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Höllentalbahn zwischen Freiburg und dem Hochschwarzwald am 17.2.2021 – Wahlwerbung?

 

99 Prozent für Deutschland!
Angesichts unserer umfangreichen Korrespondenz mit diversen Strafverfolgungs-Behörden macht Henryk M. Broder jetzt einen sensationellen Vorschlag.

Was uns freilich verwundert, ist, dass es bis jetzt offenbar nicht einmal ein Aktenzeichen gibt. Was mehr als seltsam ist. Wie wird der „Sachverhalt“ dann von einer Behörde zur anderen weitergegeben? Wir brauchen das Aktenzeichen, damit unser Rechtsbeistand Akteneinsicht beantragen kann. Im Gegenzug würden wir uns verpflichten, nie wieder die alte SPD-Parole „Alles für Deutschland!“ zu zitieren. „99 Prozent für Deutschland!“ hört sich auch gut an. Mal schauen, ob das für einen „Anfangsverdacht“ reicht.
… Alles vom 9.4.2026 Von Henryk M. Broder bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/99_prozent_fuer_deutschland_platzhalter

 

Gegen Achgut.com: Wo kommt „Alles für Deutschland!“ her? Und wo führt es hin?
Zu den Ermittlungen gegen Achgut.com
von Henryk M. Broder
Es kann schon sein, dass wir alle inzwischen paranoid sind. Das schließt aber nicht aus, dass sie wirklich hinter uns her sind. Wenn wir die Zeichen richtig verstehen, wird derzeit geprüft, ob unsererseits ein Verstoß gegen §86a des Strafgesetzbuches vorliegt, der das „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen“ mit „Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe“ sanktioniert.

Anlass der Ermittlungen ist wohl ein Beitrag von Ansgar Neuhof, der am 13.5.2024 auf Achgut.com erschienen ist. Darin hieß es, die Parole „Alles für Deutschland!“, die üblicherweise der SA zugeschrieben wird, sei auch von Sozialdemokraten benutzt worden; „Das Reichsbanner“, die „Zeitung des Reichbanners Schwarz-Rot-Gold/Bund deutscher Kriegsteilnehmer und Republikaner e.V.“ platzierte den Ruf auf der Titelseite ihrer Ausgabe vom 26. Dezember 1931.

Wir wissen nicht, wer den Beitrag auf Achgut.com so anstößig fand, dass er zur Tat schritt und den Vorgang meldete, einer der vielen halbstaatlichen Meldestellen oder gleich der Justiz. Jedenfalls muss es jemand gewesen sein, der zu blöd oder zu faul war, bei Wikipedia unter „Reichsbanner“ nachzusehen. Er hätte sonst erfahren, dass der Verein „mit drei Millionen Mitgliedern die größte demokratische Massenorganisation in der Weimarer Republik“ war, 1924 gegründet und 1933 von den Nazis verboten. Die Gründer waren Sozialdemokraten, die christliche Zentrumspartei und die liberale DDP – Deutsche Demokratische Partei. Man muss nicht über Geschichte der Parteien in der Weimarer Republik promoviert haben, um zu erkennen, dass eine Organisation wie das „Reichsbanner“ keine NS-Truppe war und auch mit den heutigen „Reichsbürgern“ nichts zu tun hat.

Man muss inzwischen auf alles gefasst sein
Leider betrifft die deutsche Bildungskatastrophe nicht nur Schulen, Universitäten und kirchliche Akademien, sie macht sich auch im Justizwesen bemerkbar. Man kann es den Juristen im Staatsdienst nicht übelnehmen, dass sie nicht alles wissen, man kann aber von ihnen erwarten, dass sie sich kundig machen, wenn sie an die Grenzen ihrer Kenntnisse stoßen. Wenn es zum Beispiel darum geht, „Personen des politischen Lebens (von der Kommune bis zum Bund) vor öffentlicher Beleidigung, übler Nachrede oder Verleumdung“ zu schützen, gibt es klare Regeln zur Anwendung des §188 des Strafgesetzbuches. Warum aber ist die Bezeichnung von Robert Habeck als „Schwachkopf“ strafbewehrt, die Etikettierung von Alice Weidel als „Nazi-Schlampe“ vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt?
Jetzt warten wir erst mal ab, wie es mit unserer Causa weitergeht. Die Informationen, die wir bis jetzt bekommen haben, sind – freundlich gesagt – widersprüchlich. Mal gibt es keinen Vorgang, mal wurde die Akte an eine andere Stelle gegeben. Ein Aktenzeichen scheint es bis jetzt nicht zu geben.

Was bedeutet das alles?
Zum einen handelt es sich um einen Feldzug der Antifa, die 80 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches die Machtergreifung von 1933 verhindern möchte.
Zum anderen muss man inzwischen auf alles gefasst sein. Im Zuge der Entnazifizierung des Alltags könnte demnächst auch „Mahlzeit!“ an der Reihe sein, das Wort zum Mittag, mit dem sich die Angehörigen des Reichssicherheitshauptamtes grüßten. Und natürlich „Feierabend!“, die deutscheste aller deutschen Begrüßungen.
Ihnen entspannte Oster-Feiertage!
…. Alles vom 2.4.2026 von Henryk M. Broder, Herausgeber Achgut.com bitte im Newsletter lesen auf https://www.achgut.com
sowie
https://www.achgut.com/artikel/staatsschutz_verfolgt_achgut_wegen_spd_zitats

https://www.achgut.com/artikel/ermittlungen_gegen_achgut_das_medien_und_leser_echo 

https://www.achgut.com/artikel/wo_kommt_alles_fuer_deutschland_her_und_wo_fuehrt_es_hin

 

Konservativer Protest: Wir sind nicht machtlos
Wie oft höre ich bei Aufrufen zu Petitionen oder Protestbriefen: „Ach, das bringt doch nichts. Es geht sowieso alles unter.“ Oder: „Die machen doch da oben sowieso, was sie wollen.“ Der vergangene Freitag zeigte: Das stimmt nicht. Die hartnäckige Berichterstattung kritischer Medien – darunter die JUNGE FREIHEIT – und aufgeweckter Initiativen wie 1000plus brachte eine umstrittene Richterwahl für das Bundesverfassungsgericht im Bundestag zu Fall. Beleidigt konstatiert die linke taz: „Es ist ein Erfolg der Rechten.“
Bis jetzt herrscht Fassungslosigkeit auf seiten der SPD, Grünen, Linken, bei öffentlich-rechtlichen Medien und etablierter Presse, wie es dazu kommen konnte. Ja, ist es denn die Möglichkeit, daß linke Journalisten und Politiker nicht permanent die Deutungsmacht in der Öffentlichkeit haben? Bedeutet Demokratie, daß veränderte Mehrheiten sich tatsächlich irgendwann im öffentlichen Raum repräsentativ niederschlagen? Und kann es wirklich wahr sein, daß „zivilgesellschaftliches Engagement“ im Sinne von „Vielfalt und Buntheit“ auch von Konservativen, Rechten wahrgenommen wird und nicht nur von mit 182 Millionen Euro aus dem Bundesfamilienministerium subventionierten linksgerichteten NGOs?
Am größten ist wohl die Überraschung bei der Führung der Unionsparteien, bei Merz, Söder und Spahn, die den Sturm der Entrüstung von normalen Bürgern, Kirchenvertretern (einige Bischöfe entdeckten doch im letzten Moment noch ihr Gewissen) und Parteimitgliedern nicht hatten kommen sehen.

Es zeigt sich an dieser Affäre mustergültig, wie sehr sich die Akteure gewandelt haben, die die öffentliche Meinung im Zeitalter digitaler Medien, von Facebook, Instagram, TikTok, Youtube beeinflussen. Daher auch der wütende Ruf nach neuen Kontrollgesetzen, um den demokratischen Schwarm der Vielen zu bändigen, die eine Gegenöffentlichkeit organisieren. Wir sollten daraus Mut schöpfen! Die Schweigespirale, die öffentlich-rechtliche und andere mächtige mediale Platzhirsche durch Ausgrenzung und Boykott früher wirksam werden ließen – sie verliert an Kraft!

CDU und CSU fällt jetzt ihr jahrzehntelanges totales Desinteresse an Medienpolitik, einer Bestellung des vorpolitischen Raums auf die Füße. Die Union möge „den Begriff des Kulturkampfes nicht“, meint Nathan Giwerzew in der NZZ. Wer den Kulturkampf der SPD, der sich in der provozierenden Plazierung linksgerichteter Verfassungsrichter ausdrücke, nicht erkenne, verliere ihn. Wir stehen in einem Kulturkampf – und müssen weiter in die Offensive!
… Alles vom 18.7.2025 von Dieter Stein bitte lesen in der JF 30/25, Seite 1

 

Feroz Khan auf Kanal achse:ostwest
„Angst ist ihr Mittel“
Kaum ein alternativer Youtuber bietet ein so qualitätvolles Programm wie Feroz Khan: Der Wahl-Dresdener widerlegt auf seinem Kanal „achse:ostwest“ regelmäßig einschlägige Narrative und Falschinformationen von Politik und Medien
von Moritz Schwarz

Herr Khan, derzeit fordern Sie mit Ihrer Straßenaktion „Ich wähle AfD – change my mind!“ Passanten dazu auf, Ihre Meinung zu ändern. Hat Sie schon jemand überzeugt, doch eine andere Partei zu wählen?
Feroz Khan: Bisher noch nicht. Aber es waren einige sehr interessante Herangehensweisen dabei, die ich zuvor nicht im Blickfeld hatte.

Warum machen Sie die Aktion, worauf zielt sie ab?
Khan: Ich möchte den Themen, für die die AfD steht, Gehör verschaffen, weil die etablierten Medien hier in puncto Repräsentation versagen. Wenn sie nicht zu uns zum Gespräch kommen, dann kommt das Gespräch eben zu ihnen.

Wie reagieren die Leute?
Khan: Ich denke, viele meiner Gesprächspartner haben danach das Vernommene an ihrer Realität reflektiert und es ist sicherlich das eine oder andere hängengeblieben. Zum anderen liegt der Erkenntnisgewinn vor allen Dingen auch beim oppositionellen, unentschlossenen oder apolitischen Zuschauer.

Wann und wie haben Sie eigentlich bemerkt, daß mit unserem Land etwas nicht stimmt?
Khan: Nachdem ich ein Jahr lang die Berichterstattung über Pegida verfolgt hatte, war ich Ende 2015 vor Ort – und sehr überrascht, entgegen meiner Erwartung erstens keine Anfeindungen zu erleben, zweitens wie aggressiv die Gegendemonstranten waren, die dennoch die Gunst der Medien genossen. Es war eine bittere Pille, erleben zu müssen, daß die zu Unparteilichkeit berufenen, vermeintlich objektiven Medien ihre Rolle alles andere als verantwortungsbewußt wahrnahmen und gezielt die Bürger des Landes diffamierten.

Dennoch sind Sie gerne Deutscher, warum?
Khan: Ich lebe gerne in Deutschland. Ich leugne meine deutsche Prägung so wenig wie meine pakistanische. Ich sehe mich insofern als Patriot, als ich eine tiefe Verbundenheit zu Deutschland spüre. Das beinhaltet die deutsche Kultur genauso wie das deutsche Volkswesen, also die Deutschen. Dazu kommt, daß Deutschland meine Eltern vor etwa vierzig Jahren aufgenommen, ihnen ein menschenwürdiges Dasein und sozialen Aufstieg ermöglicht hat. Ich möchte mich dafür auf meine Art revanchieren und fühle mich dabei meinem Gewissen verpflichtet.

Zum Studieren zogen Sie ausgerechnet nach Dresden. Besteht dort nicht, glaubt man den Medien, für Leute mit Ihrem Erscheinungsbild erhöhte Gefahr?
Khan: Meine ethnisch mittelöstliche Erscheinung zog in den ersten Jahren viel Aufmerksamkeit auf sich, das war gewöhnungsbedürftig, hat sich aber gelegt. Übrigens korrelierte das auch mit den Ereignissen der Kölner Silvesternacht oder dem Terroranschlag vom Berliner Breitscheidplatz. Abgesehen von Blicken habe ich bis heute aber keine einschlägigen, respektive eindeutig ausländerfeindlichen Erfahrungen gemacht. Ich fühle mich in Dresden sehr wohl. Es hat die Debattenkultur noch nicht ganz verloren und ist weniger von den Unannehmlichkeiten großer Städte wie Schmutz, Obdachlosigkeit, Verwahrlosung ganzer Schichten, Ignoranz für die eigene Geschichte und Kultur geprägt.

Wer hat eigentlich eher ein Problem damit, daß Sie Deutscher sind, Linke oder Rechte?
Khan: Ich würde die Frage, ob ich Deutscher bin, nicht eindeutig mit Ja beantworten.

Wieso?
Khan: Das würde dem Sachverhalt nicht gerecht.

Sie sind hier geprägt, aufgewachsen, geboren, sind Patriot, Staatsbürger sowieso. Was fehlt?
Khan: Es läuft wohl auf einen Hybrid hinaus. Zwar müssen nicht alle Eigenschaften zweier Kulturen einander ausschließen, aber manche tun es schon. Ich kann nicht kulturell hundert Prozent deutsch und hundert Prozent pakistanisch sein.

Wer ist oder war jemals „hundert Prozent“ deutsch geprägt? Schon immer gab es gleichzeitig auch andere Einflüsse. Heute sind die Deutschen leider sogar fast überwiegend durch angelsächsiche Jugendkultur, linken Kosmopolitismus, das Internet, Netflix etc. geprägt.
Khan: Und in meinem Fall ist es eine pakistanisch-muslimische Prägung als außereuropäische Komponente, die unübersehbar in Erscheinung und Sozialisation präsent ist. Doch zurück zu Ihrer Frage: Herabsetzung bezüglich meiner Identität gibt es von beiden Seiten – mit unterschiedlichen Motiven: Linke werfen mir vor, „überintegriert“ zu sein und/oder meine Ethnie zu verraten. Was zeigt, daß auch sie identitäres Denken verstanden und verinnerlicht haben. Rechte sprechen mir wenn, dann die deutsche Komponente der Identität ab. Da ich aber nicht viel von Opfermentalität halte, hat beides für mein Tun wenig Bedeutung.

Eigentlich sind Sie das ideale Beispiel gelungener Integration, wie sich das etablierte Medien und Parteien wünschen, um zu zeigen, daß Multikulti gelingen könne und die AfD unrecht habe. Warum werden Sie also nicht ständig von Medien und Politik eingeladen?
Khan: Kernvoraussetzung dafür ist wohl, daß sich Migranten in die linke Opferschablone fügen. Tun sie das nicht, lassen sie sich also nicht für linke politische Zwecke instrumentalisieren, stehen sie auf „Gegners Seite“, mindestens jedoch außerhalb der linken Peer-group. Ähnlich wie in der linken Opferhierarchie die Hautfarbe über dem Geschlecht oder der sexuellen Orientierung rangiert, schlägt in diesem Quartett die politische Ausrichtung immer die ethnische Identität.

Einmal waren Sie doch im Fernsehen und wurden mit dem auf Youtube hochgeladenen Auftritt rasch bekannt.
Khan: In habe mich in der Zuschauerfragerunde der WDR-Talk-Sendung „Ihre Meinung“ zu Wort gemeldet und, wohl entgegen der Erwartung der Moderatorin, nicht bestätigt, Opfer von Anfeindungen aufgrund meiner Hautfarbe zu sein. Sowie, angesichts der Vorkommnisse 2015/16, geäußert, Verständnis für jene zu haben, die die Straßenseite wechseln, wenn ich komme, oder mich kritisch beäugen. Das war für viele wohl eine neue, erfrischende Perspektive auf das Gesamtgeschehen.

Was halten Sie von den vielen Ausländischstämmigen auf der anderen politischen Seite, die sich unablässig über „strukturellen Rassismus“ beschweren?
Khan: Es gibt Migranten, die sich um Integration und sozialen Aufstieg bemühen und wirkliche Benachteiligung erfahren, sich davon aber nicht entmutigen lassen. Und andere, die das als Vorwand nutzen, ihr Nichtbemühen oder gar ihre schiefe Laufbahn zu entschuldigen. Wieder andere tragen ihre nichtdeutschen Wurzeln oder andere Merkmale als politisches Schutzschild vor sich her, wie Hengameh Yagoobifarah, Tarik Tesfu, Mohamed Amjahid oder Malcolm Ohanwe, um so ihren Forderungen an die Gesellschaft besonders viel Ausdruck zu verleihen. Und es gibt welche, die weder ihr Versagen noch ihre Erfolge auf Hautfarbe oder Herkunft projizieren. Ganz normale Menschen, die arbeiten und sich aus politischen Fragen meist raushalten.

Gibt es strukturellen Rassismus?
Khan: Institutionell sehe ich ihn hier und da aufkeimen, insbesondere in den USA, wo die Rassenzugehörigkeit den Zugang zu Hochschulen positiv beeinflussen kann, Stichwort „Affirmative Action“. Hierzulande würde ich aber nur von rassischer oder herkunftsbezogener Diskriminierung sprechen. Etwa wenn einem Ausländer die Wohnung verwehrt wird, weil er Ausländer ist oder wenn Weiße aus einer Sendung ausgeschlossen werden, weil sie weiß sind – so geschehen im öffentlich-rechtlichen Funk-Format „Karakaya Talk“. Allerdings führt ersteres zu viel größerer Empörung. Und linke Opfernarrative, etwa „junge schwarze Frauen“, erfahren weit mehr Aufmerksamkeit, als wenn „alte weiße Männer“ von Nachteilen betroffen sind.

Warum haben Sie Ihren Youtube-Kanal gegründet?
Khan: Ich war schon immer philosophisch veranlagt und hatte zudem als Migrantenkind in Dresden eine interessante Erfahrung und einen neuen, erfrischenden politischen Blickwinkel einzubringen. „Achse:ostwest“ habe ich ihn genannt, weil ich ihn einen Tag nach meinem WDR-Auftritt auf dem Rückweg von Köln nach Dresden im ICE gegründet habe. Das wäre quasi die Ost-West-Achse. Aber auch metaphorisch verbindet mich meine Geburtsstadt Frankfurt am Main mit dem Westen und meine jetzige Wahlheimat Dresden mit dem Osten Deutschlands. Im Großen gesehen stammt meine Familie aus dem Mittleren Osten, und wir sind heute im globalen Westen. Es gibt also viele Parallelen. Ich vertrete auf meinem Kanal meinen Standpunkt, unabhängig und kritisch. Informationen zu bieten ist unerläßlich, um sich zu positionieren, egal ob zugunsten des Mainstreams oder oppositionell. In dieser Hinsicht liefere ich also sowohl informative Inhalte, als auch Widerstand gegen herrschende Paradigmen. Ich sende in die ganze Welt, aber vorrangig interessiert mich der deutschsprachige Raum, wo ich Bewußtsein für gesellschaftlich vernachlässigte Sichtweisen wecken möchte. Es gilt ein Gegengewicht zum herrschenden medialen Narrativ zu bieten, die Lücken zu füllen und Gegenrede zu betreiben. Den Herrschenden kritisch auf die Finger zu schauen, etwas wozu eigentlich die etablierten und öffentlich-rechtlichen Medien berufen wären, welche sich aber bedauerlicherweise immer mehr als Wasserträger der Regierung profilieren.

Heute gehört Ihr Kanal mit 123.000 Abos zu den erfolgreichsten rechten Youtube-Kanälen Deutschlands. Was ist das Rezept für Ihren Erfolg?
Khan: Mir ist wichtig, den Zusehern Mehrwert zu liefern. Man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen: Meine Videos sind zwar gratis, aber einen Wert läßt der Zuschauer doch da – seine Zeit. Ich möchte das honorieren, indem ich ihm in kürzester Zeit so viel Information Hintergrunddaten, Argumente oder auch Ideen und neue Blickwinkel, liefere wie nur möglich. Ich denke, unterbewußt spürt der Zuschauer das, spätestens rückblickend, wenn er sieht, wieviel er bei mir innerhalb kurzer Zeit Neues gesehen und gehört hat. Und er belohnt das mit einem Abo und regelmäßigem Einschalten.

Während die meisten alternativen Kanäle vor allem Meinung bieten, setzen Sie vergleichsweise stark auch auf Zahlen, Daten, Analyse und Argumente. Liegt das daran, daß Sie von Beruf Ingenieur sind?
Khan: Es hängt mehr mit meinem Anspruch an mich und die Zuschauer zusammen. Ich will diese mit meinen Videos auf Debatten im realen Leben vorbereiten, auf der Arbeit, am Stammtisch, im familiären Kreis. Da reicht es nicht, zu wissen, daß man mit seinem Standpunkt nicht alleine ist und dieser auf Youtube prominent vertreten wird, sondern es müssen handfeste Informationen her, mit denen meine Zuschauer in Diskussionen die Gegenseite herausfordern und widerlegen können. Allerdings sind Fakten und Argumente zwar unerläßlich, aber nicht einzig entscheidend. Humor ist unverzichtbar. Wenn wir verlernen zu lachen, vor allem über uns selbst, haben wir bereits verloren.

Was genau stört Sie eigentlich politisch?
Khan: Vor allem das metapolitische Ungleichgewicht, wodurch die politische Debatte zu einem unfairen Spiel wird, in dem der Schiedsrichter – die Medien – nicht nur nicht unparteiisch ist, sondern selbst mitspielt. Folge: Wird man gefoult, erhält man nicht nur keinen Strafstoß, sondern der Gegner erhält ihn und man selbst wird vom Feld verwiesen. So stellt sich die Lage in Deutschland entlang der Achse Rechts-Links, aber auch der Achse Mainstream-Alternative dar. Und auch wenn Linke sich gegen den Vorwurf wehren, weil sie ihn selbst gerne auf den Gegner anwenden, trifft er auf sie am meisten zu: Angst ist das Mittel, mit dem sie ihre Mitstreiter in der vermeintlichen Mitte geißeln und vor sich hertreiben, und mit dem sie die Opposition aus dem Diskurs ausschließen. Mit der „Rassismuskeule“ erzeugen sie auf der rechten Seite einen gesellschaftlichen Abgrund, der finanziellen, als auch sozialen Tod bedeutet. Soziale Erpressung und Projektion sind in diesem Kontext wesentliche Merkmale moderner linker Politik. Der Fall des thüringischen Kurzzeitministerpräsidenten Thomas Kemmerich oder der Hans-Georg Maaßens haben das eindrucksvoll dargelegt.

Was macht die politische Rechte in dieser Lage falsch?
Khan: Der erste richtige Schritt war, sich als solche zu bekennen und endlich aus der Defensive à la „Ich bin ja nicht rechts, aber …“ zu treten. Damit hat man metapolitischen Raum zurückerkämpft, der nun zu gestalten ist. Eben hier verfällt die Rechte aber – in ihrer parlamentarischen Ausgestaltung die AfD – in den Glauben, das wäre ein Selbstläufer. Wie jemand, der meint, der Kampf sei schon geschlagen, man könne sich nun zurücklehnen, verkennt sie, daß der Kampf ein Marathon ist, der eben erst begonnen hat. Folge ist nicht nur ein ambitionsloses Voranschreiten, sondern vor allem mangelnde Selbstdisziplin. Die äußert sich in der Häufung medialer Fehltritte, welche zu Recht extern wie intern kritisiert werden. Aber auch darin, eine vom Mainstream provozierte Spaltung zuzulassen. Wichtig ist, daß man sich nicht in den Abgrund ziehen läßt, den der Gegner einem stetig vor Augen hält. Dazu gehören ein tiefes Selbstbewußtsein im Sinne des Wortes sowie eine weitsichtige Einschätzung des langfristig Realisierbaren.
… Komplettes Interview vom 10.9.2021 mit Feroz Khan bitte lesen in der JF 37/21, Seite 3,
https://www.junge-freiheit.de

Feroz Khan, der Influencer betreibt den Youtube-Kanal „achse:ostwest“ und studierte in Dresden Ingenieurwesen für Bahnsysteme mit Master-Abschluß.
Geboren wurde er 1990 in Frankfurt am Main, nachdem seine Eltern, Angehörige der Ahmadiyya – eine in Pakistan immer wieder verfolgte, gemäßigt-islamische Minderheit – nach Deutschland geflohen waren.

https://www.youtube.com/c/achseostwest