Versiegelung

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Schmaler Gartenstreifen mit wildem Wein, Efeu und Feige am 16.10.2016

 

Keine Bodenversiegelung von Plätzen, Parks, Gärten und Vorgärten
Boden, Wiese, bzw. Kies statt Steinplatten, Beton und Asphalt
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Stein-Versiegelung: Plätze in Freiburg als Hitzespeicher

         
Platz der Alten Synagoge 20.7.2026
    Kongresszentrum + Novotel
   Neues Rathaus im Stühlinger
   neue Uni-Kinderklinik  20.7.2026
    Kontrast: Alte Uniklinik mit Baumschatten und Wiese – vorbildlich

 

Stein-Versiegelung – Freiburg auf Platz 24 von 190 des DUH-Stadtüberhitzungs-Rankings
Wann wird man den Platz wieder umgestalten?
Die Stadt Freiburg liegt laut der Deutschen Umwelthilfe auf Platz 24 von 190 bei der Überhitzung der Stadt, wen wundert es. Man erinnere sich: 2017 wurde nach kontroverser Debatte im gründominierten Gemeinderat und durch massive Einflussnahme von OB Dr. Salomon der neue Platz „Platz der Alten Synagoge“ eingeweiht. Unzählige Fachleute haben auf die zu erwartende Überhitzung des Platzes durch die-wohlgemerkt-China-importierten Steinplatten (Transport über die halbe Welt/Ökobilanz!) und die fehlenden Bäume in der Planung hingewiesen, leider ohne Erfolg. Eine lange Debatte in Leserbriefen in der BZ hatte bedauerlicherweise keinerlei Einfluss bei der letztendlichen Entscheidung. Heute begnügen sich Freiburger mit den noch zwei vorhandenen Bäumen im Schatten. Wer dort keinen Platz hat, nimmt zumindest bei kühler Witterung auf den vom anderen Ende der Welt importierten (wiederhole: Ökobilanz) Steinplatten Platz, allerdings ist das nicht jedermanns Sache. Recht ferne Rasenflächen an der Dreisam sind dann eher die bessere Wahl. Wann wird man den Platz wieder umgestalten/rückbauen? Der sogenannte Käfig am Colombipark lässt grüßen. Wie sagte doch damals bemerkenswerterweise OB Salomon: Wer Bäume sehen will, soll in den Schwarzwald gehen.
22.7.2025, Michael Tormin, Freiburg

Wieder wurde ein Hotspot geschaffen
Die 10.000 Euro für das grüne Zimmer auf dem Platz der Alten Synagoge hätte die Stadt sparen können, hätte sie gleich ein paar Hecken an den Rändern gepflanzt und eine Wiese belassen. Diese Kosten können jetzt nur noch der langen Liste der Folgekosten für den Platz der Alten Synagoge hinzugefügt werden. Aber dass die „Stadt aus Stein“ immer noch in den Köpfen der Planer und Verantwortlichen Vorrang hat, ist trefflich am Platz vor dem Eingangsportal zur dieses Jahr fertiggestellten Kinderklinik zu studieren. Wieder wurde hier ein Hotspot geschaffen, wieder wurden die gleichen Fehler gemacht.
22.7.2025, Antonia Kiefer, Waldshut Tiengen

Niemand will in einer Bratpfanne flanieren
Sogar der Südkurier schrieb überregional am 3. August 2017 über Freiburgs Platz der Synagoge mit der Überschrift: „Wie das Gras zum Granit wurde“. Die Stadt Freiburg hat ihren zweitgrößten Platz für 9,3 Millionen Euro umgestaltet. „Das ist die neue urbane Mitte Freiburgs“, sagte Oberbürgermeister Dieter Salomon damals.
Acht Jahre später ist der Platz immer noch Freiburgs Mitte. Aber leer. Niemand will in einer Bratpfanne flanieren. Lediglich am Rande steht ein „grünes Zimmer“ mit vier Menschen, pressewirksam in Szene gesetzt.
Die Badische Zeitung schreibt: Mit dem Wissen von heute hätte man den Platz womöglich anders gestaltet, so Schaich vom Umweltamt Freiburg. „Aber nur in Details.“ Da kann man nur den Kopf schütteln.
Vielleicht hat Schaich deswegen die Hände in den Hosentaschen, als wolle er sagen, so heiß ist es doch gar nicht. Es ist notwendig, aktiv zu werden wegen der Erhitzung der Innenstädte. Fehler korrigieren, vermeiden und Ärmel hochkrempeln, auch mit kurzärmeligem Hemd.
22.7.2025, Wolfgang Rombach, Freiburg

Zum Bericht „Rote Karte für Freiburg wegen zu großer Hitze“ (BZ vom 16. Juni).
Das jetzige Gejammere kommt zu spät
Wenn man die Geschichte von Bau und Gestaltung des Platzes der Alten Synagoge und des Werder- und Rotteckrings betrachtet, ist es erstaunlich, wie sehr jetzt über die Überhitzung geklagt wird. Vor der Umgestaltung dieser Bereiche, die erst vor acht Jahren erfolgt ist, gab es auf dem Platz als auch am Rotteckring einen großen Bestand alter Bäume und auf dem Platz eine große Grünfläche. Alles wurde fast vollständig beseitigt zugunsten großflächiger Versiegelung. Schon zum Zeitpunkt der jeweiligen Planung war bekannt, was das mit dem städtischen Klima machen würde. Vermutlich hätte es klimaverträglichere Planungsmöglichkeiten gegeben. Das jetzige Gejammere kommt zu spät.
1.7.2025, Roselinde Lottner-Arnold, Freiburg
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Viel Beton, wenig Schatten: Freiburg, Offenburg und viele weitere Städte fallen beim Hitze-Check durch
Hitze-Hotspots in Baden-Württemberg: Es gibt viele Städte, die im Sommer zur Sauna werden können. Oft gibt es zu viel Beton und zu wenige Bäume. Wo heizt es sich am meisten auf?
Beton und Asphalt, zu wenig Schatten, die Luft steht: Millionen Menschen sind aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) der extremen Sommerhitze in baden-württembergischen Großstädten ausgesetzt. Vor allem Mannheim und Ludwigsburg, Heilbronn und Rastatt fallen beim zweiten bundesweiten Hitze-Check der DUH durch. Insgesamt erhalten elf Städte mit über 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Südwesten die Rote Karte der Umweltorganisation.
Auch bundesweit schneidet Mannheim im Ranking der Organisation am schlechtesten ab. In der Quadratestadt staut sich die Hitze in dicht bebauten Vierteln, der Asphalt speichert sie bis tief in die Nacht. Laut DUH leben rund 88 Prozent der etwa 315.000 Menschen in solchen stark belasteten Gebieten. Die Oberfläche in der Stadt heizt sich laut Studie in den Sommermonaten auf mehr als 38 Grad auf, 56 Prozent der Fläche in der Stadt sind versiegelt und nur auf 2 Prozent stehen Bäume, Hecken oder auch Beete, in denen Pflanzen blühen können.
Auch Rastatt und Waiblingen, Karlsruhe, Offenburg und Böblingen sowie Freiburg, Konstanz und Heidelberg fallen bei der Aufstellung der DUH durch. Im Mittelfeld der Landesübersicht liegen Großstädte wie Stuttgart, Esslingen, Reutlingen und Sindelfingen, aber auch Pforzheim und Ulm. Die Umwelthilfe verteilte keine einzige grüne Karte an eine baden-württembergische Kommune. Das sind laut Untersuchung Städte mit vergleichsweise wenig Versiegelung und viel kühlendem Grün.
Für ihren sogenannten Hitze-Check ließ die Umwelthilfe Satellitendaten auswerten und verglich Flächenversiegelung und Grünausstattung von 190 Städten in Deutschland mit mehr als 50.000 Einwohnern.
Materialien wie Beton, Glas oder Metall speichern Wärme. Deshalb kühlen Städte nachts langsamer wieder ab. Die gespeicherte Wärme steigt am Abend auf und sorgt für hohe Temperaturen in der Nacht. In einer stark bebauten Stadt wie Mannheim kann auch die Luft nicht gut zirkulieren: Kühlender Wind kann deshalb die Straßen nicht ausreichend belüften.
… Alles vom 12.6.2025 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/viel-beton-wenig-schatten-freiburg-offenburg-und-viele-weitere-staedte-fallen-beim-hitze-check-durch

 

DUH: Hitze-Check 2.0 in Deutschlands Städten
Ergebnisse des Hitze-Checks 2025:
Die Ergebnisse des diesjährigen Hitzechecks zeigen: Mehr als 12 Millionen Menschen in deutschen Städten sind an ihrem direkten Wohnort extremer Hitzebelastung ausgesetzt. Untersucht wurden 190 Städte mit über 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dabei wurde nicht nur auf die Städte insgesamt geschaut, sondern erstmals mit einem „Hitzebetroffenheitsindex“ erfasst, wie viele Menschen innerhalb der Kommunen in stark belasteten Gebieten leben – also dort, wo hohe Temperaturen, dichte Versiegelung und zu wenig Grün zusammentreffen.
Die Ergebnisse sind alarmierend: Insgesamt 31 Städte erhalten eine Rote Karte, 131 eine Gelbe Karte und 28 eine Grüne Karte. Die Analyse basiert auf umfangreichen Satellitendaten, die in Kooperation mit der Potsdamer Luftbild Umwelt Planung GmbH ausgewertet wurden.

Der Hitzebetroffenheitsindex (HBI) zeigt, wie stark die Bevölkerung in einer Stadt durch sommerliche Hitze betroffen ist. Er ist der Mittelwert aller bewohnten 100 × 100 Meter große Rasterzellen und setzt sich zu gleichen Teilen aus vier Faktoren zusammen: Versiegelung, Grünvolumen, durchschnittlicher Oberflächentemperatur der Sommermonate und Bevölkerungsdichte (Einwohner pro Flächeneinheit).
https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Pressemitteilungen/Kommunal/Hitze-Check_2025/Hitze-Check_Staedte-Deutschland_Uebersicht_2025.pdf
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Mehr Natur, weniger Beton – Grüne Städte, jetzt!
Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent der Welt und unsere Städte heizen sich immer weiter auf. Die Ergebnisse unseres Hitze-Checks 2025 zeigen, dass schon jetzt mehr als 12 Millionen Menschen in deutschen Städten von extremer Hitze betroffen sind. Versiegelte Flächen, fehlendes Stadtgrün und kaum Schatten machen sie im Sommer zu gefährlichen Hitzeinseln und Betonwüsten.
Mach mit uns Druck, nimm deine Stadt in die Pflicht und stelle jetzt einen Antrag an deine*n Bürgermeister*in. Fordere mit uns, mehr Bäume, mehr grünen Lebensraum und weniger Beton und Asphalt! Denn Stadtgrün kühlt, reinigt die Luft und schafft lebenswerte Orte für alle.
Wir müssen jetzt sicherstellen, dass unsere sich dramatisch erhitzenden Städte auch in Zukunft bewohnbar und lebenswert bleiben.
10.5.2025
https://www.duh.de/mitmachen/hitze-check/

 

Lieber Steinvorgärten mit Kirschlorbeer statt Blumenvorgarten?
Leserbrief zu: https://www.badische-zeitung.de/mehrheit-im-freiburger-gemeinderat-ist-offen-fuer-neue-wassertarife–216794195.html
Wir pflegen einen schönen Vorgarten mit vielen unterschiedlichen Blumen, Sträuchern, Bäumen. Viele Bürger stehen bewundernd davor und machen gar einen Umweg durch unsere Straße, um dies zu bewundern. Auch Kinder stehen oft davor, um die unterschiedlichen Blumen zu benennen. Für viele Insekten und Vögel ist dies ein Paradies. Das lässt sich nicht ohne Wasser aufrechterhalten, vor allem im Sommer.
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Der Vorgarten von Albert Mergelsberg, der viel Wasser braucht
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Auch „unser Straßenbaum“ profitiert davon. Das soll jetzt mit einem höheren Wasserpreis bestraft werden. Dann also Steinvorgärten mit „grünem Beton“ (Kirschlorbeer)?
19.9.2022 Albert Mergelsberg, Freiburg
https://www.badische-zeitung.de/lieber-steinvorgaerten-mit-kirschlorbeer
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Kommentar:
Auch wir freuen uns beim abendlichen Spaziergang an diesem Blumenvorgarten in Littenweiler. Natürlich muß hier gegossen werden. Aber das Gießen wird doch dem Grundwasser zugeführt und nicht der Kanalisation. Freiburgs Problem ist die zunehmende Versiegelung, durch die jedes Fleckchen Erde (i gitt) mit Betonsteinen zugepflastert wird. Zu besichtigten in einem Neubauvorgarten ganz in der Nähe. Oder im Rieselfeld, am Platz der Alten Synagoge bzw. im neuen Stadtteil Dietenbach (siehe Planskizzen). Die Stadt Heidelberg gewährt den Eigentümern von nicht-versiegelten Gartenflächen einen Preis-Bonus – warum dient dies nicht als Vorbild für die angebliche Greencity Freiburg?
19.9.022