Bürger wählen Industrieabbau

Das Wahlergebnis in Baden-Württemberg ist immer noch unverständlich: Die beiden Parteien Bündnis90/Grüne und CDU haben den Niedergang im ehemaligen Musterländle  zu verantworten und werden trotzdem mit je einem Drittel der Stimmen wiedergewählt.
Und es geht weiter abwärts: Rezession auf Dauer, Deindustrialisierung, Gewinneinbruch 90 % bei Porsche, Autostadt Stuttgart vor der Pleite, Entlassungen, Mittelstands-Insolvenzen, Wettbewerbsunfähigkeit, Investitionsstau.

Aufwärts geht es nur mit Subventionen, Schulden, Jobverlust und Ruf nach Vater Staat.
Das freie und kreative Unternehmertum in Mittelstand und Großindustrie kommt nicht mehr zur Entfaltung und wird ersetzt durch eine zentralistische vom Staat kontrollierte Kommandowirtschaft. Planwirtschaft (ab nun) statt Marktwirtschaft (seit 1949). Das führt zu Wohlstandsverlust und Sozialabbau und läßt sich überall bestaunen.

„Es ist interessant zu beobachten, wie sich im Laufe der Zeit konservativer Erwerbsfleiß als markante regionale Tugend in einen grün-sozialistischen militanten Moralismus übersetzen konnten.“ (1)
Und die Wähler begeben sich gleichzeitig in Eskapismus, Lethargie, Teilzeitarbeit, Pessimismus, „ich kann doch nichts dagegen tun“, Frühverrentung, Arbeit nach Vorschrift,
Gesucht sind Angestelltenverhältnisse beim Staat und seinen NGOs.

Prof. Clemens Fuest, Chef des ifo-Instituts in München und inzwischen genauso anerkannt wie sein Vorgänger Prof Werner Sinn, sagt es klip und klar: „Energieintensive Industrie hat keine Zukunft bei uns“ (2). Also Abschied nehmen von den Sektoren Chemie, Stahl, Maschinenbau und Auto. Das preiswerte Nordstream2-Gas fehlt nach der Sprengung der Pipeline durch die Ukraine eben nach wie vor.
14.3.2026
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Ende von Beitrag „Bürger wählen Industrieabbau“
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Beginn von Anlagen (1) – (2)

(1) Ideologisches Gift verschmilzt mit Wählerapathie
Der anhaltende Abstieg der deutschen Wirtschaft scheint für eine Mehrheit der Deutschen nicht länger relevant zu sein. In der späten BRD blühen vor allem ideologischer Eskapismus und – sehr preußisch – der öffentliche Dienst. Doch die Blase des dekadenten Degrowth ist bereits geborsten.
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Auch mit einigem zeitlichen Abstand und aus größerer Distanz betrachtet ergibt das Wahlergebnis in Baden-Württemberg keinen Sinn. Dass ausgerechnet die beiden zu einer Art politischem Zwillingsplaneten verschmolzenen ökosozialistischen Parteien – Bündnis 90/Die Grünen und die CDU – beinahe zwei Drittel der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen konnten, macht angesichts der wirtschaftlichen Lage im Land fassungslos. Es wirft eine grundlegende Frage auf: Können oder wollen die Deutschen den wirtschaftlichen Niedergang nicht mehr mit den politisch Verantwortlichen in einen sinnvollen Zusammenhang bringen?
Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart befindet sich dabei markanterweise im Epizentrum dieses Niedergangs. Die Stadt ist gewissermaßen eine Blaupause für jene Zukunft, die Anhänger der grünen Transformation propagieren.
Dabei ist es einerlei, ob es sich um grüne Ideologen und Hardliner vom Schlage eines Jürgen Trittin handelt, die den kultivierten deutschen Schuldkomplex gezielt für ihre politischen Degrowth-Fantasien nutzen, oder ob es CDU-Politiker der Merkel-Merz-Linie sind, die dem Volk medienwirksam eine Placebo-Reformpolitik vorgaukeln. Beide Strategien verweisen letztlich auf dasselbe Ziel: Die traditionelle deutsche Industrie soll durch eine von der Politik kontrollierte Kommandowirtschaft ersetzt werden.
… Alles vom 14.3.2026 von Thomas Kolbe bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/angekommen-im-degrowth-modus/
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(2) Top-Ökonom Fuest: Warum die wirtschaftliche Lage Deutschlands eigentlich noch schlimmer ist als bislang befürchtet
Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, sieht für energieintensive Industrien in Deutschland kaum noch Zukunft. Fuest sagte dem Portal Pioneer https://www.thepioneer.de/originals/thepioneer-briefing-business-class-edition/briefings/prof-clemens-fuest-wir-sind-kaum-bewegungsfaehig : «Energieintensive Industrie hat keine Zukunft bei uns.» Deutschland habe sich politisch dafür entschieden, ein Land mit knapper und entsprechend teurer Energie zu sein. «Das haben wir politisch alle gemeinsam so gewählt und die Konsequenzen müssen wir jetzt tragen.»
Nach Einschätzung des Ökonomen trifft dies besonders Branchen wie Stahl, Chemie oder andere energieintensive Industriezweige. Die hohen Energiepreise seien eine direkte Folge der energiepolitischen Entscheidungen der vergangenen Jahre. Gleichzeitig sei ein schneller Ausweg nicht in Sicht. Der Bau neuer Kernkraftwerke würde laut Fuest «sehr, sehr teuer» werden und «ewig dauern». Kurzfristig könne dies die Lage nicht verbessern.
Auch konjunkturell sieht der Ifo-Chef wenig Anlass für Optimismus. Die Investitionen des privaten Sektors in Deutschland seien zuletzt weiter gesunken. «Wir haben keinen Aufschwung im privaten Sektor», erklärte Fuest. Das derzeit geringe Wirtschaftswachstum gehe vor allem auf staatliche Ausgaben zurück.
… Alles vom 14.3.2026 bitte lesen auf
https://weltwoche.de/daily/top-oekonom-warum-die-wirtschaftliche-lage-deutschlands-eigentlich-noch-schlimmer-ist-als-bislang-befuerchtet/

 

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