Strassenpflaster

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Strassenpflaster auf Gehwegen in Freiburg’s Innenstadt am 5.9.2008

 

 

 

              
(1) Strassenpflaster Rathausplatz             (2) Freiburger Wappen 24.8.2013

(3) Regen 24.8.2013 am Rathaus
               
(4) … es regnet am 24.8.2013                       (5) Tauben Münsterplatz 30.8.2013

(6) Löwe Herrenstrasse 30.8.2013
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(7) Münsterplatz 26.6.2015

Freiburgs geschichtsträchtige Wege: „Das Pflaster ist Teil des Gedächtnisses der Stadt“
Freiburgs gepflasterte Wege und Plätze sehen nicht nur schön aus – sie verraten auch viel über die Historie der Stadt. Bei Führungen des Uniseums erläutert Wilhelm Gros die Hintergründe.

Wilhelm Gros (36) führt eine Besuchergruppe durch die Freiburger Pflasterwelt. Dabei beginnt er nicht mit der zehn Jahre zurückliegenden Anekdote, sondern 6000 Jahre früher: Die ersten bekannten Pflasterungen wurden im heutigen Irak (damals: Mesopotamien) gefunden und etwa auf 4000 vor Christus datiert. Mitte des 19. Jahrhunderts bringt der Pflästerer und Unternehmer Alois Krems die Kunst der Mosaikpflasterung nach Freiburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind 38 Kilometer der Freiburger Straßen zerstört. Die Stadt steht nun vor der Wahl – und entscheidet sich: gegen Beton, für Naturstein. Um 1970 entsteht die Fußgängerzone. Wilhelm Gros erzählt von den sechs vorherrschenden Steinsorten in Freiburg: Rheinkiesel, Sandstein, Porphyr, Marmor, Granit und Basalt.
Treffpunkt der Uniseum-Führung ist das Schwabentor. Wilhelm Gros verweist auf den weißen Backenzahn im Pflaster vor dem Schwabentor. Hier arbeitete einst der Arzt Siegfried Büche, auch bekannt unter dem Spitznamen „Doc Hock“, den er einst als Gründer des Oberlindenhocks erhalten hat. Büche setzte sich seinerzeit für die Wiederverwendung der Pflastersteine ein. Gros zeigt dabei ein wichtiges Detail: „Wenn man sich den Zahn vor dem Schwabentor genauer ansieht, so erkennt man einen schwarzen Stein am oberen Rand. Dieser soll Karies darstellen.“

Wilhelm Gros ist im Westerwald aufgewachsen. Nach dem Abitur studiert er Psychologie. Aktuell promoviert er. Kurz nach Studiumsbeginn wird er beim Lernen immer wieder durch Straßenlärm gestört. Er will wissen, warum da geklopft wird, und entdeckt ein neues Mosaik. Genauer: eine auf einem Buch sitzende Eule vor der Uni-Bibliothek. Aus Interesse gesellt er sich zu den Steinsetzern und stellt Fragen. Die Arbeit erweckt sein Interesse und nach und nach begeistert er sich für Freiburgs Pflasterwelt. Kurz darauf übernimmt er für das Uniseum Pflasterführungen. Inzwischen sind es etwa zehn Führungen im Monat.
Mit der heutigen Gruppe geht es weiter durch die Augustinergasse. Nirgendwo in Freiburg lassen sich die Mosaike der Berufswappen besser erkennen. Scheren vor Friseuren, Brezeln vor Bäckern. Die Augustinergasse ist voll von diesen Symbolen. „Das Pflaster ist Teil des Gedächtnisses der Stadt“, erklärt Gros. Er erzählt auch Details, über die viele gar nicht nachdenken. So muss beim Bepflastern der Fußgängerzone auf einiges geachtet werden. Das Pflaster muss für Rollstuhlfahrer befahrbar sein, aber zugleich für Menschen mit Seheinschränkung auch betastbar. Letztere sind zu unterteilen in nicht-sehend und Kontraste sehend. Also muss auch auf Farbkontraste und Muster geachtet werden, um alle sicher durch die Innenstadt zu leiten.

Die Pflasterführungen befinden sich aktuell noch im Aufbau. Wilhelm Gros bietet sie zu Semesterbeginn über das Studium Generale und zu Semesterende über das Uniseum an, Infos sind dann über die jeweiligen Homepages abrufbar. Die Route führt immer vom Schwabentor zum KG III und dauert 120 Minuten.
… Alles vom 3.8.2026 von Milan Klein bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/freiburgs-geschichtstraechtige-wege-das-pflaster-ist-teil-des-gedaechtnisses-der-stadt

Die Freiburger Pflastermosaiken und die Universität
14.10.2025
https://uni-freiburg.de/die-freiburger-pflastermosaiken-und-die-universitaet/

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Immer betreten, nimmer besehen. Die Freiburger Pflastermosaiken und die Universität.
Das einmalige Kaleidoskop der Freiburger Pflastermosaike hat neben Zünftigem, Politischem oder einfach nur Hübschem natürlich auch einige akademische Spuren zu bieten.
Die Tour führt nach den schönsten gepflasterten Plätzen der Stadt über die Partnerstadt-Meisterwerke vor den Rathäusern schließlich zu den Mosaiken mit Universitätsbezug um die Kollegiengebäude. Dabei gilt es Handwerkliches zu begreifen, Schönes zu bestaunen und über Mysteriöses zu rätseln.
Treffpunkt: Vor der Zinnfiguren-Klause am Schwabentor
24.7.2026, 16-18 Uhr, Treff: Schwabentor Zinnfiguren-Klause
Eine Anmeldung ist erforderlich. Bitte melden Sie sich per E-Mail unter info@uniseum.de oder telefonisch: 0761 / 203-3835 an.
Die Teilnahme ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten.
24.7.2026, https://uni-freiburg.de/veranstaltungskalender/2026-07-24-immer-betreten-nimmer-besehen-die-freiburger-pflastermosaiken-und-die-universitaet/

Wilhelm Gros, 0761/203 9185,
wilhelm.gros@psychologie.uni-freiburg.de

 

Steine aus Vietnam: Es hätte sich gelohnt, genauer nachzuforschen
Für den neuen Rotteckring in Freiburg sind 1000 Tonnen Basalt aus Vietnam rangeschippert worden. Basalt aus Vietnam. 1000 Tonnen in Containerschiffen übers Meer geschippert aus Steinbrüchen, die nach Angaben des katholischen Hilfswerks Misereor nicht auf Kinderarbeit oder sonstige Arbeitsbedingungen überprüft werden können, weil sie in militärischen Sperrgebieten liegen. ….
https://www.badische-zeitung.de/freiburg/muenstereck-kein-stein-der-weisen–115682785.html

https://www.badische-zeitung.de/freiburg/freiburger-rotteckring-streit-um-pflastersteine-aus-vietnam–115680238.html

„Was sie fürs Verlegen bekommt und wie teuer die Steine aus Vietnam sind, falle unter die gesetzliche Geheimhaltungspflicht,“ Das ist ja sehr bequem für den Rathaus-Filz. Aber wer bei einem Baustoff das Wort „alternativlos“ benutzt, zeigt deutlich, dass er/sie keine Ahnung hat, wovon er/sie spricht.
30.12.2015, Patrick Winter
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Der Beitrag ist gut und wichtig (danke Herr Mauch), schade nur der späte Zeitpunkt, an dem die Wurst schon längst gegessen und das unselige Steinzeug bereits um die Erde geschippert wurde. Ein früher Hinweis (Oktober 2013) auf das Problem steht hier:
https://www.prokulturhauptstadt-freiburg.de/wp-content/uploads/2013/09/Oktober.pdf
30.12.2015, Martin Flashar

 

 

3000 qm Pflastersteine aus Vietnam für Platz der Alten Synagoge

Neue Freiburger Pflastersteine kommen aus Vietnam
Freiburgs neuer Vorzeigeplatz im Universitätsviertel wird mit einem Material gepflastert, das aus Fernost kommt: mit Basalt aus Vietnam. Ist das denn notwendig? Ja, sagen Fachleute. …. Alles vom 22.8.2013 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/neue-freiburger-pflastersteine-kommen-aus-vietnam
Bislang griff man in der Freiburger Architektur ausschließlich auf regionale Rohstoffe
Für den Platz der Alten Synagoge wurde echter vietnamesischer Basalt bestellt. Die Nachricht schlug in der Green City ein wie Napalm. Denn bislang griff man in der Freiburger Architektur ausschließlich auf regionale Rohstoffe zurück. Unsere Vorväter haben das Straßenpflaster für die Kajo noch eigenhändig aus dem Schlossberg geklopft; und das Altargold im Münster schürften sie aus der Dreisam. Indes versichert die Stadt, das Gestein aus Vietnam sei moralisch völlig unbedenklich. Die Containerschiffe würden nämlich mit reinem Biodiesel betrieben. Außerdem seien in den Basalt-Manufakturen garantiert keine Kinder am Werk … Alles vom 24.8.2013 bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/freiburg/salto-rueckwaerts-altargold-aus-der-dreisam–74656674.html

Green City- made in Vietnam
Die Steinwüste „Platz der Synagoge“ hat nicht nur im Planungsstadium die Gemüter erhitzt, sondern wird darüber hinaus auch „nachhaltig“ das Stadtklima beeinflussen. Interessant ist hierbei nur, wie sonst „eiserne“ Prinzipien plötzlich über Bord geworfen werden. Nicht mehr Regio, kurze Transportwege, Klimabilanz usw., sondern nur der Hinweis „es ist einfach notwendig“ reicht, um in Vietnam einzukaufen. Die Preisbildung dürfte bei diesem Alleinstellungsmerkmal auch schnell gefunden sein. Um die Produktion der Steine zu überwachen, würde es ja reichen, wenn sich eine Delegation aus Freiburg nach Vietnam aufmachen würde. Vielleicht kann noch ergänzend ein teures Gutachten in Auftrag gegeben oder ein Arbeitskreis initiiert werden; das Ergebnis wird, wie immer in Freiburg, das bereits Entschiedene untermauern. Geld hierfür ist ja da, schließlich wurde erst kürzlich die Gewerbesteuer erhöht. Das müsste dann auch noch für eine kostengünstige Verlegung des Basaltpflasters durch ausländische Subunternehmer reichen. So freuen sich die Freiburger Bürger auf einen Stein, der die Temperaturen schön und nachhaltig speichert und verzichten gerne auf regionale, heimische Steine. Vielleicht gibt es dann später auf dem Platz auch Garküchen, die dann multikulturelles Flair auf schwarzem Basalt verbreiten, während heimischer Granit und regionale Wirtschaft ein Schattendasein führen. Das Geld hierfür stammt ja „nur“ vom Steuerzahler, der sein Bestes gibt, damit Freiburg Green-City ist.
23.8.2013, Martin Braun

Wir sind halt „grün“
Ich verstehe die Aufregung nicht. Es hat doch Sinn (im Sinne des Gemeinderats) Millionen Steuergelder des ohnehin gebeutelten Stadtsäckels zu verprassen um „einen optisch guten Anschluss zur dunklen kleinformatigen Pflasterung an der Theaterauffahrt herzustellen“. Es wäre ja eine sinnvolle Entscheidung gewesen, eben diese anzugleichen und „heimische“ Steine zu verwenden. Das würde natürlich bedeuten dass die Steuergelder im Land bleiben und Arbeitsplätze wenigstens kurzfristig gesichert wären, abgesehen von dem eingesparten CO²-Emissionen. Aber so hat doch wenigstens der Importeur etwas davon, gell? Naja, wir hätten auch richtig was zu lachen, wenn es denn nicht so traurig wäre. Wir sind halt „grün“, da muss man auf solch banale Dinge nicht achten.
22.8.2013, Ingo Hiller

Badische Pflastersteine nach Frankreich – vietnamesische Steine nach Freiburg
Badische Pflastersteine werden nach Frankreich exportiert (https://www.badische-zeitung.de/hartheim/badische-pflastersteine-verschoenern-den-place-de-la-r-publique–74476229.html), und Freiburg kauft Steine, die um die halbe Welt transportiert werden. Soviel also zum grünen Herzen der Stadtoberen.
22.8.2013, Patrick Winter

Wasserrohre unter dem Pflaster verlegen
Wenn man gleichzeitig Wasserrohre unter dem Pflaster verlegt, kann die Uni ihren Warmwasserbedarf decken.
22.8.2013, Waltraut Meger

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