Veltishof

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Blick vom Hochfirst von Nordost nach Südwest: Titisee (vorne), Strasse nach Bärental/Schluchsee (weisse Linie links), Feldberg (oben hinten), Bruderhalde/Erlenbruck (Mitte), Hinterzarten (rechts hinten), Höllental (ganz rechts oben im Eck)

Jugendherberge Veltishof am Titisee

Der Veltishof liegt ungefähr 500 m vom südwestlichen Ende des Titisees entfernt. Ruhige Lage im Seebachtal – der Seebach fließt vom Feldberg bzw. Feldsee kommend in den Titisee. 128 Betten. Von der B31 nach Titisee-Ort. Dann die an der Westseite des Sees entlang führende Strasse in Richtung Hinterzarten bzw. Bärental nehmen. Die JH steht kurz nach Ende des Sees links unterhalb der Strasse. 

Bruderhalde 27, 79822 Titisee-Neustadt, Tel 07652/238, Fax 07652/756
Holger Weppler, eMail jh-titisee-veltishof@t-online.de
http://www.djh.de/jugendherbergen/titisee-veltishof/ oder
www.jugendherberge-titisee-veltishof.de

Seebachtal-Loipe am südwestlichen Ende des Titisees >Titisee1 (16.1.2006)

 

75 Jahre Jugendherberge Veltishof

Im Herbst wirkt die Jugendherberge Veltishof am Titisee zwischen den bunten Bäumen im Seebachtal besonders romantisch. Am Sonntag 21.10.2012 feiert die Herberge ihren 75. Geburtstag und kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Die Herbergseltern Nicole und Claus Alt, die das Haus seit November 2010 führen, freuen sich auf das außergewöhnliche Spektakel mit vielen Angeboten rund um die Familie. Sie wollen das Jubiläum “so perfekt wie möglich” gestalten. “Aber”, bremst Nicole Alt, die seit der Übernahme ihre Herbergsaufgaben den speziellen Voraussetzungen des Veltishofs anpasst, etwa aufkommende Hektik, “ich versuche die Mitarbeiter zu beruhigen”.

Im Jahre 1663 wurde von Valentin Waldvogel ein Hof in idyllischer Lage am Rande des Titisees erbaut, der “Veltishof”. Der Erbauer selbst bewohnte den prächtigen Hof bis zu seinem Tode im Jahre 1727, über viele Generationen wurde das Anwesen an die Nachfahren vererbt. Zwischen 1895 und 1907 wurde der Veltishof mehrmals verkauft und brannte 1903 unter dem Freiburger Besitzer Jakob Nelsen ab. 1907 erbte seine Frau Maria Meyer den Hof, der nach deren Tod 1928 an den preußischen Fiskus überging. 1937 errichtete die damalige Regierung eine Jugendherberge auf dem ehemaligen Grundstück Valentin Waldvogels, sie trug damals den Namen “Franz-Xaver-Schwarz-Jugendherberge”. Nach Ende des Hitlerregimes wurde das Gebäude erstmals 1949 wieder als Jugendherberge geführt. Nach langen Bemühungen und Streitigkeiten über den Kaufpreis wurde der “Veltishof” am 15. November 1968 Eigentum des damaligen Landesverbandes Baden e. V. des deutschen Jugendherbergswerks.
1982 brannte die Jugendherberge unter den Herbergseltern Gisela und Rudolf Schmidt erneut. Dachstuhl und Obergeschoss waren nicht mehr zu retten, zu Schaden kam glücklicherweise niemand. Alle 110 Gäste konnten rechtzeitig evakuiert werden. 1983 wurde die 2,5 Millionen DM teure Sanierung größtenteils durch Spenden ermöglicht. 1984 standen erstmals wieder 125 Betten zur Verfügung. Seither wurden laufend Erweiterungen und Sanierungen vorgenommen. Seit November 2010 wird der Veltishof von Nicole und Claus Alt geleitet, sie sind das neunte Herbergselternpaar seit 1952. Die modern geführte Jugendherberge hat heute 128 Betten und registriert jährlich über 13 000 Übernachtungen. Für das Jugendherbergswerk ist der Veltishof angesichts dieser Fakten nicht mehr wegzudenken, berichtet Pia Schmitz aus der Geschäftsstelle in Stuttgart. Die Übernachtungszahlen steigen kontinuierlich an, seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1968 kommt der Veltishof bereits auf 970 017 Übernachtungen.
Der Veltishof bietet gerade Schulklassen, die etwas weniger als die Hälfte aller Gäste ausmachen, ideale Bedingungen für einen erlebnisreichen Aufenthalt. Ein Viertel der Gäste sind Freizeitgruppen, ein weiteres Viertel Familien. Fast jeder fünfte Gast kommt aus dem Ausland. Der stellvertretende HTG-Geschäftsführer Volker Haselbacher, bezeichnet die Jugendherberge Veltishof als “sehr wichtig”. Durch das besondere Augenmerk auf Schulgruppen würden frühzeitig junge Leute den Weg in den Schwarzwald finden. Durch den Aufenthalt in einer pädagogisch begleiteten Gruppe könnten die Kinder und Jugendlichen Sport und Natur der Gegend intensiv erleben und dieses positive Erlebnis bis ins Erwachsenenalter mitnehmen. Fast, so Haselbacher, könne man den Jugendherbergen bescheinigen, das sie die “Jugendarbeit des Tourismus” betreiben und die erwachsenen Gäste von Morgen heranziehen.
Marion Pfordt, 20.10.2012, www.badische-zeitung.de

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