Freiburg – Tel Aviv-Yafo 10 Jahre

Die seit 2005 zwischen Freiburg und Tel Aviv bestehenden Kontakte führten am 6.9.2015 zu einer Städtepartnerschaft. Grund genug, diese zu feiern. Da auch die Partnerschaft mit Lviv bzw. Lemberg seit 10 Jahren besteht, feiert man beide Jubiläen zusammen: Im Rahmen des „Jubiläum 2025/2026: 10 Jahre Partnerschaft mit Tel Aviv sowie Lviv“ findet am 28.2.2026 eine „Fotoausstellung Lviv – Tel Aviv im Kommunalen Kino Freiburg“ statt (siehe Anlage (1) unten).
.
Laut Gästeliste ist außer der Foto-Künstlerin kein einziger Israeli dabei, kein Vertreter der Stadt Tel Aviv, von Yafo (ältester Stadtteil von Tel Aviv), des Generalkonsulates, der israelischen Botschaft oder einer anderen Vereinigung, die sich um Partnerschaften  zwischen Deutschland und Israel kümmert. Dazu Johannes Reiner (2): „Offiziell ist das Protokollamt der Stadt Freiburg für Jubiläen zuständig. Ist die angebotene Veranstaltung wirklich eine ernsthaft angedachte Jubiläumsveranstaltung, nur eben ohne Gäste?“
.
Nun von der Fotoausstellung zum Fussball:
Am 22.1.2026 besiegte der SC Freiburg im Europa-League-Spiel die Fussballmannschaft von Maccabi Tel Aviv mit 1:0. Warum hat die Stadt diesen Besuch von Spielern und Fans aus Tel Aviv nicht zu einem Jubiläumstreffen „10 Jahre Partnerschaft FR-Tel Aviv“ genutzt? Warum hat nur das Restaurant Jaffa die Gäste aus Tel Aviv bewirtet – auf eigene Kosten. So blieb der Stadt Freiburg als Erinnerung nur die Zahlung von 1,87 Millionen Euro, die der Polizeischutz kostete, der aufgrund der von Linken angekündigten Protestaktionen um das Europaparkstadion herum anscheinend erforderlich war.
.
Die Logik von Freiburgs Bürgermeisteramt ist einfach nur traurig: Denn nach dem Überfall der Hamas-Terroristen vom 7.10.2023 und der Antwort von Israel im Gaza-Streifen sind plötzlich die Einwohner von Israel böse Israelis geworden – auch die in Tel Aviv Lebenden. Genauso wie seit dem 24.2.2022 laut Berliner Regierung plötzlich alle Einwohner von Russland böse Russen sind. Nochmals: wie traurig.
Aber wenn irgendwann einmal Netanjahu von einem anderen Bürger Israels im Ministerpräsidentenamt abgelöst sein wird, dann empfängt das Freiburger Rathaus die Fussballspieler und Fans von Maccabi Tel Aviv wieder recht freundlich als gute Israelis bzw. gute Juden. Im Jahr 2026 aber nicht.

Als wir in Israel wie Tel Aviv zu Besuch waren, wurden wir als Freiburger Partnerstädtler im dortigen Rathaus immer sehr freundlich empfangen und einmal sogar üppig bewirtet. Niemals wurden wir Deutsche gefragt oder bemäkelt, ob nun in Berlin die falsche Partei gerade die Regierung stellt. Und niemals fühlten wir uns als gute, böse oder sonstwelche Deutsche unterschiedlich behandelt. Das Großartige bei den Partnerschaftstreffen und -besuchen in Israel – und übrigens auch in der Partnerstadt Isfahan – war immer: Es geht um die Menschen da unten, und die verstehen sich gut, und nicht um die hohe Politik da oben.

Résumée: Die Stadt Freiburg kann von der Stadt Tel Aviv viel lernen – besonders hinsichtlich so schlimmen Begrifflichkeiten wie Kontaktschuld und Sippenhaft.
.
Israelis sowie jüdisches Leben haben es schwer in Freiburg, während Deutsche in Israel willkommen sind. Dieses Mißverhältnis macht traurig. So kann man als Deutscher auf dem Markt in Tel Aviv-Yafo z.B. Schwarzwälder Honig verkaufen und sich dabei mit Bollenhut, Lederhosen und Schwarz-rot-gold zeigen. Und wenn man kurz mal pausieren will, übernimmt der arabische Israeli vom benachbarten Gemüsestand gerne die Vertretung.
Im Gegensatz dazu wird der Versuch, in Freiburg Jaffa-Orangen und Feigen auf einem mit Israels Flagge drapierten Stand anzubieten, scheitern. Nicht nur wegen irgendeiner Marktordnungswidrigkeit, sondern wegen Gewalt.
Auf zwanzig Jahre kann der Freundeskreis zurückblicken und zehn Jahre besteht die Partnerschaft zwischen Freiburg und Tel Aviv-Yafo – und in Freiburg ist dazu dröhnendes Schweigen zu vernehmen. Und wenn aus Tel Aviv die Fußballspieler von Makkabi mitsamt ihren Fans anreisen, dann vernehmen Sie die Warnung, sich auf keinen Fall  mit jüdischer Kippa in Freiburgs Innenstadt zu zeigen, und den Vorwurf, 1,87 Millionen Euro an Polizeikosten wegen Androhung von Gewalt aus dem linksextremen Lager verursacht zu haben. Das ist nicht überspitzt formuliert, sondern leider die Realität. Unsere Gesellschaft in Deutschland muß friedlicher werden.
12.2.2026
Dieser Beitrag wurde garantiert ohne Zuhilfenahme von KI geschrieben.
.
Ende von Beitrag „Freiburg – Tel Aviv-Yafo 10 Jahre“
==============================================================
Beginn von Anlagen (1) – (3)

.
(1) Jubiläum 2025/2026: 10 Jahre Partnerschaft mit Tel Aviv sowie Lviv
2025/26 begeht die Stadt Freiburg ihr 10-jähriges Bestehen der Partnerschaft mit Tel Aviv-Yafo, der Freundeskreis das 20-jährige Bestehen des Vereins. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Antisemitismus und der immer größeren Sprachlosigkeit im Hinblick auf die Gewalt im Nahen Osten erscheint es umso dringlicher, miteinander im Gespräch zu bleiben und die Menschen vor Ort zu unterstützen.

28.02.2026 – 04.04.2026:
Fotoausstellung Lviv – Tel Aviv im Kommunalen Kino Freiburg
Lemberg ist die Kulturhauptstadt der Ukraine und Tel Aviv ist eine der wichtigsten Städte Israels. Wie der Name der Ausstellung LVIV – TEL AVIV schon andeutet, werden darin die Parallelen zwischen diesen beiden Städten hervorgehoben. Die Ähnlichkeit beginnt schon beim Klang der Namen. Auch die sehr alte Geschichte
des jüdischen Lebens in Lemberg ist bekannt. Ähnliche Parallelen lassen sich zwischen den Künstlern der Ausstellung ziehen: Valentine Kleyner verbrachte die Hälfte seines Lebens in Lemberg und den Rest in Tel Aviv. Yuriy Kovalchyk wurde in Lemberg geboren und lebt dort. Beide verbindet vor allem ihre Liebe zu Lemberg/Lviv und zur Fotografie.
In Kooperation mit der Stadt Freiburg anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Freiburg – Tel Aviv-Yafo und 20 Jahre Freundeskreis Tel Aviv-Yafo.

Vernissage: Samstag, 28. Februar 2026, 19 Uhr:
Begrüßung: Neriman Bayram, Leiterin Kommunales Kino
Grußwort: Oberbürgermeister Martin W.W. Horn
Grußwort: Elisabeth Willnat, Vorsitzende Freundeskreis Tel Aviv-Yafo e. V.
Einführung durch die Fotografen Yuriy Kovalchyk aus Lviv und Valentine Kleyner aus Tel Aviv-Yafo.

Begleitprogramm des Kommunalen Kinos in Vorbereitung:
Buchvorstellung: Eva Opitz, Schranken gehen auf. © 2025 Eva Opitz
Kulinarik in Tel Aviv / Israel – Veranstaltung mit dem Restaurant Jaffa
Dr. Heinrich Schwendemann: Vortrag über die Geschichte von Tel Aviv – Yafo
https://www.freiburg-tel-aviv-yafo.de/component/content/article/veranstaltungen-im-rahmen-der-jubilaeen-2025-2026
.
.

(2) Eine Jubiläumsveranstaltung, nur eben ohne Gäste?
„Am 28.02.26 findet um 19 Uhr im Kommunalen Kino eine Jubiläumsveranstaltung, es wäre dann die erste oder die einzige oder kommt doch noch eine offizielle analog zu Suwon, ich weiß es nicht.
Man schaue sich bitte die Referenten/Gästeliste an…es ist bislang kein einziger Israeli dabei, ausgenommen die Künstlerin, aber kein Vertreter der Stadt Tel Aviv-Yafo, des Generalkonsulates, der Israelischen Botschaft oder einer anderen Vereinigung, die sich um Partnerschaften kümmert.
Offiziell ist das Protokollamt der Stadt Freiburg für Jubiläen zuständig. Ist die angebotene Veranstaltung wirklich eine ernsthaft angedachte Jubiläumsveranstaltung, nur eben ohne Gäste… Das kann doch nicht wahr sein?

Welche Möglichkeiten hat man von der Presseseite her, diesen sich möglicherweise anbahnenden Skandal bekannt zu geben?
Ich finde, dass man die Öffentlichkeit über den miserablen und missachtenden Umgang just mit einem Personenkreis, der am meisten unter den Deutschen gelitten hat, den Juden, heute noch umgeht. Es gab einen Leitfaden der Stadt, der mir 2003 in die Hände fiel und der Auslöser der Gedanken um eine Partnerschaft war. Die Stadt Freiburg fühlt sich besonders jenen Menschen gegenüber verpflichtet, die besonders unter den Deutschen gelitten haben. So ungefähr steht es in dem Papier. Das war vom Vorstand der DIG, die ich damals führte, der Anlass, die Idee um eine Städtepartnerschaft überhaupt ins Leben zu rufen.

Heute muss man um das Ansehen für Menschen jüdischen Glaubens wieder kämpfen. Nicht alle Juden sind Netanyahu’s, im Gegenteil. OB Salomon hat das Bemühen um eine Städtepartnerschaft sehr gut unterstützt, auch die Administration von Tel Aviv usw. sonst wäre nichts daraus geworden.

Und jetzt ? Wo ist der Aufschrei der Bevölkerung?
Noch etwas am Rande. Bei Veranstaltungen solcher Art ist es unter normalen Bedingungen und Verfügbarkeit von Moral, Anstand und historischem Wissen normal, dass jene Kräfte dazu eingeladen werden, die die Städtepartnerschaft initiiert haben: Der OB, der Verein Freundeskreis Freiburg – Tel Aviv-Yafo und seine drei Vorsitzenden seit 2005, eine Liste dessen, was in der Zeit geschaffen worden ist und die Partnerschaft geprägt hat. Von allem ist NICHTS vorgesehen.“
11.2.2026, Johannes Reiner, Bötzingen
.
.
(3) Das Fussballspiel wäre eine Gelegenheit gewesen
https://www.badische-zeitung.de/das-fussballspiel-waere-eine-gelegenheit-gewesen
10.2.2026, Johannes Reiner, Bötzingen

Dieser Beitrag wurde unter Bildung, Buergerbeteiligung, Engagement, Freiburg, Jugend, Kultur, Oeffentlicher Raum, Partnerschaft, Regio, Religion, SCFreiburg, Sport abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar