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  • Betreuung: Freiamt und die Ganztagsgrundschule – Es gibt auch Widerstand (16.6.2025)

 

Betreuung: Freiamt und die Ganztagsgrundschule – Es gibt auch Widerstand
Die Mehrheit der Grundschüler geht zur Nachmittagsbetreuung. Umstritten ist, welche Angebote gut und gewünscht sind. In Freiamt regt sich Widerstand gegen die Ganztagsgrundschule.

Wenn hinter dem Label „Ganztagsschule“ meist Halbtagsschulen stecken, die mit Einkünften „monetarisierter“ Lehrerstellen nicht qualifiziertes Personal anstellen können, das nachmittags irgendwie Kinder hütet – wieso sollten Eltern das wollen?

Ganztagsschule
Ganztag ist nicht gleich Ganztag. Es gibt viele verschiedene Angebote von kommunalen oder freien Trägern: Die wichtigsten sind flexible Nachmittagsbetreuung, Horte und Ganztagsschulen. Für Letztere kennt das Landesrecht zwei Modelle: ein offenes, mit vormittags Unterricht und nachmittags Betreuung. Und ein verbindliches, bei dem alle Kinder länger bleiben müssen und das deshalb als einzige Variante eine „rhythmisierter Tages- und Unterrichtsgestaltung“ mit längeren Pausen und breit gefächerten Angeboten auch am Vormittag ermöglicht. Auch innerhalb der Varianten gibt es Optionen: An drei Tagen sieben Stunden gilt als Ganztag, bald sind aber auch fünf Tage mit je acht Stunden möglich. Kommunen entscheiden, was eine Schule anbietet und sind für die Betreuung zuständig. Eltern entscheiden, woran ihr Kind teilnimmt. Kommunale Betreuung ist meist kostenpflichtig, Ganztagsschulen sind gratis.
… Alles vom 16.6.2025 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/freiamt-und-die-ganztagsgrundschule-es-gibt-auch-widerstand

Einige Kommentare:
„Also irgendwie bekomme ich das Gefühl, es Eltern recht machen zu wollen ist unmöglich.“ Das könnte daran liegen, dass es die Eltern nicht gibt.
Zudem ist der Kommentar ja auch nur teilweise zutreffend, da es in der Grundschule um die ersten vier Schuljahre geht. Gerade die heutige extrem heterogene Durchmischung der Klassen mit gleichzeitig beklagenswerter personeller Ausstattung führt mich auch zu dem Schluss, dass ich eine verpflichtende Ganztagesbetreuung für meine Kinder ablehne. Die Schulpflicht darf nicht zu einer staatlichen Betreuungspflicht unabhängig von der Qualität und Optionen werden! Zudem müssen die Eltern weiterhin entscheiden können wie ihre Kinder den größten Teil des Tages verbringen. Es läuft doch darauf hinaus, dass wegen einer Minderheit der Eltern die sich keine Zeit nehmen(können) den Nachmittag mit ihren Kindern zu gestalten oder diesen nicht so gestalten wie sich andere dies vorstellen ein staatliches Konzept erstellt wird dass allen übergestülpt wird. Peter Hin
.
Es handelt sich eben nicht um eine Minderheit der Eltern die sich eine Ganztagsbetreuung für ihre Kinder wünschen. Im Bericht steht doch, dass aktuell 56% eine Ganztagsbetreuung besuchen und 62% der Eltern sich diese wünschen. Christoph Wasmer
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Und bei den 38 Prozent, die keine Ganztagsbetreuung wünschen, sind eventuell noch welche dabei, denen es einfach egal ist.
Nichtsdestotrotz bleibt eine gewisse Anzahl von Eltern, die sich nachmittags lieber selbst um ihre Kinder kümmern wollen, und die ihre Kinder teilweise auch besser fördern können als das in einer einheitlichen Ganztagsbetreuung möglich ist.
Es gibt auch Kinder, für die es besser wäre, nachmittags zu Hause zu sein. Schließlich sind nicht alle Kinder gleich, und manche Kinder brauchen auch mehr Ruhe und Zeit für sich, als es in einer durchgetakteten Ganztagsschule möglich ist. Daher finde ich flexible Nachmittagsbetreuung besser als verpflichtend Ganztagsschule für alle. Eine Ganztagsbetreuung, die den Bedürfnissen aller Kinder gerecht wird, ist schon aufgrund Personalmangel unmöglich und wäre sehr teuer. Anja Kahlfeld

Guter Beitrag. Aber auch mit dem Elefanten als Tabu, nämlich dem Wandel der Familie und damit Elternarbeit durch soziale Faktoren sowie Migration. Diesem Wandel kommt die wahlweise Nachmittagsbetreuung entgegen und nicht die sozialistische Gleichmacherei. Bei der es um die „Hoheit über die Kinderbetten“ (Olaf Scholz) geht. E.K.
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