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- Amazon-Neubau: Erneut muss die „Green City“ ihre hochgesteckten Ziele opfern (22.9.2026)
- Amazon baut neues Verteilzentrum im Freiburger Industriegebiet Nord (15.9.2026)
- Kommentar: Die Ansiedlung von Amazon im Freiburger Industriegebiet Nord ist eine Gratwanderung (15.9.2026)
- Innovationspark Künstliche Intelligenz nach Freiburg? (1.6.2021)
- Die Gesundheitswirtschaft wird immer wichtiger für Freiburg (27.5.2021)
- Güterbahnhof Nord – neues Quartier für Gewerbe und Wohnen
- Medizintechnik
Amazon-Neubau: Erneut muss die „Green City“ ihre hochgesteckten Ziele opfern
Freiburg hat mit der Ansiedlung eines Verteilzentrums von Amazon eine „nachhaltige innerstädtische Lösung“ für die von Cerdia hinterlassene Industriebrache gefunden, so die von Sparkasse und städtischer Wirtschaftsförderung getragene FWI. Erneut muss die „Green City“ ihre hochgesteckten Ziele opfern.
Anstelle von „Hightech-Betrieben mit hochqualifizierten Jobs“ wurde nicht etwa „produzierendem Gewerbe aus den Bereichen Lifesciences, Biotech und Medtech“, sondern einem beim Kauf der Fläche 2023 ausgeschlossenen Logistikzentrum für Beschäftigte im Niedriglohnbereich der rote Teppich ausgerollt und die Presse darüber belogen. Darüber empört äußert Uwe Mauch im Kommentar vorsichtig Zweifel, ob eine Kommune dem Onlinehandel mit der Vergabe eines Filetgrundstücks und der Verdoppelung der Beschäftigtenzahlen Vorschub leisten sollte. Die Mitglieder des Gemeinderats im Aufsichtsrat der FWI aus den Fraktionen der Grünen, der SPD/Junges Freiburg und „Eine Stadt für alle“ hatten keine Bedenken und haben unter dem Siegel der Verschwiegenheit dem Deal zugestimmt.
Damit hat nicht nur die FWTM die Badische Zeitung belogen – eine Stadt belügt sich selbst. Sie macht sich mit größtem Aufwand und unzähligen Gendersternchen Gedanken über die Belebung der Innenstadt („Strategiekonzept Freiburger Innenstadt“, 2025) – und bittet den Totengräber des stationären Handels in die Beletage. Sie verpflichtet sich im „Nachhaltigkeitsportal“ auf gerechten Welthandel und „Fairtrade-Kaffee“ – und begünstigt ein Geschäftsmodell, dessen Lieferketten auf globaler Ungleichheit basieren und immer wieder wegen Kinderarbeit und Lohndumpings in die Schlagzeilen geraten. Sie schreibt sich in den Leitlinien der „Green City Freiburg“ soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen – und öffnet dem weltweit umsatzstärksten Unternehmen die Tore, das seit 2022 der Missbrauchsaufsicht des Bundeskartellamts unterliegt und wegen ausbeuterischen Umgangs mit der Belegschaft von gewerkschaftlicher Seite heftig kritisiert wird.
Zu Amazon müsste die „Green City“ schon allein aufgrund der Retourenvernichtung, der Zerstörung der Urwälder Nordeuropas für die Einwegkartons oder des CO2-Ausstoßes seiner globalen Logistik, wegen schamloser Steuervermeidung, des Umgangs mit Kundendaten oder des Missbrauchs seiner Marktmacht Abstand wahren. Stattdessen können sich die Freiburger dank der „Green City“ nun noch leichter ins Konsumglück klicken.
22.9.2026, Thomas Wetzstein, Freiburg
https://www.badische-zeitung.de/erneut-muss-die-green-city-ihre-hochgesteckten-ziele-opfern
Amazon baut neues Verteilzentrum im Freiburger Industriegebiet Nord
Die Ansiedlung lief bis zuletzt als geheime Kommandosache: Amazon wechselt von Hochdorf ins Industriegebiet Nord. Ausgerechnet dorthin, wo Logistikunternehmen ausgeschlossen werden sollten.
… Alles vom 15.9.2026 von Uwe Mauch bitte lese auf
https://www.badische-zeitung.de/amazon-baut-neues-verteilzentrum-im-freiburger-industriegebiet-nord
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26.5.2026
https://www.badische-zeitung.de/in-freiburg-entsteht-ein-industriegebiet-der-etwas-anderen-art-es-will-gruen-statt-grau-sein
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Kommentar: Die Ansiedlung von Amazon im Freiburger Industriegebiet Nord ist eine Gratwanderung
Die Ansiedlung von Amazon widerspricht den Zielen fürs nachhaltige Gewerbegebiet „Areal Nord“. Eigentlich. Doch es gibt auch gute Gründe dafür. Anders als für die Falschauskunft der Stadt in dieser Causa.
Amazon rückt mit seinem neuen Verteilzentrum näher an die Stadt: von Hochdorf ins Industriegebiet Nord. Nun kann man geteilter Meinung sein, ob ein Onlinehändler richtig platziert ist auf Flächen, die von Cerdia gekauft wurden, „um produzierendes Gewerbe aus den Bereichen Lifesciences, Biotech und Medtech anzusiedeln“, wie es in einer Pressemitteilung vor zweieinhalb Jahren hieß. Ziel war es, hochqualifizierte Jobs zu ermöglichen. Das ist bislang vorbildlich gelungen. Diesen Anspruch kann Amazon – natürlich – nicht erfüllen. Immerhin soll das Verteilzentrum spektakulär anders und innovativ werden. Und ist es nicht besser, stadtnah und flächensparend zu bauen, statt grüne Wiese zu versiegeln? Lieber aktiv die Pläne Richtung umweltverträglicher Logistik mit beeinflussen statt den Kopf in den Sand stecken. Die Entwicklung des Onlinehandels ist ja ohnehin nicht umzukehren. Aber muss eine Kommune dem auch noch Vorschub leisten? Mit einem Filetgrundstück für die Ansiedlung eines dieser US-Techgiganten mit großer Marktmacht?
Der neue Amazon-Standort lässt sich also sehr unterschiedlich bewerten. Keine zwei Meinungen kann es allerdings geben, dass es ein Unding ist, wenn die Stadt wissentlich Medien in die Irre führt. So geschehen nach einer BZ-Anfrage im April. Während der Deal mit Investor und Amazon so gut wie unter Dach und Fach war, ließ die Pressestelle der städtischen Wirtschaftsförderung FWTM verlauten, an einer wie auch immer gearteten Beteiligung von Amazon sei nichts dran. Der presserechtliche Anspruch auf Auskunft gilt auch für städtische Gesellschaften wie der FWTM. Will sie Grundstücksverhandlungen nicht gefährden, kann sie die Auskunft verweigern, aber nicht die Unwahrheit sagen. Was staatliche Stellen jetzt am wenigsten gebrauchen können, ist wachsendes Misstrauen.
…. Alles vom 15.9.2026 von Uwe Much bitte lesen auf
https://www.badische-zeitung.de/die-ansiedlung-von-amazon-im-freiburger-industriegebiet-nord-ist-eine-gratwanderung
Güterbahnhof Nord – neues Quartier für Gewerbe und Wohnen

(1) Güterbahnhof Nord 9/2014
Blick nach Norden auf das Gelände des früheren Güterbahnhofs Freiburg-Nord, das zu einem Gewerbe- und Wohnquartier werden soll.
Güterbahnhof Nord – neues Quartier für Gewerbe und Wohnen
Der Bebauungsplan für das 39 Hektar große Gelände zwischen Güterbahnlinie im Westen, Isfahanallee und Waldkircher Strasse wurde Anfang Februar 2015 genehmigt.
