An Donald Trump’s ruppigen Stil auf Truth Social und anderen Plattformen und die Unbestimmtheit seiner Internet-Posts im Sinne von „Alles kann, nichts muß“ hat man sich gewöhnt. Nun aber ist der Präsident ausgerechnet bei seiner Osterbotschaft am 6.4.2026 in einer Art und Weise ausgerastet, die ihm nicht nur – wie gewohnt – bei Links–Woken, sondern auch bei Christen herbe Kritik eingebracht hat.
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Zunächst zu Kritik an Trump von christlicher Seite:
Mit einer Kombination aus militärischen Drohungen (Infrastruktur des Irans: Kraftwerke und Brücken bombardieren) und religiösen Anspielungen unterstreicht Trump sein am Dienstag 7.4.2026 endendes Ultimatum: Da Trump wissen muß, daß „Allah“ auf Arabisch „Gott“ heißt, verhöhnt er mit „Praise to be Allah!“ für „Gepriesen sei Allah“ nicht nur Muslime, sondern auch die im Nahen Osten lebenden Christen. Nach dieser Osterbotschaft ist Donald Trump für viele Christen untragbar geworden.
Der Theologe David Berger stellt die entscheidende Frage: „Setzt sich Trump an die Stelle Gottes oder ahmt er nur den Islamismus nach?“ (1).
Der US-Medienstar Tucker Carlson mahnt, daß man über Religion nie spotten sollte: „No president should mock Islam“. Und sogar der Philosoph Sebastian Ostritsch ist nun nicht mehr „bereit, die persönliche Stillosigkeit und den nicht zu leugnenden Narzissmus Trumps zu tolerieren“ (2)
Die US-Organisation „Catholics for Catholics“ https://www.corc.com, die sich bislang stets für Trump ein gesetzt hat, meint: „Dieser Beitrag unseres Präsidenten ausgerechnet am Ostersonntagmorgen, mit seiner Obszönität, seinem Hass und dem Bezug auf einen falschen Gott namens „Allah“, hat die Herzen von Millionen amerikanischer Christen tief betrübt.“
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Nun zur Kritik der links-woken Westeuropäer:
Diese dominiert die deutschen Medien (Mainstream und ÖRR), und muß deshalb hier nicht nochmals wiederholt werden.
Fritz Goergen weist aber darauf hin, daß der woke Westen in seiner grundsätzlichen Aversion gegen Trump die eigene Sicht auf die Realpolitik so vernebelt hat, daß er gar nicht mehr wahrnehmen kann, „wie weit fortgeschritten die Neuordnung der Welt bereits ist“ (3).
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Nach den kritischen jetzt zu den zustimmenden Stimmen zu Donald Trump:
Kritik an der Geopolitik der USA ist immer nützlich, Zustimmung aber auch. Und letztere wird Deutschland leider medial kaum kommuniziert.
Viel Zustimmung erfährt Trump von Seiten der Realpolitik in Osteuropa, Japan und Südkorea sowie in Nahost mit Ägypten, Saudi-Arabien und Golf-Staaten. Hier hat man die Nase voll vom iranischen Terrorexport über die Hilfstruppen der Hisbollah, Hamas und Huthi. Hier wird argumentiert, Trump habe mit seinem „Praide to be Allah“ nicht die gläubigen Muslime bzw. den Islam als Religion verspotten wollen, sondern den politik-Islam des islamistischen Regimes der Mullahs und Revolutionsgarde IRGC.
Die realpolitischen und notwendigerweise internationalen Analysen sehen in Trump’s Handeln (nicht in seinen verbalen Postings) keinen verrückt, chaotisch und planlos agierenden Präsidenten, sondern strategisches Tun mit dem Ziel, Deals abzuschließen.
Thomas Punzmann zitiert dazu in (4) zwei außereuropäische Analysten: Die in den USA lebende Marokkanerin Zineb Riboua und den britische Ex-General Richard Kemp (Kommandeur in Afghanistan).
– Der Iran ist durch Trump’s Politik geschwächt. Riboua beschreibt sieben strategische Fehler des Iran bzw. der Revolutionsgarden IRGC.
– Etliche Golfstaaten unterstützen die USA gegen die terroristischen Aktivitäten des Iran.
– China und Indien machen bei der Sperrung der Strasse von Hormuz nicht mit, da sie selbst auf Energieimporte angewiesen sind.
– In Ländern, in denen Menschenrechte und Freiheit besonders stark missachtet werden, ist Trump der wohl meistgehasste Politiker – was spricht mehr für Trump als dies?
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Trump hat mit dem Oster-Ultimatum eine 14-tägige Waffenruhe erreicht. Gut so. Ehrlich auch dieser Kommentar in einer süddeutschen Regionalzeitung: „Auch Ihnen fiel wahrscheinlich ein Stein vom Herzen, dass der Krieg im Iran nicht eskaliert“. Es wird nun wieder verhandelt. „Trumps Kurs trifft Teheran härter als Europas Moralrhetorik. Wo Europas Kommentariat schon Apokalypse, Weltkrieg und Wirtschaftskollaps ausrief, erzwingt ausgerechnet Trump neue Verhandlungen mit dem Iran“ (5).
Und wie immer es im Irankrieg weitergehen wird: Nur bitte nicht von den über die Mainstreammedien verbreiteten alten links-woken Erziehungsmustern den Blick in die Realität verdüstern zu lassen. Sondern einfach auch mal mit einem der zahlreichen in Deutschland lebenden Iraner reden – zum Beispiel einem der 20.000 jungen persischen Studenten. Sie berichten Ihnen gerne – wahrscheinlich aufrichtiger, realitätsnaher und authentischer als die hiesigen Zeitungen und TV. Und fragen Sie sich dann, warum wohl die meisten von ihnen Anhänger von Donald Trump sind.
9.4.2026
Dieser Beitrag ist ohne KI geschrieben worden.
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Ende von Beitrag „Trump: Kritik und Zustimmung“
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Beginn von Anlagen (1) – (6)
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(1) Trumps blutige Osterbotschaft: Wenn aus Hoffnung Entsetzen wird
Große Hoffnungen konservativer Christen auf Donald Trump sind nach umstrittenen Drohungen am Ostersonntag einer tiefen Ernüchterung gewichen. Die Verbindung von militärischer Rhetorik und despektierlichen religiösen Anspielungen sowie sein Versuch sich eine Gewalt anzumaßen, die nur Gott zusteht, wirken dabei besonders abstoßend.
Ich muss gestehen: meine Hoffnungen auf Trump warne enorm groß – gerade als Katholik, dem die Rettung des christlichen Abendlandes ein besonderes Anliegen ist. Auch wenn er immer öfter verunsichernde Zeichen setzte, wollte ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass er dem kriegerischen und anderweitig kriminellen Umtrieben des deep state ein Ende setzen wird. Auch nachdem wunderbare Nationen wie Venezuela oder der Iran unbedingt einen Neuanfang verdient haben und der enorme Blutzoll, den die Iraner im Kampf gegen das Islam-Regime geleistet haben, nicht vergeblich sein darf.
Nachdem Trump nun ausgerechnet am Ostersonntag Morgen in einer abstoßenden Weise mit Kriegsverbrechen gedroht hat, ist diese Hoffnung endgültig gestorben. Selbst wenn das, was er angedroht hat, nicht umsetzen wird, bleibt eine Drohung, die auf eine moralisch übelst verkommene Persönlichkeit zu offenbaren scheint.
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Der bekannte US-Kommentator Tucker Carlson hat in einem inzwischen hunderttausendfach in den sozialen Netzwerken geteilten und von vielen Katholiken in den USA ausdrücklich unterstützten Video die Drohungen von Donald Trump am Ostersonntag ausdrücklich auch aus einer religiös-moralischen Perspektive kritisiert.
Zurecht wirft Carlson Trump mit harten Worten vor, durch seine Wortwahl Religion zu missbrauchen. Besonders kritisierte er die Kombination aus Drohungen gegen zivile Ziele und der Formulierung „Praise be to Allah“. Und entgegnet diesem völlig deplatzierten und provokativem Spott mit dem grundsätzlichen Maßstab: „No president should mock Islam. That’s not your job.“ Spott über Religion bedeute auch, den Glauben selbst infrage zu stellen: „No decent person mocks other people’s religions.“ Trump habe vergessen, dass der Mensch – auch er nicht – nicht Gott sei und sich entsprechend nicht über andere Religionen stellen solle. Zudem seien die USA keine Theokratie und religiöse Motive dürften nicht zur Rechtfertigung von Krieg dienen. Sonst ist die freie Welt dort angelangt, wo die dunklen Kräfte des Islamismus stehen.
… Alles vom 7.4.2026 bitte von David Berger lesen auf
https://philosophia-perennis.com/2026/04/07/trumps-blutige-osterbotschaft-wenn-aus-hoffnung-entsetzen-wird/
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(2) Katholiken müssen Trump widersprechen
Der US-Präsident droht am Ostersonntag unverblümt mit Kriegsverbrechen. Mit MAGA hat das nichts mehr zu tun.
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Sicher, es gehörte von Anfang an zum besonderen Charme und auch Erfolgsrezept von Trump, gegen die üblichen Gepflogenheiten der Politikerkaste zu verstoßen. Das war sogar eines der Hauptinstrumente der populistischen Disruption der MAGA-Bewegung. Auch war, anders als Links-Progressive und viele Bürgerliche dies sahen, in der Idee von „America First“ nichts per se Unchristliches. Denn dass Politiker ihr Land lieben und das Wohl ihres Volkes an die erste Stelle ihres Handelns im Amt setzen sollten, bedeutet ja gerade nicht, die Welt beherrschen und über andere bestimmen zu wollen. Gerade die Abkehr vom moralisch getünchten, aber letztlich unmoralischen Neocon-Imperialismus der letzten Jahrzehnte machte Trump für so viele reizvoll, auch für konservative Christen und Katholiken. Dabei waren diese dann auch bereit, die persönliche Stillosigkeit und den nicht zu leugnenden Narzissmus Trumps zu tolerieren. Die – auch vom Autor dieser Zeilen – geäußerte Hoffnung, Trump könnte sich nach dem knapp überlebten Attentat bekehren und am Abbau der eigenen Ego-Fixierung arbeiten, ist leider auf ganzer Linie enttäuscht worden. Das Gegenteil ist eingetreten. Die öffentlich zur Schau gestellte Niedertracht Trumps, die sich etwa schon in seiner Reaktion auf die Ermordung seines berühmten Kritikers Rob Reiner zeigte, hat mit der jüngsten Verlautbarung einen vorläufigen Tiefpunkt erreicht.
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… Alles vom 7.4.2026 von Sebastian Ostritsch bitte lesen auf
https://www.die-tagespost.de/politik/katholiken-muessen-trump-widersprechen-art-273826
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(3) Frieden am Golf durch Trump und Xi möglich – ohne UN, EU und NATO
Trumps rüde Worte richteten sich an das Terror-Regime in Teheran, nicht die westlichen Moral-Kommentierer, die deses Regime in Schutz nehmen, statt es als Terrorzentrale weltweit wie im eigenen Land zu kritisieren. Ihnen ist Khomenei in Teheran lieber als Trump in Washington. Am Ende ist Westeuropa allein zuhaus‘.
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Ob der zweiwöchige Waffenstillstand greift, hängt davon ab, wie zuverlässig das Terror-Regime die Hormus-Straße offen hält. Zu dieser Möglichkeit ist es vor allem aus zwei Gründen gekommen. Erstens ist China das Hemd seines ungestörten Öl-Zuflusses aus dem Golf wichtiger als die Hose IGRC-Iran als Instrument gegen America. Zweitens liegen die Epigonen des Mullah-Regimes in Machtkämpfen, in Teheran untergraben ständige „Jagden nach Abschussrampen“ und Sabotageakte im Untergrund die militärische Moral des IGRC-Regimes, das nicht mehr 90 ballistische Raketen täglich auf Israel feuern kann, sondern zuletzt 10. Die Frage ist nicht mehr, ob das Regime fällt, sondern wie. Die Hoffnungen des woken Westens, Trump loszuwerden https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/europa-setzt-auf-newsom/ , verstellen ihm den Blick dafür, wie weit fortgeschritten die Neuordnung der Welt bereits ist https://x.com/basedamericana/status/2041679857407475909 – und wie sein Wolkenkuckucksheim von der „regelbasierten“ und multipolaren Welt https://x.com/avavidan/status/2041613943089610772 in Trümmer fällt.
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… Alles vom 8.4.2026 von Fritz Goergen bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/frieden-golf-trump-xi
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(4) Zwei Sichtweisen auf den Golfkrieg außerhalb der linken, westlichen Standardbetrachtung
Westlich Mainstream-Medien wollen nichts als Chaos im Handeln von Trump erkennen können. Doch zwei Analysten sehen etwas anderes: strategische Klarheit und ein iranisches Regime, das sich selbst in eine Sackgasse manövriert hat.
Die verbreitete Fixierung auf angebliche strategische Fehler, der USA im Allgemeinen und das angebliche Unvermögen und die Dummheit von Donald Trump im Speziellen, verstellt europäischen Beobachtern den Blick auf eine andere, viel gravierendere Entwicklung auf die weit dramatischere Fehlkalkulationen des iranischen Regimes. Die außereuropäische Analystin, die in den USA lebende Marokkanerin Zineb Riboua und der britische Soldat Richard Kemp, der so lange im Nahen Osten gelebt hatte, dass er ebenfalls eine nichteuropäische Sichtweise auf die Ereignisse hat, haben eine ganz andere Sicht auf den Krieg im Iran. Beide Analysten kommen, unabhängig von einander, zu verblüffenden ähnlichen Folgerungen.
Während Kritiker auf strategische Unklarheit und widersprüchliche Aussagen aus Washington verweisen, zeigen der tatsächliche Kriegsverlauf sowie militärische Erfolge der USA und Israels nach der Meinung von Riboua und Kemp, dass die europäische, meist linke Deutung des Geschehens zu kurz greifen würde. Zineb Riboua sieht, anders als fast alle deutschen und europäischen Beobachter, bedeutende iranische Fehleinschätzungen der Situation vor und während des Krieges.
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Die IRGC wollten einem über vier Jahrzehnte alten strategischen Handbuch asymmetrischer Konflikte folgen. Aber diese Strategie wirkt nicht mehr und der Iran verliert nun gleichzeitig an allen Fronten. Riboua hat sieben strategische Fehler der iranischen Terrorstaates ausgemacht, die alle ihren Ursprung in einer grundlegenden Fehlinterpretation des amerikanischen Verhaltens, der regionalen Politik und der eigener Fähigkeiten haben. Zusammen habe sich das zu einer Situation ohne Ausweg für den Iran verdichtet.
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Keiner der Golfstaaten hat dem militärischen Druck des Iran nachgegeben. Die Amerikanern können ihre Stützpunkte nach wie vor in diesen Ländern als Operationsbasen für den Krieg nutzen. Der Gegensatz in den Reaktionen zu europäischer Staaten, die den USA aus Feigheit die Nutzung von Stützpunkten untersagt und sogar Überflüge verboten haben, könnte nicht größer sein. Die Folgen dieses europäischen Verhaltens auf die NATO werden gravierend sein, auch wenn das den Europäern noch, wie so vieles andere auch, nicht klar zu sein scheint.
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Er stellt dabei vor allem eine bemerkenswerte Einseitigkeit der westlichen Medien fest. Denn bei allen amerikanische Unzulänglichkeiten werden die weit schwereren Fehlkalkulationen des iranischen Terrorregimes, warum auch immer, übersehen. Kemp zufolge bestehe das Grundproblem des iranischen Regimes darin, dass die Führung in Teheran auf einen direkten, hochintensiven Konflikt mit den USA und Israel nicht vorbereitet gewesen sei. In den vergangenen Jahrzehnten habe ihre Strategie vielmehr auf indirekte Kriegsführung durch Stellvertreterorganisationen sowie darauf gesetzt, dass der Westen, wenn überhaupt, nur mit begrenzten militärischen Operationen gegen diese Handlanger, nicht aber massiv gegen das Regime im Iran selbst vorgehen würde. »Die gesamte Verteidigungsstrategie des Iran wurde durch den aktuellen Krieg auf den Kopf gestellt.«
… Alles vom 7.4.2025 von Thomas Punzmann bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/zwei-sichtweisen-golfkrieg/
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(5) Waffenruhe mit Iran: Trumps Kurs trifft Teheran härter als Europas Moralrhetorik
Wo Europas Kommentariat schon Apokalypse, Weltkrieg und Wirtschaftskollaps ausrief, erzwingt ausgerechnet Trump neue Verhandlungen mit dem Iran. Der Mann, den westliche Politiker und Medien verteufeln, hat das Mullah-Regime schwer angeschlagen.
Natürlich ist das Waffenstillstandsabkommen zwischen Iran und seinen Kriegsgegnern USA und Israel kein Durchbruch zum Weltfrieden. Aber bis vor wenigen Stunden noch unkten Kommentatoren und Politiker in der westlichen Welt über die Gefahr eines neuen Weltkriegs, den drohenden Zusammenbruch der Weltwirtschaft, den Willen der USA zu verheerenden Kriegsverbrechen, einem Ende des westlichen NATO-Bündnisses sowieso. Fast ein wenig enttäuscht klingt der Kommentar im „Pioneer“: Anders als „von Trump angekündigt, kam es im Iran nicht zur Apokalypse“. Nun wird also erst mal wieder verhandelt – und schon betonen Korrespondenten und „Experten“ in den öffentlich-rechtlichen Sendern, dass Trump keineswegs einen „totalen und vollständigen Sieg“ errungen habe, wie er in Washington behauptete.
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Zum anderen wissen zumindest belesene und international erfahrene Politiker in Berlin, dass Trump weltweit gefürchtet wird – gerade in den Ländern, in denen Menschenrechte und Freiheit besonders stark missachtet werden. Die Schurken dieser Welt lieben Trump nun wahrlich nicht.
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Die Verteufelung Trumps trübt den Blick auf die Realitäten
Wer aber emotionslos Trumps Präsidentschaft zu analysieren versucht, kann nicht umhin, die vehemente, maßlose Kritik an ihm zu relativieren. Rein gar nichts deutet darauf hin, dass Trump die Demokratie in den USA abschaffen, sich gar verfassungswidrig ein drittes Mal zur Wahl stellen will. Auch hat er bisher alle Urteile von Gerichten akzeptiert, die ihn teilweise deutlich in die Schranken gewiesen haben. … Die Warner und Mahner in Politik und Medien würden sehr viel lieber einen Mann an der Spitze der Supermacht USA wie Barack Obama und Joe Biden sehen – Politiker, die mit feiner Rhetorik, guten Umgangsformen, dem leidenschaftlichen Wunsch nach Diplomatie, Versöhnung und Ausgleich sehr viel mehr dem Bild eines demokratischen, westlichen Führers entsprechen als der ungehobelte Trump. … Aber das waren genau die Politiker, die mehr oder minder achselzuckend zusahen, wie China immer stärker danach streben konnte, zur globalen Supermacht aufzusteigen. US-Demokraten scheinen weder die Ausbreitung des Islam in Europa, die maßlose Migration in viele Länder des Westens noch die zahllosen Aktivitäten islamistischer Kräfte ernst genug genommen zu haben. Auch die Vernachlässigung der militärischen Abwehrbereitschaft der NATO war für demokratische Präsidenten Grund, freundlich zu mahnen, nicht viel mehr.
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Trump scheint die wahren Absichten mancher Ideologen und Gotteskrieger in der Welt sehr viel klarer zu erkennen als harmoniesüchtige, westliche Politiker, die hässliche Realitäten – wie blutrünstige Feinde des freien Westens – lieber verdrängen oder kleinreden.
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Islamisten streben eine „neue Zivilisation“ an
Der US-Republikaner weiß, was schon 2014 Ayatollah Khamenei als Anspruch der islamischen Revolution verkündete: Die Vorherrschaft einer islamisch-klerikalen Elite, zunächst im Nahen Osten und dann global. In dem auf 50 Jahre angelegten Strategiepapier „Islamic-Iranian Blueprint for Progress“ sieht sich Iran als „Vormund und Hüter der muslimischen Welt … und einer neuen Zivilisation“.
In Europa werden die Machtansprüche in der islamischen Welt politisch nicht ernst genommen, der Terrorismus der Islamisten gilt als ein Sicherheitsproblem. Trump sieht das anders. Der Irankrieg dient deshalb nicht nur der Existenzsicherung Israels, sondern auch die der westlichen Welt.
„Lange hat Europa zugesehen, wie in Iran ein mörderisches Regime islamischer Fanatiker ein militärisches Arsenal aufbaute, das nicht nur Israel und die USA mit Vernichtung drohte, sondern auch den Nahen Osten auf Dauer zerrüttete. Die Zeit dieser Lebenslüge ist abgelaufen“, schrieb vor kurzem Chaim Noll in der „Neuen Züricher Zeitung“.
… Alles vom 8.4.2026 von Laszlo Trankovits bitte lesen auf
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/trumps-kurs-trifft-teheran/
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(6) Die Rhetorik der Verwirrung
Wenn der “Artist of the Deal” mit dem Erzfeind (Trump) spricht, dann klingt das in etwa so (zusammengetragen von einem “Reddit-User” https://www.reddit.com/r/worldnews/comments/1sdev28/comment/oei9xj9/ ):
3. März: „Wir haben den Krieg gewonnen.“
4. März: „Wir haben den Iran besiegt.“
5. März: „Wir müssen den Iran angreifen.“
6. März: „Der Krieg ist nahezu vollständig und sehr schön beendet.“
7. März: „Man sagt nie gern zu früh, dass man gewonnen hat. Wir haben gewonnen. In der ersten Stunde war es vorbei.“
8. März: „Wir haben gewonnen, aber noch nicht vollständig.“
9. März: „Wir haben den Krieg gewonnen.“
10. März: „Bitte helft uns.“
11. März: „Wenn ihr uns nicht helft, werde ich mir das ganz sicher merken.“
12. März: „Eigentlich brauchen wir überhaupt keine Hilfe.“
13. März: „Ich habe nur getestet, wer mir zuhört.“
14. März: „Wenn die NATO nicht hilft, wird sie etwas sehr Schlimmes erleben.“
15. März: „Wir brauchen weder noch wollen wir die Hilfe der NATO.“
16. März: „Ich brauche keine Zustimmung des Kongresses, um aus der NATO auszutreten.“
17. März: „Unsere Verbündeten müssen bei der Wiederöffnung der Straße von Hormuz zusammenarbeiten.“
18. März: „Die US-Verbündeten müssen sich zusammenreißen – sie sollen mithelfen, die Straße von Hormuz zu öffnen.“
19. März: „Die NATO ist feige.“
20. März: „Die Straße von Hormuz muss von den Ländern geschützt werden, die sie nutzen. Wir nutzen sie nicht, wir müssen sie nicht öffnen.“
21. März: „Das ist das letzte Mal. Ich gebe dem Iran 48 Stunden. Öffnet die Meerenge.“
22. März: „Der Iran ist tot.“
23. März: „Wir hatten sehr gute und produktive Gespräche mit dem Iran.“
24. März: „Wir machen Fortschritte.“
25. März: „Sie haben uns ein Geschenk gemacht, und das Geschenk ist heute angekommen. Und es war ein sehr großes Geschenk von enormem Wert. Ich werde euch nicht sagen, was dieses Geschenk ist, aber es war ein sehr bedeutender Preis.“
26. März: „Macht einen Deal, oder wir werden sie einfach weiter bombardieren.“
27. März: „Wir müssen für die NATO nicht da sein.“
28. März: Kein bedeutendes Zitat
29. März: Behauptete, die Gespräche würden voranschreiten
30. März: „Öffnet die Straße von Hormus sofort, oder stellt euch verheerenden Konsequenzen.“
31. März: Behauptete, ein Deal sei „sehr nahe“ und Iran werde „das Richtige tun”
Im April ging es so weiter:
1. April: „Wir werden sehr bald sehen, was passiert.“
2. April: Wiederholte, dass ein Deal wahrscheinlich sei, warnte jedoch vor weiteren Angriffen.
3. April: „Etwas Großes wird passieren.“
4. April: Sagte, Iran müsse „sofort“ nachgeben, sonst drohten weitere Konsequenzen.
5. April: „Öffnet die verdammte Straße, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben – WARTET ES NUR AB! Gelobt sei Allah.“
… Alles vom 9.4.2026 bitte lesen auf https://miloszmatuschek.de/ oder
https://www.freischwebende-intelligenz.org/p/wie-leben-in-zeiten-maximaler-verunsicherung