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- Langsam ausradiert durch Shadowbanning (27.6.2026)
Langsam ausradiert durch Shadowbanning
Die Gegner einer freien Presse haben neue, wirkungsvollere Werkzeuge der Schikane in der Hand: Shadowbanning — ein Verfahren, das die Sichtbarkeit eines Mediums systematisch herabsetzt und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer die Inhalte zur Kenntnis nehmen, deutlich reduziert. Was gar nicht wahrgenommen wird, muss man nicht einmal mehr bekämpfen. Über Shadowbanning, den Digital Services Act und Vergleichbares hatten wir vielfach schon in allgemeiner Form berichtet. Nun kann man dieses Ausradieren aus dem Internet in Echtzeit beobachten — und leider betrifft es ganz konkret auch uns selbst. Auf YouTube vollzog sich dieser Prozess für Manova langsam und wird erst im Rückblick in seiner ganzen Tragweite sichtbar. Vergleicht man den Zeitraum von Januar bis Juni 2026 mit dem gleichen Zeitraum 2024, so ergibt sich folgendes Bild: 28,5 Prozent weniger Aufrufe, 38,6 Prozent weniger Wiedergabezeit, 65,2 Prozent weniger Abonnentenzuwachs.
Auf Spotify ging die Anzahl der Wiedergaben unserer Interview- und Talkvideos in den letzten 90 Tagen um 33 Prozent zurück. Auf TikTok wurden bereits vier Reels (kurze, hochformatige Videos) gelöscht. Eines davon hatte knapp 30.000 Klicks erreicht. Das Thema: Das Konto der Mutter von Hüseyin Doğru war eingefroren worden — ein schlimmer Fall nicht nur von Verfolgung eines kritischen Journalisten, sondern überdies von „Sippenhaft“. Vielleicht war speziell dieses Thema „zu viel“ für TikTok gewesen. Zum Vergleich muss man sagen: Im Durchschnitt wurden unsere Reels nur 100-mal angeklickt.
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Die Verwundbarkeit unabhängiger Medienportale
Die NachDenkSeiten traf es hammerhart. Eine Firma, die das freie politische Portal mit der Verwaltung seiner Spenden und Fördermitgliedschaften betraut hatte, kündigte völlig überraschend die Zusammenarbeit auf. Der Grund: Der „Wertekanon“ des Unternehmens verlange dies.
Wir dürfen uns da nichts vormachen: Es bedeutet, dass sich der Dienstleister zu fein ist für die NachdenkSeiten und zu feige, um Klartext zu reden. Er lässt sich ohne erkennbare Skrupel für eine Kampagne einspannen, die die Absicht verfolgt, die Opposition zu schikanieren, sie handlungsunfähig zu machen und letztlich zum Aufgeben zu zwingen. Hätten die NachDenkSeiten Kriegsbereitschaft, Hetze gegen Russland und Staatsbegeisterung signalisiert, hätte es vermutlich keine Probleme mit dem „Wertekanon“ gegeben.
…. Alles vom 27.6.2026 bitt lsn auf
https://www.manova.news/artikel/langsam-ausradiert
