Von „Free Iran“-Solidaritätsdemos auf deutschen Strassen keine Spur. Der seit dem 26.12.2025 anhaltende Aufstand für Freiheit und Demokratie im Iran interessiert nicht. Weder die Medien, die erst seit 8.1. berichteten: „Ohne X wüsste man nicht, dass im Iran in diesen Stunden eine Revolution stattfindet“ – so Armin Laschet (CDU). Noch die Zivilgesellschaft, die dem IslamoGauchisme frönt, also dem Zusammengehen von links-woke und Islam.
Warum diese Doppelmoral: „Free Gaza“ allüberall und gerne auch gewalttätig, wenn es um die Freiheit der Palästinenser geht. Aber „Free Iran“ allenfalls dann, wenn sich Exil-Iraner für ihre zuhause niedergemetzelten Landsleute auf die die Strasse wagen, wobei diese dann – wie in Berlin geschehen – von linkswoken Deutschen als vermeintliche Anhänger des früheren Schahs angepöbelt werden.
Was sind die Gründe für diesen doppelten Standard von gutem „Free Gaza“ auf der einen und gar nicht gutem „Free Iran“ auf der anderen Seite? Der aus Frankreich zu uns herübergeschwappte IslamoGauchisme bringt die Linke in eine Zwickmühle. Denn diese querfrontmäßige Allianz mag chic und progressiv sein, funktioniert aber nur so lange gut, bis der Islam die Linke frisst bzw. zerstört. So wurde Khomeini von der französischen Linken gepowert und nach der Flucht des Schahs 1979 per Freiflug von Paris nach Teheran gebracht, um dort das islamische Mullah-Regime zu inthronisieren. Kaum an der Macht, ging das Khomeini-Regime brutal gegen die iranische Linke vor – incl. Folter und Hinrichtungen.
Wenn die Linke in Frankreich wie in Deutschland den Aufstand in Teheran, Isfahan, Shoraz und anderswo im Iran mehr oder weniger negiert und das „Free Iran“ verweigert, dann offenbart sie, daß es ihr nicht um Werte wie Freiheit und Demokratie geht, sondern um ideologie-getriebenes Machtstreben. Da zieht auch der realitätsfremde Schah-Vorwurf, der nun von den Mainstream-Medien verbreitet wird, nicht:
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Der in Potomac, Maryland/USA, im Exil lebende Schah-Sohn Reza Pahlavi jun. (66) ist 2025/26 zum Anker der gesamten Opposition des Iran geworden. Bei den vorangegangenen Protesten in 2022/2023 war die Opposition von Monarchisten, Republikanern, Linken, usw. noch zerstritten. So richtete sich die Linke damals sowohl gegen das Mullah-Regime als auch gegen Pahlavi.
In 2026 hingegen unterstützen alle Gegner des islamischen Mullah-Gottesstaates den Schah-Sohn und sein Versprechen, eine Demokratie in Form einer konstitutionellen Monarchie (nach Muster von GB, DK, S) errichten zu wollen mit freien Wahlen, Religionsfreiheit für Muslime, Christen und Juden, mit demokratischer Gewaltenteilung sowie Rechtsstaatlichkeit.
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Fazit: Die der Ideologie des IslamoFaschisme geschuldete Gleichgültigkeit so vieler Linker gegenüber dem Freiheitskampf der Perser – wobei das uralte Kulturvolk der Perser noch mit den Arabern und bar jeder historischen Bildung in einen Topf geworfen wird – macht traurig. Es müsste in D so viele Demos geben FÜR die gerade im Iran protestierenden Menschen. Zu hoffen ist, daß die Perser ihren Freiheitskampf selbst gewinnen, d.h. ohne militärische Einmischung der USA, die die Gefahr eines Weltenbrandes birgt.
15.1.2026
Dieser Beitrag ist ohne jegliche KI geschrieben worden.
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Ende von Beitrag „Free Iran“ – ein deutsches Tabu“
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Beginn von Anlagen (1) – (2)
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(1) Toxische Weis(s)heit: Sichtbare Solidarität mit den Iranern? Hierzulande Fehlanzeige
Warum sah man Sympathiebekundungen für die auf Judenhass gepolten Gazabewohner auf Deutschlands Straßen – aber keine Massendemonstrationen aus Solidarität mit den Menschen im Iran, die ihr verhasstes Regime loswerden wollen?
Nun, das hat Tradition. Das Bündnis zwischen einer Linken und dem Islam – französisch „Islamogauchism“ – ist so alt wie fies. Die Älteren, „Alt-68er“, werden sich erinnern, wie es am 2. Juni 1967 zu heftigen Protesten gegen den Besuch des persischen Operettenkönigs Schah mit seiner Farah Diba in Berlin kam. …
Die linke intellektuelle Elite Europas applaudierte vielmehr den Mullas – Michel Foucault etwa, aber auch Jean Paul Sartre.
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Und wie stand man zu dem alten Bärtigen, Ruhollah Khomeini, der mit einem Jumbo aus seinem französischen Exil in den Iran gebracht wurde? Mit Ghandi verglich manch einer ihn, er genoss nicht nur die Unterstützung der französischen Regierung, sondern auch irritierende Lobpreisung im linken Teil der Öffentlichkeit.
https://www.cicero.de/aussenpolitik/khomeini-iran-linke-islam-islamogauchisme
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Nun: wir wissen nicht, was jeder einzelne der Demonstranten sich wünscht – außer dem Verschwinden der Mullahs und ihrer Schergen. Doch Pahlevi scheint eine verbindende Figur zu sein, auf die alle sich einigen können – das galt und gilt noch heute für viele Monarchien.
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Doch da ist er wieder, der Gegner, der Linke auf pittoreske Allianzen eingehen lässt: der Westen. Dem zieht man offenbar noch immer steinzeitliche Verhältnisse vor. Währenddessen wird die öffentliche Hinrichtung von Erfan Soltani vorbereitet. Weiterhin geht das Regime im Iran brutal gegen die Demonstranten vor. Doch Mitgefühl ist nichts, was man von Linken erwarten kann, denen der Kampf gegen „den Westen“ in Gestalt von Israel und den USA das größere Herzensanliegen ist.
… Alles vom 15.1.2026 von Cora Stephan bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/toxische_weissheit_sichtbare_solidaritaet_mit_den_iranern_hierzulande_fehlanzeige
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Einige Kommentare:
Der Sturz der Mullahs und ihrer Wächter wird Chinas Zugriff auf billiges Öl – wie schon in Venezuela – begrenzen. Das ist gut für die USA. Ein freier Iran wird Öl an den Westen verkaufen. Das mag den arabischen Regimen nicht passen. Der Sturz der Schlächter ist schlecht für Putins Russland. Auf den Anti-Israelismus und Anti-Amerikanismus – und den schwachsinnigen „antiimperialistischen“ Kampf gegen den Westen (und den Zionismus) – haben die Linken leider kein Monopol, das machen Rechte genauso wie man ja immer wieder auch an den Kommentaren auf Achgut sieht. Die meisten Leute halten die Iraner sowieso für Araber und haben keine Ahnung von den Jahrtausenden persischer Geschichte. Ohne die Unterstützung der Linken hätte das Mullahregime niemals den Iran zerstören können und ohne die früheren Handelsbeziehungen mit der EU – insbesondere Deutschlands- hätte es sich schon vor Jahren nicht mehr halten können. Exil-Iraner im Westen und Widerständler im Iran werden – vielleicht versöhnlich sein, aber – dies nicht so leicht vergessen. Es wird hoffentlich bald ein Ende finden – wenn Trump und Netanjahu ihre Versprechen halten. Zum 47. Jahrestag der Diktatur darf Frank Walter keine Glückwünsche mehr senden können. Christine Mail
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Peter Scholl-Latour, den ich „eigentlich“ sehr schätz(t)e, werfe ich bis heute vor, dass er die triumphale Rückkehr Khomeinis aus dem Exil medial so fatal wirkungskräftig begleitet hat. Aus meiner Sicht hat er, der ungemein einflussreiche Nachrichtenmensch, erheblich zum Ayatollanischen Elend des iranischen / persischen Volkes beigetragen! Und das, obwohl er das Wesen des Islam genau kannte. Ilona Grimm
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Eine Grundvoraussetzung des Linksseins ist es, kognitive Dissonanzen wegzuwischen (natürlich völlig unproblematisch, wenn es grundsätzlich an Kognition mangelt). Der Klassiker, vor allem in pensionsberechtigten oder staatsnahen Faultierfarmen ist „links reden, rechts leben“, wofür Lenchen Tausendschön ein Beispiel gibt, für das der Franzose die Vokabel „disgusting“ erfunden hat. Und so kämpft man für das Frauenrecht, sich zum Zweck der Provokation Kopftücher auf die Nuß tackern zu dürfen, am liebsten im schulischen Schwimmunterricht. Dietmar
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Ein Blick zur KI kann (muß aber nicht zwangsläufig – Alles Interpretationssache) Klarheit verschaffen. Hier gehen keine säkularen Bevölkerungsteile gegen den Islam auf die Straße. Es sind Menschen wie Du und ich, die von einer fehlgeleiteten Politik in wirtschaftliche Not gebracht wurden. Nicht die Burka-abwerfende Feministin ist der Mullah-Gegner, sondern die Mutter und der Vater, die mit einer jährlichen Inflationsrate von 60% existieren müssen. Sollte das Mullah-Regime gestürzt werden, dann nicht aus religiösem Unmut, sondern aus Enttäuschung über die wirtschaftlichen Folgen, welche die Großmanns-Politik der Mullahs der Bevölkerung bescherte. Daß der Sturz der Mullahs einen Zusammenbruch des Islamismus mit sich bringen KÖNNTE, wäre m.E. ein (unbeabsichtigter) Kolletaral-Nutzen für „den Wertewesten“. Die von den westlichen Medien in die Welt gesetzte Erzählung, „die Iraner“ wollten das Joch des Islam abwerfen, geht meiner Meinung nach an der Realität vorbei. Bernhard Fteiling
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Das Traurige ist ja, daß sich ein altes Kulturvolk zu einer Primitiv-„religion“ bekennt, und so lange das so ist, gleicht das dem Versuch, mit einem Betonklotz am Bein an einem Schwimmwettbewerb teilzunehmen. Und da eine Änderung nicht in Sicht ist, kann man vergessen, auf Besserung zu hoffen.
Und genau besehen sind die Deutschen keinen Deut anders: So, wie der Islam das ganze Leben als umfassende Ideologie bestimmt, will der Deutsche in der Mehrheit eine Regierung, die ihm das Denken und die eigene Anstrengung abnimmt und ihn „bemuttert“ von der Wiege bis zur Bahre, so daß er sich den für ihn „wichtigeren“ Dingen ungestört widmen kann. „Mutti“ (sic!) Merkel hat das mit ihrem umfassenden Nudging sofort begriffen und ausgenutzt.
Das erklärt auch die geringe Gegenwehr dem Islam gegenüber: der Michel hofft insgeheim darauf, daß mit dessen Machtübernahme wieder „Ordnung“ einkehrt, damit er sich um nichts mehr zu kümmern braucht und wie ein Gemüse vor sich hindümpeln kann. Emil Meins
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Warum die Unterstützung der Konterrevolution im Mainstream dürftig bleibt, ist klar. Selbst eine blutrünstige Diktatur ist für diesen besser, als der Kapitalismus. Oder es gibt Geldgeber, wie damals, als die kommunistische Partei Chinas kritisiert wurde, den Forderungen von Maßnahmenkritikern eines absurden Virenwahns nachgegeben zu haben.
Die MSM haben fertig, keine Überzeugungen und Meinungen mehr, sondern nur ihren geldwerten Vorteil im Sinn. Ist ja auch Kapitalismus, aber natürlich ein guter. Istwan
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Linkssektiererische, pseudolinke, bornierte und leistungslos wohlversorgte Kleinbürger waren und sind genau das: Kleinbürger. Gegenüber üblen Lebensverhältnissen in islamisch beherrschten Staaten sind sie fühllos und gleichgültig. Als selbsterklärte Weltretter bedeuten ihnen die Opfer anderer nichts. Elias
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Eine sympathischere Erklärung: „Pahlavi bezeichnet die mittelpersische Sprache und Schrifttradition der sassanidischen Zeit. Wenn heute “Pahlavi„ gerufen wird, schwingt bei vielen daher nicht nur “eine Person„ mit, sondern eine Idee: ein Iran, der sich nicht über Scharia und religiöse Vormundschaft definiert, sondern über Staatlichkeit, Recht und nationale Würde aus der eigenen Geschichte heraus.“
https://www.achgut.com/artikel/warum_wir_beim_thema_iran_staendig_die_falschen_fragen_stellen ). Ma Mütze
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Es geht NIE um die Menschen, sondern immer nur um die Interessen (= Macht) der tonangebenden Eliten. Die Linken (Linksgrünen) sind im Geiste mit all den Kräften verbunden, die sich gegen Freiheit und Demokratie richten, denn sie sind als Kollektivisten selbst nur ordinäre Freiheits- und Menschenfeinde. Die von ihnen definierten Menschenrechte interessieren sie selbst genau so lange, wie sie ihrer kollektivistischen Agenda nutzen. Im Übrigen sind ihnen die Menschen entweder völlig egal, oder sogar ihre zu bekämpfenden Gegner, wie nicht nur die Corona-Diktatur gezeigt hat, sondern auch die Opfer des Mullah-Regimes im Iran oder der Umgang mit der einzigen echten Oppositionspartei in Deutschland zeigen. Sympathiekundgebungen gibt es deshalb immer nur für Gesinnungsgenossen. S. Buch
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Hoffnung? Die gleiche „Hoffnung“ aus dem „Arabischen Frühling“, dass nach dem Sturz von Gaddafi und Hussein der Fluss von Milch und Honig in der Region einsetzt? Die Art von „Hoffnung“, dass Syrien sich auf dem Weg in einen demokratischen Rechtsstaat befinde? Und die zeitweise „Hoffnung“, dass sich das afghanische Volk tapfer gegen die Machtübernahme der Islamisten wehren würde? Die Linken werden sich zurückhalten, glauben sie doch immer noch, mit den Islamisten einen Verbündeten auf dem Weg zum gewaltsamen Gesellschaftsumsturz zu haben – bis die Linken bemerken werden, dass dieser Umsturz gänzlich anders ausfallen wird als sie sich vorstellen können. Und sie die ersten sein werden, welche anschliessend eliminiert werden. Rolf Mainz
Ende Kommentare
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(2) Der 7. Oktober war der größte Fehler des Iran
Das iranische Mullah-Regime glaubte, am 7. Oktober 2023 das Todesurteil für Israel unterzeichnet zu haben – tatsächlich könnte es damit sein eigenes Schicksal besiegelt haben.
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Die privilegierten Kufiya-Klassen des Westens sehnen sich nach weiteren Angriffen auf den jüdischen Staat, während die iranischen Rebellen „Genug!“ sagen. Unsere eigene Islamo-Linke will instinktiv, dass das iranische Regime überlebt – in dem katastrophal törichten Glauben, es stelle ein Gegengewicht zum Westen, zum Kapitalismus und zu Israel dar. Die iranischen Demonstranten hingegen wollen es sterben sehen, da sie zutreffenderweise überzeugt sind, dass es ein Gegengewicht zu ihrer eigenen Freiheit und zur Vernunft selbst darstellt.
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Und Millionen sagen: „Nie wieder Islamismus, nie wieder Theokratie, nie wieder Krieg in Gaza und im Libanon“. Sie wollen, dass der Iran das islamofaschistische Experiment hinter sich lässt und wieder seinen Platz unter den großen Zivilisationen einnimmt. Das wollen alle guten Menschen.
… Alles vom 15.1.2026 von Brendan O’Neill bitte lesen auf
https://www.achgut.com/artikel/der_7_oktober_war_der_groesste_fehler_des_iran