Am 30.1.2026 kam der Bundestag in Berlin zusammen, zu ehren von Konrad Adenauer’s 150. Geburtstag. Er war 2003 zum „größten Deutschen aller Zeiten“ gewählt worden – vor Martin Luther. Adenauer (CDU) hatte sich im Bonner Bundestag am 15.10.1963 mit diesen Worten verabschiedet:„Ich bin stolz auf das, was das deutsche Volk in dieser verhältnismäßig kurzen Spanne Zeit geleistet hat. Wir Deutsche dürfen unser Haupt wieder aufrecht tragen, denn wir sind im Bund der freien Nationen ein willkommenes Mitglied geworden.“
Konrad Adenauer war ein Glücksfall für Deutschland.
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Bei der ersten Bundestagswahl am 14.8.1949 wurden die Weichen gestellt. Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Marktwirtschaft mit Konrad Adenauer (CDU) und Planwirtschaft mit Kurt Schumacher (SPD) konnte die Idee der freien, dezentralen Märkte mit 31,0 % CDU, 29,2 % SPD und 11,9 % FDP gewinnen. Am 15.9.1949 wurde Konrad Adenauer in Bonn zum ersten Bundeskanzler im Nachkriegsdeutschland gewählt.
Konrad Adenauer und Ludwig Erhard sorgten dafür, daß auf Basis des mittelständischen Unternehmertums das von niemand so erwartete deutsche Wirtschaftswunder einsetzen konnte.
Es ist ein Jammer, daß Friedrich Merz unfähig ist, sich an dem Weitsinn und auch der Schitzohrigkeit von Konrad Adenauer zu orientieren und auf die Stärken der hiesigen Mittelstandsunternehmen zu setzen: Dezentralität, Innovationskraft, Freiheit, private Wertschöpfung, Kreativität, Besetzung von Nischen, Motivation durch Streuung von Eigentum. Nein, Merz/Klingbeil setzen stattdessen auf zentrale Planung, Förderung internationaler Großkonzerne sowie Staatsdominanz und lähmen bzw. bekämpfen (vor allem Bärbel Bas mit ihrem traurigen Affront gegenüber den Arbeitgebern auf dem Arbeitgebertag) den Mittelstand mit reichlich Bürokratie, Steuern und Reglementierung. Der Mittelstandsmotor ist außer Betrieb gesetzt. Deshalb ist seit Februar 2025 keinerlei Wirtschaftsaufschwung in Sicht und in Zukunft zu erwarten.
30.1.2026
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Ende von Beitrag „Konrad Adenauer – 150 Jahre“
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Beginn von Anlagen (1) – (3)
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(1) Bundestagsdebatte zum 150. Geburtstag von Konrad Adenauer
Als Präsident des Parlamentarischen Rats trug Konrad Adenauer entscheidend zur Entstehung des Grundgesetzes 1949 bei. Als erster Bundeskanzler stellte er in seiner sich anschließenden Regierungszeit bis 1963 die entscheidenden Weichen für die Integration der Bundesrepublik in die westliche Staatengemeinschaft und den Erfolg der jungen Demokratie. Am Freitag, 30. Januar 2026, erinnerte der Bundestag in einer Vereinbarten Debatte an das politische Wirken des „Alten“, wie ihn der Volksmund liebevoll nannte, der vor 150 Jahren am 5. Januar 1876 in Köln geboren wurde und im Alter von 91 Jahren am 19. April 1967 verstarb.
Union würdigt „zupackende Zuversicht“ Adenauers
Der Unionsfraktionsvorsitze Jens Spahn erinnerte in seiner Rede an die europäische Einigung, die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik und die Aussöhnung mit Frankreich und Israel, die von Adenauer während seiner Kanzlerschaft vorangetrieben worden seien. „Wir wählen die Freiheit“, laute der ikonische Ausspruch Adenauers, der für diese Politik stehe.
Adenauer sei von einer „bürgerlichen Gelassenheit“ geprägt und „tief im christlichen Glauben“ verwurzelt gewesen. Deshalb habe er jede Form von politischen Extremismus bekämpft. Die „zupackende Zuversicht dieses großen Mannes“ gelte es zu würdigen, sagte Spahn.
AfD: Einer der wenigen großen Staatsmänner
Der AfD-Abgeordnete Dr. Alexander Gauland bezeichnete Adenauer als einen „der wenigen großen Staatsmänner“ in der deutschen Geschichte neben Otto von Bismarck, Gustav Stresemann, Willy Brandt und Helmut Kohl.
Er habe eine nationale Interessenpolitik betrieben und gleichzeitig das „moralische Kapital“, das Hitler völlig zerstört habe, wieder aufgebaut. Auch gegenüber der Sowjetunion habe Adenauer eine pragmatische und unideologische Politik betrieben, die 1955 zur Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen geführt habe.
… Alles vom 30.1.2026 bitte lesen auf
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw05-de-vereinbarte-debatte-adenauer-1137070
(2) 150. Geburtstag von Adenauer: Rede von Alexander Gauland
AfD-Fraktion im Bundestag
Der Bundestag hat heute anlässlich seines 150. Geburtstages das Wirken von Konrad Adenauer gewürdigt. Der AfD-Ehrenvorsitzender Alexander Gauland stellt klar:
„Gerade im Rückblick auf die Geschichte der Bundesrepublik verdient er – neben großen Persönlichkeiten wie Bismarck im Kaiserreich oder Stresemann in der Weimarer Republik – uneingeschränkt das Prädikat »bedeutender Staatsmann«. Ein Staatsmann zeichnet sich dadurch aus, dass er die Lage seines Landes klug analysiert und anschließend die nationalen Interessen erfolgreich vertritt. Für Adenauer traf das in besonderem Maße zu.“
30.1.2026
https://www.youtube.com/watch?v=iW32msuXxMA
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(3) Adenauer anno 2003 zum „größten Deutschen aller Zeiten“ gewählt
,,, Am Freitag, also gestern, hatte der Bundestag eine Debatte zum 150. Geburtstag von Konrad Adenauer angesetzt – er jährte sich am 5. Jänner –, die etwas elanlos verlief, weil sich niemand ernstlich am Begründer des inzwischen besten Deutschlands aller Zeiten samt dessen vorsehungsdurchglühter politischer „Westbindung” abarbeiten wollte, obwohl Adenauers Ansichten längst, in einer Formulierung Thomas Manns, mit politischem Edelrost überzogen sind, also aus Sicht der Progressisten auf den Müllhaufen der Geschichte gehören, um eine der inspirierten Formeln dieser Weltheilsplankenner zu nießbrauchen. Wie alle Väter und Mütter des Grundgesetzes hing der erste Bundeskanzler nämlich einem „ethnisch-kulturellen Volksbegriff“ an, worauf Alexander Gauland, Schwefelpartei (und der einzige Redner, der Adenauer noch bewusst erlebt hat), hinwies.
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Ein Inlandsgeheimdienst, der den ethnisch-kulturellen Volksbegriff als staats- und verfassungsfeindlich verfolgt, konnte nur innerhalb eines einzigen ethnisch-kulturellen Kollektivs der Erde entstehen – ist das endlich verstanden worden? In der ZDF-Fernsehsendung „Unsere Besten“, ausgestrahlt anno 2003, wurde Konrad Adenauer übrigens mit Abstand nicht etwa nur zum bedeutendsten deutschen Politiker, sondern zum „größten Deutschen aller Zeiten“ gewählt – in der Publikumswahl gingen über drei Millionen Stimmen ein.
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„Ich bin stolz auf das deutsche Volk“, sagte er bei seinem Abschied vom Amt des Bundeskanzlers vor dem Deutschen Bundestag am 15. Oktober 1963. „Ich bin stolz auf das, was das deutsche Volk in dieser verhältnismäßig kurzen Spanne Zeit geleistet hat. Wir Deutsche dürfen unser Haupt wieder aufrecht tragen, denn wir sind im Bund der freien Nationen ein willkommenes Mitglied geworden.“
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Aus der Sicht eines antisozialistischen Konservativen wie Adenauer würden Donald Trump und die amerikanischen Republikaner wahrscheinlich mehr zum Westen gehören als Labour oder die amerikanischen Demokraten oder die deutschen Grünen. Es sind die amerikanischen Republikaner, die derzeit die westliche Zivilisation gegen ihre inneren und äußeren Feinde verteidigen, gegen Massenmigration, Wokeness und die merkwürdige Allianz aus Islamismus und Sozialismus, die Pierre-André Taguieff auf den Begriff Islamogauchisme gebracht hat. Adenauer stünde, nehme ich mal zu seinen Gunsten an, bei allen Vorbehalten auf ihrer Seite.
…. Alles vom 31.1.2026 bitte lesen auf
https://www.klonovsky.de/2026/01/31-januar-2026/