Religionskunde

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Über 60 Störche beim Breitehof im Dreisamtal nahe Freiburg am 31.7.2025

 

 

GEW fordert Ethik- statt Religionsunterricht
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hamburg fordert die Einführung eines Alternativfachs Philosophie/Ethik zum Religionsunterricht in den Klassen 1 bis 6. Sie hat eine entsprechende Petition mit 4.720 Unterschriften an die Hamburgische Bürgerschaft übergeben.
Zum Hintergrund: Aktuell besuchen die Schüler in diesen Klassen den „Religionsunterricht für alle“ (RUfa). Wer nicht daran teilnimmt, muss für die Dauer des Unterrichts jeweils anderweitig beaufsichtigt werden. Bei der symbolischen Übergabe der Petition an die Vorsitzende des Eingabenausschusses der Bürgerschaft wies der Hamburger GEW-Vorsitzende Sven Quiring laut einer Mitteilung darauf hin, dass weit über die Hälfte der Hamburger Bürger keiner Religionsgemeinschaft angehöre. Dennoch könnten sie für ihre noch nicht religionsmündigen Kinder kein Fach Philosophie/Ethik wählen, weil es in Hamburg von der ersten bis zur sechsten Klasse schlicht nicht angeboten werde – im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern und auch den höheren Klassen.
„Schlimmer noch, Hamburg informiert die entsprechenden Eltern nicht einmal seriös über ihr Grundrecht, sich für die Nicht-Teilnahme am Religionsunterricht zu entscheiden“, so Quiring. Der GEW zufolge verzichten zudem viele Eltern aus Sorge vor Nachteilen für ihre Kinder auf eine Abmeldung vom Religionsunterricht. Der Beauftragte der Nordkirche für den RUfa in Hamburg, Propst Martin Vetter, wies die Forderung der GEW gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea zurück. Der Hamburger „Religionsunterricht für alle“ habe sich „sehr bewährt“, da er unterschiedliche Konfessionen, Religionen, Kulturen und Lebensauffassungen in den Dialog bringe. Ausdrücklich würden auch die Perspektiven nicht religiös geprägter Schüler einbezogen. Der RUfa sei „gerade in einer so divers geprägten Metropole wie Hamburg ein wichtiger Ort, um den Dialog zwischen Kindern aus ganz verschiedenen religiösen und nicht religiösen Elternhäusern zu leben und einzuüben“, so Vetter. Die Kirche nehme keinen vermehrten Bedarf nach einem Alternativfach wahr. Auch die zuständige Hamburger Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung verteidigte die bestehende Regelung. Der RUfa sei ein „bundesweit beachtetes Erfolgsmodell“, in dem Schüler unterschiedlicher religiöser, weltanschaulicher und kultureller Prägungen gemeinsam lernten und miteinander ins Gespräch kämen, teilte deren Pressestelle auf idea-Anfrage mit. Religiöse und nichtreligiöse Perspektiven seien verbindlicher Bestandteil des Unterrichts. Ein zusätzlicher Ethikunterricht als Alternative ab der ersten Klasse sei derzeit nicht vorgesehen. (idea/JF)
https://www.gew-hamburg.de
…. Alles vom 19.6.2026 bitte lesen in der JF 26/26, Seite 16

 

Eine Religionskunde statt viele bekenntnisorientierte Religionsunterrichte 
Der konfessionsgebundene, bekenntnisorientierte Religionsunterricht an Schulen ist I) nicht mehr zeitgemäß und sollte II) flächendeckend durch eine überkonfessionelle, interreligiöse Religionskunde ersetzt werden:
– entweder als eigenes Pflichtfach Religionskunde oder aber
– als Teil eines Pflichtfachs Staatsbürgerkunde mit den beiden Komponenten Ethik (Werte, Menschenrechte) und Religionskunde (Wissen über die großen Weltreligionen).
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I) Religionsunterricht:
Als das Grundgesetz 1948 verabschiedet wurde, waren 90% der Deutschen entweder evangelisch oder katholisch, deshalb erfolgte die Festschreibung von ev. und kath. Religionsunterricht an den Schulen.
Im Jahr 2015 gehören den beiden christlichen Konfessionen allenfalls noch 50% zahlende und 30% aktive Mitglieder an – mit rasant abnehmender Tendenz. Eine Zunahme weisen die Konfessionsfreien (als mit Abstand größte Gruppe in Deutschland: 10% Atheisten und 90% Kirchenferne) sowie die Muslime auf.
Im Grundgesetz ist garantiert, dass alle Religionen frei ausgeübt und vom Staat gleich behandelt werden. Diese Garantie muß auch bei der fortschreitenden Pluralisierung der Religionen gelten. Man hat also zwei Möglichkeiten:
Entweder staatlich finanzierter Bekenntnisunterricht entweder für alle Religionsgemeinschaften (d.h. neben ev. und kath. auch für sunnitisch-, schiitisch-, alevitisch-, jesidisch-, ahmadiyya-islamische Religion).
Oder aber aber schulischer Bekenntnisunterricht für keine Konfession.
Zu Recht lehnt das Bundesverfasssungsgericht die derzeitige Privilegierung von Katholiken und Protestanten als dem o.a. Gleichbehandlungsprinzip widersprechend ab.
Fazit: In Anbetracht der fortschreitenden Pluralisierung und Zersplitterung des Angebots an Religionen bzw. Glaubensgemeinschaften ist das System des konfessionsgebundenen, bekenntnisorientierten Religionsunterricht an öffentlichen Schulen nicht mehr praktikabel.
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II) Religionskunde:
An Schulen wird Religionskunde als Pflichtfach angeboten. Den Schülern wird Wissen über die großen Weltreligionen vermittelt. Dies entspricht dem Laizismus mit seiner konsequenten Trennung von Kirche und Staat.
Religionskunde wird unterrichtet
– entweder als eigenständiges Pflichtfach oder
– als Teil eines Pflichtfachs Staatsbürgerkunde mit den beiden Komponenten Ethik (Werte, Menschenrechte) und Religionskunde (Wissen über Weltreligionen).
Da in Deutschland die Kulturhoheit bei den Bundesländern liegt, sind die Namen dieser Fächer verschieden.
13.8.2025
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Umfrage: 75 % gegen Islamunterricht an deutschen Schulen
Die Frage, wie Religion im deutschen Schulwesen vermittelt werden soll, ist seit Jahren Gegenstand bildungspolitischer Debatten. Aktuell fordert der eher linke Verband Bildung und Erziehung (VBE) einen flächendeckenden islamischen Religionsunterricht an allen Schulen in Deutschland.

Wie politisch sensibel das Thema ist, zeigt ein Fall in Hessen, wo der Moscheeverband Ditib offiziell am islamischen Religionsunterricht beteiligt war. Wegen Ditibs Nähe zur türkischen Regierung wollte die Landesregierung die Kooperation mit dem Verband beenden – wogegen dieser klagte.
Zu dem seltsamen Vorstoß des Lehrerverbandes passend hat das Meinungsforschungsinstitut Civey eine Umfrage gestartet https://civey.com/umfragen/49490/wie-bewerten-sie-die-forderung-des-verbands-bildung-und-erziehung-nach-einem-bundesweiten-islamischen-religionsunterricht-an-allen-schulen-in-deutschland?, deren Ergebnisse bereits als repräsentativ gelten können. Und sie zeigen eindeutig, dass die überwältigende Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen gegen einen solchen Unterricht ist:
… 69,2 % eindeutig falsch, 4,9 % eher falsch …
… Alles vom 9.8.2025 bitte lesen auf
https://philosophia-perennis.com/2025/08/09/umfrage-75-gegen-islamunterricht-an-deutschen-schulen/