Juden-in-Freiburg

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Am Jom haZikaron 13.5.2024 in Freiburg: 1500 Opfer-Namen des Hamas-Überfalls vom 7.10.2023 vorgelesen

 

    Synagoge Freiburg um 1900

 

Jüdische Literaturtage in Freiburg 18.-22.1.2026: Fünf Tage Literatur und Musik
Die Buchhandlung zum Wetzstein in der Salzstraße lädt vom 18. bis 22. Januar zu den Jüdischen Literaturtagen ein. Die Reihe beginnt am Sonntag, 18. Januar, 11 Uhr, mit einer Matinee, bei der Ektoras Tartanis, Komponist und Chefdirigent der Niederbayerischen Philharmonie, neue Vertonungen von Gedichten Paul Celans am Klavier präsentiert. Begleitend wird eine kleine Ausstellung mit Fotografien der Berliner Nova Exhibition und Bildern von Orten nach dem Terroranschlag in Israel vom 7. Oktober 2023 gezeigt
Am Montag, 19. Januar, 19 Uhr, steht die Neuauflage der Autobiografie „Unter einem fremden Stern“ von Lotte Paepcke im Mittelpunkt. Susanne Bader und Björn Siller sprechen mit Ursula Paepcke, der Enkelin der Autorin, über das Buch und die Lebensgeschichte.
Am Dienstag, 20. Januar, gibt es ab 12.30 Uhr eine musikalische Mittagspause mit Studierenden der Musikhochschule und Lesungen jüdischer Lyrik. Ab 19 Uhr stellt Matthias Brandis sein Buch „Margarete“ vor. Am Mittwoch, 21. Januar, 19 Uhr, ist Dana von Suffrin zu Gast und spricht über ihre Romane sowie jüdisches Leben in Deutschland. Den Abschluss bildet am Donnerstag, 22. Januar, 19 Uhr, Ahmad Milad Karimi mit „Die Schönheit des Judentums“.
… Alles vom 15.1.2026 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/juedische-literaturtage-in-freiburg-fuenf-tage-literatur-und-musik
Verbindliche Anmeldungen: 0761/33999 oder post@zum-wetzstein.de.

 

Nach Sydney: Jüdische Gemeinden in Freiburg halten an ihren Chanukkafeiern fest
Die jüdischen Gemeinden in Freiburg zeigen sich betroffen von dem antisemitischen Angriff in Australien, trotzdem halten sie an ihren Chanukkafeiern fest. Bei einem Angriff auf eine Chanukkaveranstaltung am Bondi-Beach bei Sydney am vergangenen Sonntag wurden 16 Teilnehmer ermordet und 40 weitere verletzt. Noch am Sonntag selbst wurde in Freiburg das Lichterfest gefeiert. „Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, als Gemeinde zusammenzuhalten“, sagt Nikita Karavaev, Sicherheitsbeauftragter der israelitischen Gemeinde.

Christlicher Weihnachtsbaum und jüdischer Chanukka-Leuchter in Freiburg 12.2025

Am Europaplatz stehen Weihnachtsbaum und Chanukka-Leuchter nebeneinander. Foto: Markus Wiedemann
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Auch nach dem Anschlag am 7. Oktober 2023 habe man die öffentlichen Chanukkafeiern durchgezogen. Aufgrund der Sicherheitskontrollen am Platz der Alten Synagoge habe es jedoch Schlangen bis zum Münsterplatz gegeben. Yakov Gitler, Rabbi der Freiburger Gemeinde der Chabad-Bewegung, sagt, dass die Opfer des Angriffs Kollegen gewesen seien und er zwei von ihnen sogar gekannt habe. Die angegriffene Feier sei ebenfalls von der Chabad-Bewegung organisiert worden.
… Alles vom 16.12.2025 von Markus Wiedemann bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/juedische-gemeinden-in-freiburg-halten-an-ihren-chanukkafeiern-fest

 

Jüdisches Leben ist auch in Freiburg nur noch mit Polizeischutz möglich
87 Jahre sind seit der Pogromnacht 1938 vergangen – und der Antisemitismus nimmt zu. Das Gedenken, das dieses Jahr zum ersten Mal im Theater stattfand, war geprägt von dieser beängstigenden Tendenz.

Als seine Gemeinde vor wenigen Wochen Jom Kippur feierte, habe während der Gebete eine spontane Palästina-Demo vorbeiziehen wollen, so dass das Gemeindezentrum von allen Sicherheitskräften der Gemeinde gemeinsam mit der Polizei habe geschützt werden müssen. Er dankt der Polizei und macht klar: „Ohne Polizei wäre jüdisches Leben in der deutschen Diaspora nicht mehr möglich.“
Seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober vor zwei Jahren, dem größten antisemitischen Verbrechen seit der Shoah, sei Antisemitismus Alltag und jüdisches Leben so bedroht wie seit dem Ende des Nationalsozialismus nicht mehr.
… Alles vom 10.11.2025 von Anja Bochtler bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/juedisches-leben-ist-auch-in-freiburg-nur-noch-mit-polizeischutz-moeglich

 

Polizei ermittelt nach Eierwürfen auf israelisches Restaurant Jaffa in Freiburg
… Das Restaurant Jaffa bietet seit Anfang des Jahres israelische Spezialitäten an der Waldkircher Straße im Norden Freiburgs an. Immer wieder berichtet Inhaber Aloge, ein syrischer Kurde, von Hatespeech und Anfeindungen.
… Alles vom 20.7.2025 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/polizei-ermittelt-nach-eierwuerfen-auf-israelisches-restaurant-jaffa-in-freiburg
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https://jaffa-freiburg.de/
https://www.facebook.com/damaskosfreiburg/?locale=de_DE
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Solidaritätskundgebung nach Attacke gegen israelisches Restaurant Jaffa in Freiburg
… Erst vor wenigen Tagen wurde das im Stadtteil Brühl gelegene israelische Restaurant „Jaffa“ von Unbekannten mit Eiern beworfen. Am Freitag haben sich nun Unterstützer des Gastronomie-Betriebs und seines Inhabers Billal Aloge zu einer Solidaritäts-Kundgebung versammelt, organisiert vom Freiburger Bündnis gegen Antisemitismus. Die Redner und Rednerinnen der unterschiedlichen Gruppierungen verurteilten den Angriff und ordneten ihn als antisemitisch ein. „Kein Fußbreit dem Antisemitismus“, hieß es dabei immer wieder.
Sie gehe immer wieder im Jaffa und auch im Damaskos – dem zweiten Lokal von Billal Aloge – essen, berichtete eine Teilnehmerin mit übergeworfener Israel-Flagge: „Es muss doch möglich sein, israelische Gerichte in Freiburg anzubieten. Dieser Antisemitismus, das geht nicht!“
… Alles vom 26.7.2025 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/solidaritaetskundgebung-nach-attacke-gegen-israelisches-restaurant-jaffa-in-freiburg
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Anschlag auf Israel-Restaurant Jaffa: Gefährliche Entwicklung
In der Nacht zum 27. Juli wurde das israelische Restaurant „Jaffa“ mit Eiern beworfen. Der Besitzer Bilal Aloge erhielt bereits im vergangenen Jahr Drohungen, weil er in seinem anderen Restaurant „Damasko’s“ ein israelisches Gericht anbot. Er ließ es auf der Karte – ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und für Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Deutschland. Diese Vorfälle zeigen, wie sich Antisemitismus heute äußert: nicht offen, sondern über Umwege unter anderem als sogenannte „Israelkritik“.

Das „Jaffa“ hat keine politische Funktion und wird dennoch zur Zielscheibe, weil es als „israelisch“ wahrgenommen wird. Das ist weder Zufall noch Kritik, sondern Ausdruck von Hass gegenüber allem, was als jüdisch oder israelisch gelesen wird. Die Unterscheidung zwischen beidem wird dabei bewusst verwischt. Und trotzdem wird debattiert, ob es sich hierbei um Antisemitismus handelt und auf die fehlenden Ergebnisse der polizeilichen Ermittlung verwiesen. Die Vergangenheit zeigte jedoch – man denke nur an den NSU-Komplex –, dass ein blindes Vertrauen in polizeiliche Ermittlungen trügen kann. Das darf uns nicht davon abhalten, frühzeitig Haltung zu zeigen und Diskriminierung klar zu benennen. Betroffene haben ein feines Gespür für die Botschaft von Taten.

Seit dem 7. Oktober verzeichnet RIAS einen Anstieg antisemitischer Vorfälle um über 300 Prozent auf 24 pro Tag. Als Vizepräsident von Makkabi Deutschland sehe ich, wie auch unsere Sportler*innen Ziel solcher Feindseligkeit werden. Der Krieg in Israel mag der Anlass sein, aber er ist nicht der Grund. Es ist Ausdruck eines gesellschaftlichen und tief verankerten Antisemitismus. All das ist Teil einer gefährlichen Entwicklung: Vor einigen Wochen hat die Partei „Die Linke“ mit der Ablehnung der IHRA-Definition einen bedenklichen Schritt getan. Wenn wir anfangen antisemitische Vorfälle vorschnell in Frage zu stellen, machen wir im Kampf gegen Antisemitismus einen Rückschritt. Dabei wird die Wirkung auf die jüdische Community übersehen. Wir haben eine Tat, die zeigt, warum ein großer Teil des jüdischen Lebens in Deutschland sich hinter Sicherheitszäunen und Polizeischutz bewegen muss und eine Debatte, die Jüdinnen und Juden mal wieder alleine lässt.
12.8.2025, Jonathan Ben-Shlomo, Freiburg, Vizepräsident Makkabi Deutschland, BZ

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Beinahe-Eklat bei Eröffnung des Freiburger NS-Dokuzentrums: Es fehlt wieder mal der Weitblick
Die jüdischen Gemeinden wollten beim Festakt zur Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums in Freiburg eine Rede halten, durften aber nicht. Einmal mehr spürt man fehlende Sensibilität beim Rathaus
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Was auch immer im Vorfeld des Festakts zur Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums schief lief: Es ist nicht das erste Mal, dass man im Freiburger Rathaus wenig Weitblick und Feingefühl bei diesem sensiblen Thema an den Tag legt. 2016 wurden bei Bauarbeiten auf dem Platz der Alten Synagoge wenig überraschend Mauerreste der von den Nazis zerstörten Synagoge entdeckt. Viele, darunter die jüdischen Gemeinden, forderten einen Baustopp, die Steine müssten dort bleiben, wo sie sind. Im Rathaus war man dazu nicht bereit. Heute räumt man ein, damals Fehler gemacht zu haben. Wenig später das hitzige Hin und Her um den Synagogen-Brunnen, in dem die Menschen plantschten und sich vergnügten. Die jüdischen Gemeinden fanden das – zurecht – unangemessen. Bis Abhilfe geschaffen wurde, dauerte es.
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Beim Festakt hätten Repräsentanten der jüdischen Gemeinden gerne eine Ansprache gehalten, sie durften aber nicht beziehungsweise nur kurz, im Kontext einer Gedenkminute, wie andere Opfergruppen auch. Es sind unterschiedliche Auffassungen über die Gestaltung des Anlasses: Die jüdischen Gemeinden finden – auch das zurecht –, dass ihnen eine herausgehobene Rolle zusteht. Ohne andere NS-Opfer weniger zu würdigen: Der Holocaust, die Ermordung von sechs Millionen Juden, war singulär.
Nach dem Überfall der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 sind Juden weltweit zutiefst verunsichert. Sie spüren den wachsenden Antisemitismus und die Bedrohung im Alltag, und sie nehmen das Schweigen darüber wahr. „Viele von uns wurden durch den 7. Oktober verwundet, aber auch durch die Stille danach“, sagt Ruth Geiss-Friedländer, Vorsitzende der liberalen jüdischen Gemeinde Chawurah Gescher. Die stumme Welt, die fehlende Solidarität sind Gründe, warum Juden sprechen und gehört werden wollen, zumal bei einem bedeutenden Anlass. Das nicht bedacht und erkannt zu haben, war das große Versäumnis im Rathaus.
… Alles vom 21.3.2025 von Frank Zimmermann bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/beinahe-eklat-bei-eroeffnung-des-freiburger-ns-dokuzentrums-es-fehlt-wieder-mal-der-weitblick
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Freiburger NS-Dokuzentrum wird eingeweiht – allerdings mit holpriger Vorgeschichte
Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus in Freiburg ist mit eindrucksvollem Festakt eingeweiht worden. Doch fast hätte die Israelitische Gemeinde nicht teilgenommen – kurz vorher gab es einen Eklat.
… Alles vom 20.3.2025 von Simone Lutz bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/freiburger-ns-dokuzentrum-wird-eingeweiht-allerdings-mit-holpriger-vorgeschichte