie-entwi

https://www.innovation-festival.de

 

SAP plant, Prior Labs zu übernehmen und Europas führendes Frontier-KI-Lab aufzubauen
Durch Übernahme festigt SAP ihren frühen Vorsprung bei tabellarischen Foundation Models

Walldorf und Freiburg — 4. Mai 2026 — Die SAP SE und Prior Labs, der Pionier für Tabellarische Foundation Models (TFMs), haben bekannt gegeben, dass sie eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet haben, wonach SAP Prior Labs übernehmen wird. Damit wird SAP seinen Weg im Bereich TFMs, der mit RPT‑1 begann, beschleunigen und eines der weltweit führenden Forschungsteams für tabellarische Foundation Models in der SAP‑Familie willkommen heißen.
Prior Labs wird auch nach Abschluss der Übernahme weiterhin als eigenständige Einheit operieren. SAP verpflichtet sich, in den kommenden vier Jahren mehr als eine Milliarde Euro zu investieren, um Prior Labs zu einem weltweit führenden Frontier‑AI‑Labor für strukturierte Daten auszubauen – jene Daten, auf denen die Geschäfte der Welt basieren. Die finanziellen Details der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Der Abschluss der Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.
Große Sprachmodelle (LLMs) haben Schwierigkeiten, genaue Vorhersagen zu strukturierten Geschäftsdaten zu treffen, da sie nur über ein rudimentäres Verständnis von Tabellen, Zahlen und Statistiken verfügen. Im Gegensatz zu LLMs sind TFMs speziell für diese Art von Daten konzipiert und können auf der Grundlage tabellarischer Daten wie Zahlungsverzögerungen, Lieferantenrisiken, Upselling-Möglichkeiten, Kundenabwanderungsrisiko und mehr Geschäftsergebnisse genau vorhersagen.
… Alle vom 4.5.2026 bitte lesen auf
https://news.sap.com/germany/2026/05/sap-plant-prior-labs-zu-uebernehmen-und-europas-fuehrendes-frontier-ki-lab-aufzubauen/

Prior Labs GmbH
Kaiser-Joseph-Str. 254, 79098 Freiburg
dataprotection@priorlabs.ai
https://priorlabs.ai/

SAP steckt eine Milliarde Euro in Freiburger Start-up Prior Labs
Der Softwareriese SAP übernimmt das Freiburger Start-up Prior Labs. Das Walldorfer Unternehmen will in den nächsten vier Jahren mehr als eine Milliarde Euro in die KI-Spezialisten stecken.
So stellen sich Ökonomen einen gelungenen Technologietransfer vor. Da forscht eine Professorin oder ein Professor zusammen mit einem starken Team an einem Thema, das die Welt in Atem hält. Ihr Wirken ist von Erfolg gekrönt. Der neue Ansatz findet Einzug in renommierte Wissenschaftszeitschriften. Er ist für Fragen des Alltags so attraktiv, dass er auch wirtschaftlich interessant ist. Investoren finden sich, um das auf der neuen Idee basierende Produkt weiter zu entwickeln und zu vermarkten. Ein Unternehmen wird gegründet. Das ist so vielversprechend, dass ein Konzern danach greift und bereit ist, viel Geld in das Start-up zu stecken.
Die 2024 gegründeten Prior Labs aus Freiburg sind diesem Pfad gefolgt. Sie gelten als Pioniere der Tabular Foundation Models (TFM) – einer Kategorie der Künstlichen Intelligenz – , in der man sich mit strukturierten Daten beschäftigt. Das sind zum Beispiel Daten aus Excel-Tabellen wie die Entwicklung der Autoverkäufe eines Autokonzerns oder die Reaktionen eines Patienten auf ein Medikament über einen bestimmten Zeitraum. Die bekannten großen Sprachmodelle (Large Language Models/LLMs) wie Claude oder ChatGPT haben Probleme, auf Basis dieser Datensätze genaue Vorhersagen zu treffen. Sie verfügen, so schreibt SAP in einer Pressemitteilung zur Übernahme, nur über ein rudimentäres Verständnis von Tabellen, Zahlen und Statistiken. Die LLMs sind zum Beispiel besser dafür geeignet, Texte zu übersetzen oder Bilder zu entwerfen. Mit den TFMs können dagegen auf Grundlage tabellarischer Daten Lieferantenrisiken oder die Wahrscheinlichkeit einer Kundenabwanderung ermittelt werden. Auch in der Medizin wird von dem Ansatz Gebrauch gemacht. So soll er zum Beispiel dazu dienen, bei Lungenkrankheiten spezielle Muster im menschlichen Blut festzustellen. Ein weiterer Vorteil der TFM-Technik von Prior Labs: Geschäftsanwender können Fragen in natürlicher Sprache stellen und „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchspielen, ohne Experten sein zu müssen, schreibt die SAP.
Sowohl SAP als auch Prior Labs würdigen die Übernahme als großen Schritt für beide Seiten. „SAP hat schon früh erkannt, dass die größte ungenutzte Chance in der Unternehmens-KI nicht in großen Sprachmodellen liegt, sondern in KI, die für die strukturierten Daten entwickelt wurde, auf denen die Unternehmen weltweit basieren“, sagte SAP-Technikvorstand Philipp Herzig. „In den letzten 18 Monaten hat Prior Labs ein unglaubliches Team aufgebaut und die Entwicklungsgeschwindigkeit bei tabellarischen Grundmodellen gesteigert“, erklärte Frank Hutter, CEO (Vorstandschef) von Prior Labs. „Der geplante Beitritt zur SAP-Familie verschafft uns die Ressourcen, die Datenumgebung und die Kundenreichweite, um das volle Potenzial dieser Kategorie auszuschöpfen.“
Thomas Scheuerle, Chef der südbadischen Innovationsschmiede Badencampus, die die Prior Labs in ihrer Anfangsphase beraten hat, sagte: „Für Freiburg sind das hervorragende Nachrichten, insbesondere, da sich SAP auch klar zum Standort Freiburg bekennt. Gemeinsam mit Black Forest Labs ergibt sich so ein Bild, welche Potenziale sich für wissensbasierte Standorte wie Freiburg bieten und warum es Sinn macht, auf Start-up Förderung zu setzen. Ich persönlich finde auch stark, dass den Gründern der Standort und das damit verbundene Signal wichtig ist.“ Roland Zengerle, Freiburger Professor und Start-up-Spezialist, würdigte das Wirken von Frank Hutter: „Hutter ist ein hochdekorierter Forscher und seine Arbeiten sind wissenschaftlich herausragend.“ Zur Zahl der Arbeitsplätze bei Prior Labs gab es am Montag keine Angaben.
— Alles vom 5.5.2026 von Bernd Kramer bitte lesen auF
https://www.badische-zeitung.de/sap-steckt-eine-milliarde-euro-in-freiburger-start-up-prior-labs

Hutter ist Professor an der Technischen Fakultät der Universität Freiburg. Er leitet dort das „Machine Learning Lab“ – das Laboratorium für maschinelles Lernen. Derzeit ist er freigestellt. Er ist zudem am Ellis Institute Tübingen beschäftigt, einer der wichtigsten Forschungseinrichtungen für maschinelles Lernen überhaupt. Ein Beispiel für maschinelles Lernen ist die Qualitätskontrolle in der Fertigung: Ein System wird mit Bildern von fehlerhaften Produkten und mit Bildern von Gütern ohne Fehl und Tadel gefüttert. Nach dem Training, der Lernphase, ist das System im Idealfall selbst in der Lage, darüber zu entscheiden, was vom Band muss oder zum Kunden darf.
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Prior Labs wurde 2024 von Hutter, Noah Hollmann und Sauraj Gambhir gegründet. Im Februar 2025 hatte das Unternehmen neun Millionen Euro eingesammelt. Zu den Investoren zählten unter anderem die Beteiligungsgesellschaften Balderton und Hans Werner-Hector’s Hector Foundation (Stiftung). Auf der Liste der Business Angels (jemand, der sich am Unternehmen beteiligt und es in der Frühphase berät) steht unter anderem der Freiburger Robin Rombach. Er ist Chef und Gründer der Black Forest Labs, die für ihre KI-basierten Bildgeneratoren bekannt sind.