B31 Ost mit wird Autobahn – Stadttunnel mit Vollanschluss

Zur B 31 Ost und dem geplanten Stadttunnel, der nach der neuesten Idee der Planer durch einen Kniff den Vollanschluss erhalten könnte – die Bundesstraße 31 soll zur Autobahn umetikettiert werden: Neu ist sie wahrlich nicht, die Idee, die B 31-Ost-Trasse mitten durch Freiburg als Autobahn zu bezeichnen. Genau so nannten diese Straße vor 25 Jahren die damaligen Gegner des Bauwerks. Sie ernteten böse Worte von den Befürwortern. Eine Unterstellung sei es, so hieß es damals, Populismus, der zur Verunglimpfung einer Straße führe, die dem Freiburger Osten Ruhe und Entlastung bringen würde. Niemals, hieß es, würde man eine Autobahn mitten durch die grüne Stadt zulassen. Die neue B 31 Ost solle den regionalen Ziel- und Quellverkehr aufnehmen. Die Befürchtung der Gegner, dass auf der leistungsfähigen Trasse auch Fern- und Schwerlastverkehr durch die Stadt geführt wird, wurde bestritten. Die Belastungen, die auf Falkensteig und das Höllental zukommen würden, waren gar kein Thema. Der Stadttunnel, das war den Befürwortern klar, würde nicht mehr lange auf sich warten lassen, wenn erst einmal das geplante Straßenstück zwischen Innenstadt und Kirchzarten fertig sei.
Jetzt nach vielen Jahren wurden diese optimistischen Einschätzungen von der Realität eingeholt. Der Stadttunnel ist noch nicht einmal in der Vorplanung, das Land hat kein Geld, die Stadt ebenso wenig. Vielleicht besteht eine Chance, dass der Bund den Tunnel finanziert, wenn die Straße offiziell als das bezeichnet wird, was sie immer war, als Autobahn.
Freiburg hat sich damals gegen eine großzügige Umfahrung der Stadt entschieden. Die Variante Rosskopftunnel, die den Verkehr schon im Norden vor der Stadt abgefangen hätte, konnte sich nicht durchsetzen. Freiburg weihte im Jahr 2002 eine Teilautobahn mitten durch die Stadt ein. Ich glaube, jetzt darf man es offen aussprechen: Er ist eine wahre „Bobbele-Lösung“, dieser Autobahntorso, der mitten in der Wiehre endet und an den Tunneleinfahrten in den Hauptverkehrszeiten chaotische Verkehrsverhältnisse und viel schlechte Luft verursacht.
Sollte der Bund unter der Bezeichnung Autobahn tatsächlich die Kosten für den Stadttunnel übernehmen, wäre es an den Verantwortlichen, dafür zu sorgen, dass sich auch für Falkensteig eine Lösung abzeichnet. Verkehrsberuhigung auf Kosten anderer ist keine gute Lösung, die der Ökostadt schlecht zu Gesicht stünde. Das Höllental aber wird wohl durch das Mehr an Verkehr, das die dann durchgehende Autobahn bringen wird, wohl restlos seinen Reiz verlieren. Anita Hohler, Freiburg
www.freiburgB31.de

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