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- Cardy-Anbau in Föhrenschallstadt (17.9.2022)
- Artischocken im Garten der Kartaus Freiburg (25.8.2009)
Artischocke verblüht 23.9.2022
Cardy-Anbau in Föhrenschallstadt
Landwirt baut die Artischockenart als Wintergemüse in Schallstadt an und ist noch auf der Suche nach künftigen Abnehmern.
von Franziska Kleintges
Im vergangenen Sommer haben viele Menschen mit Sorge aufs Thermometer geblickt – Regen ließ auf sich warten, die Temperaturen waren hoch, die Folgen der Trockenheit überall zu sehen. Ein Trend, der anhalten wird, was auch den Landwirten Sorgen bereitet. Unter ihnen gibt es Menschen, die nach alternativen Anbauformen und Pflanzensorten Ausschau halten, um extremeren Wetterlagen trotzen zu können. So auch Marc Seeger aus Schallstadt, der mit seinem Projekt „Dornen-Silber“ die Cardy, ein Wintergemüse aus dem Mittelmeerraum, in der Region anbauen will.
Die Cardy-Pflanze, lateinisch Cynara cardunculus, ist hierzulande nur in ihrer Zuchtvariante bekannt: die Artischocke. Die Cardy ist mit ihr verwandt, jedoch wird bei ihr vor allem der fleischige Blattstiel gegessen. Geerntet wird sie im Winter, davor muss sie gebleicht werden, da sie sonst wegen ihrer Bitterstoffe nicht so schmackhaft wäre. Dafür werden im September Zweige und Blätter der bis zu eineinhalb Meter hohen und bis zu zwei Meter breiten Pflanzen in Folie oder Jutesäcke eingepackt. Für ungefähr einen Monat bleiben die Pflanzen so stehen, bevor es an die Ernte geht. Als Wintergemüse wird die Cardy von Oktober bis Januar geerntet.
Marc Seeger hat sich vieles über den Anbau der Pflanze selbst beigebracht. Er erzählt, dass er vor mehr als drei Jahren beschlossen habe, sich selbst zu versorgen, und einen eigenen Permakultur-Garten aufgebaut habe. Dies sei bisher auch recht erfolgreich gewesen. Durch den eigenen Garten habe er die Cardy kennengelernt, die ihm durch ihre besondere Widerstandsfähigkeit gegen Schnecken aufgefallen sei. Dieses Jahr hat er die Pflanze in seinem privaten Garten angebaut, erste Geschmacksproben gibt es bei ihm schon. Im nächsten Jahr wird er mit der Cardy einen ganzen Acker bepflanzen, danach geht Seeger von einem Ertrag von zwei Tonnen pro Jahr aus.
Bisher befindet er sich dafür in der Vorbereitung: „Ich war schon zirka 100 Stunden auf dem Acker tätig und habe erst gestern den ersten Regenwurm gesehen“, erzählt er. Der Acker, der vorher als konventioneller Spargelacker genutzt worden sei, sei frei von Würmern und Insekten gewesen. Bevor er mit dem Cardy-Anbau beginnt, bereitet er den Boden vor: Hierfür verwendet er spezielles Heu für Nährstoffeintrag und Bodenaufbau. Wichtig sei die Gründüngung: dass auf dem Feld eine Mischkultur bestehe und Pflanzen darauf verrotten könnten. So sei der Anbau regenerativ: „Pflanzen und Tiere machen die Hauptarbeit und ersetzen eine maschinelle Bearbeitung, die den Boden zerstört.“ Ein gesunder Boden müsse nicht umgegraben werden. Seeger sieht das Projekt als zukunftsorientiert: „Die Cardy ist dem Klimawandel gewappnet.“ Da die Pflanze aus dem Mittelmeerraum komme, wachse sie bei Sonne und Wärme besonders gut. Gerade in diesem Jahr sei sie bei ihm trotz der Dürre „super gewachsen“.
Noch schaut sich Seeger nach Abnehmern für die Cardy um. Ein Problem sei das fehlende Biosiegel. Eine Zertifizierung strebe er an, damit seine Cardy auch in Biomärkten verkauft werden kann. Zudem habe er Restaurants und Spezialläden im Blick. Seeger plant, im Winter 2023 neben dem Acker in Föhrenschallstadt einen Stand aufzustellen, an dem das Gemüse direkt gekauft werden kann.
… Alles vom 17.9.2022 von Franziska Kleintges bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/die-cardy-aus-dem-mittelmeerraum-waechst-auch-in-der-region–217345990.html
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DornenSilber – Regenerative Mikrolandwirtschaft
Emissionsfreier Anbau einer alten klimawandelresistenten Gemüsesorte in Mischkultur mit Kräutern, Humusaufbau (regenerativ) und Direktvermarktung
Ab 2023 werde ich auf einem 0,13 ha Acker in Schallstadt bei Freiburg die Cardy (Cynara cardunculus), eine alte, sehr leckere und widerstandsfähige Gemüsesorte, anbauen. Dies erfolgt händisch/emissionsfrei, in Mischkultur und regenerativ (Humusaufbau). 50% der Fläche wird im jährlichen Wechsel mit insektenfreundlicher Gründüngung bepflanzt, die zum Humusaufbau und Nährstoffeintrag beiträgt. Das Gemüse geht in Direktvermarktung an ausgewählte Restaurants, Märkte u. Projekte der Umgebung.
23.8.2022
https://www.startnext.com/dornensilber-regenerative-mikr/blog/beitrag/herzlich-willkommen-p99291.html
https://www.startnext.com/dornensilber-regenerative-mikr/blog/beitrag/endspurt-und-update-p99628.html
