„Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“ – diese historische Meldung verbreitet die Vatican-Nachrichtenagentur Fides am 16.10.2026 (1): Erstmals in der Geschichte hat Afrika mit 288,3 Millionen Katholiken den europäischen Kontinent mit nur 287,2 Millionen überholt.
„Ihr habt uns einst den christlichen Glauben gebracht. Nun wird es bald an der Zeit sein, dass wir ihn euch zurückbringen“ – so zitiert David Berger einen afrikanischen Kirchenvertreter (2). Der Grund: Afrikas Kardinäle halten eher an den traditionellen katholischen Glaubensüberzeugungen fest, während die katholische Kirche in Westeuropa den vielen eher nihilistischen Modeströmungen wie links-woke, gender, equal, trans usw. nacheifert.
Afrika wird von Christenverfolgungen seitens des Islam geplagt – unter anderem in Nigeria und im Sudan. Gleichwohl vermitteln die Oberhirten einen selbstbewussten afrikanischen Katholizismus – geprägt vor allem durch Kardinal Robert Sarah aus Guinea, der vor der Wahl von Papst Leo IV als „papabile“ galt – also als möglicher Nachfolger des verstorbenen Papst Franziskus.
Während sich deutsche Bischöfe als Claqueure der rot-grünen Migrationspolitik und als Ratgeber zur Nichtwahl der größten Oppositionspartei AfD zu profilieren suchen, haben afrikanische Bischöfe eher das christliche Große und Ganze dieser Welt im Auge. So wendet sich Kardinal Sarah entschieden gegen eine die Menschenwürde verletzende Massenmigration: „Gott wollte keine Migration“, denn schließlich ist Migration eine „neue Form der Sklaverei“ .
Sarah lehnt Migration
– zwecks Import billiger Arbeitskräfte (Mercedes-CEOs, Willkommenskultur 9/2015),
– als Objekt zur Abtragen deutscher Schuld,
– zur Beschäftigung der einheimischen Migrationsindustrie und
– zur Ausgleichen der demografischen Überalterungsstruktur in Old-Europe
strikt ab.
Die Wahrscheinlichkeit, daß ein durchschnittlicher in Afrika aufgewachsener und sozialisierter Jugendlicher in Europa scheitert, vereinsamt und unglücklich wird, schätzt Kardinal Sarah als zu groß ein. Auch die Entwicklungshilfe der Europäer in ihrer derzeitigen Form beurteilt Kardinal Sarah kritisch.
17.10.2026
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Ende von Beitrag „Katholiken: Afrika vor Europa“
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Beginn von Anlagen (1) – (2)
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(1) Mehr Katholiken in Afrika als in Europa
Die Statistiken der katholischen Kirche 2026
– Die Zahl der Katholiken weltweit steigt, und auch die Zahl der Priester nimmt wieder zu, wenn auch nur leicht. Dagegen setzt sich der Rückgang bei den Ordensschwestern und den höheren Seminaristen fort, während der Beitrag der Laienmissionare und Katecheten zunimmt.
Dies sind einige der Daten, die aus dem Dossier über die Statistiken der katholischen Kirche hervorgehen, das der Fidesdienst anlässlich des 100. Weltmissionssonntags erstellt hat, der am Sonntag, dem 18. Oktober 2026, unter dem Motto „Eins in Christus, vereint in der Mission“ begangen wird.
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Amerika bleibt der Kontinent mit der größten Zahl an Katholiken: 678.869.000, was 64 % seiner Bevölkerung entspricht. In Afrika gibt es 288.312.000 Getaufte, eine Zahl, die über der von Europa liegt, wo 287.240.000 gezählt werden. Es folgen Asien mit 156.166.000 Katholiken und Ozeanien mit 11.557.000. Der Anteil der Katholiken an der Bevölkerung der einzelnen Kontinente beträgt 19,9 % in Afrika, 39,7 % in Europa, 3,3 % in Asien und 25,9 % in Ozeanien.
… Alles vom 16.10.2026 bitte lesen auf
https://www.fides.org/de/news/78290-Die_Statistiken_der_katholischen_Kirche_2026
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(2) Katholizismus: Afrika überholt Europa – und bewahrt den Glauben, den der Westen preisgibt
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Doch entscheidender als die Zahlen ist die Frage, welcher Katholizismus hier wächst. Während in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern Bischöfe über die Segnung homosexueller Verbindungen, die Frauenordination, eine Anpassung der kirchlichen Sexualmoral diskutieren und sich in einen bizarren Kampf gegen jene begeben, die das christliche Abendland vor der Islamisierung bewahren wollen, halten zahlreiche afrikanische Oberhirten entschieden an jenen Glaubensüberzeugungen fest, die in Europa zunehmend als überholt gelten.
Besonders deutlich wurde dieser Gegensatz im Streit um die vatikanische Erklärung Fiducia supplicans. Während sie in weiten Teilen Westeuropas begrüßt wurde, lehnten die afrikanischen Bischofskonferenzen die darin vorgesehenen Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare für ihre Ortskirchen konsequent ab. Unter der Führung des kongolesischen Kardinals Fridolin Ambongo machten sie deutlich, dass sie trotz ihrer Treue zum Papst nicht bereit waren, eine Praxis zu übernehmen, die nach ihrer Überzeugung Verwirrung über die katholische Ehelehre stiften würde. Ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass sich die Weltkirche keineswegs nach den theologischen Vorstellungen deutscher Synodalreformer richten muss.
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Die demografische Zeitenwende könnte deshalb auch zu einer theologischen werden. Je stärker das Gewicht Afrikas innerhalb der Weltkirche wächst, desto schwieriger dürfte es werden, die Vorstellungen westeuropäischer Reformkatholiken als selbstverständliche Zukunft der gesamten Kirche auszugeben. Die geistliche Vitalität Afrikas stellt zugleich die Frage, ob die Krise des europäischen Katholizismus tatsächlich durch immer neue Anpassungen an den Zeitgeist überwunden werden kann. Ein afrikanischer Kirchenvertreter soll den Europäern einmal sinngemäß gesagt haben: „Ihr habt uns einst den christlichen Glauben gebracht. Nun wird es bald an der Zeit sein, dass wir ihn euch zurückbringen.“ Dieser Satz bringt er die gegenwärtige Lage der Weltkirche auf den Punkt. Europa, das einst Missionare in alle Welt entsandte, ist inzwischen selbst zum Missionsgebiet geworden. Und ausgerechnet Afrika könnte dem alten Kontinent jenen katholischen Glauben zurückbringen, den große Teile seines eigenen Kirchenapparates dem Zeitgeist zu opfern bereit sind.
… Alles vom 17.10.2026 von David Berger bitte lesen auf
https://philosophia-perennis.com/2026/10/17/katholizismus-afrika-ueberholt-europa-und-bewahrt-den-glauben-den-der-westen-preisgibt/